Erfahrungsbericht von Brundel74
Das war wohl nix
Pro:
Hübsche Hauptdarstellerin
Kontra:
enttäuschendes Remake, zuviele billige Schockeffekte, keine Sadako
Empfehlung:
Ja
Den Amis scheint Nichts heilig, wenn es etwas erfolgreiches gibt was nicht aus den USA kommt, dann muss es dort kopiert werden. Gerade bei Filmen ist es wohl „in“, so wurden diverse europäische Filme wie Nikita in den USA neu verfilmt – und wenn etwas so erfolgreich war wie The Ring in Japan, na dann muss man es in den USA natürlich auch auf Teufel komm raus bringen und neu verfilmen.
Inwiefern es gelungen ist werde ich später schreiben, nun aber ganz kurz zur Story.
Wie im japanischem Original handelt der Film hauptsächlich von einem ominösen Videoband welches den Zuschauer unfreiwillig mit einem Fluch belegt, der in 7 Tagen zuschlägt und das Ableben des Selbigen zur Folge hat. Eine recht unglaubwürdige Sache, dachte sich wohl auch die Reporterin Rachel Keller (gespielt von der außerordentlich attraktiven Naomi Watts), aus dem Grund versucht sie die Sache aufzudecken. Dummerweise findet sie dieses Videoband und intelligent wie Blondinen nun mal sind ;) schaut sie sich dieses auch trotz Todesfälle an, mit dem Resultat das auch sie nun nur noch 7 Tagen Zeit hat um des Fluches Lösung zu finden.
Mehr zur Geschichte erzähl ich nicht, da jeder weitere Satz zuviel verraten könnte und man ich den Streifen mit so wenig Infos wie möglich anschauen sollte.
Die Schauspieler sind allesamt recht ordentlich, auch wenn sie in der Regel eh nicht mehr als geschockt drein schauen müssen oder schreien. Natürlich ist hier die Bild- wie Soundqualität dem japanischem Original klar überlegen – das war es dann aber auch.
Auch wenn Regisseur Gore Verbinski sich mit dem Regisseur des japanischen Originals kurz geschlossen hat, die Klasse erreicht das US Remake bei weitem nicht. Das liegt vor allem an der „amerikansierung“ des Filmes. So werden einfach Dinge eingebaut die weder in der Romanvorlage, noch in jp Film vorkommen und total unsinnig sind. So spielen im US Film Pferde eine große Rolle, was total unsinnig erscheint. Zudem wird das „Böse“ im Film, wie in den USA typisch, als psychisch krankes Etwas dargestellt, im japanischen Original ar nie die Rede von einer Psychiatrie. Auch die wichtigen Schlüsselszenen wurden total entschärft und kommen argh billig daher – Kenner der Filme können sich am Ende meinen Direktvergleich nochmals zu Gemüte führen, möchte hier aber die Leute nicht spoilern die eben diese Sachen nicht kennen.
Was übrig geblieben ist ist wenig. Der Charme der Vorlage und des Originals ist verflogen, alles wirkt klassisch westlich und somit kommerziell. Zudem scheinen in Amerika alle Kinder unter übernatürlichen Fähigkeiten „zu leiden“, anders kann ich mir ein recht vorlautes kleines Gör was alles besser weiß und Dinge in Träumen sieht nicht vorstellen.
Wer also diesen Film noch nicht kennt – meiden, jedenfalls bis man das Original gesehen hat. Hat man erst die verhunzte Kopie gesehen hat man wenig Gefallen am Original, da man die Schlüsselszene am Ende eh kennt.
Für alle die beide Filme nicht kennen – besser nicht weiterlesen, da nun noch eine genauere Gegenüberstellung beider Filme folgt.......
