Erfahrungsbericht von rengert
Wo ist Gott in Afrika
Pro:
kerniger Willis, regt manchmal zu NAchdenken an, Sound
Kontra:
Standardstory, die animierten Menüs der DVD
Empfehlung:
Ja
Wo ist Gott in Afrika
Vor einiger Zeit lief mal wieder so ein Heldenepos mit Bruce Willis in der Hauptrolle im Kino. Wann ist Willis schon mal nicht der Held. Es dreht sich um den Film „Tears of the Sun“. Irgendwie hatte ich damals nicht die Motivation den Film im Kino zusehen, es war denke ich auch die Zeit von „Black Hawk Down“ und „Wir waren Helden“. Da dachte ich nur, nicht noch so ein Mist. Auch war ich nicht überzeugt von der Story.
Aber als ich am vergangenen Donnerstag auf VOX den Film Armageddon gesehen hatte, kam mir wieder in den Sinn, dass es da doch einen Film gab.
Story
°`°`°`°`°
Ich muss zugeben, die Story ist nicht wirklich neu. Die typische Militärstory eben.
Die Rahmenhandlung spielt in Nigeria. Der Präsident wurde gewalttätig gestürzt, vielmehr wurde er von einem militärischen Machthaber ermordet und auch seine Frau und Töchter hingerichtet. Auf den Straßen herrscht Gewalt. Wie in den Nachrichten – ja da ist das Bild immer etwas anders, damit wir das auch erkennen.
Im genauen geht es um eine Einheit der Navy Seals, einer Spezialeinheit, die nur für die harten Sachen zuständig sind.
Lieutenant Waters kommt gerade mit seinem Team von einem Einsatz per Hubschrauber zurück auf einen Flugzeugträger. Da trifft er gleich auf seinen Captain Bill Rhodes, der ihn gleich wieder auf den nächsten Einsatz vorbereitet. Aber zu mindestens was essen dürfen er und seine Mannschaft.
Aus Nigeria werden alle Menschen fremder Nationen (z.B. USA, …). Waters und seine Leute werden beauftragt Dr. Lena Kendricks zu evakuieren. Des Weiteren können sie auch zwei Nonnen und einen Priester evakuieren, wenn betreffende Personen es wollen. Dr. Kendricks ist schnell gefunden. Sie befindet sich in einer Mission und kümmert sich um Flüchtlinge, viele sind dort verletzt, es gleicht einem Militärkrankenhaus, aber dies spiegelt auch in gewisser Weise die Situation in Nigeria wieder.
Dr. Kendricks weigert sich aber ohne die Menschen mitzukommen. Obwohl das Hauptquartier verneint, stimmt Waters der Forderung zu, nur damit Kendricks sich mit auf den Weg macht. Es werden aber nur die gesunden mitgenommen. Man vermutet, dass die Rebellen sich auf dem Weg zur Mission befinden. Trotz der drohenden Gefahr bleiben die Nonnen und der Priester in ihrer Mission, sie sehen ihre Aufgaben darin, den verletzten weiter zu helfen.
Der Marsch beginnt also, viel zu langsam um das Treffen pünktlich einzuhalten. Trotzdem schaffen sie es zu dem Ziel und die Hubschrauber sind auch da. Und das ist der Moment der Wahrheit, denn von den vielen Menschen wird nur Kendricks eingeladen und die Hubschrauber machen sich auf den Heimweg. man jetzt hätte der Film schon glatt zu Ende sein können.
Zwischendurch sind die Rebellen in der Mission angekommen, man kann sich vorstellen, was da passierte und über den Ort des Geschehens fliegen die Hubschrauber nun hinweg, alle sind entsetzt, Waters starrt nachdenklich raus in den Dschungel.
Dann trifft er eine Entscheidung. „Umkehren!!!“
Man fliegt wieder zurück, die Spezialeinheit und Kendricks wieder raus aus dem Hubschrauber und die Schwächsten der Gruppe da rein.
