Erfahrungsbericht von angel2901
Verstehst du nicht, Rachel? Sie schläft nie...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
1. Vorwort
2. The Ring...
3. Hintergrundinfos
4. Meiner Meinung nach...
5. Fazit
1. Vorwort
Vier Tage... die hab ich noch! In vier Tagen werd ich sterben... irgendwas wird dann geschehen. Vielleicht ein Autounfall? Ein Unfall, der wie Selbstmord aussieht? ... Egal... aber sie wird mich holen. Wie es dazu kam? *schulternzuck* „Hey! Bestimmt ein geiler Film! Ich muss da rein! Kommst du mit?“ Natürlich... wie sollte ich auch ahnen, dass es so enden wird...
2. The Ring...
Becca erzählt ihrer Freundin Katie eine Geschichte. Sie will sie beunruhigen... Ein Video soll es sein. Seltsame Dinge sind darin zu sehen. Ein Stuhl, eine Leiter, tote Pferde am Strand, eine Frau, die dich durch einen Spiegel anblickt, Maden, abgetrennte Finger... Wenn du das Video gesehen hast klingelt das Telefon. „Noch 7 Tage“ spricht eine Stimme... und nach 7 Tagen geschieht etwas. Becca lacht darüber, doch Katie bleibt toternst und beichtet, dass sie genau vor 7 Tagen dieses Video mit drei anderen Jugendlichen gesehen hat. Und natürlich blieb damals der Anruf auch nicht aus. Ab nun beginnt der Horror... großes Haus, zwei Mädels allein. Wie hätte es auch anders sein können... am nächsten Tag findet man Katie tot in der Besenkammer. Diagnose: Herzinfarkt. Becca ist ein Fall für die Psychiatrische Klinik geworden. Der Tod von Katie wird genau auf 22 Uhr datiert... genau um 22 Uhr geschah ein Autounfall, bei dem zwei weitere Jugendliche umkamen. Genau um 22 Uhr stürzte sich ein anderer Jugendlicher zu Tode. Seltsam... genau die Vier, die zusammen das Video angesehen haben.
Auf diesen Weg kommt Katies Tante Rachel. Alleinerziehende Mutter des kleinen Aidan und Journalistin. Sie macht sich auf die Suche nach dem Video und findet es ausgesprochen schnell. Natürlich kann sie nicht widerstehen und schaut sich das schaurige Video an. Genau wie die Erzählungen besagen: Seltsame Sachen sind zu sehen. Fast wie in einem Traum... zum Schluss ein Brunnen im Bild ... und dann nur noch Kriseln. Auch, wenn sie es in diesem Moment noch als Schwachfug abgetan hat... als 2 Sekunden später das Telefon klingelt und die kindliche Stimme auch zu ihr die drei Worte spricht, gerät sie in Panik und versucht das Video mit Hilfe ihres Freundes Noah zurückzuverfolgen. Doch dies ist nicht möglich... das Video besitzt nicht den so typischen „Fingerabdruck“. Nun beginnen beide Nachforschungen anzustellen... und langsam ergibt alles einen Sinn, was in dem Video ach so verwirrt aussieht.
Alle Indizien führen auf eine kleine Insel vor Neuengland. Ein großes, erfolgreiches Gestüt gab es dort früher... bis die Pferde den Verstand verloren und sich in den Fluten des Ozeans zu Tode stürzten. Rachel begibt sich auf die Fähre um überzusetzen. Doch die Geschehnisse werden immer seltsamer. Während der Fahrt befreit sich z.B. ein Pferd aus seinem Hänger und springt über Bord ... Tiere wittern, wie wissenschaftlich bewiesen, drohendes Unheil oft schneller als Menschen. Die Nachforschungen werden auf der Insel weitergeführt und immer mehr deckt sich auf. Es kommt heraus, dass ein Kind lange gefangen gehalten wurde und dann erstickt in einen Brunnen geworfen wurde.
