Ten (1992) - Pearl Jam Testbericht

Ten-1992-pearl-jam
ab 20,10
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  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von danik

I will walk with my hands bound

5
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

Für mich das beste Album von PJ / Vedders Stimme / Gefühlvolle Songs voller Energie

Kontra:

nix

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich beim letzten Mal versucht habe, euch mein absolutes Lieblingsalbum, ‚Nevermind’ von Nirvana, näher zu bringen, möchte ich euch nun auch die Nummer Zwei meiner persönlichen Top-Ten ans Herz legen: ‚Ten“ von Pearl Jam.

‚Ten’ gesellte sich etwa Anfang 1993, also kurz nach ‚Nevermind’ zu meiner damals noch recht spärlichen CD-Sammlung. Ich hatte das Video zu ‚Even Flow’ damals auf MTV gesehen und es hatte mich sofort gepackt. Diese Musik, kraftvoll und voller Energie, hatte es mir vom ersten Augenblick an angetan. Und dann diese Stimme ...

Doch halt, ich will nicht zu weit vorweg greifen. Für diejenigen, die’s interessiert, hier erst einmal eine kurze Band-Bio von Pearl Jam:

[ B A N D – B I O G R A P H Y ]
Alles begann mit dem Tod von Andrew Wood, dem Frontman der Band ‚Mother Love Bone’, der im März 1990 an einer Überdosis Heroin starb. Zur Besetzung von ‚Mother Love Bone’ gehörten auch Jeff Ament und Stone Gossard, beides spätere Gründungsmitglieder von Pearl Jam.
Chris Cornell, der einigen euch als Sänger der Band ‚Soundgarden’ ein Begriff sein dürfte, rief damals ein Projekt namens ‚Temple Of The Dog’ ins Leben, dass dem verstorbenen Sänger von ‚Mother Love Bone’ Tribut zollen sollte.
Dabei waren u. a. auch Mike McCready und Eddie Vedder, der u. a. im Song ‚Hunger Strike’ gemeinsam mit Chris Cornell auf dem ‚Temple Of The Dog’ –Album stimmgewaltig in Erscheinung tritt.
Gemeinsam mit Dave Krusen gründeten Mike McCready, Jeff Ament, Stone Gossard und Eddie Vedder schon bald darauf ein neues Projekt, zunächst unter dem Namen ‚Mookie Blaylock’, dass schon nach dem ersten gemeinsamen Auftritt in ‚Pearl Jam’ umbenannt wurde. 1991 erhielt die Band einen Plattenvertrag bei Epic und begann mit den Aufnahmen zu ‚Ten’, das ein unerwarteter und durchschlagender Erfolg wurde, als es im August 1991 veröffentlich wurde. Der Rest ist quasi Geschichte ...

Übrigens - um die Entstehung des Bandnamens rankt sich eine nette Legende. Angeblich kommt dieser nämlich von ‚Pearls Jam’ - in Gedenken an Vedders indianische Urgroßmutter Pearl und deren angeblich halluzinogenen Marmelade.

Und nun weiter zu den wirklich wichtigen Dingen – der Musik (ich habe mich übrigens diesmal entschieden, die Lyrics der einzelnen Songs mit in meinen Bericht aufzunehmen, weil ich es persönlich so was immer schön finde – wen es stört, der möge einfach weiterscrollen) ...


O N C E
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
Das Intro zu‚Once’ beginnt leise, fast unhörbar, die Lautstärke steigert sich dann langsam. Die Melodie ist behäbig, fast schon chillig mit verhaltenen Drums und sehr fließendem Bass. Als dann die Gitarre einfällt ist es mit der Ruhe jedoch schnell vorbei, es wird lauter und energischer. Vedders Stimme ist eindringlich, fordernd, im Refrain dann lauter und eine Spur wütender. Zwischendrin gibt’s noch ein schönes Gitarrensolo.

[MEINE MEINUNG]
Ein klasse Opener für ein wirklich tolles Album. Neben ‚Nevermind’ von Nirvana zählt ‚Ten’ von Pearl Jam zu meinen absoluten Lieblingen. ‚Once’ ist energiegeladen, die Musik packend. Vedders Stimme, voller Power und trotzdem sehr melodisch, klingt manchmal wütend und dann wieder fast klagend. Das ‚Once’ nicht unbedingt mein Lieblingsstück auf dem Album ist, macht es nicht weniger hörenswert.

