The White Pony - Deftones Testbericht

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ab 27,52
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von roobii

vergesst KoRn!! ...hier ist die Platte des Jahres 2000!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nun haben wir es überstanden. Nach tausend und einer Verschiebung des Releases der neuen Deftones-Scheibe ist nun die Wartezeit vorbei. Endlich können wir mit eigenen Ohren hören, was sich die Mannen um Chino in den letzten Jahren ausgedacht haben.

\"White Pony\" ist das dritte Album, das Deftones auf Maverick veröffentlichen. Wie schon beide Vorgänger ist auch diese Platte wieder ein Wechselbad der Gefühle geworden. Von knisternder Erotik bis hin zur brutalen Wut über grenzenlose Stille und tiefe Traurigkeit, alles ist irgendwie in diesem Meisterwerk verwoben. Wer behaupten kann von dieser Musik nicht berührt worden zu sein, der lügt !!
Nur ganz wenige Bands schaffen es, mit ihrer Musik eine Atmosphäre zu erzeugen, die ein ganzes Album lang den Hörer gefangen nimmt und emotional so verwirrt.

Die Scheibe wird eingeläutet mit einer Gitarre, die an eine Sirene erinnert(\"Feiticeira\") und Mark und Bein erzittern lässt. Mnn denkt kaum, dass diese Stimmung noch zu toppen ist. Jedoch kommt im Anschluss ein Doppelpack an Wut und Entladung \"Digital Bath\" als auch \"Elite\" erinnern an Naturkatastrophen und haben das Flair einer Verfolgungsjagd bei Tempo 200.

Aber es gibt auch eine ruhige, besinnliche Seite bei den Deftones. \"Teenager\" ist das Paradestück dieser Richtung. Sanft sprudeln Loops durch den Song mit fast TripHop-artigen Beats gespickt mit einer launigen Akustikgitarre. Wunderschön ! Fast perfekt eingewoben ist Chinos Gesangspart der hier doch sehr hoffnungsvoll und positiv rüberkommt.

Einer meiner Favoriten der Platte (obwohl das ständig wechselt) ist sicherlich der Titel \"Passenger\". Hier treffen zwei der wichtigsten und besten Sänger der gepflegten, modernen Rockmusik aufeinander. Das Duett besteht aus Chino und Tool-A Perfect Circle-Frontmann Maynard. Ein hervoragendes Wechselspiel entsteht, niemand kann genau sagen wo Chino aufhört und wo Maynard beginnt. Resultat ist ein Meilenstein der Rockmusik.

Hier geht es nicht um Effekte, nicht um Hits. Die Deftones sind und wollen wohl nie Trendsetter sein. Das ist wohl auf der große Unterschied zu den uns allen bekannten Korn-Mannen. Nicht das ich hier falsch verstanden werde, Korn sind immer noch Klasse, jedoch haben Sie mit dieser Platte von Deftones eine neue Messlatte vorgelegt bekommen.

\"White Pony\" ist keine leichte Kost, nein im Gegenteil die Scheibe fordert die volle Aufmerksamkeit des Zuhörers. Dafür belohnt sie aber mit einer emotionalen Tiefe, ungezähmter Energie und musikalischer Leidenschaft. Stephen Carpenters Gitarre ist einzigartig im modernen Rock, seine Vielfalt ist fast unerreicht. Der I-Punkt wird jedoch von Chris\' Bass-läufen gesetzt, welche in der Magengegend regelrecht einschlagen. Cunnighams Drums dagegen decken von zart bis hart das ganze Spektrum ab.
Über den Gesang von Chino braucht man mittlerweile kein Wort mehr verlieren. Genau wie seine Texte bietet er Spielraum für Interpretationen. Und eine Wertung wird einem hier nicht aufgedrängt, nein jeder wird zu Meinungsbildung gezwungen. Meine Meinung steht, wie ihr seht felsenfest!


Meine Favoriten:
- Passenger
- rx queen (schon auf dem Visions-Sampler zu finden)
- Knife Prty

Fazit: Jetzt liegt es an euch: Kauft \"White Pony\" - oder geht mir aus den Augen. Die Scheibe wurde übrigens von Terry Date produziert.

Tip: Es gibt die CD in verschiedenen Versionen .. also vorher informieren. Auf der \"Red Edition\" ist zB. ein Bonustrack drauf !!

Online: http://www.deftones.com

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