The Cell (DVD) Testbericht

The-cell-dvd-thriller
ab 9,07
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Erfahrungsbericht von fenikso

FSK 18 - besser? (The Cell DVD)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Schön durch ein großes Kaufhaus schlendernd, erspähen meine Augen das gesuchte Objekt: "The Cell" auf DVD. Da ich zu der Zeit, als der Film im Kino lief, gerade indisponiert war, wollte ich mir auf diese Weise das Versäumte aneignen. Und wozu hat man einen Personalausweis, mit dem man sein Alter von 19 Lenzen nachweisen kann, und einen DVD-Spieler, wenn nicht um sich ungeschnittene, FSK 18-Filme anzugucken? Genug der einleitenden Worte, schreiten wir zur DVD...

Kauf/Öffnen:
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Für 49,99 DM erstand ich die in Plasikfolie verpackte Papphülle. Darin wiederum eine Stück totes Holz. Und darin wiederum zwei DVDs, neben einer Kapitelliste, die 22 Einträge vorzuweisen hat. Bei einer Länge von etwa 105 Minuten als etwa alle 5 Minuten ein neues Kapitel - ausreichend.
Auch finde ich wieder den Kinowelt-DVD-Katalog, der auf 70 Seiten neue und alte Filme anbietet - nur mit Bestellnummer, nicht mit dem Preis.

Das Cover:
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Das Cover ist zweigeteilt. Links in einem Blaudruck erkennt man eine Frau unter Wasser, darunter, wie ein Mensch undefinierbaren Geschlechts - der Muskelbau lässt aber stark einen Mann vermuten - mit Ketten auf dem Rücken auf einer Frau liegt, die leer nach oben starrt. Auf der rechten Seite erkennt man den Grund, warum so viele ins Kino geströmt sind: Jennifer Lopez, kürzlich zur erotischsten Frau der Welt gekürt worden. Da räkelt sie sich nun, mit einem hautengen, halb durchsichtigen Fetzen und einem lasziven Blick bekleidet.
Aufschriften sind natürlich auch vorhanden. Neben den drei Hauptakteuren (Jennifer Lopez, Vince Vaughn und Vincent D'Onofrio), dem Titel (nur zur Erinnerung: The Cell), dem "Director's Cut - 2 DVDs"-Button und der obligatorischen Werbung, hier für Kinowelt und New Line Cinema steht da in roten Lettern "Ein Tarsem Singh Film" und ganz wuchtig darunter "Tauche ein in das Bewusstsein eines Killers!"

Das Besondere am Cover: auf der äußeren Papphülle, die das selbe Cover aufweist wie die innere, sind die Streifen auf Lopez' "Hemdchen" und der Titel "fühlbar", d.h. herausgestanzt. Oder vielleicht der Rest hineingedrückt? Egal, jedenfalls eine nette Idee...


Der Film:
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Catherine (J. Lopez) ist Kinderpsychaterin. Sie hat ein Talent sich in die Gedanken anderer Menschen hineinzuversetzen. Das hilft ihr bei ihrer Arbeit, der Betruung von Koma-Patienten. Mittels einer neu entwickelten Maschinerie kann sie in die Träume eben solcher Kinder eindringen um sie so vielleicht zu heilen...
Carl (V. D'Onofrio) ist ein Sadist. Er verschleppt junge Frauen, sperrt sie in eine Glaszelle ein (daher wohl der Titel). Darin befindet sich eine Toilette, ein Abflussrohr, ein B(r)ett und Nahrung. Das Opfer denkt also, es handle sich um eine "normale" Entführung. Nach einiger Zeit setzt Panik ein - vor allem, als sich die Zelle langsam mit Wasser zu füllen beginnt. Ist das Opfer von Carls Begierde dann verschieden, wird das Wasser abgelassen, und die Leiche in einer Bleichlösung "entfärbt" und anschließend auf einer Metallplatte festgeschnallt (???). Carl hängt sich dann mit 14 Metallringen, die an seinem Körper hängen, dann über das Opfer und befriedigt seine Lust. Die Leiche wird anschließend entsorgt. Auch scheint Carl Stimmen zu hören, gegen die er sich mit Medikamtenten zur Wehr setzen will...

