Taekwondo Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 07/2005
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Erfahrungsbericht von MC_Assurance
Taekwondo - Körper und Geist im Einklang
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Also eins vorweg: Wer eine Kampfsportart erlernen möchte, nur um in der Kneipe oder auf irgendwelchen Feten oder in der Disco einen möglichen Gegner \"mal schnell aus dem Anzug treten\" zu können, der stellt sehr schnell fest, dass er sehr oft zweiter Sieger bleibt.
Selbstverständlich gehören ein sich mit längerer Trainingszeit steigerndes \"sich wehren können\" dazu, aber \"sich wehren\" heißt zu re-agieren und nicht als Aggressor aufzutreten.
Ihr habt die Supermöglichkeit, euren Körper besser zu beherrschen, euren Geist auf die wesentlichen Dinge lenken zu können, anderen Menschen Achtung und Respekt entgegenzubringen, ausdauernd im physischen wie im psychischen Sinne zu werden und ein \"Wir-Gefühl\" im Verein zu erleben und auszuleben. Also nicht \"draufhauen\" lernen,
sondern sinnvoll sich und andere fair zu schützen ist die Devise.
Unter den zahlreichen Kampfsportarten ist Taekwondo sicherlich eine der spektakulärsten. Aber warum gerade Taekwondo? Ich versuche mal ein wenig Hintergrund darzustellen, damit man (und Frau natürlich auch) es besser verstehen können.
Zu meiner Person sei gesagt, dass ich vor 20 Jahren mit Taekwondo begonnen habe und nach 5 Jahren den Braunen Gürtel (heute sieht man sehr oft auch den Roten anstelle des Braunen) errungen hatte.(Es dauerte so lange, weil es eine sehr harte Schule war, die auch viel auf dem geistigen Sektor gelehrt und verlangt hatte)
Gleichzeitig habe ich (insgesamt 5 Mal wöchentlich) Shotokan-Karate trainiert und brachte es in dieser \"Disziplin\" zum Blauen Gürtel. Nach dieser Zeit (und einer kleinen Bierwampe) hat es mich in meinem Alter von 40 Jahren wieder ins \"Dojang\" (koreanische Bezeichnung für Trainingsraum) gezogen.
Ich kann nun in meinem Alter nur sagen, dass es die beste Idee war, die ich seit langer Zeit hatte.
Was ist eigentlich Taekwondo?
Jetzt könnte ich es mir einfach machen und sagen: \"Die koreanische Antwort auf das japanische Karate\". Beide Kampfsportarten sind sehr alt und auch in vielen Dingen sehr ähnlich.
Taekwondo ist, wie alle anderen Kampfsportarten auch, aus der Not heraus entstanden. Was konnte ein armer Bauer, der kein Geld für Rüstungen oder Waffen hatte, tun um sich gegen bewaffnete Überfälle zur Wehr zu setzen? Er erlernte efektive Verteidigungsmethoden, um sich seiner Haut zu wehren.
Taekwondo besteht aus drei Begriffen: Tae = Fuss; Kwon = Faust und Do = Weg oder auch Geist oder Kunst.
Frei übersetzt also die Kunst des Fuss-und Faust (Kampfes). In Deutschland gibt es zwei Taekwondo-Systeme: Das eine System wird von der ITF (International Taekwondo Federation) vertreten und das andere System von der WTF (World Taekwondo Federation).
Der Unterschied ist eigentlich nicht besonders gross: Die ITF lehrt sogenannte \"Hyong-Übungsformen\"
(eine Kampf gegen imaginäre Gegner mit festgelegtem Ablauf) und kämpft im Leichtkontakt mit Hand-und Fußschutz. Die WTF lehrt die \"Poomse-Ubungsformen\" (ähnlich den Hyong-Übungsformen) und kämpft im Vollkontakt mit Schutzweste ohne Hand-und Fußschutz.
Beide Systeme haben aber dasselbe grundschulmäßige Training. Die Kunst des Taekwondo ist zwar in ihrer Entwicklung ca. 2000 Jahre alt, der Begriff Taekwondo wurde aber erst 1955 von einem Ausschuß aus Kampfsportexperten, Historikern und bekannten koreanischen Persönlichkeiten geprägt.
Grundsätzlich wird auch beim Taekwondo an einer Gürtelfarbe der Wissens-und Könnensstand, mit anderen Worten die körperliche und seelische Reife eines Schülers dargestellt. Vom \"jungfräulichen\"
Weissgurt bis zum 1.Dan, dem schwarzen Gürtel, wird in immer dunkler werdenden Farben diese Reife optisch sichtbar. Insgesamt gibt es 10 Schülergrade (Kup) und nachfolgend den 1-4 Dan (Meister) und ab dem 5.Dan (Grossmeister).
Die Farben: (zweifarbig immer mit einer kleinen Schärpe an den Spitzen des Gürtels mit der Farbe des nächsthöheren Gürtels)
Weiss, Weissgelb, Gelb, Gelbgrün, Grün, Grünblau, Blau, Blaubraun (oder Blaurot), Braun (oder Rot)Braunschwarz (oder rotschwarz) und schlussendlich schwarz.
Rückblickend kann ich wirklich jedem Menschen empfehlen, Taekwondo zu trainieren. Aus verschiedenen Gründen: Bei Kindern wird das Selbstbewußtsein geprägt und auf spielerische Art und Weise eine Selbstverteidigung erlernt.
Bei Jugendlichen steht auch der Respekt vor anderen Menschen (gerade in der heutigen Zeit!) im Vordergrund. Erwachsene haben die Möglichkeit, ihre \"Büropölsterchen\" oder die kleine Bierwampe (die ich leider auch habe) los zu werden und das schöne Gefühl zu haben, etwas Gutes für sich zu tun, verbunden mit der Chance, sich auch auf nächtlichen Bahnhöfen, Parks, etc.. wehren zu können, wenn es denn mal sein muß!
