The Fat Of The Land (1997) - The Prodigy Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse
Geniale Klänge aus dem Jahr 1997
Pro:
s. Text
Kontra:
s. Text
Empfehlung:
Ja
Aus musikalischer Sicht werden die 90er Jahre wohl hauptsächlich für die Musikstile Grunge und Techno, die beide in diesem Jahrzehnt entstanden sind, in Erinnerung bleiben, wobei der Grunge meines Erachtens mit viel zu vielen viel zu ähnlichen Titeln tot gespielt wurde (auch wenn er später letztlich auch zur Entstehung des New Metal beigetragen haben dürfte) und ich dem Techno noch nie etwas abgewinnen konnte.
Aber auch für mich gab es das ein oder andere musikalische Highlight n den 90ern, wobei mir spontan eine Band namens THE PRODIGY einfällt.
So widme ich meinen heutigen Beitrag (bzw. mein heutiges Beitragsupdate) auch dem Album THE FAT OF THE LAND von THE PRODIGY.
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
THE PRODIGY veröffentlichten ihr Album THE FAT OF THE LAND im Jahre 1997 bei XL-Recordings Ltd. / Intercord Tonträger und da die Band mit BREATHE und FIRESTARTER zwei Titel sehr gut in den Charts plazieren konnte, war das Album im Handel seinerzeit sehr weit verbreitet. Heute dürfte es dagegen nur noch sehr selten zu finden sein. Der Preis lag damals um etwa 27,00 DM und dürfte heute (so man die CD denn findet) um etwa 16,00 € kosten.
Das Cover zeigt die Fotografie eines Krebses vor einem verschwommenen (Asphalt-)Hintergrund und das beiliegende Booklet enthält zwar nicht die Texte zu den Titeln, dafür aber einige wenige Informationen und ist mit Fotografien und Zeichnungen sehr ansprechend illustriert.
PLAYLIST
°°°°°°°°°°°°°
- SMACK MY BITCH UP (5:42)
- BREATHE (5:34)
- DIESEL POWER (4:17)
- FUNKY SHIT (5:16)
- SERIAL THRILLA (5:11)
- MINDFIELDS (5:39)
- NARAYAN (9:05)
- FIRESTARTER (4:40)
- CLIMBATIZE (6:37)
- FUEL MY FIRE (4:18)
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Die Musik von THE PRODIGY einem bestimmten Genre einwandfrei zuzuordnen ist nahezu unmöglich und auch die Musik an sich zu beschreiben, fällt mir hier nicht leicht. THE PRODIGY vereinen die Elemente zahlreicher Stilrichtungen und vereinen diese vor einer elektronischen Soundkulisse. Dazu verwendet die Band auch gelegentlich diverse Samples und so entwickeln THE PRODIGY einen völlig eigenen häufig rhythmisch-aggressiven und immer tanzbaren Stil, der seitdem unverkennbar ist.
SMACK MY BITCH UP
Der Titel startet sofort mit rhythmischen Gitarrenklängen, über die sich dann schnell synthetische Klänge legen, die einen recht zügigen Rhythmus vorgeben. Die Instrumentierung steigert sich weiter bis sich eine klare, aber auch etwas monotone Grundmelodie gebildet hat, zu der dann auch der ebenfalls monotone (und leicht aggressive) Gesang zu hören ist.
Nach etwa drei Minuten tritt die Instrumentierung dann deutlich in den Hintergrund und macht einer Passage aus choralähnlichen Gesängen Platz.
Obwohl dieser Titel von allen namhaften Musiksendern und vielen Radiostationen boykottiert wurde, zählt SMACK MY BITCH UP wohl zu den Klassikern der Band.
BREATHE
Auch hier sind es monotone Gitarrenklänge, die den Titel einleiten und die dann schnell von der Elektronik unterstützt werden. Nachdem es einige Sekunden gedauert hat, bis sich eine klare (erneut etwas monotone) und recht aggressive, aber auch sehr eingängige Melodie herauskristallisiert hat, setzt dann auch der ebenfalls recht aggressive und verzerrt wirkende Gesang ein.
Dieser Titel ist auch als Single erschienen und konnte schnell einen überraschenden (aber meines Erachtens auch berechtigten) Erfolg in den europäischen Charts aufweisen.
DIESEL POWER
Eingeleitet von einem eher ruhigen Rhythmus setzt schnell die Elektronik ein und es entwickelt sich eine (auch hier wieder etwas monotone) mittelschnelle Melodie, zu der der Gesang hier etwas aggressiv-hektisch wirkt und deutlich schneller scheint als das Spiel der Instrumente.
