Tapete und Tapezieren Testbericht

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Erfahrungsbericht von sunnyburst

ES KANN SO EINFACH SEIN :-)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Tapezieren ? Schon allein das Wort wirkt abschreckend. Ich kenne niemanden, der dies wirklich gern tut, aber vor 2 1/2 Jahren musste ich \"ran\". Wir zogen von unserem Haus im Ruhrgebiet in der Nähe von Duisburg in den hohen Norden, ins Emsland, nach Papenburg. Wir hatten neu gebaut, und es war nun so, dass alle grundlegenden Arbeiten fertiggestellt worden sind.

Nun wollten wir auch ein wenig Eigenarbeit leisten um den Preis ein wenig zu senken. Denn es ist ja doch nicht billig, wenn man alle Zimmer von Profis tapezieren lässt. Na gut, mein Vater hatte dies wohl schon mal gemacht, meine Mutter hatte eventuell schon mal zugeschaut *lach*, und ich hatte davon absolut keine Ahnung. Habe Tapeten und so ein Zeug eigentlich noch nie richtig zur Kenntnis genommen...

Nun gab es aber kein zurück mehr. Wir waren am Tag zuvor bei Obi, und suchten uns Tapeten aus. Diese lagen jetzt hier herum, und wollten an die Wände geklatscht werden... naja, hört sich so leicht an, aber so leicht ist es ganz und gar nicht. Wir holten zunächst diesen zusammengefalteten Tapeziertisch aus dem Auto, der mich auf der Autofahrt 2 Stunden lang störte, da er ein wenig ungeschickt im Auto platziert wurde... naja, ausgeklappt war dieses \"Ding\" nun einige Meter lang, und man konnte die Tapeten dort hervorragend ausbreiten.

Nun gibt es d noch solche merkwürdigen Schwämme, oder Bürsten, ganz egal wie man das nennen möchte. Diese sollten dafür gut sein, dass man den Kleister auf den Tapeten verteilen kann... Kleister, das nächste Stichwort: Diesen kann man entweder ganz normal in Großmärkten oder eben in Baumärkten kaufen. Es ist allerdings noch kein Kleister, sondern nur ganz normales Pulver, sieht so ähnlich aus wie Backpulver oder Mehl.

Man muss dies dann mit der entsprechenden Menge Wasser (die immer hinter auf der Packung angegeben ist) vermischen, und kann so den optimalen Kleister zum Tapezieren herstellen.

Am Anfang, als wir noch nicht so eine Ahnung vom Tapezieren hatten, nahmen wir den Kleister, schütteten ihn komplett in das Wasser, nahmen uns eine irgendwo herumstehende Holzlatte, und verrührten das ganze Gemisch.

Dies war schon mal der erste Fehler. Es ist nämlich nicht unbedingt sinnvoll alles auf einmal in den Eimer zu schütten. So sind Klumpen entstanden, und einiges des Pulvers hat sich gar nicht erst aufgelost. Dies führte dazu, dass wir die Ganze Soße wieder wegschütten konnten, und es noch ein mal versuchen mussten. Also dies bringt schon mal gar nichts, achtet also hier immer darauf, dass Ihr das Pulver nach und nach hinzugebt, und immer gleich dabei verrührt. Also einer schüttet das Zeug darein, und ein anderer rührt das Gemisch ständig um, so dass sich nach einigen Minuten eine zähflüssige, dicke Substanz ergeben sollte.

Wenn diese am Ende dann jedoch zu flüssig ist, kann es nur daran liegen, dass Ihr zuviel Wasser genommen habt. So war es bei uns auch mal am Anfang, wir dachte, achja, wir haben ja bloß ein Paket Pulver gekauft, also verdünnen wir es einfach, so haben wir mehr Kleister. Ja, Fehlanzeige, das geht überhaupt nicht. Diese komische Substanz, die dann entsteht ist in ihrer Wirkung gleich null, ist flüssig, verläuft, und lässt sich überhaupt nicht verteilen. Also achtet hier auch immer schön auf die Anweisungen hinter auf der Packung. Vielleicht ist es auch sinnvoll, wenn man erst ein mal weniger Wasser nimmt, und abwartet, wie sie die Flüssigkeit entwickelt.

Na gut, wenn der richtige Kleister dann hergestellt ist, so könnt Ihr ihn mit einem der Bürsten auf der Tapete, die umgedreht auf dem Tapeziertisch liegen sollte, verteilen. Hier ist darauf zu achten, dass man die Bürste oder den Schwamm nicht ganz tief in den Kleister eintauschen sollte, und in dann auf die offene Tapete legt... so hat man nämlich einen dicken Klecks dieses Kleisters lediglich an einer Stelle der Tapete, diese wird dann fürchterlich weich, und dies ist dann auch der Grund, weswegen Ihr später solche Wölbungen in der Tapete vorfindet.

Außerdem wird die Tapete so ziemlich weich, und wenn man sie dann später an die Wand geklatscht hat, wird genau diese Stelle extrem hart, und beginnt sich ebenfalls zu wölben. Also vermeidet, den Schwamm einfach mal so auf der Tapete abzulegen, dies kommt wirklich nicht gut ;-))

Es sollte schon richtig verteilt werden. Möglichst gleichmäßig, und vor Allem die Ecken, denn genau diese lösen sich ja meistens als erstes, und müssen nach einiger Zeit ausgebessert werden.

Beim Auftragen der Tapete ist vielleicht noch wichtig, aber das wisst Ihr sicherlich alle, dass man nicht irgendwo in der Mitte, sondern möglichst links oben anfängt, die Tapete an der Wand zu platzieren. Hier sollte man, wenn man nicht gerade Profi in diesem Bereich ist, ganz langsam und vorsichtig arbeiten, denn wenn die Tapete ein mal komplett falsch dran ist, ist es wirklich schwer sie wieder abzubekommen, da der Kleister wirklich sehr schnell wirkt, und auch sehr schnell antrocknet.

Vielleicht ist es auch sinnvoll, wenn man mit zwei Leuten arbeitet. Aber egal, die Hauptsache ist ja, dass Ihr die Tapete möglichst ordentlich an die Wand bekommt *g*.

Na gut, von selbst versteht sich natürlich, dass man den Boden immer mit einer Plastikfolie oder alten Zeitungen auslegen sollte, da es ganz sicher, da bin ich mit 100%ig sicher, so ist, dass immer etwas des Kleisters auf den Boden tropft, oder herunterläuft, dass man geschlabbert wird, oder das der Schwamm tropft. Dies kann alles passieren, aber ich denke da hat schon jeder seinen Weg gefunden, wie er den Boden davon am besten verschonen kann.

Bei uns käme das nämlich gar nicht gut, ich möchte mir lieber nicht vorstellen, wie ein Parkettboden seinen Zustand verändert, wenn er mit einer Menge Tapezierkleister in Verbindung komme, ich denke mal, denn könnte man alles neu machen...

Okay, nun wisst Ihr in etwa, was Ihr machen solltet, und was nicht, aber das Meiste macht man ja eigentlich sowieso schon automatisch richtig, von daher war es eigentlich auch nichts Neues mehr :-).


© emem

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