[LYRICS]
I admit it...what\'s to say...yeah...
I\'ll relive it...without pain...mmm...
Backstreet lover on the side of the road
I got a bomb in my temple that is gonna explode
I got a sixteen gauge buried under my clothes, I play...
Once upon a time I could control myself
Ooh, once upon a time I could lose myself, yeah...
Oh, try and mimic what\'s insane...ooh, yeah...
I am in it...where do I stand?
Oh, Indian summer and I hate the heat
I got a backstreet lover on the passenger seat
I got my hand in my pocket, so determined, discreet...I pray...
Once upon a time I could control myself
Ooh, once upon a time I could lose myself, yeah, yeah...
You think I got my eyes closed
But I\'m lookin\' at you the whole fuckin\' time...
Ooh, once upon a time I could control myself, yeah...
Once upon a time I could lose myself, yeah, yeah, yeah...
Once, upon a time I could love myself, yeah...
Once upon a time I could love you, yeah, yeah, yeah...
Once [4x]
Yeah...once, once...yeah, yeah...
Yeah...yeah, yeah...yeah, yeah...oww...

[BEHIND THE WORDS]
‚Once’ ist der zweite Teil der sogenannten „Mamason-Trilogy“. Die drei Songs – ‚Alive’, ‚Once’ und ‚Footsteps’ – erzählen zusammen die Geschichte eines psychisch kranken Mörders, vom Stein des Anstoßes über die Tat bis hin zur Todeszelle.
In ‚Once’ hat er sein Opfer gefunden, die Waffe ist da und er ist bereit zu töten.

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★☆☆


E V E N F L O W
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
‚Even Flow’ beginnt gleich mit dem Grundthema des Songs, einem treibenden Basslauf der sich im Ohr festsetzt. Mit Einsetzen der Drums wird es rockig. Vedder, in der Strophe ärgerlich fast ein bisschen genervt klingend, zeigt erst im Refrain so richtig was er kann – nämlich so richtig eindringlich und mitreißend singen. Zwischendurch gibt’s noch ein paar klagende Einwürfe der E-Gitarre und schließlich ein formvollendetes Gitarrensolo.

[MEINE MEINUNG]
Der Refrain von ‚Even Flow’ ist eindeutig ein Ohrwurm, den man so schnell nicht mehr los wird. Das Tempo ist rockig aber nicht zu schnell. Wenn der Song läuft, beginnen meine Knie fast automatisch mitzuwippen. Eddie Vedders Stimme ist wie immer ein absoluter Pluspunkt – sehr intensiv, voller Power und unverwechselbar. Man kann förmlich vor sich sehen, wie er auf der Bühne abgeht. Even Flow gehört absolut zu meinen Favoriten auf ‚Ten’.

[LYRICS]
Freezin\', rests his head on a pillow made of concrete, again
Oh, Feelin\' maybe he\'ll see a little better, set a days, ooh yeah
Oh, hand out, faces that he sees time again ain\'t that familiar, oh yeah
Oh, dark grin, he can\'t help, when he\'s happy looks insane, oh yeah

Even flow, thoughts arrive like butterflies
Oh, he don\'t know, so he chases them away
Someday yet, he\'ll begin his life again
Life again, life again...

Kneelin\', looking through the paper though he doesn\'t know to read,
ooh yeah
Oh, prayin\', now to something that has never showed him anything
Oh, feelin\', understands the weather of the winters on its way
Oh, ceilings, few and far between all the legal halls of shame, yeah

Even flow, thoughts arrive like butterflies
Oh, he don\'t know, so he chases them away
Someday yet, he\'ll begin his life again
Whispering hands, gently lead him away
Him away, him away...
Yeah!
Woo...ah yeah...fuck it up...

Even flow, thoughts arrive like butterflies
Oh, he don\'t know, so he chases them away
Someday yet, he\'ll begin his life again, yeah
Oh, whispering hands, gently lead him away
Him away, him away...
Yeah!
Woo...uh huh...yeah, yeah, mommy, mommy...

