Tipps zum Neuwagenkauf Testbericht

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Erfahrungsbericht von Medoc2

Reimport leicht gemacht; 4000€ gespart und Spaß dabei gehabt; Kauf eines Seat Leons

Pro:

Günstig

Kontra:

man braucht Elan

Empfehlung:

Ja

Mein Import eines Seat Leons war kein Problem, ich habe 4000 € gespart zum Hauspreis(!!!) (oder ca. 6000 € zum Listenpreis) in Deutschland und eine Menge Spaß hat es auch noch gemacht.

Nachdem ich mich für den Seat Leon TDI entschieden habe, war ich ein paar Tage im Internet und habe mir die günstigst Vermittlung rausgesucht. In meinem Fall war es www.autoprice.de. Für andere Typen mag es andere online Dienste geben, die vielleicht günstiger sind, ein Versuch ist autoprice.de allemal wert.
Den Ausdruck aus dem Internet mit Ausstattung Extras usw. habe ich unterschrieben zu autoprice gefaxt und los ging der Spaß.
Nach ca. 3 Wochen wollte der Händler aus Dänemark (wurde mir von Autoprice genannt) ein dänisches Formular unterschrieben haben (habe fast kein Wort verstanden) das angeblich besagt, dass das Auto privat in Deutschland genutzt wird. Eine aktuelle Bestätigung des Einwohnermeldeamts musste ich beifügen (5 €).
Nach weiteren 4 Wochen war es nun soweit. Das Auto stand in Kophenhagen, die Zollkennzeichen waren bereits montiert (Gültigkeit 2 Tage davon einer in Dänemark)(ca. 50 €) und ich flog von München nach Kopenhagen, einen unbestätigten Bankscheck über den Kaufpreis ohne Steuern in der Tasche.
Die Formalitäten in Dänmark waren schnell erledigt (der Händler sprach feines Deutsch) und ich machte mich auf die 1500 km lange Strecke zurück nach München (30 € Brückenmaut; 50 € Übernachtung und ca. 75 € Diesel, 230 € Flug).
Dort angekommen beantragte ich die notwendige Unbedenklichkeitserklärung vom Karftfahrtbundesamt aus Flensburg (23,50 DM innerhalb von drei Werkstagen, formlos mit Fahrgestellnummer Typ usw. beantragen). Diese ist notwendig um das Auto anzumelden. Zusammen mit dieser Erklärung, dem EU-certificate of conformity (vom Händler erhalten), dem Kaufvertrag, den Zollkennzeichen und der Versicherungsdoppelkarte und (wichtig für den Abgleich der Daten) dem Auto fuhr ich zur Zulassungsstelle. Ca. 2 Wartestunden von mir und 10 Beamtenminuten später hatte ich Brief und Schein zusammen mit den deutschen Kennzeichen in den Händen. Die Zollkennzeichen wurden vernichtet und dies mir schriftlich bestätigt. Diese Bestätigung muss zu den Behörden in Dänemark geschickt werden.
Die Zulassungsstelle meldete per Fax den Kaufpreis an das zuständige Finanzamt.
Trotzdem muss man unbedingt selber das Finanzamt informieren, das einem umgehend ein Formular zusendet. 16% vom Kaufpreis sind selbstständig und sofort an das Finanzamt zu überweisen. Das ausgefüllte Formular zusammen mit einer Kopie des Kaufvertrags gehen zurück an das Finanzamt.

Fertig.

Alternativ kann man sich das Auto für 400-600 € (je nach Bundesland) auch kommen lassen.

Weiter ist es möglich mit den dann per Post erhaltenen Unterlagen (Vertrag, EU-certificat of conformity, der Unbedenklichkeitserklärung des Kraftfahrtbundesamtes aus Flensburg und der Doppelkarte) das Auto anzumelden. Man erhält dann den Fahrzeugschein (nicht aber den Brief) und die Kennzeichen. Mit denen kann man dann das Auto abholen jedoch muss dann das Auto der Zulassungsstelle vorgeführt werden (um die Daten zu vergleichen) und erst dann erhält man den Fahrzeugbrief.
Man spart ca. 50 € aber verliert einen weiteren Vormittag.

Auf alle Fälle informierte Autoprice.de sehr detailliert über die verschiedenen Möglichkeiten.

Was hat daran nun Spaß gemacht?
Einfach alles:

das Gefühl jede Menge Geld zu sparen.

das Wissen den Automobilherstellern nicht zu viel Geld in den Rachen zu werfen.

der Flug nach Dänemark

die lange Heimfahrt (sehr gut eingefahren das Auto)

Es klingt komisch, aber es war spannend, lustig, aufregend und schön. Irgendwie entwickelt man sogar eine Beziehung zu seinem Auto dadurch. Ob dies jedoch gut ist kann ich nicht sagen.

Besonders aufwenig ist der Import nicht, die Ausstattungen des Fahrzeugs sollte man aber genau vergleichen. Die Garantie ist Europaweit gültig (habe ich bereits ausprobiert bei einer hakenden Tür).

Vergesst bitte die Gerüchte es gäbe keine Garantie, oder es werden schlechtere Teile verbaut. Das ist alles Unsinn von Leuten die entweder neidisch oder Autohändler sind.

Nachteil: man braucht mindestens einen Urlaubstag, die Handbücher sind in dänisch, die Lichter kann man nicht ausschalten, da es Pflicht ist in Skandinavien mit Licht zu fahren.


Vorteil: ca. 4000 € gespart (zum Hauspreis), hat Spaß gemacht.

Mittlerweilen haben 5 Kumpels und meine Mutter auch auf diesem Wege ein Auto gekauft und waren sehr zufrieden mit der Abwicklung. Keine Probleme, kein bösese Erwachen hinsichtlich Ausstattung oder ähnliches.

Alternativ kann man auch den Import von einem Importeur regeln lassen. Dies kann praktisch sein und muss nicht unbedingt teurer sein. Eine Suche im Internet hilft hier weiter.


Zum Auto: Seat Leon Sport TDI 1,9 l; Climatonic; Sonnendach; Sitzheizung; Metallic Lackierung; ESP; und vieles mehr für knappe 17.000 € incl. Flug, Überführung und Steuer.

Wer also mehr bezahlt ist selber schuld.


Grüße

Medoc

Wer Fragen hat kann mir gerne ein mail schreiben.

[email protected]

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