Talkshows Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von e_keule
Von schwangeren Jungfrauen, nackten Tanten und PIEEEEEPTÖNEN. ;D
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Talkshows – ein sehr interessantes und weitläufiges Thema, dem ich heute mal einen kleinen Bericht widmen möchte. Ob man das, was ich hier gerade schreibe aber als einen Erfahrungsbericht bezeichnen kann, bleibt dennoch fraglich, da man die Talkshows, die ich vom Anfang bis zum [bitteren] Ende gesehen habe, an einer Hand abzählen kann!;) Momentan ist mir meine kostbare Zeit auch einfach zu schade, da verbringe ich doch lieber noch ein Stündchen [mehr] bei ciao!;-)
Gleich am Anfang des Berichts möchte ich eine Trennung der Talkshows vornehmen. Zum einen gibt es die auf den privaten Sendern laufenden Talkshows, diese sind mehr oder weniger für das arbeitslose, intellektuell ein bisschen hinterher hinkende und für das vor sich hin gammelnde Volk gedacht. Zwar sollte man das nicht verallgemeinern, aber ich denke auf ein Großteil der *regelmäßigen* Zuschauer trifft das zu!;-) Natürlich möchte ich auch noch ein paar Beispiele inklusive Thema der letzten Show erwähnen, an die sicher JEDER gerne denkt: Vera am Mittag [„Frauenknast, das tue ich mir nie wieder an!“], Britt [„Durchgeknallt! Du hast ja was am Kopf“] oder Bernd Türck [„Hilfe, ich glaube ich bin ein Mann!“] – ach nee, den letzten gibt es ja gar nicht mehr! *grinz*
Zum anderen gibt es dann aber noch die etwas „wertvolleren“ Talkshows, die sich entweder mit Politik oder mit mehr oder weniger berühmten Leuten befassen. Leider ist diese Art von Talkshows [noch] in der Unterzahl, aber Frau Christiansen, Bio & Co haben in den letzten Jahren gut aufgeholt!;-)
Nun möchte ich aber erst mal einen etwas genaueren Blick auf die Talkshows der privaten Sender [RTL; SAT1 und PRO7] werfen. Als ich vorhin in die Fernsehsendung schaute, wunderte ich mich, dass „nur“ noch 6 Talkshows auf den privaten laufen. Mmmh...wer hat da nur das Handtuch geworfen!? Die Frau Schäfer scheint ihre Show gar nicht mehr zu machen, aber warum nur [wenn einer den Grund für dieses weltbewegende Ereignis weiß, bitte Sache nicht unKOMMENTIERT lassen!;)]!? Eigentlich egal, aber wie heißt es so schön: man soll immer aufhören, wenn es am schönsten ist – das hat sich wohl auch der Türck gedacht oder vor ein paar Jahren schon der Meiser. Wie dem auch sei, ist es natürlich schwer die tägliche Sendung mit einem Thema zu bestücken, da ja alles schon 3-4 Mal durchgekaut wurde. Aber egal, dann wird der geneigte Talkshowgucker wohl auch noch die 5 Show zum gleichen Thema überstehen. Aber es wird nicht über Themen diskutiert, die die Allgemeinheit angehen, sondern nur einzelne Personen. So „lernt“ man z.B. etwas über eine 35 jährige Jungfrau, oder [Vorsicht: gleich folgt ein Zitat ;-)] über „das asoziale PIEEEEP Mutter, wo den ganzen Tag nur PIEEEEP und säuft“ bis hin zur Versöhnung zwischen Mutter und Sohn, die beide aufgrund Unstimmigkeiten über das Fernsehprogramm 2 Jahre lang kein Wort mehr miteinander gewechselt haben. Beeindruckend, oder? :D
Aber warum werden diese *abartigen* Shows von den privaten Sendern und von vielen Zuschauern so geliebt!? Für die Sender war dieses Format damals ein Segen, denn kaum was anderes hat[te] niedrigere Produktionskosten als eine Talkshow. Ein kleines gemütliches Fernsehstudio; eine moderierende Witzfigur; ein paar Schulklassen [die massenweise per Bus zum Produktionsort hin echauffiert werden und dann auch noch Geld bezahlen!] als Publikum; ein paar Talkgäste aus der untersten sozialen Schichten und meinetwegen noch ein paar Schauspielern, die nie richtig Erfolg hatten und nun als Talkshowhopper ihr Geld verdienen. Fertig ist die „perfekte“ Talkshow!