[BEHIND THE WORDS]
Irgendwo habe ich mal gehört, dass es sich in ‚Even Flow’ um Obdachlosigkeit dreht. Ob es jetzt wirklich explizit ein Obdachloser sein muss, kann ich nicht sagen, doch es gibt schon einiges, dass dafür spricht, dass der Song von einer gescheiterten Existenz handelt. ,Feelin\' maybe he\'ll see a little better, set a days’ würde ich übersetzen mit: „Er fühlt, dass er irgendwann vielleicht auch mal wieder bessere Zeiten sehen wird“. Oder ‚Someday yet, he’ll begin his life again’ das von einem neuen Anfang spricht. Das allerdings ist mal wieder nur meine ganz bescheidene Meinung.

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★★★


A L I V E
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
‘Alive’ beginnt mit einem langsamen, fast bedächtigen Gitarrensolo, dass einen über das ganze Stück hinweg im Hintergrund begleitet. Vedders Stimme ist eindringlich, bewegend und sehr melodisch. Die Drums sind bei ‘Alive’ eher begleitendes Beiwerk, verleihen dem Song zusätzliche Energie. Zum Ende hin gibt’s dann noch ein schönes, langes Gitarrensolo, alles wird eine Spur schneller, drängender, bis der Song schließlich mit jaulenden Gitarren und hämmernden Drums sein Finale einläutet.

[MEINE MEINUNG]
Für mich persönlich zählt ‚ ‚Alive’ zu den besten Songs, die das Album ‚Ten’ zu bieten hat. Früher hab ich immer eine Kassette bei meinem Dad im Auto gehabt, die ich dann reingeschoben hab, wenn wir zusammen irgendwohin gefahren sind. Bei ‚Alive’ hat er am Ende immer lauthals (und ziemlich schräg) mitgegrölt – ich finde, dass sagt doch schon einiges über den Song aus.
‚Alive’ ist ein Song, der sich im Gehör festsetzt und nicht so schnell wieder das Feld räumt. Vedders Stimme tut ihr übriges, um den Stück noch zusätzlichen Charakter zu verpassen. Mal ganz ruhig, dann wieder energiegeladen, dass es förmlich Funken sprüht. Wenn ich heute eine Top-Ten meiner liebsten Musikstücke zusammenstellen müsste, würde ‚Alive’ mit Sicherheit dabei sein.

[LYRICS]
Son, she said, have I got a little story for you
What you thought was your daddy was nothin’ but a...
While you were sittin’ home alone at age thirteen
Your real daddy was dyin’, sorry you didn’t see him, but I’m glad we talked...

Oh i, oh, I’m still alive
Hey, i, i, oh, I’m still alive
Hey i, oh, I’m still alive
Hey...oh...

Oh, she walks slowly, across a young man’s room
She said I’m ready...for you
I can’t remember anything to this very day
’cept the look, the look...
Oh, you know where, now I can’t see, I just stare...

I, I’m still alive
Hey i, but, I’m still alive
Hey i, boy, I’m still alive
Hey i, i, i, I’m still alive, yeah
Ooh yeah...yeah yeah yeah...oh...oh...

Is something wrong, she said
Well of course there is
You’re still alive, she said
Oh, and do I deserve to be
Is that the question
And if so...if so...who answers...who answers...

I, oh, I’m still alive
Hey i, oh, I’m still alive
Hey i, but, I’m still alive
Yeah i, ooh, I’m still alive
Yeah yeah yeah yeah yeah yeah

[BEHIND THE WORDS]
‚Alive’ ist der erste Part der ‚Momson-Trilogy’. Soweit ich weiß, geht’s hier um einen Jungen, der erfährt, dass der Mann, den er für seinen Vater gehalten hat, in Wirklichkeit nicht sein biologischer Vater ist. Es ist auch ein Song über sexuellen Missbrauch, denn die Mutter nimmt fortan ihren Sohn als Ersatz für den verstorbenen Vater an. Damit ist ‚Alive’ der Auftakt zu den Geschehnissen von ‚Once’, dem Resultat seines psychischen „Knacks“ durch den Missbrauch durch seine Mutter. ‚Footsteps’, der abschließende Teil der Trilogie, ist übrigens auf ‚Ten’ nicht zu finden. Soweit ich weiß befindet es sich auf der Single zu ‚Alive’, aber bitte nagelt mich nicht darauf fest.

