The Young & The Hopeless - Good Charlotte Testbericht

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ab 20,69
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Senilm

Punk for the(m)Asses

3
  • Cover-Design:  durchschnittlich
  • Klangqualität:  gut

Pro:

eingängiger Punksound mit Kommerzausrichtung

Kontra:

Grottige Balladenversuche

Empfehlung:

Ja

ist es nicht schön, dass die Plattenfirmen ihr möglichstes tun, einen gerade angesagten Hype bis aufs letzte auszuquetschen!
Da wird ein Stil gerade so richtig rauf und runter gespielt – und ehe man sich versieht stehen die ganzen Plattenregale mit Bands aus eben dieser Richtung voll!

Auch „Good Charlotte“ sind eine solche Band – 1996 gegründet und keine Ahnung vom Musizieren – schnappt man sich eben ein paar Instrumente und spielt – PUNK!
Da passt es dann auch wunderbar, dass man zufällig mal ein paar MTV-Shows hosten darf und dabei natürlich es nicht versäumt die eigene Band ins Rampenlicht zu stellen...


Da verwirrt das Streicherinstrumentierte Intro „A new beginning“ doch kurzzeitig – bevor es dann zu pretschenden Instrumenten schnell ans Eingemachte geht.
Oder da ist das eingängig instrumentierte „Anthem“ welches mit seinem Mitgröhlrefrain so manchen zum Mitspringen anregen mag – oder die irgendwie stark an die Mighty Mighty Bosstones erinnernde Singleauskopplung „Lifestyle of the Rich and the Famous“, welche mit Stompenden Beats und Ohrwurmrefrain auch Freunde findet.
Aber dann wird’s schon schematisch – was bei „Wondering“ noch abwechslungsreich wirkt, verkommt bei „Old man“ schon zur langweilenden Temposchrauberei – mit Melodicpassagen.
Wirklich aus der Reihe springt da das Keyboardinstrumentierte „Boys and girls“ - welches mit Lyrics wie „Girls don`t like boys – girls like cars and money“ aufwartet und nebenbei dann allerlei aus der Eingängigkeitstrickkiste für Rock zu bieten hat!
Dagegen nichts neues bietet „Bloody Valentine“ – mit ironischen Lyrics rettet man sich zumindest textlich über den 08/15 TempoPunk hinweg.
„Hold on“ versucht sich als Ballade, welche aber genauso in die Hose geht wie der 2 Minuten Punker „Riot Girl“, wobei vor allem letzterer sich arg am momentanen Chartskommerz bedient.
Akustisch wesentlich gelungener ist da schon das harmonische „Say anything“ – melodische Gitarren und leicht johliger Gesang laufen hier geradewegs auf einen Gefühlsschmerzrefrain hinaus – „The day that i die“ hält sich zwar auch noch in Rockgefilden mit melodischer Gitarrisierung auf – doch nervt der näselnde Polypengesang viel zu sehr.
Fast ebenso nervig gibt sich der Titeltrack „Young and the hopeless“ und der absolut unnötige Balladenversuch Nummer zwei „Emotionaless“ – eine Akustikgitarre und ein schmachtender Punker mit zwei Geigen im Background machen einfach noch keine gelungene Ballade aus.
Auf dem Stakkatobass und den kreischenden Gitarren sitzt dann „Moving on“ – eingängiger Punk – mehr nicht !


Es ist nicht wirklich schlecht das Album – den Punk beherrschen Sie und auch gelegentliche Stilwechsel stehen Ihnen eigentlich ganz gut zu Gesicht, wären da nicht die unsäglichen Balladenversuche!
Ansonsten findet sich hier wieder genug Futter für die Teeniekäuferschar und alle anderen können sich das Album für Ihre Kurzweil kaufen.

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