Was dann am Schluss wie eine aufgeklärte Geschichte aussieht ist alles andere als das ... der Horror zeigt sich erst jetzt von seiner schönen Seite und dem Zuschauer wird klar, warum Katie an einem Herzinfarkt gestorben war.
3. Hintergrundinfos
Originaltitel: The Ring
Genre: Psycho – Horror
Land: USA, Japan
FSK: 16
Laufzeit: 109 Minuten
Regie Gore Verbinski
Drehbuch: Ehren Kruger
Kinostart: 13.02.2003
Basierend auf dem erfolgreichsten Film Japans „Ringu“ von Hideo Naktas, der wiederum durch den gleichnamigen Roman von Kijo Suzuki inspiriert wurde. Kijo Suzuki ist so etwas wie der Stephen King der Japaner. Es wurde sogar ein Manga namens „Ringu“ gezeichnet.
Becca – Rachael Bella
Katie – Amber Tamblyn
Rachel – Naomi Watts
Aidan – David Dorfman
Noah – Martin Henderson
4. Meiner Meinung nach...
Was ist ein Horrorfilm? Früher waren es Filme, in denen sich Menschen in Riesenfliegen verwandelt haben oder in denen große Spinnen oder Zecken die Menschheit ausrotten wollten. Zwischendrin gab es dann mal ein paar gute, wie z.B. „Der Exorzist“, „Es“ oder „Tanz der Teufel“. Doch die neuen basieren nur noch auf billigen, voraussehbaren Teenieschockern, wie „Scream“ oder „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Die Frage, was als nächstes geschehen würde, erübrigte sich... Hinter jedem vermuteten Versteck stand tatsächlich ein Mörder, der mit irgendwelchem Geschlitze ein Blutbad anrichtete. Wirklich langweilig mit der Zeit. Doch nun hat Amerika mit „the Ring“ mal wieder eine Mauer durchbrochen. Anders als die neumodischen „Horrorfilme“, die es durch ihre wild herumhüpfenden und aus jeder Ecke herausspringenden Mörder höchstens so weit bringen, dass mein Herz für einen Moment schneller schlägt, schafft dieser es, bei dem Zuschauer wirkliche Angst hervorzurufen.
Zu Anfang dachte ich mir „Oh Gott... schon wieder ein Teenie Horror“, als die beiden Mädels auf dem Bett saßen und sich Horrorgeschichten erzählten. „Jaja... die Geschichten werden jetzt wahr, die beiden sterben und der Mörder rottet ein ganzes Dorf aus. Die Polizei klärt den Fall nie auf und der zweite Teil ist geboren... blablabla *rolleyes*“ ... Tja, falsch gedacht. Spätestens ab der Kühlschrank-Szene, war mir klar, dass das dann doch nicht der alte Trott ist. ... Kühlschrank-Szene? Was das ist? Ok, ich will es euch erklären! Ein Kühlschrank steht offen und wir schauen auf die Tür und sehen den AHNUNGSLOSEN Darsteller, der gleich tot ist (das wissen wir! *grins*) nach Essen suchen. Hinter der Tür ist, das wissen wir auch, ein langer dunkler Hausgang. Was passiert in einem Horrorfilm normalerweise immer, wenn der Darsteller die Kühlschranktür zu macht? Richtig... der Mörder steht dahinter und schlägt zu. Doch in „the Ring“ war das nicht so. Ich war richtig verwirrt, als Katie die Tür zu macht und unbeschadet zumindest zurück in ihr Zimmer kommt. Gut... lange Rede, kurzer Sinn. Dieser Horrorfilm ist anders... das war klar.
„The Ring“ ängstigt nicht durch wildes Geschlitze, viel Blut oder besonders ekligen Situationen... sein Schlüssel sind die Gänsehaut-Atmosphäre und eigentlich Kleinigkeiten, die einem aber dann doch nicht mehr aus dem Kopf gehen. Z.B. eben die schon oben beschriebene Szene, in der das Pferd über Bord des Schiffes springt oder plötzlich beginnendes Nasenbluten. Je näher Rachel und Noah der Lösung kommen, desto seltsamer wird alles.
