Erfahrungsbericht von das-christian
Falsche Erwartungen und das Ergebnis!
Pro:
Realistische Masken und Hintergründe
Kontra:
Ich bin mit völlig anderen Erwartungen in den Film gegangen, vorhersehbares Ende, zuviel langweilige Handlungsstränge
Empfehlung:
Nein
Einleitung
Vor einiger Zeit wollte ich mit meinen Freunden ins Kino gehen. Natürlich war vorher noch die Frage welcher Film nun zur Debatte stand, hier gab es zwei geteilte Lager, eine Gruppe ging zu dem Film „Der Untergang“, die andere, inklusive mir ging zu „The Village – Das Dorf“. Im Vorfeld wurde mir durch viele Fernsehzeitschriften und Kinovorschauen berichtet um was für einen packenden Mystery-Thriller mit überraschender Wendung es sich hierbei handeln soll. Jedoch sagten einige meiner Freunde dass dieser Film nicht so gut sein sollte, im Grunde sagten es alle die ihn gesehen haben, aber da ich mich von den Meinungen anderer meist nicht überzeugen lasse, wollte ich mir selbst ein Bild von „The Village – Das Dorf“ machen.
Story
Das Geschehen findet in einem kleinen Dorf in Pennsylvania statt. Einige Familien führen hier ein im Grunde ganz normales Leben, die Zeit ist laut Grabstein im Film 1897, es ist keine Zeit an der man sich richten soll, sondern eine Zeit die für die Bewohner und ihre Lebensart zutrefflich ist. Bei den Mahlzeiten sitzen alle zusammen und jeder kennt jeden. Das Dorf ist von einem Wald umgeben über den es eine Legende gibt. Nachts hausen rote Kreaturen umher, welche die ganzen Dorfbewohner in Angst und Schrecken versetzen, angeblich haben diese Kreaturen damals mit den Menschen einen Pakt beschlossen, die Menschen betreten nicht den Wald, dafür betreten die Kreaturen nicht das Dorf. Zudem dürfen die Dorfbewohner nicht mit der Farbe rot in Berührung kommen, da rot die böse Farbe ist und diese Kreaturen anlockt. Jedoch hat es sich so entwickelt, dass die Kreaturen in das Dorf gelangen und die Türen mit roter Farbe bestreichen, zudem hinterlassen sie gehäutete Tierkadaver im Dorf. Die Bewohner wissen nicht warum diese Kreaturen auf einmal so aggressiv sind und die Bewohner im Dorf heimsuchen.
Es stellt sich jedoch heraus das Lucius (Joaquin Phoenix) und ein weiterer unerlaubt im Wald waren. Jedoch beichten sie ihre Tat und die Bewohner akzeptieren es. Somit ist vorerst wieder Ruhe im Dorf eingekehrt. In dieser Zeit kommt sich Lucius mit der Tochter des Dorfältesten Ivy (Bryce Dallas Howard) näher. Beide beschließen in angehender Zeit zu heiraten. Dies bekommt jedoch auch Noah (Adrian Brody) mit, er ist geistig behindert und insgeheim in Ivy verliebt. Als er von der bevorstehenden Hochzeit erfährt, handelt er unentschlossen und sticht Lucius nieder. Lucius überlebt, er benötigt jedoch Medizin die es nur in der Stadt gibt. Für Ivy ist es klar, dass sie versuchen muss in die Stadt zu kommen um ihren zukünftigen Mann zu retten. Ihr Vater Edward (William Hurt) klärt Ivy vorher noch über die Legende auf, um ihr die gewisse Sicherheit zu geben in die Stadt zu kommen. Doch auf ihrem Weg in die Stadt stößt sie auf eine dieser Kreaturen.
Schauspieler
Die Figur Ivy Walker wird von Bryce Dallas Howard verkörpert. Sie spielt die Rolle einer blinden Person im Film. Jedoch ist es mir selbst erst nach zirka einer halben Stunde bewusst geworden dass sie eigentlich blind ist. Laut dem staunen im Publikum war ich da wohl nicht der einzige. Ich dachte anfangs sie verkörpere eine geistig behinderte Person, nicht eine körperlich behinderte. Vom Aussehen her verleiht sie sicherlich mehr Ausstrahlung als Kirsten Dunst, die eigentlich für diese Rolle vorgesehen war, aber vom schauspielerischen her hätte es besser Alternativen gegeben. Einige Male wirkt ihre Art etwas nervig. Ihr Rolle in The Village ist ihre erste große Hauptrolle in einem Blockbuster.
