Tipps & Tricks zu Weinen (Weine Allgemein) Testbericht

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Erfahrungsbericht von store_troll

Die kleinen Schwarzen ..und dann noch BIO !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Wein-Freunde. Heute werde ich euch einmal einen völlig andere Art von Bericht vorstellen – also kein Reisebericht, und schon gar nicht aus Skandinavien, - sondern ich möchte euch von einem kleinen Weingut erzählen, das ich vor wenigen Wochen besucht habe.

Doch zunächst einmal von Anfang an. Anlässlich eines Jubiläums sollte eine Weiprobe stattfinden. Bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter, stieß die Organisatorin auf das Weingut Wick in Zell im Zellertal.
Und hier bin ich auf ein Tröpfchen gestoßen … hmmm , vom Allerfeinsten!! Den 1999 Dunkelfelder Rotwein – mit dem 1. Platz bei der ECOVIN Verkostung 2002 belohnt.


Zum Weingut
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In wunderschöner Hanglage mit Blick über das Zellertal liegt das Weingut Wick in einem malerischen alten Weingutgehöft, das direkt an die Weinberge grenzt.
Der erste Eindruck ist ein gemütlicher – man nimmt sich Zeit für die Fragen und Wünsche der Kunden. Ein Leben ganz im Hier und Jetzt, ohne hektische Betriebsamkeit. Hier nimmt man sich noch Zeit.
Das Weingut bewirtschaftet eine Fläche von 12 ha Weinberge und zwar nach den Richtlinien des ökologischen Weinbaus des Anbauverbandes Ecovin.
Auch sonst ist das Leben auf dem Gut ökologisch ausgerichtet – eine Solaranlage für die Brauchwassererwärmung und eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung auf dem Dach und ein wunderschöner Schwimmteich (mit eigener biologischer Klärung) erweckten bei mir den Eindruck, dass hier nicht nur ein Etikett am Hofeingang steht, sondern, dass das Leben ökologisch ausgerichtet ist. Beim Gang durch die Weinberge sollte dieser Eindruck noch verstärkt werden.

Die Weinberge und die Weine
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Von der Natur her ist diese Gegend ja wirklich verwöhnt – ein mildes Klima mit geringen Niederschlagsmengen, sowie die schweren Kalk-Mergel-Böden lassen hier einen besonders „leckeres Tröpfchen“ wachsen. Bei Wick’s hat man sich auf die verschiedenen Burgunderarten spezialisiert. Aber natürlich dürfen auch Rieslingsorten nicht fehlen. Als eine Besonderheit – vielleicht ein kleines Hobby des „Chefs“ – sorgt er sich auch um solch längst nicht mehr modische Sorten wie etwa den Gewürztraminer.

Der Anbau in den Weinbergen erfolgt in weiten Zeilenabständen, die eine gute Durchlüftung bewirken. So sind die Rebstöcke stabiler gegen Krankheiten, was wiederum zur Folge hat, dass auf chemische Spritzmittel verzichtet werden kann. Auch chemische Düngemittel werden nicht eingesetzt. Alles in Allem ein Konzept, das einen bekömmlichen Wein ergibt, der im Einklang mit der Natur angebaut wird. Auch die weitere Verarbeitung der Weine geschieht besonders schonend, so dass ausgesprochen bekömmliche Weine entstehen, wovon ich mich ausgiebig überzeugen konnte.

Die Barriqueweine
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Liebevoll werden die Barriqueweine hier als „kleine Schwarze“ bezeichnet, da sie in schwarzen 0,5 Liter Flaschen abgefüllt werden.
Das „sich Zeit nehmen“ spielt in der Philosophie des Hauses eine große Rolle.
Man nimmt sich hier Zeit: Zeit für den Kunden und die Beratung, Zeit für den Wein –um ihn reifen zu lassen, Zeit für die Verkostung.
Ganz besonders gilt dies für die Barriqueweine. Es sind hochwertige Dorn-, Dunkelfelder, Spätburgunder und Regentweine, die in jungen Eichenholzfässern – je nach Sorte – 10 bis 20 Monate reifen dürfen. Dabei erhalten sie eine kräftige Holznote, die ihnen einen unvergleichlichen Geschmack gibt. Vielleicht ist es nicht jedemanns Geschmack, aber ich habe mich in den kleinen Schwarzen namens „Dunkelfelder Rotwein“ verliebt.
Meine erste Begegnung mit ihm fand in einem hundertjährigen Kellergewölbe bei romantischem Kerzenschein statt.

Übrigens: das Schöne an der Weinprobe war – sie fand überwiegend im Freien, auf den Weinbergen statt. Mit einem Weinglas in der Hand wanderten wir durch die betriebseigenen Weinberge und es zeigte sich rasch der Sinn und Zweck der Aktion „Weinglas in der Hand“ : Aus „unerklärlichen Gründen“ wuchs hier und dort einige Fläschlein verschiedener edler Tropfen aus dem Boden. Zu deutsch: bei den Rebstöcken der jeweiligen Sorten waren einige Flaschen gelagert worden und das es ja nun Erntezeit war, konnte man den Wein und die Reben, aus denen er gemacht worden war neben einander probieren. Eine, wie ich meine, einfach geniale Idee.
Beim abschließenden Gang durch den alten Gewölbekeller kam es dann zu der unvergesslichen Begegnung mit der Barrique Serie – den „kleinen Schwarzen“, die einen so in ihren Bann schlagen können, ohne dass man Schaden für Kopf oder Magen fürchten müsste.


Sonstiges
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Sicherlich gäbe es noch eine Menge zu berichten, was aber wohl zu weit führen würde. Doch einen Punkt möchte ich nicht vergessen zu erwähnen.

Teil der oben schon erwähnten „Zeitphilosophie“ ist auch die „Zeit für das Genießen“. Denn in Zusammenarbeit mit einheimischen Hotels und Gaststätten werden besondere Ereignisse besonders zelebriert.
Will heißen: in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen finden „Sonderveranstaltungen“ statt.

So zum Beispiel am 25. und 26. Oktober, in Zusammenarbeit mit dem „Hotel Kollektur“, ein Culinarium „Die Schöne Anna bittet zu Tisch“. Dabei wird ein 5-Gänge Menü nach dem Kochbuch der Bad Dürckheimer Wirtin Anna Berger zubereitet, mit korrespondierenden Weinen aus dem Haus Wick und Geschichten aus der Pfalz.

Hinweise dazu und Reservierungen unter http://www.ecovin.de/WICK/termine.php .

Auch das Weingut Wick hat eine gut gestaltete homepage www.weingut-wick.de . Von hier habe ich auch einige Detailinformationen – neben den Ausführungen des Winzers - zu meinem Bericht gewonnen.

Anschrift: Weingut Wick
Martina und Jochen Wick
Hauptstr. 2
D-67308 Zell im Zellertal
Tel. 06355-2201
Email: weingut-wick@t-online.de

18 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Striker1981

    13.10.2008, 00:41 Uhr von Striker1981
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und Liebe Grüße vom STRIKER