Tomb Raider II (Adventure PC Spiel) Testbericht

ab 28,26
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Erfahrungsbericht von letsthommes

Ihr Name ist Croft, Lara Croft!!!

Pro:

gute Atmosphäre; gute Rätsel; super Story; tolle Level;

Kontra:

komplizierte Steuerung; etwas veraltete Grafik;

Empfehlung:

Ja

Eines der innovationslosesten Programmierteams in Europa sollte mal wieder zu seinen Wurzeln zurückkehren, nämlich Core Design. Die Macher der legendären Tomb Raider Reihe sollten sich ein Bespiel an ihrem guten zweiten Teil nehmen und für den nächsten Teil wieder mehr Atmosphäre und Rätsel in ihr etwas ausgelaugtes Thema Tomb Raider bringen. Obwohl der zweite Teil nun schon mehr als vier Jahre auf dem Buckel hat und die Grafik nicht grad die neuste ist, bleibt die Atmosphäre des Action-Adventures fast unerreicht. Auf der Suche nach einem alten chinesischen Dolch, welcher dem Besitzer große Macht verleit kämpft sich Lara erstmals mit echtem Zopf durch riesige Levels, welche mit Gegnern vollgestopft sind.

Zur Story:
Um Christi Geburt tobt im fernen China ein Kampf zwischen dem Volk und seinem Terrorherrscher welcher einen Drachen als sein Eigen nennen kann. Mit dem macht er alles platt, bis ein Kämpfer welcher unter dem Drachen auf dem Boden liegt, den Dolch aus seinem Bauch zieht und den Drachen somit tötet. Zwei der Krieger bringen den Dolch zu einem alten Tempel. Dort kommt einer von ihnen ums Leben, der andere wird beim Versuch den Dolch in einen Mechanismus einzusetzen ebenfalls getötet. In der heutigen Zeit macht sich Lara auf den Weg zur chinesischen Mauer, dort etwas zu suchen. Dabei findet sie einen der Häscher des Bartolli. Der wohnt in Venedig und Lara findet heraus, dass er den berühmten Dolch hat. Um zu verhindern, dass dieser an die Macht des Dolches kommt reist sie ihm hinterher. Durch Venedig, Tibet bis zur chinesischen Mauer, wo alles begann. Am Schluss schickt der üble Typ ihr noch ein paar Killer ins Haus.

Zum Spiel:
Im zweiten Teil der Reihe hüpfen und springen sie mit Lara durch 17 riesengroße Level, welche sich in vier Lokationen befinden. Das erste und für Anfänger sehr schwere Level führt sie durch eine riesige Anlage unter der chinesischen Mauer. Von dort geht’s in wunderschöne Venedig mit seinen vielen Kanälen und großen Häusern. Dann landen sie auf einer Bohrstation und erforschen ein versunkenes Schiff. Als nächstes machen sie sich auf den Weg durchs zugeschneite Tibet und kundschaften Tempel, sowie vereiste Höhlen durchforschen. Am Schluss geht’s noch mal zur chinesischen Mauer, wo sie in riesigen Höhlen und einer Welt bestehend aus fliegenden Inseln nach Bartolli und seinen Anhängern suchen. Das beliebte Trainingslevel in Laras Haus hat in diesem Teil Premiere. Leider ist es seit dem vierten Teil nicht mehr im Programm. Die Levels haben erstaunlich große Ausmaße sind aber immer sehr übersichtlich und haben nie mehr als zwei Duzend abgetrennte Räume oder Areale. Fallen gibt es zu hauf. Entwerder sie werden zerquetscht, überrollt oder ausgespießt. Meistens sind sie drinnen unterwegs. In vielen Leveln gibt es zeitbedingte Aufgaben. So müssen einen Schalter drücken und dann die Beine in die Hand nehmen und zur geöffneten Tür sprinten bevor sie zugeht. Am Anfang des Tauchlevels bei der Bohrstation müssen sie schnell genug den rettenden Zufluchtsort im versunkenen Schiff finden, bevor sie ertrinken oder die Haie sie fressen.

Die Rätsel sind entweder Hüpf- und Springpassagen, Schalterrätsel oder Sammelrätsel wo sie die richtigen Gegenstände und deren Platz finden müssen. Nur selten müssen sie Dinge durch die Gegend schieben oder sich in einem Labyrinth aus Gängen den richtigen Ausgang suchen. Rätsel die durchs Schießen gelöst werden gibt es äußerst selten. Schlüssel zu wichtigen Türen und dringend gebrauchte Gegenstände finden sich meist in der Nähe.