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★★★


W H Y G O
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
Hämmernde Drums, in die scheppernde, jaulende Gitarren einfallen. Das Tempo ist ziemlich schnell, sehr rockig. Vedders klingt fordernd, ärgerlich, dann als die Instrument plötzlich verklingen und er singt „Why go home ... Why go home ...“ fast schon klagend. Im mittleren Part folgt ein sehr schnelles, drängendes Gitarrensolo, zum Ende hin wird der Song immer wilder, energischer.

[MEINE MEINUNG]
‚Why Go’ gehört zu den von mir eher seltener gehörten Songs auf ‚Ten’. Es ist wirklich kein schlechter Song, ganz im Gegenteil. Im Grunde ist alles drin, was ich an einer guten Rock-Nummer schätze, trotzdem ging es im Vergleich zu seinem starken Kontrahenten auf dem Album immer eher unter. Ich mag an ‚Why Go’ vor allem seinen eindringlichen, ärgerlichen Sound.

[LYRICS]
She scratches a letter into a wall made of stone
Maybe someday another child won\'t feel as alone as she does
It\'s been two years, and counting, since they put her in this place
She\'s been diagnosed by some stupid fuck, and mommy agrees,
yeah...
Whoa...yeah...hey yeah yeah...
Why go home... (3x)

She seems to be stronger, but what they want her to be is weak
She could play pretend, she could join the game, boy
She could be another clone...ooh...whoa...ah yeah...

Ooh...
Why go home? (4x)
What you taught me...put me here...don\'t come visit...mother...
Sting me...

Whoa...ooh...
Why go home? (4x)
What you taught me...put me here...don\'t come visit...mother, mother,
yeah...
Why go home? (7x)
Whoa...



[BEHIND THE WORDS]
Soweit ich es verstehe, geht es in „Why Go“ um ein Mädchen, dass, abgeschoben von den Eltern, seit zwei Jahren in irgendeiner Anstalt (Klapsmühle?) eingesperrt ist. Sie fühlt sich allein, verlassen. Man versucht sie zu verdrehen, zu verändern. Soll sie sich anpassen? So tun, als ob? Keine Ahnung, vielleicht liege ich ja total falsch, aber so klingt es für mich.

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★☆☆


B L A C K
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
Black ist einer der ruhigsten Songs des Albums. Gitarren und Drums sind eher schmückendes Beiwerk zu Vedders wunderschönem und sehr intensivem Gesang. Die Atmosphäre des Songs ist traurig, beinahe schon ein bisschen bittersüß.

[MEINE BEWERTUNG]
‚Black’ ist ein Song, der von einer verlorenen Liebe erzählt. Traurig, ein wenig verbittert und voller Sehnsucht. Warum musste alles so enden? Warum gehörst du nicht mehr zu mir? Ein Stück, dass ich auch sehr mag – mehr muss ich dazu wohl nicht sagen ...

[LYRICS]
Hey...oooh...
Sheets of empty canvas, untouched sheets of clay
Were laid spread out before me as her body once did
All five horizons revolved around her soul
As the earth to the sun
Now the air I tasted and breathed has taken a turn
Ooh, and all I taught her was everything
Ooh, I know she gave me all that she wore
And now my bitter hands chafe beneath the clouds
Of what was everything?
Oh, the pictures have all been washed in black, tattooed everything...
I take a walk outside
I\'m surrounded by some kids at play
I can feel their laughter, so why do I sear
Oh, and twisted thoughts that spin round my head
I\'m spinning, oh, I\'m spinning
How quick the sun can, drop away
And now my bitter hands cradle broken glass
Of what was everything?
All the pictures have all been washed in black, tattooed everything...
All the love gone bad turned my world to black
Tattooed all I see, all that I am, all I\'ll ever be...yeah...
Uh huh...uh huh...ooh...
I know someday you\'ll have a beautiful life, I know you\'ll be a star
In somebody else\'s sky, but why
Why, why can\'t it be, why can\'t it be mine

[BEHIND THE WORDS]
Ich glaube, dazu habe ich bereits alles gesagt, was mir einfällt ;D

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★★☆


J E R E M Y
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
‚Jeremy’ beginnt mit einem klaren, sauberen Gitarrenläufen, die sich durch den ganzen Song ziehen. Mitt Einsetzen der Drums und Vedders Gesang nimmt alles noch an Energie und Power zu. Vedders Stimme ist verlangend, anklagend, ärgerlich, bisweilen regelrecht wütend und dann wieder fast traurig/sanft. Eine ganze Bandbreite von Gefühlen – doch es gelingt im meisterlich, sie in ‚Jeremy’ herüberzubringen.

