The Village - Das Dorf (VHS) Testbericht

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ab 12,16
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2004

Erfahrungsbericht von Sorsha

Anders als erwartet, aber gut

Pro:

Story, Darsteller,...

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es ist ja immer so eine Sache. Da landet ein Regisseur einen Hit und danach erwartet jeder, dass er den Erfolg immer wiederholt. Von „The Village“ erwartet nun ja auch jeder wieder einen zweiten „The Sixth Sense“. Ist dies denn überhaupt möglich?

Bevor ich meine Meinung dazu äußere, will ich einen kurzen Storyüberblick geben.


*** Die Story

Wie befinden uns in einem kleinen abgelegenen Dorf, in dem sich „Abtrünnige“ der Gesellschaft zusammengefunden haben, um ein einfaches und bescheidenes Leben zu führen. Das Dorf ist komplett umgeben von einem riesigen Waldgebiet, dass von den Dorfbewohnern gemieden wird. Denn dort leben mysteriöse Wesen, die nicht gestört werden wollen. Um im Einklang mit diesen Wesen zu leben, gelten zwei ungeschriebene Gesetze:
- Gehe nicht in den Wald, denn wenn wir sie in Ruhe lassen, lassen sie uns in Ruhe.
- Meide die Farbe rot, denn sie ist böse und lockt sie an.

Wie in jeder menschlichen Gesellschaft gibt es aber auch in diesem Dorf ein unzufriedenes Gemüt, das sich nicht mit den Leiden zufrieden geben will, dass die Einsamkeit des Dorfes mit sich bringt. Wäre es erlaubt den Wald zu durchqueren, könnte man Medikamente besorgen und Leiden mindern oder sogar Todesfälle vermeiden. Genau dies möchte Lucius. Doch sein Anliegen wird vom Ältestenrat, darunter auch seine Mutter, jedes Mal vehement abgelehnt.

Erst nachdem der geistig etwas zurückgebliebenen Noah rote Beeren verschenkt, die in dem Dorf nicht wachsen, regt sich in Lucius der Verdacht, dass die Wesen vielleicht doch nicht so böse sind, wie man glaubt. Wenn sie Noah in den Wald lassen, warum nicht auch ihn?

Als sein Anliegen wieder abgelehnt wird, startet Lucius allein einen Versuch und betritt für kurze Zeit den Wald. Diese Verletzung der Grenzen bleibt jedoch nicht ungesühnt. Die außergewöhnlichen Vorfälle im Dorf häufen sich. Immer mehr tote und gehäutete Tier und Warnungen an den Türen werden gefunden.

Verängstigt beäugen sich die Menschen gegenseitig, um ja nicht wieder die Wesen zu reizen. Doch während dieser düsteren Zeit gibt es in dem Dorf auch Freude. Lucius und die blinde Ivy entdecken ihre Liebe zueinander. Doch gerade als das Glück alles Böse vergessen lassen will, geschieht das nächste Unglück. Der gekränkte Noah sieht die Aufmerksamkeit seiner Freundin Ivy von ihm abgelenkt und fällt über Lucius her. Dieser überlebt den Angriff knapp, doch ohne Medikamente aus der Stadt besteht keine Hoffnung für ihn. Ivy sieht nur noch einen Ausweg, ihren Geliebten zu retten: Sie muss in die Stadt.


Mehr will ich jetzt nicht verraten, um euch die Spannung nicht zu rauben.



EIN TIPP: Wer den Film noch sehen will, sollte sich möglichst wenig darüber durchlesen. Ich will hier zwar nicht wirklich etwas verraten. Aber um meine Meinung ausdrücken zu können, muss ich vielleicht doch das ein oder andere erwähnen.


*** Zum Film

Gleich vorne weg muss wohl gesagt werden, dass sehr viele Menschen von diesem Film enttäuscht sein werden. Dies machte sich auch gestern im Kino bemerkbar. Kaum war der Film aus, fingen einige lautstark an, ihrem Unmut freien Lauf zu lassen. Ich fand das ziemlich bescheuert, da man von dem wenigen, was man vielleicht gelesen oder gehört hat, schon wissen sollte, dass der Film wieder etwas ganz anderes bieten würde.
Erinnert euch doch mal daran, wie es damals nach „The Sixth Sense“ war. Mit Spannung wurde „Unbreakable“ erwartet. Da der Film etwas anderes als „The Sixth Sense“ bot, wurde er runter gemacht. Ähnlich ging es ja auch „Signs“, der wiederum auch nicht alle zufrieden stellen konnte. Das Publikum sollte sich mal besinnen. So eine Überraschung wie „The Sixth Sense“ wird M. Night Shyamalan nie wieder gelingen, weil wir einfach zu sehr darauf warten. Genießt doch die Filme wie sie sind.