Man macht sich nun auf den Weg in der Hoffnung auf dem Ausweichtreffpunkt von weiteren Hubschraubern abholen zu lassen, die Aussichten sind schlecht, denn der Luftraum ist gefährlich geworden.
Man macht sich also auf den Weg nach Kamerun – ein weiter Marsch durch den Dschungel. Die Gefahr ist hinter der Gruppe her. Eine Gruppe Rebellen verfolgt die Flüchtlinge und die Spezialeinheit. Es muss etwas besonders an der Gruppe Flüchtlingen sein, wenn sie verfolgt wird.
Soweit so gut. Das muss an dieser Stelle reichen, denn ihr sollt ja auch noch etwas von dem Film haben, aber man kann sich ja ungefähr vorstellen, worauf es in dem Film hinaus läuft, aber ich muss zugeben, dass es doch noch ein zwei Überraschungen gibt.
Bewertung
°`°`°`°`°`°`°
Ich bin ja immer so kritisch und bei der Art Filmen nicht so schnell zufrieden zustellen – bei anderen geht das wohl schnell – aber ich muss mir selber eingestehen, dass mich der Film berührt hat. Dies lag wohl hauptsächlich an einer Mischung aus den Bildern, die die Leiden der Menschen darstellen, und der eindringlichen Musik.
Die Story hat nun wirklich nicht so viel zu bieten, was soll es an so einer Rettungsmission auch schon weiter geben. Kendricks darf kurz mal ihre kleine tragische Geschichte erzählen, aber das interessiert sowieso keinen und kommt viel zu plump rüber. Waters wirkt hart aber traut man ihm die rage „wie ist ihr Mann gestorben“ wirklich zu? Fragt man so etwas eine Frau? Man erwartet hier doch eher Sätze wie „was ist passiert?“. Ich fand das schon etwas hart, so aber nicht Kendricks, sie schaut mal kurz komisch und erzählt dann einfach.
Die Story bietet dann noch zwei kleine Überraschungen, die wohl den linearen Erzählstrang etwas auflockern sollen und eine gewisse Dynamik reinbringen.
Die Sachen sind schon auf gewisse Weise glaubwürdig, doch verschwenden die auch viel Zeit, obwohl sie wissen, dass die Rebellen hinter ihnen her sind.
Über die Glaubwürdigkeit habe ich auch nachgedacht. Leider kenn ich mit der Geschichte nicht so aus. Meine Abiprüfung befasste sich nicht mit Afrika. Aber in bestimmten Ländern des schwarzen Kontinents gibt es ja immer wieder Unruhen, dies ist soweit bekannt, also glaub ich die Rahmenstory einfach. Ob der Rest auf einer wahren Begebenheit beruht, lässt sich schwer einschätzen, aber ihr könnt es mir gern per Kommentar/Gästebuch verraten, wenn ihr es wisst.
Die Schauspieler geben im Gesamten eine gute Leistung ab. Die Mitglieder der Spezialeinheit kommen ganz gut rüber. Da gibt es nicht so extreme Type, den man das einfach nicht abnimmt.
Die wichtigsten Personen allerdings sind Waters und Kendricks.
Waters wird von Bruce Willis gespielt. Da kann ich nur sagen, das ist eine gute Wahl. Dies lässt sich jetzt schwer beschreiben, aber Willis hat mit seinem markanten Gesichtsprofil irgendetwas an sich was ihn für die Rolle perfekt macht. Man steckt ihn in ein Tarnoutfit und schon ist er der Anführer einer Spezialeinheit. Aber eins hat mich gewundert. Auf der Rückseite der DVD steht ja eine Kurzzusammenfassung und in ihr wird erzählt, dass sich Waters in Kendricks verliebt. Nun irgendwie merkt man dies kaum, man ahnt zwar dass Waters umkehrt Kendricks zu Liebe, aber sonst merkt man dies erst ganz am Schluss.
