The White Pony - Deftones Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Eiswolf
so wird heute Musik gemacht!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
So, nachdem Yopi nun extra für mich eine Deftones Rubrik eingerichtet hat möchte ich euch ein weiteres sensationelles Album vorstellen: die dritte LP von den Deftones, einer sagenhaften Band aus den Staaten. Die Musik der Deftones lässt sich am besten als Metal oder eher Crossover bezeichnen. Die meisten Songs auf dem Album wurden von Chino Moreno verfasst, der sich für den außerordentlichen Gesang und die Akustikgitarre zu verantworten hat. Unterstützt wird er von Chi Cheng am Bass, Stephen Carpenter an der Gitarre, Abe Cunningham an den Drums und Frank Delgado an den Turntables. In ihrem Heimatland längst bekannt und verehrt, bleibt ihnen der ganz große Ruhm hierzulande vorerst noch verwehrt, obwohl sie auf jeden Fall meister ihres Faches sind.
Nach den beiden Alben Adrenaline [1995] und around the fur [1997] erschien 2000 the white pony, alle bei Maverick Records und bei uns von WEA Music veröffentlicht. The white pony ist bei uns auch als Vinyl zu haben, aber das nur nebenbei. Das Album gibt’s als enhanced oder standard Version. Die erweiterte Version hat neben den Tracks noch multimediales Bonus Material am Start, zum Beispiel eine weißes Pferd Version von Pac Man, ein kurzes Video, Fotos, Persönliches von den Bandmitgliedern, die Songtexte und und und. Das Ganze wird dank Quicktime wunderbar animiert auf den Bildschirm gezaubert. Im booklet finden sich sämtliche Songtexte, die obligatorischen Danksagungen der Bandmitglieder und einige schwarz-weiß Fotos.
Zu den Songs im Einzelnen:
01. feiticeira [3:09]
Der erste Track haut gleich mit einer Sirenengitarre rein, nach ein paar Akkorden fängt Chino an zu singen und macht gleich den Anfang des Albums zum echten Burner. Es wechseln sich unterschiedliche Geschwindigkeiten ab, Chi und Stephen holen alles aus ihren Instrumenten raus und Chino zeigt erst mal, wie er seine zuerst unverständlichen Worte harmonisch zusammenpacken und in irren Gesängen ausgeben kann.
02. digital bath [4:15]
Der Song schlägt eher ruhigere Töne an als feiticeira, kann aber durch die unglaubliche Atmosphäre und den tiefgründigen Text mehr als überzeugen. Zum letzten Refrain hin, wird es immer lauter, die ruhige Stimmung wird dadurch keinesfalls gebrochen, sondern das Lied ergibt ein wunderbares ganzes, was man fast schon als Depri-Song bezeichnen könnte. Der Track wurde auch als Single rausgebracht, zumindest hab ich das stimmige Video schon öfters auf VIVA2 gesehen und ich muss sagen, es passt absolut zum Lied.
03. elite [4:01]
Nach der Melancholie von digital bath folgt wieder ein härteres Stück. Kurz nach Beginn schreit sich Mister Moreno seine Seele aus dem Leib und Stephen zeigt, was er mit seiner Gitarre alles anstellen kann. Abwechslung gibt’s hier kaum, mal abgesehen vom relativ ruhigerem Ende. Trotzdem ist es auf keinen Fall ein schlechtes Stück, man kann dabei wunderbar seine angestauten Aggressionen abbauen oder einfach nur abrocken.
04. RX queen [4:27]
Es mag den Anschein haben, dass ein gewisses System hinter der Trackanordnung auf dem Album steckt, denn es folgt wieder ein im Verhältnis zum vorigen Song langsamerer Track. Diesmal zeigt der Frontmann, dass er auch „richtig“ singen kann und Frank haut dazu ordentlich auf die Trommeln. Wie ich finde wieder ein gelungenes Stück, was sich sehr gut ins Gesamtbild des Albums einfügt.