Die Rolle des Lucius wird von Joaquin Phoenix verkörpert. Schauspielerisch blieb er größtenteils unauffällig. Seine Rolle hatte keine bestimmten Schwerpunkte die wichtig für den Verlauf des Films gewesen wären, außer natürlich die Messerattacke auf ihn, worauf Ivy in die Stadt gehen musste. Auch sein äußeres war im Film vielleicht nicht schlecht aber sehr unauffällig, somit ist er fernab von einer nennenswerten Person im Film. Er selbst konnte jedoch schon große Erfolge im Filmgeschäft feiern, unter anderem in Gladiator, 8 mm oder Signs. Jedoch nie als Hauptrolle, immer nur die Person hinter dem Hauptakteur. Joaquin Phoenix ist übrigens der Bruder von River Phoenix, dessen Name vielen etwas sagen sollte.
Noah wurde von Adrien Brody gespielt. Seine Rolle war sehr schwer, da er eine geistig behinderte Person verkörpern musste. Seine Sätze die er sagte waren verwirrt und klangen wie gewollt aber nicht gekonnt. Sein Auftreten war jedoch sicher, der Zuschauer konnte erkennen dass die Taten die Noah begann auf seine Krankheit zurückzuführen waren, dann als er Lucius den Dolch in den Bauch rammte war er sehr hilflos und konnte es selbst nicht verstehen. Trotzdem war er im innersten ein böser Mensch der Hassgefühle verbreitete, diese aber nicht normal umsetzen konnte, daher kamen auch seine Untaten heraus die er im Film verbreitete. Er spielte die Rolle sehr gut, obwohl die Sympathien bestimmt nicht bei ihm lagen. Adrian Brody sollte vielen ein Begriff sein, das nächste Werk für ihn wird eine Neuverfilmung von King Kong sein.
William Hurt und Sigourney Weaver spielten die Eltern von Ivy und Lucius. Beide sind gestandene Schauspieler, bekannt aus vielen großen Streifen. Da sie nur jeweils eine Nebenrolle hatten kann man auf ihre Rollen nicht so viel Wert legen, negativ sind sie jedoch keinesfalls aufgefallen.
Regie
M. Night Shyamalan hat in diesem Film Regie geführt und das Drehbuch geschrieben. Zudem gehört ihm auch eine kurze Statistenrolle in The Village. Typisch für seine Filme sind eine zum Teil sehr lang gezogene, mysteriös angehauchte Story und ein überraschendes Ende. Wer dies auch von The Village denkt den kann ich bereits im Vorfeld enttäuschen, Shyamalan hat es nicht geschafft ein Werk wie Unbreakable oder The Sixth Sense auf die Beine zu stellen, dieses Werk hier ist vielleicht sehr normal, somit auch etwas langweilig. Ich hab mir im Vorfeld von diesem Regisseur nicht viel erwartet, wurde letztendlich doch sehr stark enttäuscht.
Meine Meinung
Die Story von „The Village – Das Dorf“ ist äußerst langweilig. Es wird die Geschichte von bösen Monstern im Wald erzählt, nicht besonders originell. Ein Themenabend auf Arte wo es um das Paarungsverhalten der Seeanemone gegangen wäre, wäre immer noch interessanter gewesen als dieser Film. Wird die erste halbe Stunde doch nur das Verhalten und Leben eines Dorfes vor über 100 Jahren dargestellt. Ein Hauch von Mystery kommt nie auf, da nichts mysteriös oder fantastisch wird, alles bleibt sehr normal und erklärbar. Das Monster welches im Film Ivy angreift hätte für einige Spannung sorgen können, jedoch wird das Geheimnis welches sich dahinter verbirgt viel zu schnell aufgeklärt. So zieht es sich die ganze Story hin, eine halbe Stunde vor Schluss ist im Grunde auch das überraschende Ende dahin, weil es sich der Zuschauer schon von selbst erklären kann. Die Story ist sehr einfach gestrickt, zudem langweilig und vorhersehbar. Ich selbst habe einige Male meine Augen verschlossen, aus Müdigkeit, aber auch hinter mit waren nicht mehr alle Kinobesucher im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte. Was soviel heißt wie, die Story war zum Gähnen langweilig. Vielleicht hätte in der ersten halben Stunde etwas passieren sollen, hier wurde nur das Dorf und die langweiligen Bewohner gezeigt, erwartungsgemäß wäre ein anschließendes aneinanderreihen von wirklich extremen Handlungssträngen, aber dies trat leider nicht ein, somit wurde die Langeweile vom Anfang übernommen und bis zum Schluss gehalten.
