The Bends - Radiohead Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von yorke
Für all die Daheimgebliebenen.....
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Einleitung
War es pure Abzockerei oder einfach nur ein „Geschenk“ für viele „ausgeschlossene“ Radiohead-Fans ? Im November 2001 veröffentlichte die britische Band eine Live EP, gespickt mit acht Tracks und einer für Live-Verhältnisse guten Qualität. Abschreckend ist allerdings der Preis dieser EP von knapp 30DM, welcher auf die Spieldauer (knapp 40 Minuten) bezogen eigentlich eine ziemliche Unverschämtheit ist - „simply blame the record company“.....
Dass sich Radiohead gerade auf dem europäischen Festland eher rar machen, dürfte mittlerweile vielen bekannt sein. Auf der letzten aktuellen Tour gab es beispielsweise nur 1(!) Konzert in Deutschland....(Berlin)
Von daher ist ein Live-Dokument dieser Band ein wahres Ereignis.
Das Album
Wer bei diesem Album wieder auf die „alten“ Radiohead hofft, dürfte wohl wieder einen herben Dämpfer erleben. Sieben der insgesamt acht Songs stammen von den letzten beiden Alben „Kid A“ und „Amnesiac“, und sind allesamt nichts für „zartbesaitete“ Musikhörer.
Schon beim Opener „The national anthem“ werden bereits viele Nostalgiker enttäuscht, denn auf diesem Album begegnen einem die Songs in einem noch rauerem und abstrakterem Gewand, als man es von den Studioversionen her gewohnt ist. Mit einem wahren Arsenal an „altertümlichen“ Musikequipment (Synthies, ein uraltes Fender Rhodes etc.) holen Radiohead bei ihren Klanggebilden das Äußerste heraus.
Der Song „Spinning plates“ vom aktuellen Album „Amnesiac“ wurde komplett umgekrämpelt, jedoch in eine zuhörerfreundlichere Version - ein altes Klavier, ein Synthesizer und Thom Yorke´s Stimme geben diesem Lied ein völlig neues Gesicht. Gerade wenn man sich im Vergleich dazu die doch recht sperrige Albumversion zu Gemüte führt.
Ein weiteres Highlight ist „Everything´s in the right place“, welcher schon auf „Kid A“ extrem experimentell interpretiert wurde, und live zu seiner vollen Entfaltung heranwächst. Thom Yorke´s Stimme wird live gesampelt, zerhäckselt und mit wirren und konfusen Effekten übersäht.......wie gesagt live. Wo andere sich tagelang im Studio verschanzen, um die ideale Mischung aus Kreativität und technischer Perfektion zu erlangen, improvisieren Radiohead aus dem „Stehgreif“ besser mit elektronischem Equipment, als vielleicht mancher Live-Act aus dem Electronic Genre.
Playlist
1.) The national anthem
2.) I might be you
3.) Morning bell
4.) Spinning plates
5.) Idioteque
6.) Everything´s in the right place
7.) Dollars & Cents
8.) True love waits
Fazit
Sicherlich ist der Preis von knapp 30DM für dieses “Mini-Album” abschreckend, jedoch gerade wenn man bedenkt, dass sich Radiohead hierzulande ziemlich rar machen, ist man dankbar für jedes Live-Dokument. Bestimmt gibt es auch gute „Bootlegs“ („illegale“ Liveaufnahmen“), jedoch sind diese meist von der Aufnahmequalität eher durchschnittlich. Wer nicht gerade zu der Minderheit an Leuten gehört, die ein begehrtes Ticket für ein Radiohead -Konzert ergattern konnte, sollte das Geld für diese CD schon aufbringen. Für Leute, die Radiohead noch nicht wirklich kennen, wäre es aber bedenklich, da die Live-Versionen dieser Songs noch skuriler und abgedrehter sind, als die Studioaufnahmen. Also....wirklich keine Musik zum „Kurzmalreinhören“, sondern eher eine Platte für den „intensiveren Konsum“.
Vielleicht tut ihr es euch ja mal an.
