Tipp - Kick Testbericht

Tipp-kick
ab 14,50
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von kevin2

Ewig junger Klassiker

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im Laufe der Zeit habe ich eine ganze Reihe von Tischfußballspielen kennen gelernt. Sie alle konnten dem Klassiker nicht das Wasser reichen, deshalb bleibt mein Favorit \"Tipp-Kick\".

Das Spiel wurde in den 1920er Jahren erfunden und vom Schwenninger Spielzeugfabrikanten Edwin Mieg auf den Markt gebracht. Wichtigstes Merkmal des Spiels sind die Spielfiguren. Der Kicker ist aus Metall, etwa eine Handbreit hoch und hat ein bewegliches rechtes Schussbein, das durch Druck auf einen Knopf auf dem Kopf bewegt werden kann. Auf diese Weise wird der 12eckige rot-gelbe oder schwarz-weiße Ball bewegt und in Richtung gegnerisches Tor geschossen. Das Tor wird bewacht von einer Torwartfigur, die in der Anfangszeit des Tipp-Kick kniete, später mit erhobenen Armen dastand und mittels eines Bedienungskastens über eine Metallstange zu den Seiten bewegt werden konnte. Heute kann der Torwart auch vorwärts fallen. Den Ball spielen darf derjenige, dessen Farbe oben auf dem Ball erscheint.

Kaufen kann man Tipp-Kick in verschiedensten Variationen. Es fängt an bei der billigsten Ausführung, bestehend aus einem aufrollbaren Spielfeld, je zwei Toren, Torhütern und Spielfiguren sowie ein paar Bällen. Neuerdings gibt es Star-Kicker, Top-Kicker, Pro-Kicker und alles mögliche mehr. Luxusausführungen des Spiels beinhalten eine Art Stadion mit einem festen Spielfeld.

Schon 1938 wurde in Hildesheim der älteste noch bestehende Tipp-Kick-Verein Deutschlands gegründet. Heute gibt es, organisiert im Dachverband DTKV, weit über hundert Clubs, die in einem Ligensystem bis zur Bundesliga Punktspiele, den DTKV-Pokal und ständig irgendwelche Turniere austragen.

Mannschaftsspiele werden ausgetragen, indem pro Mannschaft vier Menschen nacheinander gegen jedes Mitglied der gegnerischen Mannschaft spielen. Das ergibt sechzehn Spiele, pro Sieg gibt es zwei Punkte, bei Unentschieden je einen Punkt, und am Ende gewinnt die Mannschaft, die die meisten Punkte gewonnen hat. Bei 16:16 ist Unentschieden, der höchstmögliche Sieg einer Mannschaft ist 32:0.

Auf großen Turnieren wie der deutschen Einzelmannschaft treffen sich manchmal über 200 Spieler, um in diversen Gruppenspielen und meist über eine K.O.-Runde den Sieger auszuspielen.

Hier bei Yopi ist Tipp-Kick in der Rubrik \"Kinderspiele\" einsortiert. Das trifft es meiner Meinung nach nicht wirklich. Zwar kann man in recht früher Jugend, so etwa ab dem Schulalter, mit dem Tipp-Kick anfangen, zu einer brauchbaren Spielstärke kommt man aber erst im Erwachsenenalter -- jedenfalls erst nach mindestens zwei, drei Jahren im Verein. Wer glaubt, es handele sich um eine Art Glücksspiel, ist schwer im Irrtum. Ich habe früher, als aktiver Vereinsspieler, häufig mit Leuten zu tun gehabt, die ab und zu daheim gespielt hatten und nun glaubten, sie könnten mithalten. Viele von denen wurden nach einem Probespiel nie wieder gesehen.

Wer sich aktuell über Tipp-Kick informieren und vielleicht sogar Profimaterial bestellen möchte, sollte sich die recht schöne Homepage www.tkc71.de des TKC Hirschlanden (Baden-Württemberg) ansehen. Der Hersteller, immer noch die Firma Mieg, ist unter www.tipp-kick.de zu erreichen.

Viel Spaß bei der nächsten Tipp-Kick-Session!

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