In diesem Sinne
Mc_Assurance
Selbstverständlich gehören ein sich mit längerer Trainingszeit steigerndes \"sich wehren können\" dazu, aber \"sich wehren\" heißt zu re-agieren und nicht als Aggressor aufzutreten.
Ihr habt die Supermöglichkeit, euren Körper besser zu beherrschen, euren Geist auf die wesentlichen Dinge lenken zu können, anderen Menschen Achtung und Respekt entgegenzubringen, ausdauernd im physischen wie im psychischen Sinne zu werden und ein \"Wir-Gefühl\" im Verein zu erleben und auszuleben. Also nicht \"draufhauen\" lernen,
sondern sinnvoll sich und andere fair zu schützen ist die Devise.
Unter den zahlreichen Kampfsportarten ist Taekwondo sicherlich eine der spektakulärsten. Aber warum gerade Taekwondo? Ich versuche mal ein wenig Hintergrund darzustellen, damit man (und Frau natürlich auch) es besser verstehen können.
Zu meiner Person sei gesagt, dass ich vor 20 Jahren mit Taekwondo begonnen habe und nach 5 Jahren den Braunen Gürtel (heute sieht man sehr oft auch den Roten anstelle des Braunen) errungen hatte.(Es dauerte so lange, weil es eine sehr harte Schule war, die auch viel auf dem geistigen Sektor gelehrt und verlangt hatte)
Gleichzeitig habe ich (insgesamt 5 Mal wöchentlich) Shotokan-Karate trainiert und brachte es in dieser \"Disziplin\" zum Blauen Gürtel. Nach dieser Zeit (und einer kleinen Bierwampe) hat es mich in meinem Alter von 40 Jahren wieder ins \"Dojang\" (koreanische Bezeichnung für Trainingsraum) gezogen.
Ich kann nun in meinem Alter nur sagen, dass es die beste Idee war, die ich seit langer Zeit hatte.
Was ist eigentlich Taekwondo?
Jetzt könnte ich es mir einfach machen und sagen: \"Die koreanische Antwort auf das japanische Karate\". Beide Kampfsportarten sind sehr alt und auch in vielen Dingen sehr ähnlich.
Taekwondo ist, wie alle anderen Kampfsportarten auch, aus der Not heraus entstanden. Was konnte ein armer Bauer, der kein Geld für Rüstungen oder Waffen hatte, tun um sich gegen bewaffnete Überfälle zur Wehr zu setzen? Er erlernte efektive Verteidigungsmethoden, um sich seiner Haut zu wehren.
Taekwondo besteht aus drei Begriffen: Tae = Fuss; Kwon = Faust und Do = Weg oder auch Geist oder Kunst.
Frei übersetzt also die Kunst des Fuss-und Faust (Kampfes). In Deutschland gibt es zwei Taekwondo-Systeme: Das eine System wird von der ITF (International Taekwondo Federation) vertreten und das andere System von der WTF (World Taekwondo Federation).
Der Unterschied ist eigentlich nicht besonders gross: Die ITF lehrt sogenannte \"Hyong-Übungsformen\"
(eine Kampf gegen imaginäre Gegner mit festgelegtem Ablauf) und kämpft im Leichtkontakt mit Hand-und Fußschutz. Die WTF lehrt die \"Poomse-Ubungsformen\" (ähnlich den Hyong-Übungsformen) und kämpft im Vollkontakt mit Schutzweste ohne Hand-und Fußschutz.
Beide Systeme haben aber dasselbe grundschulmäßige Training. Die Kunst des Taekwondo ist zwar in ihrer Entwicklung ca. 2000 Jahre alt, der Begriff Taekwondo wurde aber erst 1955 von einem Ausschuß aus Kampfsportexperten, Historikern und bekannten koreanischen Persönlichkeiten geprägt.
Grundsätzlich wird auch beim Taekwondo an einer Gürtelfarbe der Wissens-und Könnensstand, mit anderen Worten die körperliche und seelische Reife eines Schülers dargestellt. Vom \"jungfräulichen\"
Weissgurt bis zum 1.Dan, dem schwarzen Gürtel, wird in immer dunkler werdenden Farben diese Reife optisch sichtbar. Insgesamt gibt es 10 Schülergrade (Kup) und nachfolgend den 1-4 Dan (Meister) und ab dem 5.Dan (Grossmeister).
Die Farben: (zweifarbig immer mit einer kleinen Schärpe an den Spitzen des Gürtels mit der Farbe des nächsthöheren Gürtels)
Weiss, Weissgelb, Gelb, Gelbgrün, Grün, Grünblau, Blau, Blaubraun (oder Blaurot), Braun (oder Rot)Braunschwarz (oder rotschwarz) und schlussendlich schwarz.
Rückblickend kann ich wirklich jedem Menschen empfehlen, Taekwondo zu trainieren. Aus verschiedenen Gründen: Bei Kindern wird das Selbstbewußtsein geprägt und auf spielerische Art und Weise eine Selbstverteidigung erlernt.
Bei Jugendlichen steht auch der Respekt vor anderen Menschen (gerade in der heutigen Zeit!) im Vordergrund. Erwachsene haben die Möglichkeit, ihre \"Büropölsterchen\" oder die kleine Bierwampe (die ich leider auch habe) los zu werden und das schöne Gefühl zu haben, etwas Gutes für sich zu tun, verbunden mit der Chance, sich auch auf nächtlichen Bahnhöfen, Parks, etc.. wehren zu können, wenn es denn mal sein muß!
In diesem Sinne
Mc_Assurance
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