Schwieriger ist da schon die Frage, warum dieses Sendeformat den Fernsehzuschauern so zusagt. Ich denke einfach, dass die regelmäßigen TS-Gucker einfach den Sinn für die Realität verloren haben. Ihr eigenes Leben geht total an ihnen vorbei und sie beschäftigen sich fast ausschließlich mit dem Leben anderer Leute – nämlich dem der Talkshowgäste. Dabei bleiben natürlich die eigenen sozialen Kontakte auf der Strecke und ich bezweifle auch, dass diese Leute jemals etwas erreichen werden in ihrem Leben, wenn sie vom Sofa und den dummen Talkshows nicht wegkommen. Sicher kann man da jetzt aber auch eine Menge hinein interpretieren...!?;-)
Aber was bewegt die Menschen, die in solch einer Show als Gast auftreten eigentlich!? Warum muss eine junge Frau ihrer vermeintlich besten Freundin gerade vor einem Millionenpublikum erzählen, dass sie letzte Woche mit dem Freund der Freundin geschlafen hat? Gibt das diesen Leuten einen Kick, wollen sie nur im Mittelpunkt stehen oder machen sie das ganze vielleicht nur wegen des Geldes, welches jeder Talkgast als *Entschädigung* kriegt? Ich muss sagen: Ich weiß es wirklich nicht! Was ich allerdings bezweifle ist, dass die Geschichten, die dort Tag für Tag erzählt werden auch war sind. Wenn die Story der Redaktion z.B. nicht spektakulär genug ist, kann ich mir gut vorstellen, dass dem Gast erzählt wird, er soll seine Geschichte mal ein „bisschen“ abwandeln und schon verdreifacht sich seine Gage wie von Geisterhand...!? :o)
Ein interessanter Punkt sind sicher auch die Themen bei solchen Talkshows. Oft sind diese ziemlich versaut und der berühmt berüchtigte Piepton kommt auch immer öfter zum Einsatz. Nun sollte man mal bedenken, wann die Talkshows laufen: nämlich am Nachmittag!! Und um diese Zeit gucken sicher viele Kinder aus Langeweile fern. Klar ist es nicht schlimm, wenn ein dreizehnjähriger Schüler so etwas sieht, aber für Grundschülern sind solche Themen sicher weniger geeignet. Und wenn ich [schon] nachmittags männliche Stripper oder Frauen, die ihre Melonen artigen Brüste zeigen müssen, sehe, wird mir echt schlecht.
Wie dem auch sei, es gibt auch bessere Talkshows: meistens laufen diese abends auf den öffentlich rechtlichen Sendern. Themen sind meistens Politik [z.B. bei „Sabine Christiansen“] oder bei manchen Formaten stehen auch Prominente im Mittelpunkt [z.B. bei „Biolek“]. Diese Arten von Talkshows dienen nicht nur der puren Unterhaltung bzw. Verblödung, sondern hier kann man teilweise wirklich noch etwas lernen bzw. neue, interessante Sachen erfahren. Vor allem den Polittalk „Sabine Christiansen“ kann ich empfehlen, da habe ich mit meinen Eltern schon häufiger mal mit geguckt!
Das Fazit fällt diesmal wirklich ganz kurz aus: Während Talkshows auf privaten Sendern einfach abartig, pervers und nicht „Empfehlenswert“ sind, kann man sich die Talkshows auf den öffentlichen Sendern sicher Ab und An anschauen. Da aber leider immer noch die privaten Talkshows in der Überzahl sind, kann ich insgesamt leider nur 2 Sterne und auch kein „Empfehlenswert“ geben.