Im Vergleich zu den anderen Teilen haben sie in Tomb Raider 2 das größte Waffenarsenal der Reihe. Angefangen bei der Standardpistole mit unendlich Munition über die MP 16 und die Schrotflinte bis hin zum Granatwerfer ist alles dabei. Munition finden sie zu hauf. Die Zielerfassung ist in diesem Teil automatisch. So kommen Anfänger schneller voran. Scharfschützengewehre gibt es leider nicht. Im Kampf kann man komfortabel zwischen den Gegnern hin und herschalten. Die Gegnerauswahl ist groß. Da gibt es Bartollis Schergen in mehreren Ausgaben vom Schläger bis zum Schützen. Andere Gegner kommen meist aus der Tierwelt, die zu Lara alles andere als nett ist. Mal werden sie von Schneeleoparden angegriffen, dann von Spinnen gebissen oder ganz selten von Dinosauriern attackiert. Mystische Figuren wie Schwertkämpfer die durch die Luft schweben oder Yetis treffen sie zu hauf. Ganz eklig wird’s, wenn sie auf Spinnen von der Größe eines Kleinwagens treffen. Am Schluss geht’s dann gegen den fast unbesiegbaren Drachen, der nur durch Entfernen des Dolches getötet werden kann.

Fahrzeuge gibt’s es nur äußerst selten, wenn sie zu große Entfernungen zurücklegen müssen. In Venedig sind sie mit dem Motorboot unterwegs. Im Tibet geht’s mit dem Schneeski schnell voran. Die Gegner bedienen sich auch dieser Maschinen und haben manchmal auch Waffen drangeschraubt. Überfahren können sie die Gegner natürlich auch.

Das Bewegungsrepartuare ist auch im zweiten Teil schon sehr groß. So können sie seitwärts, wie vorwärts und rückwärts ihre Saltokünste beachten. Hangeln und Klettern konnte Lara damals auch schon sehr gut. Gegner folgen ihnen bei diesen Touren nicht. Manchmal müssen sie ewiglange Sprungsequenzen durchmachen um endlich im Level voran zu kommen. Da ist gutes Timing angesagt. Medikits und Ähnliches finden sie sehr selten, werden es aber nicht oft brauchen, da die Gegner nicht in sehr großen Gruppen auftreten und sie oft genug, maximal achtmal, speichern können.

Etwas besonderes gegenüber den anderen Teilen bietet der zweite Teil. Wenn sie in jedem Level die drei verschiedenen Steinfiguren (gold, silber und grün) finden sehen sie Lara nach dem letzten Level nackt duschen.

Zur Grafik:
Wie gesagt ist der zweite Teil weit über zwei Jahre alt. Die Grafik sieht inzwischen nicht mehr so berauschend aus. Große Texturen sind total verpixelt und die Polygonanzahl ist sehr niedrig. Die Innenlevels sehen da schon was besser aus, da dort viele kleine und nicht wie den Außenlevels wenige große Polygone eingesetzt werden. Die Gegner sind gut animiert und sehen auch heute noch gut aus. Laras Zopf wippt rhythmisch zu ihren Bewegungen. Die Spezialeffekte sind eher mau. Aber da die Atmosphäre so gut ist, vergisst man das mittelprächtige Aussehen schnell.

Zum Sound:
Dieser trägt am meisten zur Atmosphäre bei. Wenn sie in einem dunklen Raum stehen und hören nur die Schritte des Gegners oder die Kriechgeräusche einer Reisenspinne, dann schlägt das Herz schon einen Tick schneller. Die Hintergrundmusik ist auch exzellent und passt immer. Lara selbst gibt nur in Zwischensequenzen ein paar Worte von sich. Sonst stöhnt sie wie gewohnt rum.

Zur Steuerung:
Die ist wie gewohnt sehr komplex, da man bei den häufigen Sprungeinlagen das gesamte Bewegungsrepartuare können muss. Das lernen Anfänger aber schnell im Trainingsparcour bei Laras Haus. Speichern kann man immer aber es stehen knapp ein Duzend Speicherplätze zur Verfügung. Nach jedem Level erscheint eine Statistik, welche sie über ihre Trefferquote und die erledigten Gegner und eingesammelten Items informiert.

Zum Multiplayer:
Den könnte man ego-shooter-mäßig einbauen. Aber das ballern passt einfach nicht zu einem Adventure.

Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 133 Mhz, 16 MB RAM und eine 4 MB Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 166 Mhz, 32 MB RAM und eine 4 MB Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 233 Mhz, 64 MB RAM und eine 8 MB Grafikkarte.

Fazit:
Auch wenn der zweite Teil der Tomb Raider Reihe schon vier Jahre alt ist, ist die Atmosphäre immer noch ausschlaggebend für den Spielspass. Die etwas angegraute Grafik stört beim Spielen nur selten. Adventure Fans, die noch keinen Teil der Reihe besitzen sollten zugreifen.

LETSTHOMMES

18 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Zuckerwatte

    25.08.2005, 21:24 Uhr von Zuckerwatte
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht! Ich hab bei dem spiel bei Level 6 aufgegeben auf der Playstation *g* VLG

  • Granini

    24.08.2005, 22:54 Uhr von Granini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das Spiel hab ich auch ^^ ich habs aber für die Playstation. Toller Bericht :)