Genug allgemeines Blabla. Ich will hier ja schließlich über The Village berichten. Also ganz im Gegensatz zu schätzungsweise drei Viertel der Kinobesucher gestern Abend, gefiel mir der Film wirklich gut. Interessant ist jetzt wohl die Frage: Warum?

Zum einen vermutlich deshalb, weil mir bisher sowohl „The Sixth Sense“ als auch „Unbreakable“ und „Signs“ gefallen haben.
Wenn wir alle Filme einzeln betrachten, beschäftigen sich alle erstmal mit sehr unterschiedlichen Themen: Geister, Superhelden, Aliens. Die Gemeinsamkeit liegt darin, dass alle vier Filme sich mit der Angst auseinandersetzen.
Menschen haben Angst vor dem Unbekannten. Genauso ergeht es auch den Menschen in „The Village“. Gekonnt wird hier mit der Angst gespielt. Nicht die direkte Bedrohung ist das Schrecklichste was wir kennen, sondern die Angst, es könnte etwas passieren. Nichts anderes hält die Dorfbewohner von dem Wald fern. Denn was passiert, wenn man die unbekannten Wesen reizt? Allein der Gedanke daran kann Menschen in den Wahnsinn treiben.
So trieb die Angst einst die Ältesten des Dorfes dazu, in der Einsamkeit zu leben. Sie treibt sie sogar soweit, dass sie den Anderen Angst machen, um diese vor ihren eigenen Ängsten zu schützen. Nach Ende des Films wird einem dies allmählich klar.

Mehr als die inzwischen schon mehr oder weniger gewohnten Art des Regisseurs der „überraschenden Wendung“, faszinierte mich die Aufmachung des Films. Ich denke, nicht nur mir ist es so gegangen, dass ich den Film erstmal in gar keine Zeit einordnen konnte. Da wir erstmal nur das Dorf erleben und auch nur erfahren, dass die Bewohner sich von der Außenwelt losgesagt haben, könnte dieser Film zu sehr unterschiedlichen Zeiten spielen. Erst nach und nach erhält man ein paar kleine Hinweise, die einem den Weg in die richtige Richtung weisen.

Für mich sind neben der Handlung und dem Regisseur auch immer die Darsteller eines Filmes sehr wichtig. Gerade weil dieser Film ganz anders ist als seine Vorgänger und eher als Drama daher kommt statt als Gruselfilm, war es wichtig die Rollen ideal zu besetzen. Ich will hier jetzt nicht jeden einzeln aufzählen, da ich zugegebenermaßen auch nicht wirklich jedem Gesicht den richtigen Namen zuordnen könnte. Außerdem würde dies den Umfang des Berichtes erheblich weiten, da ich dann ja wirklich alle Dorfbewohner vorstellen müsste. Ich will hier nur kurz die 5 Hauptpersonen nennen.
Als unglücklich Verliebte, da nicht fähig sich zueinander zu bekennen, sehen wir Sigourney Weaver und William Hurt. Ein schöne Zusammenstellung. Ich gebe zu, dass ich Sigourney Weaver immer direkt mit den Alien-Filmen in Verbindung bringe. Um so erfreulicher war es, sie auch mal in einer richtig anspruchsvollen Rolle zu sehen, die sie auch mit Bravour meistert. Zu William Hurt muss ich ja eigentlich nichts sagen. Wer ihn schon mal gesehen hat, weiß, dass er einer excellenter Charaktermime ist.
Eine weitere wichtige Rolle ist Noah, der von Adrien Brody verkörpert wird. Wie immer bei der Darstellung von geistig Behinderten, kamen zu Beginn des Films Befürchtungen auf, dass Mr. Brody es etwas übertreiben könnte. Aber Glück gehabt. Er spielt dies gerade noch so, dass es nicht zu überzogen ist.
Nun aber zu den beiden wichtigsten Personen dieses Films: Lucius und Ivy. Während Lucius den Beginn des Films bestimmt, übernimmt Ivy gegen Ende immer mehr die Führung. Beide Darsteller sind klasse besetzt. Joaquin Phoenix kennen wir ja zum Beispiel schon aus „Signs“. Die Entdeckung des Films ist Bryce Dallas Howard, die hier ihr Kinodebüt gab. Als blinde Ivy spielt sie sehr überzeugend und natürlich, so dass man auf ihre weitere Hollywood-Karriere gespannt sein kann.