Greetz keule
PS: Danke für’s Lesen, Bewerten und eure zahlreichen Kommentare, in denen sich hoffentlich keine Piepton-Wörter befinden! ;-)
Gleich am Anfang des Berichts möchte ich eine Trennung der Talkshows vornehmen. Zum einen gibt es die auf den privaten Sendern laufenden Talkshows, diese sind mehr oder weniger für das arbeitslose, intellektuell ein bisschen hinterher hinkende und für das vor sich hin gammelnde Volk gedacht. Zwar sollte man das nicht verallgemeinern, aber ich denke auf ein Großteil der *regelmäßigen* Zuschauer trifft das zu!;-) Natürlich möchte ich auch noch ein paar Beispiele inklusive Thema der letzten Show erwähnen, an die sicher JEDER gerne denkt: Vera am Mittag [„Frauenknast, das tue ich mir nie wieder an!“], Britt [„Durchgeknallt! Du hast ja was am Kopf“] oder Bernd Türck [„Hilfe, ich glaube ich bin ein Mann!“] – ach nee, den letzten gibt es ja gar nicht mehr! *grinz*
Zum anderen gibt es dann aber noch die etwas „wertvolleren“ Talkshows, die sich entweder mit Politik oder mit mehr oder weniger berühmten Leuten befassen. Leider ist diese Art von Talkshows [noch] in der Unterzahl, aber Frau Christiansen, Bio & Co haben in den letzten Jahren gut aufgeholt!;-)
Nun möchte ich aber erst mal einen etwas genaueren Blick auf die Talkshows der privaten Sender [RTL; SAT1 und PRO7] werfen. Als ich vorhin in die Fernsehsendung schaute, wunderte ich mich, dass „nur“ noch 6 Talkshows auf den privaten laufen. Mmmh...wer hat da nur das Handtuch geworfen!? Die Frau Schäfer scheint ihre Show gar nicht mehr zu machen, aber warum nur [wenn einer den Grund für dieses weltbewegende Ereignis weiß, bitte Sache nicht unKOMMENTIERT lassen!;)]!? Eigentlich egal, aber wie heißt es so schön: man soll immer aufhören, wenn es am schönsten ist – das hat sich wohl auch der Türck gedacht oder vor ein paar Jahren schon der Meiser. Wie dem auch sei, ist es natürlich schwer die tägliche Sendung mit einem Thema zu bestücken, da ja alles schon 3-4 Mal durchgekaut wurde. Aber egal, dann wird der geneigte Talkshowgucker wohl auch noch die 5 Show zum gleichen Thema überstehen. Aber es wird nicht über Themen diskutiert, die die Allgemeinheit angehen, sondern nur einzelne Personen. So „lernt“ man z.B. etwas über eine 35 jährige Jungfrau, oder [Vorsicht: gleich folgt ein Zitat ;-)] über „das asoziale PIEEEEP Mutter, wo den ganzen Tag nur PIEEEEP und säuft“ bis hin zur Versöhnung zwischen Mutter und Sohn, die beide aufgrund Unstimmigkeiten über das Fernsehprogramm 2 Jahre lang kein Wort mehr miteinander gewechselt haben. Beeindruckend, oder? :D
Aber warum werden diese *abartigen* Shows von den privaten Sendern und von vielen Zuschauern so geliebt!? Für die Sender war dieses Format damals ein Segen, denn kaum was anderes hat[te] niedrigere Produktionskosten als eine Talkshow. Ein kleines gemütliches Fernsehstudio; eine moderierende Witzfigur; ein paar Schulklassen [die massenweise per Bus zum Produktionsort hin echauffiert werden und dann auch noch Geld bezahlen!] als Publikum; ein paar Talkgäste aus der untersten sozialen Schichten und meinetwegen noch ein paar Schauspielern, die nie richtig Erfolg hatten und nun als Talkshowhopper ihr Geld verdienen. Fertig ist die „perfekte“ Talkshow!