[MEINE MEINUNG]
‚Jeremy’ war nach seinem Erscheinen wochenlang auf Platz 1 der US-Billboard-Charts, für das Video zur Single räumten Pearl Jam den MTV-Video-Award für das beste Rockvideo ab. Das alles kommt nicht von ungefähr – ‚Jeremy’ ist ein absolut genialer Song, sowohl in Stimmung, Musik und als auch im Gesang. Für mich ist und bleibt ‚Jeremy’ DER SONG des Albums – und das nicht nur aufgrund seines durchschlagenden Erfolgs

[LYRICS]
At home
drawing pictures
of mountain tops
with him on top
lemon yellow sun
arms raised in a V
dead lay in pools of maroon below

Daddy didn\'t give attention
to the fact that mommy didn\'t care
King jeremy the wicked
ruled his world

Jeremy spoke in class today
Jeremy spoke in class today

Clearly I remember
pickin\' on the boy
Seemed a harmless little fuck
but we unleashed a lion
gnashed his teeth
and bit the recess lady\'s breast

How could I forget
he hit me with a surprise left
my jaw left hurtin
dropped wide open
Just like the day
like the day I heard

Daddy didn\'t give affection
and the boy was something mommy wouldn\'t wear
King Jeremy the wicked
ruled his world

Jeremy spoke in class today
Jeremy spoke in class today
try to forget this...
try to erase this...
from the blackboard.

[BEHIND THE WORDS]
Der Songtext hat es in sich. Jeremy, ein Kind, ein Außenseiter, das von seinen Eltern keine Aufmerksamkeit bekommt und am Ende Amok läuft und zu einem regelrechten Monster mutiert und seine unterdrückten Aggressionen auslebt.

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★★★


O C E A N S
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
Leise Gitarren untermalen Vedders akkustisch verzerrte Stimme. Die Musik wiegt sich in sanften Wellenbewegungen, die einen förmlich den ‚Ozean’ spüren lassen. Das Tempo ist sehr gemäßigt, Vedders Stimme ruhig und schwebend.

[MEINE MEINUNG]
‚Oceans’ ist einfach ein schöner Song, nicht mehr und nicht weniger. Selten wurde der Titel eines Songs so sehr durch die Musik unterstrichen – oder ist es eher umgekehrt? Insgesamt gesehen ist ‚Oceans’ der kürzeste Song des Albums, erscheint fast schon wie ein relaxtes Zwischenspiel.

[LYRICS]
Hold on to the thread
The currents will shift
Glide me towards...
You know something\'s left
And we\'re all allowed
To dream of the next
Oh, ohh the next, time we touch...

Oooh... (4x)

You don\'t have to stray
Tho oceans away
Waves roll in my thoughts
Hold tight the ring...
The sea will rise...
Please stand by the shore...
Oh, oh, oh, I will be...
I will be there once more...

Oooh... (4x)
Uh huh, oh yeah... (2x)

[BEHIND THE WORDS]
Muss man sich bei einem solchen Stück wirklich Gedanken über den Sinn machen? Ich finde es einfach nur schön, sich von den Wellen der Musik tragen zu lassen. Punkt. Aus.

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★★☆


P O R C H
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
‚Porch’ beginnt schon ziemlich energiegeladen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist es sehr schnell, sehr rasant und voller Power. Vedder singt sehr hektisch und abgehackt in den Stophen, im Refrain dann wieder voller Inbrunst. Im Mittelteil wird es dann plötzlich langsamer, es folgt ein eher bedächtiges Gitarrensolo. Danach wird jedoch sofort wieder voll durchgestartet und durchgepowert bis zum Schluss.

[MEINE MEINUNG]
Ein guter Song, der bei mir allerdings kaum bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Auf ‚Ten’ gibt es eindeutig eine Menge besserer Tracks als ‚Porch’ – das ist zumindest meine bescheidene Meinung.

