The Rock (DVD) Testbericht

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ab 10,84
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Onkel18

Ein richtig guter Film...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einsam und verlassen steht General Hummel (Ed Harris) in Galauniform bei strömendem Regen am Grab seiner verstorbenen Frau. "Was immer auch passiert - bitte denke nicht schlecht von mir." Schnitt - Im Schutz der Dunkelheit überfällt ein Terroristenkommando unter Hummels Führung eine Raketenbasis und stiehlt Raketen mit chemischen Sprengsätzen. Damit verschanzt es sich auf Alcatraz und erpresst die Regierung: Wenn nicht binnen eines Zeitraums eine Summe an die Witwen "verschollener" Soldaten als Entschädigung gezahlt wird, werden die Raketen in San Francisco eingesetzt.

Alcatraz gilt als uneinnehmbare Festung. Aber das Märchen, es sei niemandem jemals der Ausbruch gelungen, ist leider ein ebensolches: Häftling Mason (Sean Connery) hat es geschafft - wenn auch als Einziger. Der soll die Marines nun reinbringen. Mit von der Partie ist auch Goodspeed (Nicholas Cage), Bombenexperte vom FBI. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit - und schon ist Hollywood wieder in seinem Element.

Angesichts der Effekte und des Handlungsverlaufes könnte man The Rock als einen weiteren, gelungenen Beitrag zum Genre Action abstempeln - wenn da nicht die Figuren wären: General Hummel ist die perfekte Grauzone. Zwar als "Der Böse" eindeutig der Gegner, verabscheut er das, was er tut, selbst, kann aber nicht anders. Man sympatisiert unweigerlich mit ihm, und die "Guten", die Regierung der USA, erscheinen in sehr zwielichtigen Licht. Dem kommt zugute, dass die Rolle in Ed Harris seinen idealen Darsteller gefunden hat. Goodspeed wiederum ist alles andere als ein Action-Held - als er hört, er muss mit, übergibt er sich kurzerhand. Neben ihm schillert der charismatische Mason - sein Zynismus und seine Einstellung bringen Schwung in den Streifen.

Der Film zeigt offen auf, dass die US-Marines, auf die die USA so stolz sind, leider halt doch nicht die Helden sind, als die man sie gerne hätte. Sie sind käuflich - und im Notfall gehen sie über die eigenen Leute. Und auch die Regierung und die hohen Militärs sind alles andere als Engel, was vor allem am Fall Mason sichtbar wird: Er sitzt seit Jahrzehnten, nur weil die US-Militärs auf die Herausgabe eines Mikrofilms wartet.

Leider aber schienen die Autoren aber das Militär nicht ganz verärgern zu wollen und warfen ein paar pathetische - und leider unfreiwillig komische - Aussagen ins Buch. Da hört man Sätze wie "Als wir diese Festung einnahmen, wurden wir zu Söldnern." oder "Wir alle haben Freunde verloren, und sie alle wurden vom Pentagon nach Strich und Faden beschissen - aber das gibt ihnen nicht das Recht zur Meuterei!". Mein absoluter Favorit aber ist "Er ist Soldat und kein Mörder - ich hab' es in seinen Augen gesehen." Davon aber abgesehen ist The Rock nicht nur für Action-Fans ein Muss, sondern auch für diejenigen, die zum US-Patriotismus und zum US-Militärkult ein etwas zwiespältiges Verhältnis haben. Warum gerade The Rock - Regisseur Michael Bay danach Hurrapatriotismusfetzen wie Armageddon oder Pearl Harbor drehen konnte wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben...

14 Bewertungen, 3 Kommentare

  • MackJigga

    11.05.2002, 02:40 Uhr von MackJigga
    Bewertung: sehr hilfreich

    check mal bitte meine beiträge thx und mfg vom mack-jigga

  • The_Wishmaster

    14.02.2002, 17:05 Uhr von The_Wishmaster
    Bewertung: sehr hilfreich

    Auch hier natürlich klasse... ;-)

  • InterCeptor

    14.02.2002, 17:00 Uhr von InterCeptor
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kewler Film, richtig :)