Schwieriger ist da schon die Frage, warum dieses Sendeformat den Fernsehzuschauern so zusagt. Ich denke einfach, dass die regelmäßigen TS-Gucker einfach den Sinn für die Realität verloren haben. Ihr eigenes Leben geht total an ihnen vorbei und sie beschäftigen sich fast ausschließlich mit dem Leben anderer Leute – nämlich dem der Talkshowgäste. Dabei bleiben natürlich die eigenen sozialen Kontakte auf der Strecke und ich bezweifle auch, dass diese Leute jemals etwas erreichen werden in ihrem Leben, wenn sie vom Sofa und den dummen Talkshows nicht wegkommen. Sicher kann man da jetzt aber auch eine Menge hinein interpretieren...!?;-)
Aber was bewegt die Menschen, die in solch einer Show als Gast auftreten eigentlich!? Warum muss eine junge Frau ihrer vermeintlich besten Freundin gerade vor einem Millionenpublikum erzählen, dass sie letzte Woche mit dem Freund der Freundin geschlafen hat? Gibt das diesen Leuten einen Kick, wollen sie nur im Mittelpunkt stehen oder machen sie das ganze vielleicht nur wegen des Geldes, welches jeder Talkgast als *Entschädigung* kriegt? Ich muss sagen: Ich weiß es wirklich nicht! Was ich allerdings bezweifle ist, dass die Geschichten, die dort Tag für Tag erzählt werden auch war sind. Wenn die Story der Redaktion z.B. nicht spektakulär genug ist, kann ich mir gut vorstellen, dass dem Gast erzählt wird, er soll seine Geschichte mal ein „bisschen“ abwandeln und schon verdreifacht sich seine Gage wie von Geisterhand...!? :o)
Ein interessanter Punkt sind sicher auch die Themen bei solchen Talkshows. Oft sind diese ziemlich versaut und der berühmt berüchtigte Piepton kommt auch immer öfter zum Einsatz. Nun sollte man mal bedenken, wann die Talkshows laufen: nämlich am Nachmittag!! Und um diese Zeit gucken sicher viele Kinder aus Langeweile fern. Klar ist es nicht schlimm, wenn ein dreizehnjähriger Schüler so etwas sieht, aber für Grundschülern sind solche Themen sicher weniger geeignet. Und wenn ich [schon] nachmittags männliche Stripper oder Frauen, die ihre Melonen artigen Brüste zeigen müssen, sehe, wird mir echt schlecht.
Wie dem auch sei, es gibt auch bessere Talkshows: meistens laufen diese abends auf den öffentlich rechtlichen Sendern. Themen sind meistens Politik [z.B. bei „Sabine Christiansen“] oder bei manchen Formaten stehen auch Prominente im Mittelpunkt [z.B. bei „Biolek“]. Diese Arten von Talkshows dienen nicht nur der puren Unterhaltung bzw. Verblödung, sondern hier kann man teilweise wirklich noch etwas lernen bzw. neue, interessante Sachen erfahren. Vor allem den Polittalk „Sabine Christiansen“ kann ich empfehlen, da habe ich mit meinen Eltern schon häufiger mal mit geguckt!
Das Fazit fällt diesmal wirklich ganz kurz aus: Während Talkshows auf privaten Sendern einfach abartig, pervers und nicht „Empfehlenswert“ sind, kann man sich die Talkshows auf den öffentlichen Sendern sicher Ab und An anschauen. Da aber leider immer noch die privaten Talkshows in der Überzahl sind, kann ich insgesamt leider nur 2 Sterne und auch kein „Empfehlenswert“ geben.
Greetz keule
PS: Danke für’s Lesen, Bewerten und eure zahlreichen Kommentare, in denen sich hoffentlich keine Piepton-Wörter befinden! ;-)
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