[LYRICS]
What the fuck is this world
Running to, you didn’t
Leave a message, at least
I coulda’ learned your voice one last time
Daily minefield, this could
Be my time, ’bout you?
Would you hit me? (2x)
Oh oh oh...oh whoa whoa...ow...

All the bills go by, and
Initiatives are taken up
By the middle, there ain’t gonna be any middle any more
And the cross I’m bearing home
Ain’t indicative of my place
Left the porch (2x)
Oh oh oh...
Hear my name, take a good look
This could be the day
Hold my hand, walk beside me
I just need to say...

Hear my name, take a good look
This could be the day
Hold my hand, lie beside me
I just need to say
I could not take a-just one day
I know when I would not ever touch you hold you
...feel you...in my arms...never again...
Yeah... (12x)

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★☆☆☆


G A R D E N
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
Leise, ruhig, gefühlvoll so beginnt ‚Garden’. Vedders Stimme verschmilzt mit der Musik, wird von ihr getragen. Und dann kommt der Refrain. Machtvoll, voller Kraft, wie eine Eruption – und doch traurig. Das Gitarrensolo im Mittelteil klingt schleppend, klagend.

[MEINE MEINUNG]
‚Garden’ ist für mich einer der schönsten Songs auf ‚Ten’. Die Atmosphäre ist unheimlich bedrückend. Immer wenn ich das Stück höre, bekomme ich eine Gänsehaut und einen richtigen Kloß im Hals.

[LYRICS]
She don\'t wander in...don\'t wander in here, she...
She don\'t wander in here...don\'t wander in here...
The direction of the eye, so misleading
The defection of the soul, nauseously quick
I don\'t question, our existence
I just question, our modern needs

She don\'t wander in...don\'t wander in here, she...
She don\'t wander in here...

I will walk...with my hands bound
I will walk...with my face blood
I will walk...with my shadow flag
Into your garden, garden of stone...yeah...

After all is done, and we\'re still alone
I won\'t be taken, yet I\'ll go...with my hands bound
I will walk...with my face blood
I will walk...with my shadow flag
Into your garden, garden of stone
I don\'t show...I don\'t share...
I don\'t need, yeah...What you have to give...

Oooh, I will walk...with my hands bound
I will walk...with my face blood
I will walk...with my shadow flag
Into your garden, garden...oh...
I will walk with my hands bound
I will walk into your garden, garden of stone...
I don\'t know...I don\'t care
I don\'t need, yeah...need to live...yeah, yeah, yeah, oh...
Uh huh huh... (8x)

[BEHIND THE WORDS]
Meine persönliche Interpretation des „Garden of Stone“ ist, dass er für die Art und Weise steht, wie wir heutzutage leben. Wir geben vor, ach so zivilisiert zu sein, letztlich isolieren wir uns aber immer mehr von einander. Wir stehen nicht füreinander ein, sind uns nur noch selbst der Nächste und haben damit den „Garten Eden“ in einen „Garten aus Stein“ verwandelt.

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★★★


D E E P
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
Jammernde, jaulende Gitarren eröffnen den Song. Es wirkt leicht chaotisch, desorientierend. Vedders Stimme klingt zunächst eintönig, steigert sich dann aber im Refrain zu regelrechter Raserei. So geht es abwechselnd weiter bis zum krachenden Ende.

[MEINE MEINUNG]
Ich mag ‚Deep’, wenn ich den Song denn mal höre, eigentlich gern. Es ist eines dieser Stücke, dass immer mehr durch Zufall bei mir angespielt wird, weil die CD gerade durchläuft. Die starke Konkurrenz lässt es ein bisschen untergehen, doch so ist das wohl auf jedem Album.

[LYRICS]
On the edge of a windowsill
Ponders his maker, ponders his will
To the street below, he just ain\'t nothin\'
But he\'s got a great view, and he sinks the needle deep, yeah...
Whoa, can\'t touch the bottom
In too deep, yeah...oh, can\'t touch the bottom

Oh, on the edge of a know-nothin\' town
Feelin\' quite superior, the aged come
To the sky above he just ain\'t nothin\'
But he\'s got a great view, and he sinks a burning knife deep, yeah...
Ooh, can\'t touch the bottom
In too deep, yeah...uh huh, can\'t touch the bottom
In too deep...
Ohhh...Ohhh...