Und wie bringt man nun diese zwei Handlungsstränge zusammen? fenikso weiss die Antwort: Ein Vermittler muss her. Jemand, der zu beiden Personen Bezug hat, oder aufbauen kann. Da der Killer unbekannt bleibt, außer für den Zuschauer, kann zu diesem keiner Verbindung aufnehmen - dafür aber zu Catherine. Als "Brückentier" dient der FBI-Agent Peter (V. Vaughn), der Carl schon längere Zeit jagt...

Nach guter getaner FBI-Arbeit schafft es Peter nämlich, Carl zu fassen - allerdings im Koma. Koma? Da war doch noch was? - Jetzt kommt Catherine ins Spiel. Nachdem sie recht erfolglos einen Jungen behandelt hat, kommt ihr nun die Aufgabe zu, in Carls Bewusstsein einzudringen. Fehlt nur noch eine Motivation. Wie z.B. eine junge entführte Frau, die irgendwo in eine Glaszelle festsitzt und noch höchstens, sagen wir, 40 Stunden zu leben hat...

Nach leichtem Hin-und-Her entschließt sich Catherine, wie könnte es anders sein, dazu dem FBI zu helfen. Carl wird an die Maschine angeschlossen, und Catherine soll nun herausfinden, wo das letzte Opfer sich befindet. Allerdings verläuft der Besuch nur in den ersten Sekunden "normal" - bizarre Fantasien erwarten Catherine ebenso wie - ...

Es soll nicht zuviel verraten werden. Der Besuch in Carls Kopf ist bildgewaltig - und das meine ich wörtlich. Ob Catherine problemlos wieder heraus findet, ob das Opfer gefunden wird, und ob man mehr von J. Lopez als nur ihr Gesicht sieht - verrät die DVD.


feniksos Meinung zum Film:
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Was hätte man aus dem Potential alles machen können. Besuch im Bewusstsein anderen Menschen, Toteszellen im wörtlichen Sinn, Psychopathen, FBI, Lopez... Und was Tarsem Singh aus Mark Protosevichs Drehbuch gemacht:

Die Köstume sind wirklich, solange man sich im Bewusstsein, entweder von Carl, oder von dem kleinen Jungen, oder von noch jemand anderes, befindet, überwältigend. Solche Bilder hat man wirklich noch nicht gesehen. Hier gibts ein klares Plus von feni...

Die Handlung verläuft leider zu absehbar. Ein paar Überraschungen sind auf Lager (ich sag nur: Pferd), aber leider nicht genug, um den Film dauerhaft spannend zu halten. So sinkt er immer öfter ins Mittelmaß ab, da man schon die nächsten Schritte, sowohl von Catherine, als auch von Peter und Carl, erahnt.

Die Darsteller:
Aus der erhofften One-Woman-Show wird nichts, die anderen beiden Protagonisten mischen ziemlich stark im Geschehen mit. Wer also auch eine Peepshow spekuliert hat, wird schnell enttäuscht. Zumal man vom J. Lopez nichts Neues zu sehen bekommt. Der FBIler wirkt etwas handlungsstörend, irgendwie nicht unsymmpatisch, aber mögen werden ihn die wenigsten. Irgendwie ein schmieriger Typ. Der Serienkiller Carl dagegen - wirklich gut gespielt. D'Onofrio kommt wirklich sehr glaubwürdig rüber. Zu Beginn noch schockiert, weckt er doch dann etwas Mitgefühl - nicht nur beim Zuschauer. Die anderen Rollen sind besetzt - mehr nicht. Weder überwältigend schlechtes zu berichten, noch das Gegenteil.

Bild/Ton:
Auch hier gibt sich die DVD keine Blöße. Gestochen scharfe Bilder, gut passende musikalische Untermalung. Die DVD ruckelt nicht, keine Flimmerspuren oder sonstiges.

Effekte:
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Special Effects gibts eigentlich wenige. Die paar Bilder (ich sag wieder nur: Pferd), die vorhanden sind, weisen keine Schwächen auf- eher das Gegenteil.

feniksos Film-Fazit:
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Insgesamt eher enttäuschend. Mehr hatte ich erhofft, weniger hab ich dafür bekommen. Die Schwächen des Drehbuchs können weder die Protagonisten noch die Bilder wett machen. Der Aufdruck auf der Rückseite der Hülle (Jennifer Lopez unzensiert!) wird leider nicht wahr...


Aber Moment, da gibts ja noch die 2. DVD: "Special Features". Was ist denn da noch so alles zu finden?