Obwohl auch dieser durchaus gelungen ist, kann er meines Erachtens nicht die Qualität der beiden vorhergehenden Titel erreichen.
FUNKY SHIT
Eingeleitet von den Worten „oh my god, it´s the funky shit“ setzt schnell das Spiel einer recht zügige, rhythmische und dabei leicht bedrohlich wirkende Melodie ein. Auch hier ist diese wieder recht monoton und von einigen sich wiederholenden Soundeffekten durchzogen, in die immer wieder die Worte aus dem Auftakt eingespielt werden.
SERIAL THRILLA
Sirenenähnliche Klänge gehen zu Beginn in eine rhythmische Melodie von etwa mittlerem Tempo über und schnell setzt auch der Gesang ein, der hier gegenüber der Instrumentierung immer weitestgehend im Hintergrund bleibt. Die an Sirenen erinnernden Klänge ziehen sich dabei durch den gesamten Titel und obwohl der Gesang etwas im Hintergrund bleibt, wirkt er dennoch recht aggressiv.
MINDFIELDS
Überraschenderweise beginnt dieser Titel sehr ruhig und eher dezent-unauffällig. Zu ruhigen Synthieklängen ist die ebenfalls ruhige Stimme des Sängers zu hören. Nach fast einer Minute entwickelt sich dann eine erneut recht monotone, nach wie vor eher ruhige Melodie, die sich dann aber in Tempo und Intensität zunehmend steigert. Der Gesang bleibt auch hier ein wenig im Hintergrund, klingt von dort aber verzerrt und leicht aggressiv.
NARAYAN
Fast schon an Pianos erinnernde harmonische Klänge leiten diesen Titel ein, werden dann aber zunehmend synthetischer und nach etwa 50 Sekunden Spielzeit hat sich dann eine ungewohnt dezente Melodie von mittlerem Tempo entwickelt, zu der auch der Gesang hier fast schon harmonisch wirkt.
Insgesamt bietet dieser Titel mit dem Fehlen der sonst meist herauszuhörenden Aggressivität in der Gesangsstimme und der vergleichsweise ruhigen und harmonischen Instrumentierung eine überraschende und sehr gelungene Abwechslung auf diesem Album.
FIRESTARTER
Die zweite Singleauskopplung auf THE FAT OF THE LAND beginnt nach einer kurzen Einleitung sofort mit dem Spiel einer mittelschnellen und sehr eingängigen Melodie, die aber auch hier wieder etwas monoton scheint. Auch hier werden wieder diverse Soundeffekte eingespielt und der Gesang klingt zwar in der Geschwindigkeit vergleichsweise langsam, aber dennoch wieder recht aggressiv.
CLIMBATIZE
Der Titel beginnt mit dem Spiel einer ruhigen und fast schon poppigen Melodie, die aber immer wieder leiernd wirkt, bis dann nach fast 90 Sekunden Synthies mit dem Spiel eines monotonen und leicht bedrohlich klingenden Rhythmus und einige Sekunden Später setzen auch die bandtypischen Beats ein. So entwickelt sich ein zwar etwas monotoner, aber auch eingängiges Instrumentalstück.
FUEL MY FIRE
Zum Abschluß des Albums folgt mit FUEL MY FIRE ein Titel, der von der ersten Sekunde an eine zügige und rhythmische Melodie aufweist, die mich ein wenig an den britischen Punk der 70er Jahre erinnert, nur dass die Instrumentierung hier rein synthetisch scheint. Der Gesang, auch hier wieder recht aggressiv, paßt sich diesem Stil dabei hervorragend an.
Insgesamt bleibt bei allen Titeln auf diesem Album die Identität/der Stil der Band klar erkennbar, ohne dass sich dabei die Titel einander zu sehr ähneln würden und so bietet THE FAT OF THE LAND durchaus ausreichend Abwechslung. Allerdings sind die drei bekanntesten Titel SMACK MY BITCH UP, BREATHE und FIRESTARTER die absoluten Highlights des Albums und nur FUEL MY FIRE und NARAYAN komme für meinen Geschmack qualitativ an diese Titel heran. Die übrigen fünf Titel bieten zwar ebenfalls sehr gute Musik, können aber keine Highlights setzen.
FAZIT
°°°°°°°°
Leider können nicht alle Titel meine aufgrund der hervorragenden Singleauskopplungen sehr hohen Erwartungen erfüllen und so recht es hier auch nicht ganz für ein Spitzenurteil.
Auf jeden Fall aber kann ich das Album THE FAT OF THE LAND von THE PRODIGY auch heute noch empfehlen und urteile mit GUT (+).
Aber auch für mich gab es das ein oder andere musikalische Highlight n den 90ern, wobei mir spontan eine Band namens THE PRODIGY einfällt.
So widme ich meinen heutigen Beitrag (bzw. mein heutiges Beitragsupdate) auch dem Album THE FAT OF THE LAND von THE PRODIGY.
ALLGEMEINES
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THE PRODIGY veröffentlichten ihr Album THE FAT OF THE LAND im Jahre 1997 bei XL-Recordings Ltd. / Intercord Tonträger und da die Band mit BREATHE und FIRESTARTER zwei Titel sehr gut in den Charts plazieren konnte, war das Album im Handel seinerzeit sehr weit verbreitet. Heute dürfte es dagegen nur noch sehr selten zu finden sein. Der Preis lag damals um etwa 27,00 DM und dürfte heute (so man die CD denn findet) um etwa 16,00 € kosten.
Das Cover zeigt die Fotografie eines Krebses vor einem verschwommenen (Asphalt-)Hintergrund und das beiliegende Booklet enthält zwar nicht die Texte zu den Titeln, dafür aber einige wenige Informationen und ist mit Fotografien und Zeichnungen sehr ansprechend illustriert.
PLAYLIST
°°°°°°°°°°°°°
- SMACK MY BITCH UP (5:42)
- BREATHE (5:34)
- DIESEL POWER (4:17)
- FUNKY SHIT (5:16)
- SERIAL THRILLA (5:11)
- MINDFIELDS (5:39)
- NARAYAN (9:05)
- FIRESTARTER (4:40)
- CLIMBATIZE (6:37)
- FUEL MY FIRE (4:18)
ANMERKUNGEN
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Die Musik von THE PRODIGY einem bestimmten Genre einwandfrei zuzuordnen ist nahezu unmöglich und auch die Musik an sich zu beschreiben, fällt mir hier nicht leicht. THE PRODIGY vereinen die Elemente zahlreicher Stilrichtungen und vereinen diese vor einer elektronischen Soundkulisse. Dazu verwendet die Band auch gelegentlich diverse Samples und so entwickeln THE PRODIGY einen völlig eigenen häufig rhythmisch-aggressiven und immer tanzbaren Stil, der seitdem unverkennbar ist.
SMACK MY BITCH UP
Der Titel startet sofort mit rhythmischen Gitarrenklängen, über die sich dann schnell synthetische Klänge legen, die einen recht zügigen Rhythmus vorgeben. Die Instrumentierung steigert sich weiter bis sich eine klare, aber auch etwas monotone Grundmelodie gebildet hat, zu der dann auch der ebenfalls monotone (und leicht aggressive) Gesang zu hören ist.
Nach etwa drei Minuten tritt die Instrumentierung dann deutlich in den Hintergrund und macht einer Passage aus choralähnlichen Gesängen Platz.
Obwohl dieser Titel von allen namhaften Musiksendern und vielen Radiostationen boykottiert wurde, zählt SMACK MY BITCH UP wohl zu den Klassikern der Band.
BREATHE
Auch hier sind es monotone Gitarrenklänge, die den Titel einleiten und die dann schnell von der Elektronik unterstützt werden. Nachdem es einige Sekunden gedauert hat, bis sich eine klare (erneut etwas monotone) und recht aggressive, aber auch sehr eingängige Melodie herauskristallisiert hat, setzt dann auch der ebenfalls recht aggressive und verzerrt wirkende Gesang ein.
Dieser Titel ist auch als Single erschienen und konnte schnell einen überraschenden (aber meines Erachtens auch berechtigten) Erfolg in den europäischen Charts aufweisen.
DIESEL POWER
Eingeleitet von einem eher ruhigen Rhythmus setzt schnell die Elektronik ein und es entwickelt sich eine (auch hier wieder etwas monotone) mittelschnelle Melodie, zu der der Gesang hier etwas aggressiv-hektisch wirkt und deutlich schneller scheint als das Spiel der Instrumente.
Obwohl auch dieser durchaus gelungen ist, kann er meines Erachtens nicht die Qualität der beiden vorhergehenden Titel erreichen.
FUNKY SHIT
Eingeleitet von den Worten „oh my god, it´s the funky shit“ setzt schnell das Spiel einer recht zügige, rhythmische und dabei leicht bedrohlich wirkende Melodie ein. Auch hier ist diese wieder recht monoton und von einigen sich wiederholenden Soundeffekten durchzogen, in die immer wieder die Worte aus dem Auftakt eingespielt werden.
SERIAL THRILLA
Sirenenähnliche Klänge gehen zu Beginn in eine rhythmische Melodie von etwa mittlerem Tempo über und schnell setzt auch der Gesang ein, der hier gegenüber der Instrumentierung immer weitestgehend im Hintergrund bleibt. Die an Sirenen erinnernden Klänge ziehen sich dabei durch den gesamten Titel und obwohl der Gesang etwas im Hintergrund bleibt, wirkt er dennoch recht aggressiv.
MINDFIELDS
Überraschenderweise beginnt dieser Titel sehr ruhig und eher dezent-unauffällig. Zu ruhigen Synthieklängen ist die ebenfalls ruhige Stimme des Sängers zu hören. Nach fast einer Minute entwickelt sich dann eine erneut recht monotone, nach wie vor eher ruhige Melodie, die sich dann aber in Tempo und Intensität zunehmend steigert. Der Gesang bleibt auch hier ein wenig im Hintergrund, klingt von dort aber verzerrt und leicht aggressiv.
NARAYAN
Fast schon an Pianos erinnernde harmonische Klänge leiten diesen Titel ein, werden dann aber zunehmend synthetischer und nach etwa 50 Sekunden Spielzeit hat sich dann eine ungewohnt dezente Melodie von mittlerem Tempo entwickelt, zu der auch der Gesang hier fast schon harmonisch wirkt.
Insgesamt bietet dieser Titel mit dem Fehlen der sonst meist herauszuhörenden Aggressivität in der Gesangsstimme und der vergleichsweise ruhigen und harmonischen Instrumentierung eine überraschende und sehr gelungene Abwechslung auf diesem Album.
FIRESTARTER
Die zweite Singleauskopplung auf THE FAT OF THE LAND beginnt nach einer kurzen Einleitung sofort mit dem Spiel einer mittelschnellen und sehr eingängigen Melodie, die aber auch hier wieder etwas monoton scheint. Auch hier werden wieder diverse Soundeffekte eingespielt und der Gesang klingt zwar in der Geschwindigkeit vergleichsweise langsam, aber dennoch wieder recht aggressiv.
CLIMBATIZE
Der Titel beginnt mit dem Spiel einer ruhigen und fast schon poppigen Melodie, die aber immer wieder leiernd wirkt, bis dann nach fast 90 Sekunden Synthies mit dem Spiel eines monotonen und leicht bedrohlich klingenden Rhythmus und einige Sekunden Später setzen auch die bandtypischen Beats ein. So entwickelt sich ein zwar etwas monotoner, aber auch eingängiges Instrumentalstück.
FUEL MY FIRE
Zum Abschluß des Albums folgt mit FUEL MY FIRE ein Titel, der von der ersten Sekunde an eine zügige und rhythmische Melodie aufweist, die mich ein wenig an den britischen Punk der 70er Jahre erinnert, nur dass die Instrumentierung hier rein synthetisch scheint. Der Gesang, auch hier wieder recht aggressiv, paßt sich diesem Stil dabei hervorragend an.
Insgesamt bleibt bei allen Titeln auf diesem Album die Identität/der Stil der Band klar erkennbar, ohne dass sich dabei die Titel einander zu sehr ähneln würden und so bietet THE FAT OF THE LAND durchaus ausreichend Abwechslung. Allerdings sind die drei bekanntesten Titel SMACK MY BITCH UP, BREATHE und FIRESTARTER die absoluten Highlights des Albums und nur FUEL MY FIRE und NARAYAN komme für meinen Geschmack qualitativ an diese Titel heran. Die übrigen fünf Titel bieten zwar ebenfalls sehr gute Musik, können aber keine Highlights setzen.
FAZIT
°°°°°°°°
Leider können nicht alle Titel meine aufgrund der hervorragenden Singleauskopplungen sehr hohen Erwartungen erfüllen und so recht es hier auch nicht ganz für ein Spitzenurteil.
Auf jeden Fall aber kann ich das Album THE FAT OF THE LAND von THE PRODIGY auch heute noch empfehlen und urteile mit GUT (+).
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