Ow...
On the edge of a Christmas clean love
Young virgin from heaven...visiting Hell
To the man above her, she just ain\'t nothin\'
And she doesn\'t like the view
She doesn\'t like the view (2x)
But he sinks himself deep

Oh, can\'t touch the bottom
In too deep, yeah...oh, can\'t touch the bottom
Can\'t touch the bottom
Deep, yeah...
Oh, yeah, the bottom, yeah... (6x)
Ohh...

[BEHIND THE WORDS]
Für mich teilt sich ‚Deep’ in drei Passagen. Die Erste scheint sich ziemlich eindeutig um einen Drogensüchtigen zu drehen, der sich gerade seine Spritze setzt, während es in Teil Zwei jemanden zu beschreiben scheint, der seinen Kick dadurch bekommt, jemanden (oder sich selbst) zu verletzen. Der dritte Teil wiederum könnte von einem Mädchen handeln, dass gerade vergewaltigt wird. Was das alles zu bedeuten hat, konnte ich allerdings bisher nicht so recht deuten. Vielleicht kann mir ja jemand auf die Sprünge helfen?

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★☆☆


R E L E A S E
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
[DER SONG]
‚Release’ kommt von Anfang an sehr freundlich daher. Leise, still und zurückhaltend – ebenso wie Vedders Stimme. Auch der Refrain ist eher ruhig und harmonisch. Sehr relaxed, sehr positiv. Und dann gibt’s ein paar Minütchen Pause, bis der Song auf die gleiche, leicht psychedelisch angehauchte Weise endet, wie ‚Once’ begann.

[MEINE MEINUNG]
Ein schöner, ruhiger, eher optimistischer Song. Der Titel ‚Release’ passt hier auch sehr gut zur Musik. Es ist ein Abschluss, eine Erlösung, eine Art Loslassen. Ich glaube, an jeder anderen Position auf dem Album hätte ich ‚Release’ als eher schwach empfunden – als Schlussstück ist es einfach nur genial.

[LYRICS]
Father...ooh...oh...oh...
I see the world, feel the chill
Which way to go, windowsill
I see the world’s on a rocking horse of time
I see the verse in the rain
Ohh...ohh...ohh...ohh...

Oh, dear dad, can you see me now
I am myself, like you somehow
I’ll ride the wave where it takes me
I’ll hold the pain...
Release me...
Ohh...ohh...ohh...ohh...

Oh, dear dad, can you see me now
I am myself, like you somehow
I’ll wait up in the dark for you to speak to me
I’ll open up...
Release me...
Release me (3x)
Ohh...ohh...ohh...ohh...

[MEINE BEWERTUNG]
★★★★★★☆


[ F A Z I T ]
Okay, ich hoffe ich habe euch mit meinen, zugegeben recht ausschweifenden, Ausführungen zu ‚Ten’ jetzt nicht allzu sehr erschlagen. ‚Pearl Jam’ haben mit diesem Album ziemlich prägend meinen Musikgeschmack beeinflusst. Ich liebe das Album, und deshalb konnte ich es einfach nicht übers Herz bringen, mich kurz zu fassen. Zu den Lyrics möchte ich noch einmal betonen, dass ich sie wirklich nicht als Lückenfüller einsetzen wollte – wem es trotzdem sauer aufstößt, bitte sehr. Jeder hat schließlich das Recht auf seine eigene Meinung.
Die Sektion [BEHIND THE WORDS], die zu fast jedem Song existiert, stellt ausschließlich meine Sicht der Dinge ein. Da möchte ich mich nicht allzu sehr festlegen, schließlich bin ich mit Eddie Vedder und Co. nicht persönlich bekannt und kann ihnen auch nicht in die Köpfe gucken. Das ich hier auf ein paar Songs nicht genauer eingegangen bin, möge mir bitte verziehen werden.

Abschließend möchte ich noch jedem dringend ans Herz legen, sich das Album einfach einmal anzuhören. Ich war ihm vom ersten Ton an verfallen.

Das wär’s
Eure Danik


(Auch für ciao / dooyoo / mymeinung)

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • morla

    28.10.2005, 15:26 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich