The Cell (DVD) Testbericht

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ab 9,07
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Erfahrungsbericht von khaybar

JLo\'s Kurven in allen Farbvariationen...

Pro:

Tarsem Singh\'s Sinn für Farbe

Kontra:

Nichts Neues

Empfehlung:

Ja

Die erste Szene im Film wirkt unerwartet surreal. Eine Wüstenlandschaft mit arabischer Musik unterlegt. Es wird herangezoomt, bis eine Reiterin zu sehen ist. Und wer sitzt da hoch zu Ross? Natürlich die Vollblut-Wonderwoman JLo! Catherine Deane (Jennifer Lopez) reitet auf einem schwarzen Wallach durch eine Traumlandschaft. Sie steigt ab und geht einen Hügel hinauf. Sie wirft einen Blick zurück und sieht, daß das Pferd sich in eine unbewegliche Statue verwandelt hat. Sie gelangt zu einem Jungen, der ängstlich auf sie wartet und in dessen Bewußtsein sie sich befindet. Wie das möglich ist, mögt Ihr jetzt fragen? Nun, Edward (Colton James) hat eine seltene Form der Schizophrenie, die durch eine Virusinfektion verursacht wurde. Man versucht mit so einer Art Neuro-Transmitter (müßt Ihr nicht verstehen;-)!) in sein Bewußtsein einzudringen, um ihn zu therapieren, der nun schon seit 18 Monaten im Koma liegt. Cathrine hat die Möglichkeit, wenn es ihr zu gefährlich oder unangenehm wird, durch einen Druck auf das in ihrer Hand implantierten Mikrochip wieder in die normale Welt zurückzukehren.

Der Vater von Edward will die Behandlung seines Sohnes durch Catherine abbrechen und ihn in ein Sanatorium verlegen. Mittlerweile sieht er keine Ergebnisse, was seinem Sohn geholfen hätte. Nur Catherine behauptet, Edward würde Fortschritte machen. Nach langem Verhandeln, ist er doch bereit, Edward für weitere sechs Monate behandeln zu lassen. Catherine, die früher Sozialarbeiterin war, will Edward nun in ihren eigenen Träumen behandeln. Ihre Arbeitskollegin Miriam rät ihr davon ab, da es gefährlich werden kann.

Wie der Name des Films schon sagt, es geht um die Zelle! Carl Stargher (Vincent D’Onofrio) ist geistig krank und begeht Verbrechen, die er später eigentlich bereut. Er sperrt seine Opfer in eine gläserne Zelle, die vollautomatisch das Opfer mit Nahrung und Trinkwasser versorgt, und wo es sogar auch eine Toilette gibt. Er filmt sie aus vier verschiedenen Perspektiven. Nach einer Weile läßt er die Zelle nach und nach mit Wasser vollaufen. Die Opfer ertrinken und sterben einen qualvollen Tod, immer dabei von der Kamera beobachtet. Alles geht automatisch. Carl bereitet sein letztes Opfer vor, das inzwischen schon tot ist. Er wäscht sie und legt sie auf einen Labortisch. Er selbst ist mit 14 Metallringen in seiner Haut am Rücken, Armen und Beinen bestückt, was einen bestimmten Zweck erfüllen soll. Er hängt sich mit Ketten und Flaschenzug nämlich daran über dem Opfer auf und onaniert darauf, während das Video mit dem Todeskampf des Mädchens abläuft. Er wirft sie danach in den Fluß, der wenig Wasser führt. Also will er, daß man sie findet. In den Lungen des Opfers findet man bleichmittelhaltiges Wasser mit sehr hohem Anteil von Chlor und Rost . Sie trägt eine Metall-Halskrause am Hals, was extra für sie angepaßt wurde.

