Talkshows Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Volker111
Talkshow-Vielseher lernen schlecht
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Vorwort
Schon im September 2000 schrieb ich diese Stellungnahme zu den Auswirkungen der nachmittäglichen Talkshows. Diese haben sich teilweise selbst überholt, aber die meisten Aussagen gelten auch heute noch.
Dabei ist es relativ egal, welche der nachmittäglichen Talkshows man als beispiel heranzieht, auch wenn es durchaus geringfügige Unterschiede im Sprachniveau der Moderatoren und vor allem der häufig vorgeführten Gäste gibt.
Damaliger Anlass zum Schreiben
Verwundert rieb ich mir die Augen. Eine Studie der Forschungsgruppe Psychophysiologie der Universität Freiburg sollte nachgewiesen haben, dass TV-Vielseher vor allem im Fach DEUTSCH wesentlich schlechter sind als Gleichaltrige, die ihre Freizeit mit Sport und Bewegung verbringen.
Da ich selbst die TV-Gewohnheiten von Jugendlichen im Zusammenhang mit ihren schulischen Leistungen und Verhaltensweisen über mehr als 20 Jahre an einer zugegebener Maßen kleinen Gruppe (pro Jahr um die 55 Schüler) untersucht hatte, dabei aber zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen war, las ich den Bericht über diese Studie etwas genauer nach.
Zusammenhang Fernsehdauer und Schulleistung
Mein Ergebnis war bis vor 6 Jahren, als ich meine Aufzeichnungen beendete, gewesen, dass es keinen Zusammenhang gab. Der Fernsehkonsum hatte nur bereits vorhandene Neigungen verstärkt.
So schlossen z.B. 2 Schülerinnen mit 6 Std. täglichen TV-Genusses im Bayerischen Qualifizierenden Hauptschulabschluss mit der Note 1,0 ab. Sie hatten sich vom Durchschnitt 3,0 in der 7. Klasse bis zur Note 1 in der 9. Klasse hochgearbeitet, was dann die einheitlichen Prüfungsaufgaben in Mathematik und Deutsch eindrucksvoll bestätigten! Sie schauten am liebsten Dokumentationen und Liebesfilme.
Entscheidend war nach meinen Befragungen
immer gewesen, WELCHE Fernsehsendungen angeschaut worden waren. Gute Schüler hatten schlicht anspruchsvollere Sendungen eingeschaltet als schlechtere. (Altersgruppe: 13 bis 16jährige Schüler!)
Die mit geringem TV-Konsum waren weder besser noch schlechter, wobei die stark sportlich engagierten mit nur 1 Std. TV pro Woche eher schlechter waren. Dies ist jedoch auf die Schulart (Hauptschule) zurückzuführen, da hier einfach andere Sportarten häufiger trainiert werden, als auf weiterführenden Schulen.
Es besteht vermutlich ein Häufigkeitszusammenhang zwischen schulischer Leistung und trainierter Sportart.
Auflösung Jeder schaut die Sendungen seines Niveaus
Wie ist nun der Widerspruch zur Studie zu klären? Leider ergaben sich im Zeitungsbericht wenig Hinweise auf die untersuchten Schüler, (es wurde nur von Kindern gesprochen) und ihre Schularten, einschließlich Milieu und Bildungsniveau.
Dann ergab sich doch noch die überraschende Teillösung: Die in der Studie mehr als 3 Stunden TV sehenden Kinder (Altersgruppe blieb unklar, wahrscheinlich 8 bis 10 Jahre) hatten hauptsächlich \"wenig hochbewertete Sendungen\" wie Talk-Shows am Nachmittag \"genossen\", die weniger schauenden hauptsächlich Tierfilme.
Die Überschrift war also irreführend. Nicht der TV-Konsum als solcher macht dumm, sondern Talk-Shows, die nach Angabe der Universität \"kein Hort der Sprachkultur\" sind, tragen zur Verdummung unserer Kinder entscheidend bei.
Eigentlich hätte der Titel lauten müssen: Talk-Shows am Nachmittag verschlechtern die Sprachleistungen unserer Kinder oder Schützt unsere Kinder vor den Auswirkungen der Talk-Shows!
Folgerung
Allen verantwortungsbewussten Eltern kann man daher nur dringendst empfehlen, tut euch UND euren Kindern einen großen Gefallen. Lasst \"verblödende\" Sendungen wie Talk-Shows ausgeschaltet, sonst könnt ihr auch gleich gemeinsam das Lied singen: Dummheit, Dummheit mein Vergnügen, Dummheit, Dummheit meine Lust.