Die Bezeichnung Mystery wäre zu hoch gegriffen, da es hier keine unerklärlichen Dinge gibt. Es ist auch kein Horror oder Grusel, ich hatte zu keinem Zeitpunkt Gänsehaut, hätte ich das Ende nicht schon vorahnen könne, wäre es vielleicht dort zu einem kleinen Erheben Armhaare gekommen. Aber leider war dies auch nicht der Fall. Es war einfach nur ein aneinanderreihen von sinnlosen und langweiligen Handlungen. Der Film enthält jedoch starke Romantikelemente. Die Beziehung zwischen Ivy und Lucius und die daraus resultierte Eifersucht von Noah tun ihr bestes dazu. Leider wird dieser Punkt nicht besonders ausgebaut, somit ist die Romantik auch zu wenig. Es gab eine Stelle wo ein paar Zuschauer im Kino gelacht haben, als eine weibliche Person geweint hat, besser gesagt sie hat geschrien. Ich fand diese Stelle jedoch alles andere als witzig. Einzig die Poesie und die Bilder konnten überzeugen, was für mich jedoch weniger relevant ist. Denn warum etwas für schön finden wenn man es nicht versteht oder die eigenen Erwartungen dadurch nicht gesättigt werden können. The Village ist ein Drama über die Manipulation von Menschen, aber selbst das hätte besser umgesetzt werden können.
Ein großes Kompliment muss ich jedoch der Maske aussprechen. Die Haare, die Kleidungen selbst das äußerliche der ganzen Akteure erinnert an das 18. beziehungsweise 19. Jahrhundert. Auch das komplette Dorf ist dementsprechend gestaltet. Auch Logikfehler konnte man vergeblich suchen, im Grunde ist es schon gut gelungen, den Zuschauer am Anfang in einem anderen Glauben zu lassen. Die Atmosphäre ist speziell in solchen Filmen wichtig, diese wurde zum Teil sehr gut umgesetzt, hohe, eng anliegende Bäume die es nur ermöglichen bis in einem bestimmten Teil einzusehen, zudem die Morgenaufgänge und Nachtszenen in denen unter anderem die Kreaturen in das Dorf kamen. Trotzdem sorgten diese Szenen nicht für Spannung oder Schockmomente, es hat einfach einer soliden Story gefehlt, die den Zuschauer mitreißt.
Der Film ist ab 12 freigegeben. Blut gibt es nicht viel zu sehen, bis auf die gehäuteten Tierkadaver. Auch Gewalt ist kaum vertreten im Film. Somit geht die FSK von 12 vollkommen in Ordnung. Der Film geht stolze 108 Minuten, ich habe bereits nach 15 Minuten das Ende herbeigesehnt, weil ich die Überraschung am Ende sehen wollte, der Verlauf des Films hat mich sehr zeitig nicht mehr begeistert. Von vielen habe ich gehört, dass die Musik gut gewesen sein soll, ich kann mich jedoch gar nicht mehr daran erinnern ob Musik zu hören war im gesamten Film. Wäre sie wirklich gut und spannend gewesen würde ich mich daran noch erinnern können.