Sehr zur Freude von FBI-Special-Agent Peter Novak (Vince Vaughn) finden sie diesmal mehr am Fundort der Leiche als sonst. Neben der üblichen Dosis Sperma finden sie Reifenspuren von einem Ford-Pickup und auch Lackreste am Gelände der Brücke. Noch wichtiger ist, daß sie diesmal auf einpaar Hundehaare stoßen. Die Untersuchung im Labor ergibt ein interessantes Ergebnis: Hypomelanosis! Dem Hund fehlt vollständig der Stoff Melanin und ist ein deutscher Schäferhund. So was ist sehr, sehr, sehr, sehr... selten müsst Ihr wissen! Also gilt es den Besitzer eines Albino-Schäferhundes zu finden, der einen aquamarin farbenen Ford-Pickup fährt, was ihnen auch gelingt. Der Täter ist schon auf der Suche nach dem nächsten Opfer. Novak ist davon überzeugt, daß Carls letztes Opfer irgendwo in einer Zelle auf ihren grausamen Tod durch Ertrinken wartet. Man bekommt mit, wie Carl ständig irgendwelche Tabletten zu sich nimmt (So schlau ich bin, habe ichgenau die Szene gestopt, und was nimmt er zu sich? Aspirin!). Irgendwann erwischt er auch das Mädchen Julia Hickson und verschleppt sie in sein Versteck, und sperrt sie in diese Göaszelle. Während Carl zu Hause in der Badewanne liegt, bereitet das FBI den Zugriff vor. Carl hat einen Anfall und schafft es nicht mehr zu seinen Aspirin-Tabletten im Küchenschrank. Er sackt zusammen und fällt in ein Koma. So findet das FBI ihn auch vor: bewußtlos und nackt auf dem Küchenboden. Das Mädchen ist nicht bei ihm. Sie finden jede Menge Chlor und die Videos der letzten sechs Morde in seinem Keller.

Der Arzt, der Carl untersucht, teilt nun Agent Novak mit, daß Carl aus seinem Koma nie wieder aufwachen wird. Somit sind auch die Hoffnungen Julia Hickson zu finden vernichtet. Immer wieder sieht man, wie Julia wimmernd und winselnd in der Zelle sitzt und um Gnade bettelt. Irgendwann beginnt die Anlage, die Zelle mit Wasser zu füllen. Man bringt Carl nun zu Cathrine und ihrem Team, damit sie es aus Carl raus bekommen soll, wo er das Mädchen versteckt hält. Cathrine versucht es und erlebt den ersten Schock, denn es gibt neben dem Kind Carl auch den sadistischen, herrschsüchtigen Carl, der ihr eine Höllenangst einjagt. Aber sie gibt nicht auf und versucht es noch mal. Sie erlebt allerhand abenteuerliches und, unglaubliches und verrücktes, was den Reiz des Films ausmacht. Aber ich will Euch nicht den ganzen Film erzählen...

Mir fiel auf, daß der gesamte Film von Jennifer Lopez dominiert wurde, was bei so einer Frau ja kein Wunder ist. Alleine schon wie atemberaubend sie immer angezogen ist, bunt und auffällig wie ein Kakadu. Nicht daß sie darin nicht gut ausgesehen hätte, aber man merkt, daß der Regisseur Tarsem Singh aus der Werbebranche kommt. Mal ist sie fast durchsichtig, mal Bildschirmfüllend. Als Bösewicht Carl ist der Schauspieler Vincent D’Onofrio sehr überzeugend, ganz im Gegensatz zum Vince Vaughn als FBI-Agenten Novak, der Schwierigkeiten hat überhaupt wahrgenommen zu werden. Ich hatte den Eindruck, daß man versuchte hat es vielen recht zu machen. Das Ende des Films ist leider keine Überraschung, ganz im Gegensatz zu ein paar Szenen mittendrin. Aber auch hier würde ich sagen: Nichts Überragendes, aber durchaus sehenswert.

Also seht ihn Euch ruhig an...



© ۲۰۰۴ ﺨﻴﺒﺮ

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