Mir erging es so, dass ich mir dachte „Jetzt gleich passiert was!“. Ich spannte mich an und machte mich darauf gefasst... doch es passierte genau nichts. Nachdem ich mich dann wieder entspannt hatte kam dann der Terror. Total unerwartet.
Mir kommt es so vor, als ob der Regisseur genau wusste, wie der Zuschauer reagieren würde. Z.B. bei der zweiten Leiche... man sah sie von hinten, wie sie auf dem Stuhl sitzt. Ich, schlau wie ich bin *g*, mach die Augen zu... ich hatte Katie gesehen... die reichte mir. Als das Gekreische im Film zu Ende war, schaute auch ich wieder zufrieden und stolz auf mein Timing auf die Leinwand. Mein Begleiter behauptete zwar, dass man eh nix gesehen hat... aber das war mir da egal. Hauptsache ich musste meine Fingernägel nicht schon wieder aus der Decke spachteln. Nun ja... ein paar Szenen später dann. Harmlos... Samara wird gezeigt, wie sie im Irrenhaus auf einem Stuhl sitzt. Und dann ging alles zu schnell für mich. Riesig sah man die Leiche des zweiten Opfers auf der Leinwand. „Gewonnen“ dacht ich mir dann, als ich nach ner Stunde wieder drüber nachdenken konnte, wie ich die Chips esse ohne würgen zu müssen.
Alles eben unerwartet... wie das Ende! Es sieht nach einem Happy End aus. Die kleine Seele von der Toten Samara wurde anscheinend gerettet. Rachel und Noah wieder vereint... eine glückliche Familie. Bis zu der Schlüsselszene... Aidan sitzt vor seiner Mutter und meint:“Du hast sie befreit? Nein! Du kannst sie nicht befreien!! Verstehst du nicht, Rachel? Sie schläft nie!“ In dem Moment beginnt die Nase des Kleinen zu bluten und der Terror geht erst richtig los. Die letzten 5 Minuten des Films sind meiner Meinung nach die schlimmsten.
Die FSK 16 sind auf jeden Fall angebracht. Ehrlich gesagt wunderte ich mich sogar darüber, dass es nicht auf 18 stand... aber da wird wahrscheinlich noch eine ungekürzte Fassung auf DVD herauskommen ;)
Die Leichen, die gezeigt werden (nämlich genau 2) sind wirklich widerlich und Samara sieht am Schluss auch nicht nach einem kleinen goldigen Mädchen aus. Eher wie ein kleines goldiges Mädchen, dass Jahre im Wasser verbracht hat... wuäh!!!!! Außerdem hat der Film, wie ich finde, einen sehr hohen psychischen Effekt beim Zuschauer, der fast noch heftiger sein kann, als so ein „Horroreffekt“ durch eklige Leichen, etc.
Was noch hervorzuheben ist, sind die schauspielerischen Künste von Naomi Watts (Rachel) und David Dorfman (Aidan). Watts, eher eine Noname, wird wahrscheinlich nach diesem Film mehrere Angebote bekommen. Wirklich super gespielt. Dorfman war als Aidan auch wirklich überzeugend. Wieder einmal ein Junge, der mit toten Menschen spricht und mehr weiß, als alle erwachsenen... „The 6th Sense“ like. Allerdings finde ich „The 6th Sense“ eher schlecht als recht (jaaaaaaaa... dafür werden mich jetzt manche hassen!!), deshalb hat Dorfman bei mir auf jeden Fall einen Joker mehr im Ärmel als Osment.
Für die, die den Film erst noch sehen ein Tip: Schaut euch nach \"dem Ring\" in dem Film um. Er taucht mehr als einmal auf ;)
5. Fazit
Ein wirklich super Film mit Gänsehaut-Atmosphäre. Ich war zwischendrin öfter davor nach dem Sauerstoffzelt zu schreien *grinst* Wirklich genial... und deshalb vergebe ich hier auch 5 Sterne!