Das waren eigentlich die wesentlichen Punkte, die mir an „The Village“ so gut gefallen haben. Erwähnen sollte man vielleicht auch noch die Musik, die hier von James Newton Howard beigesteuert wurde. Wie auch schon in den Vorgängerfilmen passt die Musik hervorragend zur Geschichte und wird für den Spannungsaufbau auch immer wieder eingesetzt.

Wirklich Negatives fällt mir eigentlich nicht ein. Natürlich habe auch ich darauf gewartet wie genau die Auflösung sein würde. Und auch ich war erst einmal etwas enttäuscht. Aber wenn ich nun einen Tag später darüber nachdenke, bin ich mit dem Ergebnis als Ganzes doch sehr zufrieden.




*** Fazit:

Ich kann den Film nur wärmstens empfehlen. Allerdings ist mir auch klar, dass sehr viele Leute von dem Film enttäuscht sein werden. Deshalb meine Warnung vorneweg, erwartet was ganz anderes als ihr im Moment denkt.

Hervorragend besetze Darsteller, eine gelungene Story und ein interessantes Spiel mit dem Publikum lassen den Film zu einem gelungenen Kinoerlebnis werden.




*** Meine Bewertung:
Die volle Sternzahl, da mir der Film immer besser gefällt, je mehr ich darüber nachdenke.




*** Film-Daten:

Originaltitel: The Village
Deutscher Titel: The Village – Das Dorf
Jahr: 2004
Land: USA
Regie: M. Night Shyamalan
Darsteller: Bryce Dallas Howard, Joaquin Phoenix, Adrien Brody, William Hurt, Sigourney Weaver ...

78 Bewertungen, 25 Kommentare

  • angi3000

    15.04.2007, 15:18 Uhr von angi3000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Grüsse!

  • blackangel63

    09.04.2007, 14:05 Uhr von blackangel63
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH..und einen schönen Ostermontag.LG..Anja

  • Mareike22

    05.04.2007, 00:51 Uhr von Mareike22
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Mareike :o)

  • anonym

    29.03.2007, 16:44 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris :-)

  • misscindy

    11.03.2007, 21:00 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh + lg

  • sandrad198

    11.03.2007, 17:41 Uhr von sandrad198
    Bewertung: sehr hilfreich

    **sh+lg** Sandra :o)

  • panico

    05.03.2007, 09:31 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg panico:-)

  • kathyblue

    27.02.2007, 13:26 Uhr von kathyblue
    Bewertung: sehr hilfreich

    **~~^^ sh & lg kathy ^^~~**

  • doelau

    26.02.2007, 12:21 Uhr von doelau
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein ganz toller Bericht! Gruß doelau

  • campimo

    25.02.2007, 21:44 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    (¯`•.¸* SH & LG *¸.•´¯)

  • morla

    25.02.2007, 01:48 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Lucia007

    21.02.2007, 18:24 Uhr von Lucia007
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hast Recht. Niemand hat was von ähnlichen Filmen in Serie!

  • Heihachi_Mishima99

    21.02.2007, 10:53 Uhr von Heihachi_Mishima99
    Bewertung: sehr hilfreich

    ☺SH & LG☺ (>^ - ^)> (¯`•.¸Heihachi_Mishima99¸.•´¯)

  • hope1

    20.02.2007, 10:13 Uhr von hope1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den fand ich unerwarteterweise RICHTIG gut!

  • Nick_Neschi

    18.02.2007, 21:10 Uhr von Nick_Neschi
    Bewertung: sehr hilfreich

    o---> lg...jonny :o)

  • evaachenbach

    18.02.2007, 15:34 Uhr von evaachenbach
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter Film

  • lan

    18.02.2007, 13:53 Uhr von lan
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein SH für dich, gruß lan

  • Qantas

    17.02.2007, 23:00 Uhr von Qantas
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schöner Erfahrungsbericht! Grüße vom Nicht-Karnevalisten aus Köln! :-)

  • diana75

    16.02.2007, 00:44 Uhr von diana75
    Bewertung: sehr hilfreich

    ‹^› ‹(•¿•)› ‹^›G*R*U*S*S*‹^› ‹(•¿•)› ‹^›

  • Zzaldo

    07.02.2007, 20:41 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein sh von mir für Dich. LG Stephan

  • anonym

    07.02.2007, 20:22 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße :o)

  • sebbelino

    04.05.2006, 03:15 Uhr von sebbelino
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, liebe grüße

  • Estha

    02.05.2006, 21:17 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    …...‹(•¿•)›….. klasse geschrieben …...‹(•¿•)›….. lg susi

  • schnekuesschen

    02.05.2006, 12:50 Uhr von schnekuesschen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht....LG Sandy :-)))

  • Engal00

    06.04.2006, 09:44 Uhr von Engal00
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht! LG Anja