Der Film will dem Zuschauer letztendlich nur das Leben fernab jeglicher Zivilisation beschreiben. Er will dem Zuschauer sagen dass man aus der unseren Welt entfliehen und ein anderes Standbein aufbauen kann. Zudem sorgt er auch für die Manipulation, die Kinder der Dorfältesten wissen nichts von dem Leben außerhalb des Dorfes. Eine Message kommt an, jedoch kann ich zum Beispiel nicht viel dafür anfangen, einen Eigennutz hat es nicht und damit werde ich sicherlich auch nie etwas zu tun haben, es ist halt nur ein Bild wie es sein könnte und sollte den Zuschauer nur als Information dienen, auch dies stimmt mich nicht zuversichtlicher. Das Ende habe ich nicht verraten, aber es ist eben das einzig mögliche, das ET auf einmal landet glaubt mir keiner, wer sich damit beschäftigt wird sehr früh darauf kommen, wenn ich nicht schon zuviel verraten habe. Das Ende sorgte bei mir und meinen Leuten jedenfalls nicht für Gesprächsstoff, weil man es einfach dahin nimmt in einem so ganz normalen Film der sonst keine Überraschungen hat.
Fazit
Mir wurde ein Film geboten, welcher eine vorhersehbare Story hat und dessen Ende gar nicht überraschend kam. Der Film bestand aus vielen Passagen die zwar poetisch klangen, bei genauerem Hinhören jedoch nur so klingen wollten. Das Problem war wohl die falsche Erwartung die ich hatte bevor ich in diesem Film reinging. Geht man mit komplett anderer Erwartung in einem Film, dann ist man meist negativ überrascht wenn man etwas anderes geboten bekommt, so war es bei mir der Fall. Wer einen typischen Shyamalan erwartet wird hier maßlos enttäuscht werden, man sollte sich vorher wirklich gut informieren, nicht so wie ich, da ich mit Fehlinformationen die in verschiedenen Fernsehzeitungen gemacht wurden sind hineingegangen bin. Der Film verdient keine Bezeichnung wie Mystery-Thriller, Horror oder gar Grusel, dies sollte jedem bewusst sein der The Village anschauen möchte. Ansonsten ist man wie ich enttäuscht von so einem Film. Ich selbst war sehr enttäuscht von diesem Film, eine Empfehlung gebe ich nicht weiter, und ich wüsste auch nicht welch positive Punkte es geben sollte die diesen Streifen in irgendeiner Weise aufwerten könnten. Die Masken waren vielleicht gut, aber das ändert nichts daran, dass ich mich zirka 2 Stunden im Kinosessel gelangweilt habe.
Vor einiger Zeit wollte ich mit meinen Freunden ins Kino gehen. Natürlich war vorher noch die Frage welcher Film nun zur Debatte stand, hier gab es zwei geteilte Lager, eine Gruppe ging zu dem Film „Der Untergang“, die andere, inklusive mir ging zu „The Village – Das Dorf“. Im Vorfeld wurde mir durch viele Fernsehzeitschriften und Kinovorschauen berichtet um was für einen packenden Mystery-Thriller mit überraschender Wendung es sich hierbei handeln soll. Jedoch sagten einige meiner Freunde dass dieser Film nicht so gut sein sollte, im Grunde sagten es alle die ihn gesehen haben, aber da ich mich von den Meinungen anderer meist nicht überzeugen lasse, wollte ich mir selbst ein Bild von „The Village – Das Dorf“ machen.
Story
Das Geschehen findet in einem kleinen Dorf in Pennsylvania statt. Einige Familien führen hier ein im Grunde ganz normales Leben, die Zeit ist laut Grabstein im Film 1897, es ist keine Zeit an der man sich richten soll, sondern eine Zeit die für die Bewohner und ihre Lebensart zutrefflich ist. Bei den Mahlzeiten sitzen alle zusammen und jeder kennt jeden. Das Dorf ist von einem Wald umgeben über den es eine Legende gibt. Nachts hausen rote Kreaturen umher, welche die ganzen Dorfbewohner in Angst und Schrecken versetzen, angeblich haben diese Kreaturen damals mit den Menschen einen Pakt beschlossen, die Menschen betreten nicht den Wald, dafür betreten die Kreaturen nicht das Dorf. Zudem dürfen die Dorfbewohner nicht mit der Farbe rot in Berührung kommen, da rot die böse Farbe ist und diese Kreaturen anlockt. Jedoch hat es sich so entwickelt, dass die Kreaturen in das Dorf gelangen und die Türen mit roter Farbe bestreichen, zudem hinterlassen sie gehäutete Tierkadaver im Dorf. Die Bewohner wissen nicht warum diese Kreaturen auf einmal so aggressiv sind und die Bewohner im Dorf heimsuchen.
