The Bends - Radiohead Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von northstar
Radiohead - Amnesiac
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Radiohead – Amnesiac
Intro:
Gut 1 halbes Jahr war es her, da bescherten uns Radiohead „Kid A“. Und im Sommer 2001 dann gleich noch eine neue Platte? „Kid B“? Nee, „Amnesiac“ heißt das Teil. Inhaltlich recht nahe an „Kid A“, das muß man mal zugeben. Sind die Aufnahmen ja auch Überbleibsel der vorherigen Platte.
Ok, bevor ich mich der CD zu wende, erstmal was zur Band:
Radiohead sind im Einzelnen:
Thom Yorke – Sänger und Songschreiber, Gitarre.
Colin Greenwood– Bass.
Phil Selway – Drums.
Jon Greenwood – Gitarre.
Ed O’Brien – Gitarre.
Bekannt geworden direkt mit ihrem 1992er Debutalbum “Pablo Honey” auf dem sich nämlich die Hitsingle “Creep” befand. Eine Hymne, welche Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ nicht ganz unähnlich sein dürfte. Danach folgte 1995 „The Bends“, welches Radiohead über den Status eines Geheimtipps weit hinaus hob. Darauf zu finden auch mein Lieblingslied der Band, „Street Spirit (Fade Out)“. 2 Jahre später dann der großé Wurf, „OK Computer“, ein Album wie es anders nicht hätte sein können. Experimenteller, waghalsiger, verspielter, besser, als alles zuvor gebrachte der Band. Ein Stück Musikgeschichte. „Kid A“ aus dem Jahr 2000 geht weiter diesem Weg. Weg vom Mainstream, hin zu Experimenten. So auch das letzte aAlbum, die Fortsetzung „Kid A“s, nämlich „Amnesiac“.
Cover & Booklet:
Cover und Booklet sind das was man normalerweise bei CDs leider recht selten findet – Kunst. In schwarz und rot gehalten sieht man auf dem Cover eine weinende Figur gezeichnet. Recht hübsch, hätte ich gern an meiner Wand hängen. Darüber Radiohead / Amnesiac in weißen Lettern stehen. Das Booklet selbst birgt dann weitere solcher kleinen Kunstwerke: Photos, Zeichnungen, Texte (die der Lieder?), Computergrafiken werden verschmolzen, collagenartig verbunden zu lauter kleinen Pieces of Art. Nochmals: würden gut in meine Wohnung passen. Danach folgen auf dem Backcover des Booklets die Credits und Danksagungen, die Radiohead typisch seltsam anmuten; „Nothing to fear. Nothing to doubt.”
Hier aber nun ein Blick auf die 11 Songs; stellenweise etwas abstrakt formuliert in meiner Beschreibung, da weder Texte noch Musik bei Radiohead eindeutig werden und so auch die Magie der Musik für den Hörer bestehen bleibt:
- Packt Like Sardines In A Crushd Tin Box – Hämmern, dazu ein elektronischer Beat, los geht’s. Der Song gibt die Richtung der Platte an. Und stellt auch die Verbindung nach hinten, zu Kid A, her. Yorke klingt deprimiert, das Lied verliert sich in einer Geräuschkulisse, bleibt verstörend.
- Pyramid Song – Die erste Single. Wie Schwimmen unter Wasser, dramatisch, orchestral. Episch. Jazzig sogar. “Nothing to fear. Nothing to doubt.” Tolles Lied und wohl eines der besten Stücke der Bandgeschichte.
- Pulk/Pull Revolving Doors – Gebrochene Beats, Unterbrechungen, dazu eine verzerrte Stimme. Positive Highlights immer zwischendurch, die Auflockerung des Bedrohlichen.
- You And Whose Army? – Deprimierend, dann ansteigend. “You think you drive me crazy”, mag gut sein. So klingt Yorke vielleicht auch schon. Gleichzeitig aber auch wunderschön, wie er da über Untergänge, Wahnsinn, Macht sinniert. Die Stegerung dann aus der Depression erhebt sich über alles, das Stück lebt auf, die Stimmung auch, man erhebt sich aus der Finsternis...
- I Might Be Wrong – Rockiger als der Rest der Platte. Treibend. Das sind wohl die Drums schuld. „Lets go down in a waterfall“, gerne doch. Wieder einer meiner Favorites.
- Knives Out – Mein Lieblingsstück, war ebenfalls eine Single des Albums. Tolles Video btw. , so was macht nicht jeder. Eine Tolle Melodie, anders als der Rest der platte nicht beatdurchtränkt, elektronisch bearbeitet. Leidend, Gott, wie ich so was liebe, „I’m not coming back“. Ein Lied für ne Beerdigung. Ich mag Beerdigungen...