05. street carp [2:41]
Mal wieder ein rockendes Lied. Mit einer gewaltigen Mischung aus genialem Gesang und perfektioniertem Schreien heizt Chino hier richtig ein. Wieder mal legen sich alle Bandmitglieder ordentlich ins Zeug und das hört man auch. Richtig gut geeignet um heftig abzurocken. Kleine Zusatzinfo: der Track wurde auch zum geilen Soundtrack von MTV Skateboarding beigesteuert.
06. teenager [3:20]
Der langsamste Track des gesamten Albums, mir persönlich etwas zu langsam, weil ich sowieso viel lieber lautere Lieder hör, aber trotzdem sehr gut, wenn man sich mal vom Abrocken erholen muss oder anderweitig Chillen will. Chino singt in ziemlich hohen Oktaven, hört sich trotzdem extrem gut an und solch ein Lied darf auf keinem Deftones Album fehlen.
07 knife party [4.49]
Eingeleitet von einer sehr gut passenden Akustikgitarre, kommt hier wieder ein typisches Deftones Lied an den Start. Härtere Passagen wechseln sich mit gefühlvollen Refrains ab. Dieses Lied kann man prinzipiell endlos und in jeder Situation hören. In den USA wurde der Song anscheinend als Single rausgebracht, zu Recht!
08 Korea [3:23]
Obwohl eher getragener Gesang vorherrscht, gibt es doch genügend Arbeit für die Instrumentalisten. Beim Refrain wieder tolles Gebrüll, was trotzdem nicht übertrieben klingt. Mittendrin eine Gitarrenpassage, die ich extrem geil finde. Flüssig setzt der Gesang wieder ein und vollendet dieses Meisterstück; einer meiner Lieblingssongs.
09 passenger [6:08]
Erneut ein ruhiger Song, diesmal etwas länger ausgefallen. Nach einem längeren Gitarrenintro fängt Chino an zu singen. Der Track ist ziemlich abwechslungsreich, was offensichtlich vom – selbst für Deftones-Verhältnisse - sehr nachdenklich und kompliziert geschriebenen Text herrührt. Zum ende hin wird es schroffer und härter. Ein Lied, dass man sich öfters anhören muss um es zu verstehen und sich reinzuhören, sehr gut gelungen.
10. change [in the house of flies] [5:01]
Auch dieser Song wurde als Single-Auskopplung veröffentlicht. Zum Anfang werden eher sanftere Töne angeschlagen, was sich aber wieder gibt, wieder ein sehr geiles Stück mit Text, den man wohl erst mal interpretieren muss um ihn genau nachzuvollziehen, doch das erspart man sich am besten und lauscht den exzellenten Ausführungen der Band, die hier wieder eines ihrer besten Stücke präsentiert.
11. pink maggit [7:34]
Der letzte Song des Albums ist wieder sehr sanft und langsam, Chino packt wieder seine gefühlvolle Stimme aus und gibt noch mal alles, was er kann. Viel Melodie gibt es nicht, pink maggit ist eher eine einzelne große Strophe, was sehr gut rüberkommt und sich sehr geil anhört, muss man mal gehört haben! Zum Ende setzen die Gitarren wieder voll ein und liefern noch mal einen hidden track, der sich nahtlos an pink maggit anschließt: back to school!! Dieses wahrhaft meisterliche Lied wurde als EP veröffentlicht und das Video läuft ab und zu immer noch auf MTV. Hier wird dem Hörer allerdings eine neu eingespielte Version dargeboten, welche zwar nicht so hart wie das Original ist, aber trotzdem genauso gut ist.
Insgesamt bleibt mir nur noch zu sagen, dass dieses Album definitiv mindestens sein Geld wert ist. Soviel Songqualität findet man nur bei wenigen Ausnahmekünstlern, wobei die Deftones auf ihre jahrelange Erfahrung zurückgreifen können, jeder, der noch ein bisschen Geld übrig hat und einen gut sortierten Plattenhändler in seiner Umgebung hat sollte nicht zögern und sich dieses absolut kreative und abwechslungsreiche Meisterwerk zulegen, er wird es nicht bereuen!!