Vielen Dank für s Lesen und Kommentieren :)
Grüße
Monja
2. The Ring...
3. Hintergrundinfos
4. Meiner Meinung nach...
5. Fazit
1. Vorwort
Vier Tage... die hab ich noch! In vier Tagen werd ich sterben... irgendwas wird dann geschehen. Vielleicht ein Autounfall? Ein Unfall, der wie Selbstmord aussieht? ... Egal... aber sie wird mich holen. Wie es dazu kam? *schulternzuck* „Hey! Bestimmt ein geiler Film! Ich muss da rein! Kommst du mit?“ Natürlich... wie sollte ich auch ahnen, dass es so enden wird...
2. The Ring...
Becca erzählt ihrer Freundin Katie eine Geschichte. Sie will sie beunruhigen... Ein Video soll es sein. Seltsame Dinge sind darin zu sehen. Ein Stuhl, eine Leiter, tote Pferde am Strand, eine Frau, die dich durch einen Spiegel anblickt, Maden, abgetrennte Finger... Wenn du das Video gesehen hast klingelt das Telefon. „Noch 7 Tage“ spricht eine Stimme... und nach 7 Tagen geschieht etwas. Becca lacht darüber, doch Katie bleibt toternst und beichtet, dass sie genau vor 7 Tagen dieses Video mit drei anderen Jugendlichen gesehen hat. Und natürlich blieb damals der Anruf auch nicht aus. Ab nun beginnt der Horror... großes Haus, zwei Mädels allein. Wie hätte es auch anders sein können... am nächsten Tag findet man Katie tot in der Besenkammer. Diagnose: Herzinfarkt. Becca ist ein Fall für die Psychiatrische Klinik geworden. Der Tod von Katie wird genau auf 22 Uhr datiert... genau um 22 Uhr geschah ein Autounfall, bei dem zwei weitere Jugendliche umkamen. Genau um 22 Uhr stürzte sich ein anderer Jugendlicher zu Tode. Seltsam... genau die Vier, die zusammen das Video angesehen haben.
Auf diesen Weg kommt Katies Tante Rachel. Alleinerziehende Mutter des kleinen Aidan und Journalistin. Sie macht sich auf die Suche nach dem Video und findet es ausgesprochen schnell. Natürlich kann sie nicht widerstehen und schaut sich das schaurige Video an. Genau wie die Erzählungen besagen: Seltsame Sachen sind zu sehen. Fast wie in einem Traum... zum Schluss ein Brunnen im Bild ... und dann nur noch Kriseln. Auch, wenn sie es in diesem Moment noch als Schwachfug abgetan hat... als 2 Sekunden später das Telefon klingelt und die kindliche Stimme auch zu ihr die drei Worte spricht, gerät sie in Panik und versucht das Video mit Hilfe ihres Freundes Noah zurückzuverfolgen. Doch dies ist nicht möglich... das Video besitzt nicht den so typischen „Fingerabdruck“. Nun beginnen beide Nachforschungen anzustellen... und langsam ergibt alles einen Sinn, was in dem Video ach so verwirrt aussieht.
Alle Indizien führen auf eine kleine Insel vor Neuengland. Ein großes, erfolgreiches Gestüt gab es dort früher... bis die Pferde den Verstand verloren und sich in den Fluten des Ozeans zu Tode stürzten. Rachel begibt sich auf die Fähre um überzusetzen. Doch die Geschehnisse werden immer seltsamer. Während der Fahrt befreit sich z.B. ein Pferd aus seinem Hänger und springt über Bord ... Tiere wittern, wie wissenschaftlich bewiesen, drohendes Unheil oft schneller als Menschen. Die Nachforschungen werden auf der Insel weitergeführt und immer mehr deckt sich auf. Es kommt heraus, dass ein Kind lange gefangen gehalten wurde und dann erstickt in einen Brunnen geworfen wurde.
Was dann am Schluss wie eine aufgeklärte Geschichte aussieht ist alles andere als das ... der Horror zeigt sich erst jetzt von seiner schönen Seite und dem Zuschauer wird klar, warum Katie an einem Herzinfarkt gestorben war.