Monica Bellucci spielt Kendricks. Gut sie ist die meiste Zeit nur hübsches Beiwerk im Film, konnte sich am Anfang aber gut gegen Willis behaupten. Zu letzt habe ich sie in Matrix bewundern dürfen und fand den Auftritt in der Trilogie einfach nur grausam – einfach nur Brüste rausquetschen und dämlich Text aufsagen (kann natürlich an der Synchronisierung liegen) reicht nicht. Hier präsentiert sie sich wesentlich besser, muss sie dazu auch nicht wirklich viel machen. Die Rolle erhält durch Bellucci halt nicht so den gewissen Charakter, wie es bei Willis der Fall ist.
Im gesamten ist der Film eine solide Produktion über die ich nur begrenzt meckern kann. Ich finde den Film gut.
Bild und Ton
°`°`°`°`°`°`°`°`°
Meine Erfahrungen beruhen wie immer auf den Erlebnissen an meinem Monitor und Stereoboxen. Das DVD-Erlebnis kann so natürlich von der an einem TV-Gerät unterscheiden. Ton und Bild präsentierten sich von ihrer guten Seite. Das Bild war in Zuschauerentfernung scharf und die Farben perfekt, auch der Sound war blendet und besonders muss ich hier die Musik hervorheben – afrikanisch Musik. Die Musik stammt übrigens vom berühmten Hans Zimmer, was ich nicht erwartet habe.
Der Ton ist auf Deutsch und Englisch verfügbar und dies jeweils in Dolby Digital 5.1.
Extras
°`°`°`°`°
Die Untertitel sind in drei Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch und Türkisch. Dann gibt es Wissenswertes über Afrika (direkt im Film, wenn man es anwählt). Zwei Kommentare sind auch verfügbar, einmal vom Drehbuchautor und einmal Regisseur. Diese sind schwer zu finden, stecken sie ja im Untertitelmenü. Hab sie nur entdeckt weil ich alle Menüs mal durchgeschaut habe.
Dann gibt es noch Stimmen aus Afrika, Entfallene Szene und eine Interaktive Afrikakarte. Diese sind noch schwerer zu finden. Denn wer schaut schon im Trailermenü (und dann auf weitere Filminfos). Bei Stimmen aus Afrika kommen ein par Menschen aus Afrika zu Wort.
Zum Schluss seien hier noch die Trailer erwähnt. Es gibt natürlichen einen zu „Tears of the Sun“ (Englisch), Bad Boys 2, Irgendwann in Mexico, Terminator 2, Missing, Welcome to the Jungle.
Die Menüs sind zum Teil animiert und es gibt diese afrikanische Hintergundmusik. Bis auf die Musik finde ich die Menüs nicht gerade gelungen.
Filminfos
°`°`°`°`°`°
Titel: Tränen der Sonne – Tears of The Sun
Regisseur: Antoine Fuqua
Darsteller: Bruce Willis (Lieutenant A.K. Waters), Monica Bellucci (Dr. Lena Kendricks), Tom Skerritt (Captain Bill Rhodes) (Das sind die die ihr so kennen solltet)
Laufzeit: 116 Minuten,
FSK: ab 16 Jahren
Fazit
°`°`°`°
Ich kann den Film reinen Gewissens weiter empfehlen, aber ich habe gemerkt, dass die Zuschauer gespaltener Meinung sind (z.B. sinnlose Action), so sollte man vielleicht nicht zu viel erwarten. Es ist eine solide Leistung, der ich eine 2- geben kann - das sind dann hier wohl 3 Sterne.
P.S. Dies fällt mir gerade so auf, als ich mit dem Bericht fertig bin (na ja nicht ganz fertig, schließlich schreib ich ja gerade diese Zeilen *gg*), deswegen kommt es auch gleich hier an den Schluss. Ich finde den Titel sehr schön. Ab und zu wurde es auch im Film umgesetzt und hat auch etwas mit einem Ausspruch von Waters zurück. Ich bin froh dass man den Titel einfach nur übersetzt hat und keinen blöden neuen deutschen Titel gewählt hat.
Am Ende des Films kommt auch ein Zitat von Edmund Burke. Ich darf es hier mal an dieser Stelle zitieren, vielleicht regt es euch ja zum nachdenken an.
The only thing necessary fort he triumph of evilist for good men to do nothing.