- Morning Bell/Amnesiac – Die neue Fassung des Stücks von Kid A, etwas leichter, beschwingter. Positiver. Braucht man 2 mal das selbe Lied? Jetzt schon, ja, denn außer Text und Titel ist das Lied doch völlig neu, eigenständig.
- Dollars And Cents – Bedrohlich, sich verlierend. Durcheinander, so ist halt auch Yorke öfters. Man merkt Radiohead eben an das sie nicht mehr in herkömmlichen Songstrukturen denken wollen. Dieses Lied ist das bete Beispiel dafür.
- Hunting Bears – Eine Gitarre, einsam, fast ein Solo, darunter ein wenig Mollklänge, fertig ist der Song.
- Like Spinning Plates – Auf & nieder webt sich der Sound durch das Stück, eklig, verstörend, aber irgendwie schon cool, dazu dann Yorke und es klärt auch etwas auf, nicht viel, aber genug um das Ekelgefühl beiseite zu schieben...
- Life In A Glasshouse – Soundteppiche schweben dahin und kommen in diesem Track nieder. Dazu ein Klavier, etwas jazzig, locker, getragen, Baratmosphäre. New Orleans läst grüßen...
Songs produziert von Nigel Godrich, Produzent u.a. auch von Travis „The Man Who“ oder „The Invisible Band“.
Fazit:
Wahnsinns Album, um es einmal kurz zu machen. Länger: Radiohead knüpfen unmittelbar an die Struktur „Kid A“s an. Was besonders deutlich bei Liedern wie „Morning Bell/Amnesiac“ wird, ist das doch schon auf „Kid A“ in einer anderen Fassung enthalten. Verwirrend, versponnen kommen die Songs daher.
Einhören ist zweifellos gefragt, aber das ist bei guter Musik ja oft so. So auch hier. Die Schönheit der Platte eröffnet sich nicht sofort, aber man wird stets neue Details finden und sie lieben lernen. Soundbites, Effekte, die aus den Songs hervor tretten wo man dann denkt: wow, Wahnsinn, was für ein Album.
Tipp:
Noch mehr zu Radiohead gibt’s auf: www.radiohead.com , eine Site die ich nur jedem empfehlen kann, auch wenn sie nicht gerade einfach zu verstehen ist & dies manchmal eben auch gar nicht sein will.
Intro:
Gut 1 halbes Jahr war es her, da bescherten uns Radiohead „Kid A“. Und im Sommer 2001 dann gleich noch eine neue Platte? „Kid B“? Nee, „Amnesiac“ heißt das Teil. Inhaltlich recht nahe an „Kid A“, das muß man mal zugeben. Sind die Aufnahmen ja auch Überbleibsel der vorherigen Platte.
Ok, bevor ich mich der CD zu wende, erstmal was zur Band:
Radiohead sind im Einzelnen:
Thom Yorke – Sänger und Songschreiber, Gitarre.
Colin Greenwood– Bass.
Phil Selway – Drums.
Jon Greenwood – Gitarre.
Ed O’Brien – Gitarre.
Bekannt geworden direkt mit ihrem 1992er Debutalbum “Pablo Honey” auf dem sich nämlich die Hitsingle “Creep” befand. Eine Hymne, welche Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ nicht ganz unähnlich sein dürfte. Danach folgte 1995 „The Bends“, welches Radiohead über den Status eines Geheimtipps weit hinaus hob. Darauf zu finden auch mein Lieblingslied der Band, „Street Spirit (Fade Out)“. 2 Jahre später dann der großé Wurf, „OK Computer“, ein Album wie es anders nicht hätte sein können. Experimenteller, waghalsiger, verspielter, besser, als alles zuvor gebrachte der Band. Ein Stück Musikgeschichte. „Kid A“ aus dem Jahr 2000 geht weiter diesem Weg. Weg vom Mainstream, hin zu Experimenten. So auch das letzte aAlbum, die Fortsetzung „Kid A“s, nämlich „Amnesiac“.
Cover & Booklet:
Cover und Booklet sind das was man normalerweise bei CDs leider recht selten findet – Kunst. In schwarz und rot gehalten sieht man auf dem Cover eine weinende Figur gezeichnet. Recht hübsch, hätte ich gern an meiner Wand hängen. Darüber Radiohead / Amnesiac in weißen Lettern stehen. Das Booklet selbst birgt dann weitere solcher kleinen Kunstwerke: Photos, Zeichnungen, Texte (die der Lieder?), Computergrafiken werden verschmolzen, collagenartig verbunden zu lauter kleinen Pieces of Art. Nochmals: würden gut in meine Wohnung passen. Danach folgen auf dem Backcover des Booklets die Credits und Danksagungen, die Radiohead typisch seltsam anmuten; „Nothing to fear. Nothing to doubt.”