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Wie bereits geschrieben gibt es im US Film einige Dinge die mir nicht einleuchten. Ich verstehe z. B. nicht wieso Schockszenen wie die Brunnenszene, wo das Mädchen am reingeworfen wurde im US Remake dermaßen billig daher kommt. Es war für mich ein Schock zu sehen wie der eigene Vater dem Kind mit einem Stück Holz eins überzieht. Im US war diese Szene nicht annähernd so schockierend. Auch verstehe ich nicht wieso man nicht dem logischen Strang im japanischem Original folgte, so kam man auf dem Aufenhaltsort der Leiche durch logisches Denken, während im US Film „Traumdeutungen“ wichtig waren und das Rumwühlen in einer Psychiatrie. Letzteres ist eh aus der Luft gegriffen, während die Tramszene im JP Original weitaus atmosphärischer war, fand ich die Szene in der Klapse total enttäuschend, da die „Boshaftigkeit“ nicht wirklich deutlich wird. Ach die übermenschlichen Kräfte sind im US Film völlig in den Hintergrund getreten. Die Charakterentwicklung ist ebenfalls dürftig, während in JP das Mädchen gewollt war und die Mutter ebenfalls übernatürliche Kräfte besitzt hat die US Mutter nur den dringenden Kinderwunsch und man hat den Eindruck als Zuschauer es wäre ein Kind des Teufels, welch nur die Menschen tötet weil man es in einen Pferdestall hat ausgegrenzt. Im jp Original ist die Motivation der des Buches relativ gleich, sie übt Rache aus an die Menschen, die ihre Mutter auf dem Gewissen haben da diese ja in den Tod getrieben wurde durch Verleugnung und Ausgrenzung.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Hoffe jemand kann meinen Kontrapunkten beipflichten....
Update:
Oha, da habe ich meine Wertung nicht klar begründet. Wenn man das japanische Original (ist von 1998) nicht kennt, dann ist der Film aus den USA natürlich dennoch sehr spannend und auch sehr gut. Allerdings ist mein \"Problem\" - ich kenne das Original und habe mir vom US Remake deutlich mehr erwartet und musste dann Freunden, die meinten das Remake kommt nicht ans Original ran beipflichten. Sieht man also wie ich den Wandel vom Original zum Remake, dann versteht man die 3 Sterne vielleicht, ansonsten hätte der von mir 4 Sterne bekommen. Der Original Film hat 5 Sterne bekommen da dieser nun mal überraschend anders ist.
Zu den Darstellern konnte ich recht wenig schreiben, bis auf Naomi Watts kenne ich da keinen von und sind allesamt auch nicht wirklich erwähnenswert. Die gute Naomi spielte unter Anderem im Genre Film Down mit, ebenfalls ein Remake eins Horrortitels, der sich aber größtenteils an die Vorlage hielt. Zum Regisseur fällt mir da sicherlich mehr ein, hat letzens The Mexican gedreht und in einigen Monaten kommt ein piratenfilm von ihm mit Orlando Bllom und Johnny Deep in die Kinos.
Inwiefern es gelungen ist werde ich später schreiben, nun aber ganz kurz zur Story.
Wie im japanischem Original handelt der Film hauptsächlich von einem ominösen Videoband welches den Zuschauer unfreiwillig mit einem Fluch belegt, der in 7 Tagen zuschlägt und das Ableben des Selbigen zur Folge hat. Eine recht unglaubwürdige Sache, dachte sich wohl auch die Reporterin Rachel Keller (gespielt von der außerordentlich attraktiven Naomi Watts), aus dem Grund versucht sie die Sache aufzudecken. Dummerweise findet sie dieses Videoband und intelligent wie Blondinen nun mal sind ;) schaut sie sich dieses auch trotz Todesfälle an, mit dem Resultat das auch sie nun nur noch 7 Tagen Zeit hat um des Fluches Lösung zu finden.
Mehr zur Geschichte erzähl ich nicht, da jeder weitere Satz zuviel verraten könnte und man ich den Streifen mit so wenig Infos wie möglich anschauen sollte.
Die Schauspieler sind allesamt recht ordentlich, auch wenn sie in der Regel eh nicht mehr als geschockt drein schauen müssen oder schreien. Natürlich ist hier die Bild- wie Soundqualität dem japanischem Original klar überlegen – das war es dann aber auch.
Auch wenn Regisseur Gore Verbinski sich mit dem Regisseur des japanischen Originals kurz geschlossen hat, die Klasse erreicht das US Remake bei weitem nicht. Das liegt vor allem an der „amerikansierung“ des Filmes. So werden einfach Dinge eingebaut die weder in der Romanvorlage, noch in jp Film vorkommen und total unsinnig sind. So spielen im US Film Pferde eine große Rolle, was total unsinnig erscheint. Zudem wird das „Böse“ im Film, wie in den USA typisch, als psychisch krankes Etwas dargestellt, im japanischen Original ar nie die Rede von einer Psychiatrie. Auch die wichtigen Schlüsselszenen wurden total entschärft und kommen argh billig daher – Kenner der Filme können sich am Ende meinen Direktvergleich nochmals zu Gemüte führen, möchte hier aber die Leute nicht spoilern die eben diese Sachen nicht kennen.
