The Crow - Die Krähe (VHS) Testbericht

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ab 6,88
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Erfahrungsbericht von Tom_Araya

Damit die Seele Frieden findet

Pro:

sehr sehr intensiv und bewegend

Kontra:

nix

Empfehlung:

Ja

Der Hauptgrund das ich damals ins Kino gegangen bin war glaub ich der Tod von Brandon Lee während der Dreharbeiten.
Es wurde vergessen eine echte Kugel aus einer Waffe herauszunehmen, und als dann damit auf Brandon abgedrückt wurde war das Unglück geschehen. So hab ichs zumindest gehört...
Der Film wurde dann dennoch fertig gestellt, es war zu vernehmen Brandon hätte das so gewollt.


The Crow, USA 1994
Regie: Alex Proyas
Laufzeit: 102 Minuten
FSK: 18


Story
******
Der Rocker Eric Draven (Brandon Lee) und seine Frau Shelly (Sofia Shinas) sind glücklich verliebt und planen bereits die Heirat.
In der Nacht zu Halloween wird ihr Glück brutal zerstört, von einer Schlägerbande die in ihre Wohnung eindringt - Eric wird sofort erschossen und stürzt aus dem Fenster, Shelly stirbt etwas später im Krankenhaus.
Zurück bleibt unter anderem das verzweifelte, junge Mädchen Sarah (Rochelle Davis), für sie war Eric ein guter Freund.

1 Jahr später, es ist wieder die Nacht vor Halloween.
Tragischerweise treibt sich Sarahs Mutter Darla (Anna Levine) zu diesem Zeitpunkt mit einem der Mörder herum, davon weiss Sarah aber noch nichts.
Einen Freund hat Sarah in dem schwarzen Polizisten Sergeant Albrecht (Ernie Hudson) gefunden, er war es der den Doppelmord damals untersucht hat.

Die 4köpfige Gang die Eric und Shelly auf dem Gewissen hat treibt sich an diesem Abend in den Kneipen der Stadt herum, und legt anschliessend im Auftrag von Top Dollar (Michael Wincott) in der ganzen Stadt Feuer.
Top Dollar nennt dieses Showspiel die Nacht des Teufels.

Doch es passiert noch mehr in dieser Nacht...
Auf einem verlassenen Friedhof sehen wir wie Eric Draven aus seinem Grab steigt, die Erklärung dafür bekommt man auch prompt geliefert:
Manchmal bekommt eine Seele der etwas schreckliches zugestossen ist die Chance Frieden zu finden.
Eine Krähe stellt für diese eine Nacht lang seine Verbindung zwischen den Toten und den Lebenden dar, sie begleitet ihn.

Für Eric kann es jetzt nur ein Ziel geben: Rache an den Mordbuben, und ihrem Auftraggeber.
Aber auch der jungen Sarah Trost spenden, und ihrer Mutter den Kopf zurecht setzen.
Top Dollar bekommt Wind von der Sache, und obwohl Eric unverwundbar ist (wie kann man jemand töten der schon tot ist?) beginnt eine spannende Jagd, denn die Krähe ist nicht unsterblich...


Kritik
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Ein Film der mich bewegt hat, den man denk ich nicht so schnell vergessen kann, und der auch nach dem x-ten mal Anschauen nicht langweilig wird.
Einerseits berührt einen die Geschichte selbst natürlich, wer würde nicht mit einem Mann sympatisieren der brutal erschossen wurde als er am glücklichsten Punkt seines Lebens angekommen ist?
Und wer verspürt keinen Hass wenn dazu auch noch eine wehrlose Frau vergewaltigt und so schwer verletzt wurde das sie stirbt?
Klar das man zusammen mit Eric auf Rache sinnt.
Dazu kommt das Sarah ein sehr sympatischer Charakter ist, und ihre Ziellosigkeit gepaart mir ihrer steten Trauer die sie auch nach einem Jahr noch nicht überwunden hat sorgt zusätzlich für Gefühl.
Ähnliches gilt für ihren Freund den Cop, auch er kann es nicht verstehen das im Endeffekt so wenig dagegen getan wird.

Umgesetzt wurde diese Geschichte sehr intensiv wie ich finde, es ist nicht ganz leicht zu beschreiben...
Sehr ihr, es gibt Filme denen bescheinigt man eine fesselnde Atmosphäre, aber the Crow ist in dem Punkt irgendwie besonders.
Ein Film in den ich immer wieder so richtig abtauche, das Gesamtbild ist düster und regnerisch, so wie es zu der traurigen Geschichte passt. Wenn man wie ich eine Vorliebe für die Farbe schwarz hat, und Dinge wie Black Metal interessant findet, springt man natürlich auch besonders stark darauf an.
Ein interessanter Vergleich wäre der Film \"Sieben\", auch hier hat man das Gefühl das eine Welt im Fernsehen entsteht.
Die Bilder passen einfach alle zusammen.

Die Handlung selbst ist ziemlich spannend, es ist nicht klar wie die Dinge laufen werden, obwohl Eric fast unsterblich ist.
Auch macht es Spass zu sehen wie er die Verbrecher bestraft, vor allem da die zunächst ja nicht wissen das er unsterblich ist und sich wie die sicheren Sieger fühlen.
Dazu gibt es dann immer wieder mal einen Schockeffekt, oder ein wenig Action inklusive jener berühmt gewordenen Szene in der eine Vielzahl Gangster mit MGs und anderen Waffen auf Eric schiessen, und bei der Brandon Lee gestorben ist.

Die schauspielerischen Leistungen passen sich diesem hohen Niveau durchaus an.
Ich will nicht auf jeden einzelenen Charakter eingehen, aber vom umher irrenden kleinen Mädchen über sorglos agierende Mörder bis hin zu dem doch recht häufig verwendeten schwarzen Polizisten mit Herz wird alles überzeugend dargestellt.
Brandon Lee verdient allerdings eine besondere Erwähnung, wirklich tragisch das seine wohl beste Performance gleichzeitig seine letzte gewesen ist. Mit dem Charakter Eric Dravan können sich ganz sicher besonders Anhänger der Gruftieszene bedingunslos anfreunden.


Fazit
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Einer der Filme die einem im Gedächtnis hängen bleiben, auch nach 10 Jahren. Und nicht weger seinem Ruf oder weger besonders bekannten Darstellern, sondern wegen der einmaligen Atmosphäre und diesem ganz besonderen Gefühl das nur wenige Filme wecken können.
Vergleichbar mit meinen ganz grossen Favoriten wie z.B. Braveheart,würde the Crow ganz sicher einen der Top Plätze auf einer \"das sind meine 10 liebsten Filme\" Liste einnehmen.

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • April

    10.01.2005, 23:14 Uhr von April
    Bewertung: sehr hilfreich

    Obwohl ich normalerweise kein Fan von düsteren Filmen bin, war ich von "The Crow" begeistert und damals mehrfach in diesem Film im Kino. Die Story ist wirklich hervorragend umgesetzt und auch die Musikpassagen faszinierten mich damals sehr!