MfG
Yorke
War es pure Abzockerei oder einfach nur ein „Geschenk“ für viele „ausgeschlossene“ Radiohead-Fans ? Im November 2001 veröffentlichte die britische Band eine Live EP, gespickt mit acht Tracks und einer für Live-Verhältnisse guten Qualität. Abschreckend ist allerdings der Preis dieser EP von knapp 30DM, welcher auf die Spieldauer (knapp 40 Minuten) bezogen eigentlich eine ziemliche Unverschämtheit ist - „simply blame the record company“.....
Dass sich Radiohead gerade auf dem europäischen Festland eher rar machen, dürfte mittlerweile vielen bekannt sein. Auf der letzten aktuellen Tour gab es beispielsweise nur 1(!) Konzert in Deutschland....(Berlin)
Von daher ist ein Live-Dokument dieser Band ein wahres Ereignis.
Das Album
Wer bei diesem Album wieder auf die „alten“ Radiohead hofft, dürfte wohl wieder einen herben Dämpfer erleben. Sieben der insgesamt acht Songs stammen von den letzten beiden Alben „Kid A“ und „Amnesiac“, und sind allesamt nichts für „zartbesaitete“ Musikhörer.
Schon beim Opener „The national anthem“ werden bereits viele Nostalgiker enttäuscht, denn auf diesem Album begegnen einem die Songs in einem noch rauerem und abstrakterem Gewand, als man es von den Studioversionen her gewohnt ist. Mit einem wahren Arsenal an „altertümlichen“ Musikequipment (Synthies, ein uraltes Fender Rhodes etc.) holen Radiohead bei ihren Klanggebilden das Äußerste heraus.
Der Song „Spinning plates“ vom aktuellen Album „Amnesiac“ wurde komplett umgekrämpelt, jedoch in eine zuhörerfreundlichere Version - ein altes Klavier, ein Synthesizer und Thom Yorke´s Stimme geben diesem Lied ein völlig neues Gesicht. Gerade wenn man sich im Vergleich dazu die doch recht sperrige Albumversion zu Gemüte führt.
Ein weiteres Highlight ist „Everything´s in the right place“, welcher schon auf „Kid A“ extrem experimentell interpretiert wurde, und live zu seiner vollen Entfaltung heranwächst. Thom Yorke´s Stimme wird live gesampelt, zerhäckselt und mit wirren und konfusen Effekten übersäht.......wie gesagt live. Wo andere sich tagelang im Studio verschanzen, um die ideale Mischung aus Kreativität und technischer Perfektion zu erlangen, improvisieren Radiohead aus dem „Stehgreif“ besser mit elektronischem Equipment, als vielleicht mancher Live-Act aus dem Electronic Genre.
Playlist
1.) The national anthem
2.) I might be you
3.) Morning bell
4.) Spinning plates
5.) Idioteque
6.) Everything´s in the right place
7.) Dollars & Cents
8.) True love waits
Fazit
Sicherlich ist der Preis von knapp 30DM für dieses “Mini-Album” abschreckend, jedoch gerade wenn man bedenkt, dass sich Radiohead hierzulande ziemlich rar machen, ist man dankbar für jedes Live-Dokument. Bestimmt gibt es auch gute „Bootlegs“ („illegale“ Liveaufnahmen“), jedoch sind diese meist von der Aufnahmequalität eher durchschnittlich. Wer nicht gerade zu der Minderheit an Leuten gehört, die ein begehrtes Ticket für ein Radiohead -Konzert ergattern konnte, sollte das Geld für diese CD schon aufbringen. Für Leute, die Radiohead noch nicht wirklich kennen, wäre es aber bedenklich, da die Live-Versionen dieser Songs noch skuriler und abgedrehter sind, als die Studioaufnahmen. Also....wirklich keine Musik zum „Kurzmalreinhören“, sondern eher eine Platte für den „intensiveren Konsum“.
Vielleicht tut ihr es euch ja mal an.
MfG
Yorke
13 Bewertungen, 1 Kommentar
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01.05.2002, 21:43 Uhr von suppengirl
Bewertung: sehr hilfreichHa, erwischt!!! Es kam doch nicht von ungefähr, dass ich jedesmal an Radiohead denke, wenn ich deinen Namen lese! Grüßle, Suppi
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