Also wollten die Macher der DVD den Film vergessen machen: Das volle Programm findet sich auf diesem Silberling

-Deleted Scenes
8 Stück an der Zahl. Mit und ohne Audiokommentar. Außerdem erfährt man, ob die Szene gewschnitten oder geändert vorliegt. Leider nur in Englisch.

-Behind the Scenes
Style as Substance: Wie die Ringe in Carls Rücken kommen, und noch viel mehr. Auf jeden Fall, für Fans und Neugierige, sehr sehenswert.

Visual Effects: Hier gibts 6 verschiedene Dokus. Alle können aus drei verschiedenen Kameraperspektiven betrachtet werden.

Beide Kategorien weisen englische Sprache mit deutschem Untertitel auf.

Doku über den Regisseur: Nicht wirklich spannend, aber gehört irgendwie dazu. Einmal ansehen, das reicht völlig.

-Isolierte Filmmusikspur: erklärt sich wohl von selbst

-Audiokommentar d. Regisseurs: Was Singh noch sagen wollte

-Kinotrailer (d+e) und Teaser (e mit d Untertitel) zu "The Cell"

-Filmograhien zu den Darstellern: bloße Auflistung von Filmen mit Erscheinungsjahr

-Suspense-Kurzfilm: "Geteiltes Leid"
Dauert etwas über 12 Minuten. Deutsche Produktion. Die Handlung ist einfach: Ein Mann wird mitten in der Nacht geweckt. Am anderen Ende: Ein potentieller Selbstmörder, der keine Freunde hat. Wie auch? Als der Angerufene erfährt, dass der Anrufer soeben einen Mord begangen hat, packt ihn ein Schauer. Aber es kommt noch schlimmer...

Nicht zuviel verraten, ein klassischer Low Budget-Suspense-Film. Lebt eben vom Ende, und hier: super. Deutsche Produktion erster Güte. Erinnert vom Titel her an "Viergeteilt im Morgengrauen" mit Minh Kai, aber eher Schocker wie Spaßfilm...

-Trailer: englisch zu den Filmen Lost Souls, Little Nicky, Thirteen Days, 15 Minutes, Knockaround Guys und zu dem Film des Jahres schlechthin: The Lord of the Rings

-Interaktives
--Psychotest: In 20 Fragen wird ihre Empathie getestet. Anschließend eine Auswertung mit Tipps zum besseren Umgang mit Menschen.
--Das menschliche Gehirn
Schilderung von Lage und Aufgabe einzelner Bereiche. Hier hätte eine Animation gut getan, der bloße Text ist dann doch recht langweilig...

feniksos Fazit für DVD 2:
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Einwandfrei. So sollen Extras aussehen. Auch wenn deutsche Trailer und etwas Animation gut getan hätten, sind doch viele tolle Features dabei. Vollgepackter gehts schwer - aber es geht.

Menüführung:
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Animierte Menüführungen sind wunderschön - doch wenn man die ganze DVD erforschen will, nervt sie dann doch irgendwann. Die Kapitel sind schön sortiert, die DVD2 gut strukturiert, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig...

Sprachen:
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Minimalausstattung d (DD5.1 und DTS) und e (DD5.1). Ebenso die Untertitel (d+e). Das 16:9 anamorphe Bild ist als einziges vorhanden, eine 4:3-Version wäre nicht schlecht gewesen.

Abschlussfazit:
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Vom Film bin ich enttäuscht. Da hab ich wesentlich mehr erwartet - wie die meisten anderen auch. Dafür glänzt die Director's Cut-Version mit 2 Minuten zusätzlich im Vergleich zur FSK16-DVD. Die Ausstattung gehört zur ersten Garde der DVDs. Durch die Bonus-DVD fällt die Bewertung eine Stufe besser aus. Die Bonus-DVD alleine hätte die volle Punktzahl verdient, aber da war ja noch "The Cell"...

Die DVD leiht man sich einmal aus - gesehen sollte man den Film schon einmal haben, damit man mitreden kann, wenn andere wieder davon schwärmen - und bringt ihn dann, nach reiflicher Erkundung der Bonus-DVD, wieder zurück

12 Bewertungen, 1 Kommentar

  • grandpaa

    21.03.2002, 14:32 Uhr von grandpaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    wow, muss ich mir nach dem sehr guten Bericht gleich mal ausleihen!