Schon im September 2000 schrieb ich diese Stellungnahme zu den Auswirkungen der nachmittäglichen Talkshows. Diese haben sich teilweise selbst überholt, aber die meisten Aussagen gelten auch heute noch.
Dabei ist es relativ egal, welche der nachmittäglichen Talkshows man als beispiel heranzieht, auch wenn es durchaus geringfügige Unterschiede im Sprachniveau der Moderatoren und vor allem der häufig vorgeführten Gäste gibt.
Damaliger Anlass zum Schreiben
Verwundert rieb ich mir die Augen. Eine Studie der Forschungsgruppe Psychophysiologie der Universität Freiburg sollte nachgewiesen haben, dass TV-Vielseher vor allem im Fach DEUTSCH wesentlich schlechter sind als Gleichaltrige, die ihre Freizeit mit Sport und Bewegung verbringen.
Da ich selbst die TV-Gewohnheiten von Jugendlichen im Zusammenhang mit ihren schulischen Leistungen und Verhaltensweisen über mehr als 20 Jahre an einer zugegebener Maßen kleinen Gruppe (pro Jahr um die 55 Schüler) untersucht hatte, dabei aber zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen war, las ich den Bericht über diese Studie etwas genauer nach.
Zusammenhang Fernsehdauer und Schulleistung
Mein Ergebnis war bis vor 6 Jahren, als ich meine Aufzeichnungen beendete, gewesen, dass es keinen Zusammenhang gab. Der Fernsehkonsum hatte nur bereits vorhandene Neigungen verstärkt.
So schlossen z.B. 2 Schülerinnen mit 6 Std. täglichen TV-Genusses im Bayerischen Qualifizierenden Hauptschulabschluss mit der Note 1,0 ab. Sie hatten sich vom Durchschnitt 3,0 in der 7. Klasse bis zur Note 1 in der 9. Klasse hochgearbeitet, was dann die einheitlichen Prüfungsaufgaben in Mathematik und Deutsch eindrucksvoll bestätigten! Sie schauten am liebsten Dokumentationen und Liebesfilme.
Entscheidend war nach meinen Befragungen
immer gewesen, WELCHE Fernsehsendungen angeschaut worden waren. Gute Schüler hatten schlicht anspruchsvollere Sendungen eingeschaltet als schlechtere. (Altersgruppe: 13 bis 16jährige Schüler!)
Die mit geringem TV-Konsum waren weder besser noch schlechter, wobei die stark sportlich engagierten mit nur 1 Std. TV pro Woche eher schlechter waren. Dies ist jedoch auf die Schulart (Hauptschule) zurückzuführen, da hier einfach andere Sportarten häufiger trainiert werden, als auf weiterführenden Schulen.
Es besteht vermutlich ein Häufigkeitszusammenhang zwischen schulischer Leistung und trainierter Sportart.
Auflösung Jeder schaut die Sendungen seines Niveaus
Wie ist nun der Widerspruch zur Studie zu klären? Leider ergaben sich im Zeitungsbericht wenig Hinweise auf die untersuchten Schüler, (es wurde nur von Kindern gesprochen) und ihre Schularten, einschließlich Milieu und Bildungsniveau.
Dann ergab sich doch noch die überraschende Teillösung: Die in der Studie mehr als 3 Stunden TV sehenden Kinder (Altersgruppe blieb unklar, wahrscheinlich 8 bis 10 Jahre) hatten hauptsächlich \"wenig hochbewertete Sendungen\" wie Talk-Shows am Nachmittag \"genossen\", die weniger schauenden hauptsächlich Tierfilme.
Die Überschrift war also irreführend. Nicht der TV-Konsum als solcher macht dumm, sondern Talk-Shows, die nach Angabe der Universität \"kein Hort der Sprachkultur\" sind, tragen zur Verdummung unserer Kinder entscheidend bei.
Eigentlich hätte der Titel lauten müssen: Talk-Shows am Nachmittag verschlechtern die Sprachleistungen unserer Kinder oder Schützt unsere Kinder vor den Auswirkungen der Talk-Shows!
Folgerung
Allen verantwortungsbewussten Eltern kann man daher nur dringendst empfehlen, tut euch UND euren Kindern einen großen Gefallen. Lasst \"verblödende\" Sendungen wie Talk-Shows ausgeschaltet, sonst könnt ihr auch gleich gemeinsam das Lied singen: Dummheit, Dummheit mein Vergnügen, Dummheit, Dummheit meine Lust.
29 Bewertungen, 2 Kommentare
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08.08.2008, 15:46 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreichLiEbE gRüße.......AnJa
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12.05.2007, 15:36 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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