Was übrig geblieben ist ist wenig. Der Charme der Vorlage und des Originals ist verflogen, alles wirkt klassisch westlich und somit kommerziell. Zudem scheinen in Amerika alle Kinder unter übernatürlichen Fähigkeiten „zu leiden“, anders kann ich mir ein recht vorlautes kleines Gör was alles besser weiß und Dinge in Träumen sieht nicht vorstellen.
Wer also diesen Film noch nicht kennt – meiden, jedenfalls bis man das Original gesehen hat. Hat man erst die verhunzte Kopie gesehen hat man wenig Gefallen am Original, da man die Schlüsselszene am Ende eh kennt.
Für alle die beide Filme nicht kennen – besser nicht weiterlesen, da nun noch eine genauere Gegenüberstellung beider Filme folgt.......
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Wie bereits geschrieben gibt es im US Film einige Dinge die mir nicht einleuchten. Ich verstehe z. B. nicht wieso Schockszenen wie die Brunnenszene, wo das Mädchen am reingeworfen wurde im US Remake dermaßen billig daher kommt. Es war für mich ein Schock zu sehen wie der eigene Vater dem Kind mit einem Stück Holz eins überzieht. Im US war diese Szene nicht annähernd so schockierend. Auch verstehe ich nicht wieso man nicht dem logischen Strang im japanischem Original folgte, so kam man auf dem Aufenhaltsort der Leiche durch logisches Denken, während im US Film „Traumdeutungen“ wichtig waren und das Rumwühlen in einer Psychiatrie. Letzteres ist eh aus der Luft gegriffen, während die Tramszene im JP Original weitaus atmosphärischer war, fand ich die Szene in der Klapse total enttäuschend, da die „Boshaftigkeit“ nicht wirklich deutlich wird. Ach die übermenschlichen Kräfte sind im US Film völlig in den Hintergrund getreten. Die Charakterentwicklung ist ebenfalls dürftig, während in JP das Mädchen gewollt war und die Mutter ebenfalls übernatürliche Kräfte besitzt hat die US Mutter nur den dringenden Kinderwunsch und man hat den Eindruck als Zuschauer es wäre ein Kind des Teufels, welch nur die Menschen tötet weil man es in einen Pferdestall hat ausgegrenzt. Im jp Original ist die Motivation der des Buches relativ gleich, sie übt Rache aus an die Menschen, die ihre Mutter auf dem Gewissen haben da diese ja in den Tod getrieben wurde durch Verleugnung und Ausgrenzung.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Hoffe jemand kann meinen Kontrapunkten beipflichten....
Update:
Oha, da habe ich meine Wertung nicht klar begründet. Wenn man das japanische Original (ist von 1998) nicht kennt, dann ist der Film aus den USA natürlich dennoch sehr spannend und auch sehr gut. Allerdings ist mein \"Problem\" - ich kenne das Original und habe mir vom US Remake deutlich mehr erwartet und musste dann Freunden, die meinten das Remake kommt nicht ans Original ran beipflichten. Sieht man also wie ich den Wandel vom Original zum Remake, dann versteht man die 3 Sterne vielleicht, ansonsten hätte der von mir 4 Sterne bekommen. Der Original Film hat 5 Sterne bekommen da dieser nun mal überraschend anders ist.
Zu den Darstellern konnte ich recht wenig schreiben, bis auf Naomi Watts kenne ich da keinen von und sind allesamt auch nicht wirklich erwähnenswert. Die gute Naomi spielte unter Anderem im Genre Film Down mit, ebenfalls ein Remake eins Horrortitels, der sich aber größtenteils an die Vorlage hielt. Zum Regisseur fällt mir da sicherlich mehr ein, hat letzens The Mexican gedreht und in einigen Monaten kommt ein piratenfilm von ihm mit Orlando Bllom und Johnny Deep in die Kinos.
Bewerten / Kommentar schreiben