Nach den beiden Alben Adrenaline [1995] und around the fur [1997] erschien 2000 the white pony, alle bei Maverick Records und bei uns von WEA Music veröffentlicht. The white pony ist bei uns auch als Vinyl zu haben, aber das nur nebenbei. Das Album gibt’s als enhanced oder standard Version. Die erweiterte Version hat neben den Tracks noch multimediales Bonus Material am Start, zum Beispiel eine weißes Pferd Version von Pac Man, ein kurzes Video, Fotos, Persönliches von den Bandmitgliedern, die Songtexte und und und. Das Ganze wird dank Quicktime wunderbar animiert auf den Bildschirm gezaubert. Im booklet finden sich sämtliche Songtexte, die obligatorischen Danksagungen der Bandmitglieder und einige schwarz-weiß Fotos.
Zu den Songs im Einzelnen:
01. feiticeira [3:09]
Der erste Track haut gleich mit einer Sirenengitarre rein, nach ein paar Akkorden fängt Chino an zu singen und macht gleich den Anfang des Albums zum echten Burner. Es wechseln sich unterschiedliche Geschwindigkeiten ab, Chi und Stephen holen alles aus ihren Instrumenten raus und Chino zeigt erst mal, wie er seine zuerst unverständlichen Worte harmonisch zusammenpacken und in irren Gesängen ausgeben kann.
02. digital bath [4:15]
Der Song schlägt eher ruhigere Töne an als feiticeira, kann aber durch die unglaubliche Atmosphäre und den tiefgründigen Text mehr als überzeugen. Zum letzten Refrain hin, wird es immer lauter, die ruhige Stimmung wird dadurch keinesfalls gebrochen, sondern das Lied ergibt ein wunderbares ganzes, was man fast schon als Depri-Song bezeichnen könnte. Der Track wurde auch als Single rausgebracht, zumindest hab ich das stimmige Video schon öfters auf VIVA2 gesehen und ich muss sagen, es passt absolut zum Lied.
03. elite [4:01]
Nach der Melancholie von digital bath folgt wieder ein härteres Stück. Kurz nach Beginn schreit sich Mister Moreno seine Seele aus dem Leib und Stephen zeigt, was er mit seiner Gitarre alles anstellen kann. Abwechslung gibt’s hier kaum, mal abgesehen vom relativ ruhigerem Ende. Trotzdem ist es auf keinen Fall ein schlechtes Stück, man kann dabei wunderbar seine angestauten Aggressionen abbauen oder einfach nur abrocken.
04. RX queen [4:27]
Es mag den Anschein haben, dass ein gewisses System hinter der Trackanordnung auf dem Album steckt, denn es folgt wieder ein im Verhältnis zum vorigen Song langsamerer Track. Diesmal zeigt der Frontmann, dass er auch „richtig“ singen kann und Frank haut dazu ordentlich auf die Trommeln. Wie ich finde wieder ein gelungenes Stück, was sich sehr gut ins Gesamtbild des Albums einfügt.
05. street carp [2:41]
Mal wieder ein rockendes Lied. Mit einer gewaltigen Mischung aus genialem Gesang und perfektioniertem Schreien heizt Chino hier richtig ein. Wieder mal legen sich alle Bandmitglieder ordentlich ins Zeug und das hört man auch. Richtig gut geeignet um heftig abzurocken. Kleine Zusatzinfo: der Track wurde auch zum geilen Soundtrack von MTV Skateboarding beigesteuert.
06. teenager [3:20]
Der langsamste Track des gesamten Albums, mir persönlich etwas zu langsam, weil ich sowieso viel lieber lautere Lieder hör, aber trotzdem sehr gut, wenn man sich mal vom Abrocken erholen muss oder anderweitig Chillen will. Chino singt in ziemlich hohen Oktaven, hört sich trotzdem extrem gut an und solch ein Lied darf auf keinem Deftones Album fehlen.