3. Hintergrundinfos
Originaltitel: The Ring
Genre: Psycho – Horror
Land: USA, Japan
FSK: 16
Laufzeit: 109 Minuten
Regie Gore Verbinski
Drehbuch: Ehren Kruger
Kinostart: 13.02.2003
Basierend auf dem erfolgreichsten Film Japans „Ringu“ von Hideo Naktas, der wiederum durch den gleichnamigen Roman von Kijo Suzuki inspiriert wurde. Kijo Suzuki ist so etwas wie der Stephen King der Japaner. Es wurde sogar ein Manga namens „Ringu“ gezeichnet.
Becca – Rachael Bella
Katie – Amber Tamblyn
Rachel – Naomi Watts
Aidan – David Dorfman
Noah – Martin Henderson
4. Meiner Meinung nach...
Was ist ein Horrorfilm? Früher waren es Filme, in denen sich Menschen in Riesenfliegen verwandelt haben oder in denen große Spinnen oder Zecken die Menschheit ausrotten wollten. Zwischendrin gab es dann mal ein paar gute, wie z.B. „Der Exorzist“, „Es“ oder „Tanz der Teufel“. Doch die neuen basieren nur noch auf billigen, voraussehbaren Teenieschockern, wie „Scream“ oder „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Die Frage, was als nächstes geschehen würde, erübrigte sich... Hinter jedem vermuteten Versteck stand tatsächlich ein Mörder, der mit irgendwelchem Geschlitze ein Blutbad anrichtete. Wirklich langweilig mit der Zeit. Doch nun hat Amerika mit „the Ring“ mal wieder eine Mauer durchbrochen. Anders als die neumodischen „Horrorfilme“, die es durch ihre wild herumhüpfenden und aus jeder Ecke herausspringenden Mörder höchstens so weit bringen, dass mein Herz für einen Moment schneller schlägt, schafft dieser es, bei dem Zuschauer wirkliche Angst hervorzurufen.
Zu Anfang dachte ich mir „Oh Gott... schon wieder ein Teenie Horror“, als die beiden Mädels auf dem Bett saßen und sich Horrorgeschichten erzählten. „Jaja... die Geschichten werden jetzt wahr, die beiden sterben und der Mörder rottet ein ganzes Dorf aus. Die Polizei klärt den Fall nie auf und der zweite Teil ist geboren... blablabla *rolleyes*“ ... Tja, falsch gedacht. Spätestens ab der Kühlschrank-Szene, war mir klar, dass das dann doch nicht der alte Trott ist. ... Kühlschrank-Szene? Was das ist? Ok, ich will es euch erklären! Ein Kühlschrank steht offen und wir schauen auf die Tür und sehen den AHNUNGSLOSEN Darsteller, der gleich tot ist (das wissen wir! *grins*) nach Essen suchen. Hinter der Tür ist, das wissen wir auch, ein langer dunkler Hausgang. Was passiert in einem Horrorfilm normalerweise immer, wenn der Darsteller die Kühlschranktür zu macht? Richtig... der Mörder steht dahinter und schlägt zu. Doch in „the Ring“ war das nicht so. Ich war richtig verwirrt, als Katie die Tür zu macht und unbeschadet zumindest zurück in ihr Zimmer kommt. Gut... lange Rede, kurzer Sinn. Dieser Horrorfilm ist anders... das war klar.
„The Ring“ ängstigt nicht durch wildes Geschlitze, viel Blut oder besonders ekligen Situationen... sein Schlüssel sind die Gänsehaut-Atmosphäre und eigentlich Kleinigkeiten, die einem aber dann doch nicht mehr aus dem Kopf gehen. Z.B. eben die schon oben beschriebene Szene, in der das Pferd über Bord des Schiffes springt oder plötzlich beginnendes Nasenbluten. Je näher Rachel und Noah der Lösung kommen, desto seltsamer wird alles.