Es stellt sich jedoch heraus das Lucius (Joaquin Phoenix) und ein weiterer unerlaubt im Wald waren. Jedoch beichten sie ihre Tat und die Bewohner akzeptieren es. Somit ist vorerst wieder Ruhe im Dorf eingekehrt. In dieser Zeit kommt sich Lucius mit der Tochter des Dorfältesten Ivy (Bryce Dallas Howard) näher. Beide beschließen in angehender Zeit zu heiraten. Dies bekommt jedoch auch Noah (Adrian Brody) mit, er ist geistig behindert und insgeheim in Ivy verliebt. Als er von der bevorstehenden Hochzeit erfährt, handelt er unentschlossen und sticht Lucius nieder. Lucius überlebt, er benötigt jedoch Medizin die es nur in der Stadt gibt. Für Ivy ist es klar, dass sie versuchen muss in die Stadt zu kommen um ihren zukünftigen Mann zu retten. Ihr Vater Edward (William Hurt) klärt Ivy vorher noch über die Legende auf, um ihr die gewisse Sicherheit zu geben in die Stadt zu kommen. Doch auf ihrem Weg in die Stadt stößt sie auf eine dieser Kreaturen.
Schauspieler
Die Figur Ivy Walker wird von Bryce Dallas Howard verkörpert. Sie spielt die Rolle einer blinden Person im Film. Jedoch ist es mir selbst erst nach zirka einer halben Stunde bewusst geworden dass sie eigentlich blind ist. Laut dem staunen im Publikum war ich da wohl nicht der einzige. Ich dachte anfangs sie verkörpere eine geistig behinderte Person, nicht eine körperlich behinderte. Vom Aussehen her verleiht sie sicherlich mehr Ausstrahlung als Kirsten Dunst, die eigentlich für diese Rolle vorgesehen war, aber vom schauspielerischen her hätte es besser Alternativen gegeben. Einige Male wirkt ihre Art etwas nervig. Ihr Rolle in The Village ist ihre erste große Hauptrolle in einem Blockbuster.
Die Rolle des Lucius wird von Joaquin Phoenix verkörpert. Schauspielerisch blieb er größtenteils unauffällig. Seine Rolle hatte keine bestimmten Schwerpunkte die wichtig für den Verlauf des Films gewesen wären, außer natürlich die Messerattacke auf ihn, worauf Ivy in die Stadt gehen musste. Auch sein äußeres war im Film vielleicht nicht schlecht aber sehr unauffällig, somit ist er fernab von einer nennenswerten Person im Film. Er selbst konnte jedoch schon große Erfolge im Filmgeschäft feiern, unter anderem in Gladiator, 8 mm oder Signs. Jedoch nie als Hauptrolle, immer nur die Person hinter dem Hauptakteur. Joaquin Phoenix ist übrigens der Bruder von River Phoenix, dessen Name vielen etwas sagen sollte.
Noah wurde von Adrien Brody gespielt. Seine Rolle war sehr schwer, da er eine geistig behinderte Person verkörpern musste. Seine Sätze die er sagte waren verwirrt und klangen wie gewollt aber nicht gekonnt. Sein Auftreten war jedoch sicher, der Zuschauer konnte erkennen dass die Taten die Noah begann auf seine Krankheit zurückzuführen waren, dann als er Lucius den Dolch in den Bauch rammte war er sehr hilflos und konnte es selbst nicht verstehen. Trotzdem war er im innersten ein böser Mensch der Hassgefühle verbreitete, diese aber nicht normal umsetzen konnte, daher kamen auch seine Untaten heraus die er im Film verbreitete. Er spielte die Rolle sehr gut, obwohl die Sympathien bestimmt nicht bei ihm lagen. Adrian Brody sollte vielen ein Begriff sein, das nächste Werk für ihn wird eine Neuverfilmung von King Kong sein.
William Hurt und Sigourney Weaver spielten die Eltern von Ivy und Lucius. Beide sind gestandene Schauspieler, bekannt aus vielen großen Streifen. Da sie nur jeweils eine Nebenrolle hatten kann man auf ihre Rollen nicht so viel Wert legen, negativ sind sie jedoch keinesfalls aufgefallen.