07 knife party [4.49]
Eingeleitet von einer sehr gut passenden Akustikgitarre, kommt hier wieder ein typisches Deftones Lied an den Start. Härtere Passagen wechseln sich mit gefühlvollen Refrains ab. Dieses Lied kann man prinzipiell endlos und in jeder Situation hören. In den USA wurde der Song anscheinend als Single rausgebracht, zu Recht!
08 Korea [3:23]
Obwohl eher getragener Gesang vorherrscht, gibt es doch genügend Arbeit für die Instrumentalisten. Beim Refrain wieder tolles Gebrüll, was trotzdem nicht übertrieben klingt. Mittendrin eine Gitarrenpassage, die ich extrem geil finde. Flüssig setzt der Gesang wieder ein und vollendet dieses Meisterstück; einer meiner Lieblingssongs.
09 passenger [6:08]
Erneut ein ruhiger Song, diesmal etwas länger ausgefallen. Nach einem längeren Gitarrenintro fängt Chino an zu singen. Der Track ist ziemlich abwechslungsreich, was offensichtlich vom – selbst für Deftones-Verhältnisse - sehr nachdenklich und kompliziert geschriebenen Text herrührt. Zum ende hin wird es schroffer und härter. Ein Lied, dass man sich öfters anhören muss um es zu verstehen und sich reinzuhören, sehr gut gelungen.
10. change [in the house of flies] [5:01]
Auch dieser Song wurde als Single-Auskopplung veröffentlicht. Zum Anfang werden eher sanftere Töne angeschlagen, was sich aber wieder gibt, wieder ein sehr geiles Stück mit Text, den man wohl erst mal interpretieren muss um ihn genau nachzuvollziehen, doch das erspart man sich am besten und lauscht den exzellenten Ausführungen der Band, die hier wieder eines ihrer besten Stücke präsentiert.
11. pink maggit [7:34]
Der letzte Song des Albums ist wieder sehr sanft und langsam, Chino packt wieder seine gefühlvolle Stimme aus und gibt noch mal alles, was er kann. Viel Melodie gibt es nicht, pink maggit ist eher eine einzelne große Strophe, was sehr gut rüberkommt und sich sehr geil anhört, muss man mal gehört haben! Zum Ende setzen die Gitarren wieder voll ein und liefern noch mal einen hidden track, der sich nahtlos an pink maggit anschließt: back to school!! Dieses wahrhaft meisterliche Lied wurde als EP veröffentlicht und das Video läuft ab und zu immer noch auf MTV. Hier wird dem Hörer allerdings eine neu eingespielte Version dargeboten, welche zwar nicht so hart wie das Original ist, aber trotzdem genauso gut ist.
Insgesamt bleibt mir nur noch zu sagen, dass dieses Album definitiv mindestens sein Geld wert ist. Soviel Songqualität findet man nur bei wenigen Ausnahmekünstlern, wobei die Deftones auf ihre jahrelange Erfahrung zurückgreifen können, jeder, der noch ein bisschen Geld übrig hat und einen gut sortierten Plattenhändler in seiner Umgebung hat sollte nicht zögern und sich dieses absolut kreative und abwechslungsreiche Meisterwerk zulegen, er wird es nicht bereuen!!
19 Bewertungen, 3 Kommentare
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03.04.2002, 09:50 Uhr von dyna1977
Bewertung: sehr hilfreichnaja... über Geschmack lässt sich ja nicht streiten... aber der Beitrag ist ok!!!
-
02.04.2002, 20:30 Uhr von Dexter
Bewertung: sehr hilfreichFuck The Norm!
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26.03.2002, 18:24 Uhr von oOBlackSunOo
Bewertung: sehr hilfreichHammer! Das Album und dieser Bericht, mach weiter so
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