Mir erging es so, dass ich mir dachte „Jetzt gleich passiert was!“. Ich spannte mich an und machte mich darauf gefasst... doch es passierte genau nichts. Nachdem ich mich dann wieder entspannt hatte kam dann der Terror. Total unerwartet.
Mir kommt es so vor, als ob der Regisseur genau wusste, wie der Zuschauer reagieren würde. Z.B. bei der zweiten Leiche... man sah sie von hinten, wie sie auf dem Stuhl sitzt. Ich, schlau wie ich bin *g*, mach die Augen zu... ich hatte Katie gesehen... die reichte mir. Als das Gekreische im Film zu Ende war, schaute auch ich wieder zufrieden und stolz auf mein Timing auf die Leinwand. Mein Begleiter behauptete zwar, dass man eh nix gesehen hat... aber das war mir da egal. Hauptsache ich musste meine Fingernägel nicht schon wieder aus der Decke spachteln. Nun ja... ein paar Szenen später dann. Harmlos... Samara wird gezeigt, wie sie im Irrenhaus auf einem Stuhl sitzt. Und dann ging alles zu schnell für mich. Riesig sah man die Leiche des zweiten Opfers auf der Leinwand. „Gewonnen“ dacht ich mir dann, als ich nach ner Stunde wieder drüber nachdenken konnte, wie ich die Chips esse ohne würgen zu müssen.
Alles eben unerwartet... wie das Ende! Es sieht nach einem Happy End aus. Die kleine Seele von der Toten Samara wurde anscheinend gerettet. Rachel und Noah wieder vereint... eine glückliche Familie. Bis zu der Schlüsselszene... Aidan sitzt vor seiner Mutter und meint:“Du hast sie befreit? Nein! Du kannst sie nicht befreien!! Verstehst du nicht, Rachel? Sie schläft nie!“ In dem Moment beginnt die Nase des Kleinen zu bluten und der Terror geht erst richtig los. Die letzten 5 Minuten des Films sind meiner Meinung nach die schlimmsten.
Die FSK 16 sind auf jeden Fall angebracht. Ehrlich gesagt wunderte ich mich sogar darüber, dass es nicht auf 18 stand... aber da wird wahrscheinlich noch eine ungekürzte Fassung auf DVD herauskommen ;)
Die Leichen, die gezeigt werden (nämlich genau 2) sind wirklich widerlich und Samara sieht am Schluss auch nicht nach einem kleinen goldigen Mädchen aus. Eher wie ein kleines goldiges Mädchen, dass Jahre im Wasser verbracht hat... wuäh!!!!! Außerdem hat der Film, wie ich finde, einen sehr hohen psychischen Effekt beim Zuschauer, der fast noch heftiger sein kann, als so ein „Horroreffekt“ durch eklige Leichen, etc.
Was noch hervorzuheben ist, sind die schauspielerischen Künste von Naomi Watts (Rachel) und David Dorfman (Aidan). Watts, eher eine Noname, wird wahrscheinlich nach diesem Film mehrere Angebote bekommen. Wirklich super gespielt. Dorfman war als Aidan auch wirklich überzeugend. Wieder einmal ein Junge, der mit toten Menschen spricht und mehr weiß, als alle erwachsenen... „The 6th Sense“ like. Allerdings finde ich „The 6th Sense“ eher schlecht als recht (jaaaaaaaa... dafür werden mich jetzt manche hassen!!), deshalb hat Dorfman bei mir auf jeden Fall einen Joker mehr im Ärmel als Osment.
Für die, die den Film erst noch sehen ein Tip: Schaut euch nach \"dem Ring\" in dem Film um. Er taucht mehr als einmal auf ;)
5. Fazit
Ein wirklich super Film mit Gänsehaut-Atmosphäre. Ich war zwischendrin öfter davor nach dem Sauerstoffzelt zu schreien *grinst* Wirklich genial... und deshalb vergebe ich hier auch 5 Sterne!
Vielen Dank für s Lesen und Kommentieren :)
Grüße
Monja
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