Regie
M. Night Shyamalan hat in diesem Film Regie geführt und das Drehbuch geschrieben. Zudem gehört ihm auch eine kurze Statistenrolle in The Village. Typisch für seine Filme sind eine zum Teil sehr lang gezogene, mysteriös angehauchte Story und ein überraschendes Ende. Wer dies auch von The Village denkt den kann ich bereits im Vorfeld enttäuschen, Shyamalan hat es nicht geschafft ein Werk wie Unbreakable oder The Sixth Sense auf die Beine zu stellen, dieses Werk hier ist vielleicht sehr normal, somit auch etwas langweilig. Ich hab mir im Vorfeld von diesem Regisseur nicht viel erwartet, wurde letztendlich doch sehr stark enttäuscht.
Meine Meinung
Die Story von „The Village – Das Dorf“ ist äußerst langweilig. Es wird die Geschichte von bösen Monstern im Wald erzählt, nicht besonders originell. Ein Themenabend auf Arte wo es um das Paarungsverhalten der Seeanemone gegangen wäre, wäre immer noch interessanter gewesen als dieser Film. Wird die erste halbe Stunde doch nur das Verhalten und Leben eines Dorfes vor über 100 Jahren dargestellt. Ein Hauch von Mystery kommt nie auf, da nichts mysteriös oder fantastisch wird, alles bleibt sehr normal und erklärbar. Das Monster welches im Film Ivy angreift hätte für einige Spannung sorgen können, jedoch wird das Geheimnis welches sich dahinter verbirgt viel zu schnell aufgeklärt. So zieht es sich die ganze Story hin, eine halbe Stunde vor Schluss ist im Grunde auch das überraschende Ende dahin, weil es sich der Zuschauer schon von selbst erklären kann. Die Story ist sehr einfach gestrickt, zudem langweilig und vorhersehbar. Ich selbst habe einige Male meine Augen verschlossen, aus Müdigkeit, aber auch hinter mit waren nicht mehr alle Kinobesucher im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte. Was soviel heißt wie, die Story war zum Gähnen langweilig. Vielleicht hätte in der ersten halben Stunde etwas passieren sollen, hier wurde nur das Dorf und die langweiligen Bewohner gezeigt, erwartungsgemäß wäre ein anschließendes aneinanderreihen von wirklich extremen Handlungssträngen, aber dies trat leider nicht ein, somit wurde die Langeweile vom Anfang übernommen und bis zum Schluss gehalten.
Die Bezeichnung Mystery wäre zu hoch gegriffen, da es hier keine unerklärlichen Dinge gibt. Es ist auch kein Horror oder Grusel, ich hatte zu keinem Zeitpunkt Gänsehaut, hätte ich das Ende nicht schon vorahnen könne, wäre es vielleicht dort zu einem kleinen Erheben Armhaare gekommen. Aber leider war dies auch nicht der Fall. Es war einfach nur ein aneinanderreihen von sinnlosen und langweiligen Handlungen. Der Film enthält jedoch starke Romantikelemente. Die Beziehung zwischen Ivy und Lucius und die daraus resultierte Eifersucht von Noah tun ihr bestes dazu. Leider wird dieser Punkt nicht besonders ausgebaut, somit ist die Romantik auch zu wenig. Es gab eine Stelle wo ein paar Zuschauer im Kino gelacht haben, als eine weibliche Person geweint hat, besser gesagt sie hat geschrien. Ich fand diese Stelle jedoch alles andere als witzig. Einzig die Poesie und die Bilder konnten überzeugen, was für mich jedoch weniger relevant ist. Denn warum etwas für schön finden wenn man es nicht versteht oder die eigenen Erwartungen dadurch nicht gesättigt werden können. The Village ist ein Drama über die Manipulation von Menschen, aber selbst das hätte besser umgesetzt werden können.
