The Real Thing - Faith No More Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Artatius
Surprise! You´re Dead !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Im Prinzip weist auch dieses Album schon all die Vorteile auf, die die späteren Alben, insbesondere \"Angel Dust\" und \"King for a Day....\", so wertvoll gemacht haben.
Die fantastische, variable Stimme von Mike Patton, die atmosphärischen Keyboard-Einsätze, die Abwechslung und Verschiedenheit im Stil, die Melodien und die harmonisierenden Instrumente.
Und trotzdem ist dieses Album anders als all seine Nachfolger. Es ist ein Album, das wunderbar noch in die Endphase der Achtziger paßte und doch schon andeutete, wie sich die Band in den kommenden Jahren entwickeln würde.
Besonderen Anstoß werden die meisten, die die Nachfolger dieses Albums bereits kannten und erst zu guter Letzt zu diesem Album griffen, besonders an der Stimme von Mike Patton haben. Sie ist im Vergleich zu den späteren Alben ungewohnt hoch, und das nahezu durchgängig. Nur teilweise (wie in \"Epic\" oder \"Surprise! You´re Dead!\") deutet er an, daß er auch in tieferen Tonlagen zu singen vermag.
Die Songs an sich sind allesamt typische Faith No More-Werke. Wobei die Anzahl der straighten, leicht zugänglichen Stücke überwiegt. Hartrockige Gitarrenriffs, ein oftmals in den Vordergrund tretender Bass, das groovende und verspielte Schlagzeug und das Keyboard, das die Songs atmosphärisch untermalt. Mehr aber auch nicht, und somit wird einigen gerade die Experimentierfreudigkeit des Keyboards fehlen, die die späteren Alben unter anderem ausmachte.
Abwechslung neben den zugänglicheren Songs wie \"From Out Of Nowhere\" oder \"Falling To Pieces\" bieten vor allem \"Surprise! You´re Dead!\" (welches aufgrund seines krachigen und aggressiven Gewands wunderbar auf \"King for A Day...\" gepaßt hätte), das 8-minütige \"The Real Thing\" (welches mehrmals von ruhig zu aggressiv und umgekehrt wechselt), das instrumentale \"Woodpecker From Mars\" (welches weniger an den Planeten Mars als an den Orient erinnert) und die äußerst gelungene Version des Black Sabbath Klassikers \"War Pigs\".
Zudem legte Faith No More mit \"Epic\", welches Rockelemente mit Rap-Gesang verbindet, den Grundstein für den Crossover der 90er.
\"The Real Thing\" paßt stilistisch wunderbar in die Endachtziger, und war doch zu diesem Zeitpunkt revolutionär (wie jedes nachfolgende Album von Faith No More auch). Und wer genau hinhört wird merken, daß es in vielen Passagen ein typisches Faith No More Album ist.
Natürlich ist es von der musikalischen Umsetzung nicht mehr mit den späteren Werken vergleichbar. Faith No More könnten jedoch jeden einzelnen Song in ein 90er Jahre Gewand verpacken, ohne die Songs grundlegend zu ändern. Und würden sie dies tun, würde das wohl Beste Faith No More Album dabei herausspringen. Denn die Songs sind allesamt was das Songwriting betrifft qualitativ äußerst hochwertig.
Fazit: Wer die jüngeren Werke der Band kennt und sich dennoch mit der hohen Tonlage des Gesangs anfreunden kann, der kann sich auf ein wahres Hörvergnügen freuen. Und auch für alle, die an dem Hard Rock der 80er Freude haben, ist dieses Album absolut empfehlenswert. Diejenigen, die allerdings bislang nur die 90er Alben von Faith No More kennen, möchte ich mit diesem Artikel vorgewarnt haben und rate diesen an, lieber zuerst in das Album reinzuhören.
Die fantastische, variable Stimme von Mike Patton, die atmosphärischen Keyboard-Einsätze, die Abwechslung und Verschiedenheit im Stil, die Melodien und die harmonisierenden Instrumente.
Und trotzdem ist dieses Album anders als all seine Nachfolger. Es ist ein Album, das wunderbar noch in die Endphase der Achtziger paßte und doch schon andeutete, wie sich die Band in den kommenden Jahren entwickeln würde.
Besonderen Anstoß werden die meisten, die die Nachfolger dieses Albums bereits kannten und erst zu guter Letzt zu diesem Album griffen, besonders an der Stimme von Mike Patton haben. Sie ist im Vergleich zu den späteren Alben ungewohnt hoch, und das nahezu durchgängig. Nur teilweise (wie in \"Epic\" oder \"Surprise! You´re Dead!\") deutet er an, daß er auch in tieferen Tonlagen zu singen vermag.
Die Songs an sich sind allesamt typische Faith No More-Werke. Wobei die Anzahl der straighten, leicht zugänglichen Stücke überwiegt. Hartrockige Gitarrenriffs, ein oftmals in den Vordergrund tretender Bass, das groovende und verspielte Schlagzeug und das Keyboard, das die Songs atmosphärisch untermalt. Mehr aber auch nicht, und somit wird einigen gerade die Experimentierfreudigkeit des Keyboards fehlen, die die späteren Alben unter anderem ausmachte.
Abwechslung neben den zugänglicheren Songs wie \"From Out Of Nowhere\" oder \"Falling To Pieces\" bieten vor allem \"Surprise! You´re Dead!\" (welches aufgrund seines krachigen und aggressiven Gewands wunderbar auf \"King for A Day...\" gepaßt hätte), das 8-minütige \"The Real Thing\" (welches mehrmals von ruhig zu aggressiv und umgekehrt wechselt), das instrumentale \"Woodpecker From Mars\" (welches weniger an den Planeten Mars als an den Orient erinnert) und die äußerst gelungene Version des Black Sabbath Klassikers \"War Pigs\".
Zudem legte Faith No More mit \"Epic\", welches Rockelemente mit Rap-Gesang verbindet, den Grundstein für den Crossover der 90er.
\"The Real Thing\" paßt stilistisch wunderbar in die Endachtziger, und war doch zu diesem Zeitpunkt revolutionär (wie jedes nachfolgende Album von Faith No More auch). Und wer genau hinhört wird merken, daß es in vielen Passagen ein typisches Faith No More Album ist.
Natürlich ist es von der musikalischen Umsetzung nicht mehr mit den späteren Werken vergleichbar. Faith No More könnten jedoch jeden einzelnen Song in ein 90er Jahre Gewand verpacken, ohne die Songs grundlegend zu ändern. Und würden sie dies tun, würde das wohl Beste Faith No More Album dabei herausspringen. Denn die Songs sind allesamt was das Songwriting betrifft qualitativ äußerst hochwertig.
Fazit: Wer die jüngeren Werke der Band kennt und sich dennoch mit der hohen Tonlage des Gesangs anfreunden kann, der kann sich auf ein wahres Hörvergnügen freuen. Und auch für alle, die an dem Hard Rock der 80er Freude haben, ist dieses Album absolut empfehlenswert. Diejenigen, die allerdings bislang nur die 90er Alben von Faith No More kennen, möchte ich mit diesem Artikel vorgewarnt haben und rate diesen an, lieber zuerst in das Album reinzuhören.
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