Ins deutsch überführt soviel wie: Das einzig Notwenige für den Triumph des Bösen ist wenn die guten Menschen nichts zu tun
RengerT 26.02.2004
Vor einiger Zeit lief mal wieder so ein Heldenepos mit Bruce Willis in der Hauptrolle im Kino. Wann ist Willis schon mal nicht der Held. Es dreht sich um den Film „Tears of the Sun“. Irgendwie hatte ich damals nicht die Motivation den Film im Kino zusehen, es war denke ich auch die Zeit von „Black Hawk Down“ und „Wir waren Helden“. Da dachte ich nur, nicht noch so ein Mist. Auch war ich nicht überzeugt von der Story.
Aber als ich am vergangenen Donnerstag auf VOX den Film Armageddon gesehen hatte, kam mir wieder in den Sinn, dass es da doch einen Film gab.
Story
°`°`°`°`°
Ich muss zugeben, die Story ist nicht wirklich neu. Die typische Militärstory eben.
Die Rahmenhandlung spielt in Nigeria. Der Präsident wurde gewalttätig gestürzt, vielmehr wurde er von einem militärischen Machthaber ermordet und auch seine Frau und Töchter hingerichtet. Auf den Straßen herrscht Gewalt. Wie in den Nachrichten – ja da ist das Bild immer etwas anders, damit wir das auch erkennen.
Im genauen geht es um eine Einheit der Navy Seals, einer Spezialeinheit, die nur für die harten Sachen zuständig sind.
Lieutenant Waters kommt gerade mit seinem Team von einem Einsatz per Hubschrauber zurück auf einen Flugzeugträger. Da trifft er gleich auf seinen Captain Bill Rhodes, der ihn gleich wieder auf den nächsten Einsatz vorbereitet. Aber zu mindestens was essen dürfen er und seine Mannschaft.
Aus Nigeria werden alle Menschen fremder Nationen (z.B. USA, …). Waters und seine Leute werden beauftragt Dr. Lena Kendricks zu evakuieren. Des Weiteren können sie auch zwei Nonnen und einen Priester evakuieren, wenn betreffende Personen es wollen. Dr. Kendricks ist schnell gefunden. Sie befindet sich in einer Mission und kümmert sich um Flüchtlinge, viele sind dort verletzt, es gleicht einem Militärkrankenhaus, aber dies spiegelt auch in gewisser Weise die Situation in Nigeria wieder.
Dr. Kendricks weigert sich aber ohne die Menschen mitzukommen. Obwohl das Hauptquartier verneint, stimmt Waters der Forderung zu, nur damit Kendricks sich mit auf den Weg macht. Es werden aber nur die gesunden mitgenommen. Man vermutet, dass die Rebellen sich auf dem Weg zur Mission befinden. Trotz der drohenden Gefahr bleiben die Nonnen und der Priester in ihrer Mission, sie sehen ihre Aufgaben darin, den verletzten weiter zu helfen.
Der Marsch beginnt also, viel zu langsam um das Treffen pünktlich einzuhalten. Trotzdem schaffen sie es zu dem Ziel und die Hubschrauber sind auch da. Und das ist der Moment der Wahrheit, denn von den vielen Menschen wird nur Kendricks eingeladen und die Hubschrauber machen sich auf den Heimweg. man jetzt hätte der Film schon glatt zu Ende sein können.
Zwischendurch sind die Rebellen in der Mission angekommen, man kann sich vorstellen, was da passierte und über den Ort des Geschehens fliegen die Hubschrauber nun hinweg, alle sind entsetzt, Waters starrt nachdenklich raus in den Dschungel.
Dann trifft er eine Entscheidung. „Umkehren!!!“
Man fliegt wieder zurück, die Spezialeinheit und Kendricks wieder raus aus dem Hubschrauber und die Schwächsten der Gruppe da rein.
Man macht sich nun auf den Weg in der Hoffnung auf dem Ausweichtreffpunkt von weiteren Hubschraubern abholen zu lassen, die Aussichten sind schlecht, denn der Luftraum ist gefährlich geworden.
Man macht sich also auf den Weg nach Kamerun – ein weiter Marsch durch den Dschungel. Die Gefahr ist hinter der Gruppe her. Eine Gruppe Rebellen verfolgt die Flüchtlinge und die Spezialeinheit. Es muss etwas besonders an der Gruppe Flüchtlingen sein, wenn sie verfolgt wird.
Soweit so gut. Das muss an dieser Stelle reichen, denn ihr sollt ja auch noch etwas von dem Film haben, aber man kann sich ja ungefähr vorstellen, worauf es in dem Film hinaus läuft, aber ich muss zugeben, dass es doch noch ein zwei Überraschungen gibt.
Bewertung
°`°`°`°`°`°`°
Ich bin ja immer so kritisch und bei der Art Filmen nicht so schnell zufrieden zustellen – bei anderen geht das wohl schnell – aber ich muss mir selber eingestehen, dass mich der Film berührt hat. Dies lag wohl hauptsächlich an einer Mischung aus den Bildern, die die Leiden der Menschen darstellen, und der eindringlichen Musik.
Die Story hat nun wirklich nicht so viel zu bieten, was soll es an so einer Rettungsmission auch schon weiter geben. Kendricks darf kurz mal ihre kleine tragische Geschichte erzählen, aber das interessiert sowieso keinen und kommt viel zu plump rüber. Waters wirkt hart aber traut man ihm die rage „wie ist ihr Mann gestorben“ wirklich zu? Fragt man so etwas eine Frau? Man erwartet hier doch eher Sätze wie „was ist passiert?“. Ich fand das schon etwas hart, so aber nicht Kendricks, sie schaut mal kurz komisch und erzählt dann einfach.
Die Story bietet dann noch zwei kleine Überraschungen, die wohl den linearen Erzählstrang etwas auflockern sollen und eine gewisse Dynamik reinbringen.
Die Sachen sind schon auf gewisse Weise glaubwürdig, doch verschwenden die auch viel Zeit, obwohl sie wissen, dass die Rebellen hinter ihnen her sind.
Über die Glaubwürdigkeit habe ich auch nachgedacht. Leider kenn ich mit der Geschichte nicht so aus. Meine Abiprüfung befasste sich nicht mit Afrika. Aber in bestimmten Ländern des schwarzen Kontinents gibt es ja immer wieder Unruhen, dies ist soweit bekannt, also glaub ich die Rahmenstory einfach. Ob der Rest auf einer wahren Begebenheit beruht, lässt sich schwer einschätzen, aber ihr könnt es mir gern per Kommentar/Gästebuch verraten, wenn ihr es wisst.
Die Schauspieler geben im Gesamten eine gute Leistung ab. Die Mitglieder der Spezialeinheit kommen ganz gut rüber. Da gibt es nicht so extreme Type, den man das einfach nicht abnimmt.
Die wichtigsten Personen allerdings sind Waters und Kendricks.
Waters wird von Bruce Willis gespielt. Da kann ich nur sagen, das ist eine gute Wahl. Dies lässt sich jetzt schwer beschreiben, aber Willis hat mit seinem markanten Gesichtsprofil irgendetwas an sich was ihn für die Rolle perfekt macht. Man steckt ihn in ein Tarnoutfit und schon ist er der Anführer einer Spezialeinheit. Aber eins hat mich gewundert. Auf der Rückseite der DVD steht ja eine Kurzzusammenfassung und in ihr wird erzählt, dass sich Waters in Kendricks verliebt. Nun irgendwie merkt man dies kaum, man ahnt zwar dass Waters umkehrt Kendricks zu Liebe, aber sonst merkt man dies erst ganz am Schluss.
Monica Bellucci spielt Kendricks. Gut sie ist die meiste Zeit nur hübsches Beiwerk im Film, konnte sich am Anfang aber gut gegen Willis behaupten. Zu letzt habe ich sie in Matrix bewundern dürfen und fand den Auftritt in der Trilogie einfach nur grausam – einfach nur Brüste rausquetschen und dämlich Text aufsagen (kann natürlich an der Synchronisierung liegen) reicht nicht. Hier präsentiert sie sich wesentlich besser, muss sie dazu auch nicht wirklich viel machen. Die Rolle erhält durch Bellucci halt nicht so den gewissen Charakter, wie es bei Willis der Fall ist.
Im gesamten ist der Film eine solide Produktion über die ich nur begrenzt meckern kann. Ich finde den Film gut.
Bild und Ton
°`°`°`°`°`°`°`°`°
Meine Erfahrungen beruhen wie immer auf den Erlebnissen an meinem Monitor und Stereoboxen. Das DVD-Erlebnis kann so natürlich von der an einem TV-Gerät unterscheiden. Ton und Bild präsentierten sich von ihrer guten Seite. Das Bild war in Zuschauerentfernung scharf und die Farben perfekt, auch der Sound war blendet und besonders muss ich hier die Musik hervorheben – afrikanisch Musik. Die Musik stammt übrigens vom berühmten Hans Zimmer, was ich nicht erwartet habe.
Der Ton ist auf Deutsch und Englisch verfügbar und dies jeweils in Dolby Digital 5.1.
Extras
°`°`°`°`°
Die Untertitel sind in drei Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch und Türkisch. Dann gibt es Wissenswertes über Afrika (direkt im Film, wenn man es anwählt). Zwei Kommentare sind auch verfügbar, einmal vom Drehbuchautor und einmal Regisseur. Diese sind schwer zu finden, stecken sie ja im Untertitelmenü. Hab sie nur entdeckt weil ich alle Menüs mal durchgeschaut habe.
Dann gibt es noch Stimmen aus Afrika, Entfallene Szene und eine Interaktive Afrikakarte. Diese sind noch schwerer zu finden. Denn wer schaut schon im Trailermenü (und dann auf weitere Filminfos). Bei Stimmen aus Afrika kommen ein par Menschen aus Afrika zu Wort.
Zum Schluss seien hier noch die Trailer erwähnt. Es gibt natürlichen einen zu „Tears of the Sun“ (Englisch), Bad Boys 2, Irgendwann in Mexico, Terminator 2, Missing, Welcome to the Jungle.
Die Menüs sind zum Teil animiert und es gibt diese afrikanische Hintergundmusik. Bis auf die Musik finde ich die Menüs nicht gerade gelungen.
Filminfos
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Titel: Tränen der Sonne – Tears of The Sun
Regisseur: Antoine Fuqua
Darsteller: Bruce Willis (Lieutenant A.K. Waters), Monica Bellucci (Dr. Lena Kendricks), Tom Skerritt (Captain Bill Rhodes) (Das sind die die ihr so kennen solltet)
Laufzeit: 116 Minuten,
FSK: ab 16 Jahren
Fazit
°`°`°`°
Ich kann den Film reinen Gewissens weiter empfehlen, aber ich habe gemerkt, dass die Zuschauer gespaltener Meinung sind (z.B. sinnlose Action), so sollte man vielleicht nicht zu viel erwarten. Es ist eine solide Leistung, der ich eine 2- geben kann - das sind dann hier wohl 3 Sterne.
P.S. Dies fällt mir gerade so auf, als ich mit dem Bericht fertig bin (na ja nicht ganz fertig, schließlich schreib ich ja gerade diese Zeilen *gg*), deswegen kommt es auch gleich hier an den Schluss. Ich finde den Titel sehr schön. Ab und zu wurde es auch im Film umgesetzt und hat auch etwas mit einem Ausspruch von Waters zurück. Ich bin froh dass man den Titel einfach nur übersetzt hat und keinen blöden neuen deutschen Titel gewählt hat.
Am Ende des Films kommt auch ein Zitat von Edmund Burke. Ich darf es hier mal an dieser Stelle zitieren, vielleicht regt es euch ja zum nachdenken an.
The only thing necessary fort he triumph of evilist for good men to do nothing.
Ins deutsch überführt soviel wie: Das einzig Notwenige für den Triumph des Bösen ist wenn die guten Menschen nichts zu tun
RengerT 26.02.2004
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