Ein großes Kompliment muss ich jedoch der Maske aussprechen. Die Haare, die Kleidungen selbst das äußerliche der ganzen Akteure erinnert an das 18. beziehungsweise 19. Jahrhundert. Auch das komplette Dorf ist dementsprechend gestaltet. Auch Logikfehler konnte man vergeblich suchen, im Grunde ist es schon gut gelungen, den Zuschauer am Anfang in einem anderen Glauben zu lassen. Die Atmosphäre ist speziell in solchen Filmen wichtig, diese wurde zum Teil sehr gut umgesetzt, hohe, eng anliegende Bäume die es nur ermöglichen bis in einem bestimmten Teil einzusehen, zudem die Morgenaufgänge und Nachtszenen in denen unter anderem die Kreaturen in das Dorf kamen. Trotzdem sorgten diese Szenen nicht für Spannung oder Schockmomente, es hat einfach einer soliden Story gefehlt, die den Zuschauer mitreißt.
Der Film ist ab 12 freigegeben. Blut gibt es nicht viel zu sehen, bis auf die gehäuteten Tierkadaver. Auch Gewalt ist kaum vertreten im Film. Somit geht die FSK von 12 vollkommen in Ordnung. Der Film geht stolze 108 Minuten, ich habe bereits nach 15 Minuten das Ende herbeigesehnt, weil ich die Überraschung am Ende sehen wollte, der Verlauf des Films hat mich sehr zeitig nicht mehr begeistert. Von vielen habe ich gehört, dass die Musik gut gewesen sein soll, ich kann mich jedoch gar nicht mehr daran erinnern ob Musik zu hören war im gesamten Film. Wäre sie wirklich gut und spannend gewesen würde ich mich daran noch erinnern können.
Der Film will dem Zuschauer letztendlich nur das Leben fernab jeglicher Zivilisation beschreiben. Er will dem Zuschauer sagen dass man aus der unseren Welt entfliehen und ein anderes Standbein aufbauen kann. Zudem sorgt er auch für die Manipulation, die Kinder der Dorfältesten wissen nichts von dem Leben außerhalb des Dorfes. Eine Message kommt an, jedoch kann ich zum Beispiel nicht viel dafür anfangen, einen Eigennutz hat es nicht und damit werde ich sicherlich auch nie etwas zu tun haben, es ist halt nur ein Bild wie es sein könnte und sollte den Zuschauer nur als Information dienen, auch dies stimmt mich nicht zuversichtlicher. Das Ende habe ich nicht verraten, aber es ist eben das einzig mögliche, das ET auf einmal landet glaubt mir keiner, wer sich damit beschäftigt wird sehr früh darauf kommen, wenn ich nicht schon zuviel verraten habe. Das Ende sorgte bei mir und meinen Leuten jedenfalls nicht für Gesprächsstoff, weil man es einfach dahin nimmt in einem so ganz normalen Film der sonst keine Überraschungen hat.
Fazit
Mir wurde ein Film geboten, welcher eine vorhersehbare Story hat und dessen Ende gar nicht überraschend kam. Der Film bestand aus vielen Passagen die zwar poetisch klangen, bei genauerem Hinhören jedoch nur so klingen wollten. Das Problem war wohl die falsche Erwartung die ich hatte bevor ich in diesem Film reinging. Geht man mit komplett anderer Erwartung in einem Film, dann ist man meist negativ überrascht wenn man etwas anderes geboten bekommt, so war es bei mir der Fall. Wer einen typischen Shyamalan erwartet wird hier maßlos enttäuscht werden, man sollte sich vorher wirklich gut informieren, nicht so wie ich, da ich mit Fehlinformationen die in verschiedenen Fernsehzeitungen gemacht wurden sind hineingegangen bin. Der Film verdient keine Bezeichnung wie Mystery-Thriller, Horror oder gar Grusel, dies sollte jedem bewusst sein der The Village anschauen möchte. Ansonsten ist man wie ich enttäuscht von so einem Film. Ich selbst war sehr enttäuscht von diesem Film, eine Empfehlung gebe ich nicht weiter, und ich wüsste auch nicht welch positive Punkte es geben sollte die diesen Streifen in irgendeiner Weise aufwerten könnten. Die Masken waren vielleicht gut, aber das ändert nichts daran, dass ich mich zirka 2 Stunden im Kinosessel gelangweilt habe.
19 Bewertungen, 1 Kommentar
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21.09.2004, 20:56 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichHab ich noch nicht gesehen, will ich aber auf jeden Fall noch. Supi Bericht, sehr ausführlich. LG Anne
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