Hier aber nun ein Blick auf die 11 Songs; stellenweise etwas abstrakt formuliert in meiner Beschreibung, da weder Texte noch Musik bei Radiohead eindeutig werden und so auch die Magie der Musik für den Hörer bestehen bleibt:
- Packt Like Sardines In A Crushd Tin Box – Hämmern, dazu ein elektronischer Beat, los geht’s. Der Song gibt die Richtung der Platte an. Und stellt auch die Verbindung nach hinten, zu Kid A, her. Yorke klingt deprimiert, das Lied verliert sich in einer Geräuschkulisse, bleibt verstörend.
- Pyramid Song – Die erste Single. Wie Schwimmen unter Wasser, dramatisch, orchestral. Episch. Jazzig sogar. “Nothing to fear. Nothing to doubt.” Tolles Lied und wohl eines der besten Stücke der Bandgeschichte.
- Pulk/Pull Revolving Doors – Gebrochene Beats, Unterbrechungen, dazu eine verzerrte Stimme. Positive Highlights immer zwischendurch, die Auflockerung des Bedrohlichen.
- You And Whose Army? – Deprimierend, dann ansteigend. “You think you drive me crazy”, mag gut sein. So klingt Yorke vielleicht auch schon. Gleichzeitig aber auch wunderschön, wie er da über Untergänge, Wahnsinn, Macht sinniert. Die Stegerung dann aus der Depression erhebt sich über alles, das Stück lebt auf, die Stimmung auch, man erhebt sich aus der Finsternis...
- I Might Be Wrong – Rockiger als der Rest der Platte. Treibend. Das sind wohl die Drums schuld. „Lets go down in a waterfall“, gerne doch. Wieder einer meiner Favorites.
- Knives Out – Mein Lieblingsstück, war ebenfalls eine Single des Albums. Tolles Video btw. , so was macht nicht jeder. Eine Tolle Melodie, anders als der Rest der platte nicht beatdurchtränkt, elektronisch bearbeitet. Leidend, Gott, wie ich so was liebe, „I’m not coming back“. Ein Lied für ne Beerdigung. Ich mag Beerdigungen...
- Morning Bell/Amnesiac – Die neue Fassung des Stücks von Kid A, etwas leichter, beschwingter. Positiver. Braucht man 2 mal das selbe Lied? Jetzt schon, ja, denn außer Text und Titel ist das Lied doch völlig neu, eigenständig.
- Dollars And Cents – Bedrohlich, sich verlierend. Durcheinander, so ist halt auch Yorke öfters. Man merkt Radiohead eben an das sie nicht mehr in herkömmlichen Songstrukturen denken wollen. Dieses Lied ist das bete Beispiel dafür.
- Hunting Bears – Eine Gitarre, einsam, fast ein Solo, darunter ein wenig Mollklänge, fertig ist der Song.
- Like Spinning Plates – Auf & nieder webt sich der Sound durch das Stück, eklig, verstörend, aber irgendwie schon cool, dazu dann Yorke und es klärt auch etwas auf, nicht viel, aber genug um das Ekelgefühl beiseite zu schieben...
- Life In A Glasshouse – Soundteppiche schweben dahin und kommen in diesem Track nieder. Dazu ein Klavier, etwas jazzig, locker, getragen, Baratmosphäre. New Orleans läst grüßen...
Songs produziert von Nigel Godrich, Produzent u.a. auch von Travis „The Man Who“ oder „The Invisible Band“.
Fazit:
Wahnsinns Album, um es einmal kurz zu machen. Länger: Radiohead knüpfen unmittelbar an die Struktur „Kid A“s an. Was besonders deutlich bei Liedern wie „Morning Bell/Amnesiac“ wird, ist das doch schon auf „Kid A“ in einer anderen Fassung enthalten. Verwirrend, versponnen kommen die Songs daher.
Einhören ist zweifellos gefragt, aber das ist bei guter Musik ja oft so. So auch hier. Die Schönheit der Platte eröffnet sich nicht sofort, aber man wird stets neue Details finden und sie lieben lernen. Soundbites, Effekte, die aus den Songs hervor tretten wo man dann denkt: wow, Wahnsinn, was für ein Album.
Tipp:
Noch mehr zu Radiohead gibt’s auf: www.radiohead.com , eine Site die ich nur jedem empfehlen kann, auch wenn sie nicht gerade einfach zu verstehen ist & dies manchmal eben auch gar nicht sein will.
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