Traffic - Macht des Kartells (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010
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Erfahrungsbericht von der_dominator
Ein kleines Juwel...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es muss vor knapp ein einhalb Jahren gewesen sein als Traffic bei uns, vier Oscars im Schlepptau, in die Kinos kam. Ich erinnere mich noch ganz genau wie Ciaomitglied tobberich aus seinem Freiburg Urlaub kam und nicht von Fußballstadien oder Breisgauereigenheiten berichtete sondern von eben diesem Film...
Traffic ist, nimmt man es nicht all zu genau, ein Episodenfilm der sich das Thema Drogen zur Brust nimmt und es von verschiedenen Seiten beleuchtet. Wer allerdings mit einem Pädagogikfilmchen, dem ein oder anderen wohl noch aus seiner Schulzeit bekannt, rechnet der uns mit erhobenem Zeigefinger vor Drogen warnt den muss ich enttäuschen, denn das 141 Minuten währende Meisterwerk des Regiegiganten Steven Sonderbergh (derzeit mit „Ocean’s Eleven“ in unseren Kinos durch „Erin Brokovich“ zu Ruhm gekommen) ist anspruchsvoll. Sehr sogar.
# Inhalt
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Vier kleine Geschichten packt Sonderbergh in seine 141 Minuten, wobei jede für sich unterhaltsam und schockierend zugleich einen Film für sich darstellen. Aber die Wege der Protagonisten schneiden sich ab und an. Das eine mal ganz zufällig im vorbeigehen auf der Strasse, mal mit Vorsatz um miteinander zu spielen. Gut so, denn nur so entsteht ein großes ganzes ...
Richter Wakefield (Michael Douglas) ist sowohl frisch ernannter Chef der amerikanischen Drogenfahndung als auch glücklicher Familienvater. Doch während es im Beruf steil Bergauf geht, kriselt es in heimischen Gefilden. Er stößt auf Verständnislosigkeit seiner Frau und das Desinteresse seiner pubertären Tochter (Erika Christensen), die sich, wie das Schicksal so spielt lieber dem Heroin hingibt als das brave Töchterchen zu spielen.
Und während sich unser Richter im Kampf gegen die Drogen auf die Suche nach seiner, sich den Machenschaften der Eltern entreißende, Tochter macht sorgt sich Helena (Catherine Zeta-Jones) ganz in der Nähe um ihren Sohn. Gerade erst ist ihr luxuriöses Anwesen gestürmt, ihr schwerreicher Ehemann von Polizisten abgeführt wurden. Doch erst jetzt, als ihr kleiner Sohn von zwielichtigen Personen bedroht wird, bemerkt sie das ihr Mann mitten drin steckt im Drogensumpf. Beschattet von zwei Agenten der ortsansässigen Drogenfahndung (Luis Guzman; Don Cheadle) macht sie sich auf das vom Kartell geforderte Schutzgeld in Höhe von 300000 Dollar aufzutreiben. Selbst vor Mord schreckt die junge schöne nicht zurück und so ist es einer der beiden Fahnder die im Kampf gegen die Drogen sein Leben lassen muss.
Doch es soll nicht bei einem einzigen Opfer bleiben, denn einige Kilometer weiter verrät ein mexikanischer Cop (Benico del Toro) seinen Kollegen in der Wüste. Sein Leben lang tat er seine Arbeit, zuverlässig arbeitete er sich nach oben und nun steht er den Großen im Tijuanakartell, unter ihnen auch der Mexikanische Drogenbeauftragte Salazzar, gegenüber und mit genau dem trifft sich Richter Wakefield zu Beratungen – während sich seine Tochter für Geld prostituiert ... .
# Schauspielerische Leistungen
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Um es kurz zu machen, die schauspielerische Leistung stimmt durch die Bank weg. Wobei es nicht unbedingt die beiden großen, sprich das Ehepaar Douglas/Zeta-Jones die herausragen. Besonders die kleineren Rollen etwa mit Erika Christensen besetzt, sind mit Bedacht gewählt so das keine Totalausfälle zu vermelden sind. Herauszuheben ist allerdings Benicio del Torro der für seine Darstellung des mexikanischen Cops nicht zu Unrecht mit einem Oscar als bester Nebendarsteller geehrt wurde.
# Besonderheiten
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Traffic spielt zwangsläufig an verschiedenen Handlungsorten und dementsprechend ist ändern sich auch die verwendeten Filter für die Aufnahmen, während es in Amerikas Gerichtssälen eher bläulich und damit deutlich kühler ist, erwartet den Zuschauer in Mexiko eine Gelbfärbung. Wer also beim Wechsel der Szenarien gleich vor Wut seinen DVD Player ausschalten will oder mit dem Gedanken spielt den Silberling im Geschäft umzutausen den darf ich hiermit vorwarnen, all das ist gewollt und macht Sinn, denn so findet man sich, in den sich überschneidenden Handlungssträngen eher zurecht.
# Die DVD
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Was dem Betrachter wohl als erstes auffällt ist die recht genaue Kapitelwahl, denn bei sage und schreibe 68 Kapiteln dürfte die gewünschte Szene alsbald gefunden werden. Aber auch sonst weiß die DVD zu gefallen. Im großen und ganzen jedenfalls.
Die Menüs
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Die Menüs, sind abgesehen von der Kapitelwahl alle animiert und mit stimmiger, leicht melancholischer Hintergrundmusik hinterlegt. Das gewählte Konzept mit all den Menüübergängen ist innovativ und weiß selbst anspruchsvolle Zuschauer zu überzeugen.
Bild und Ton
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Wie ja mittlerweile gewohnt liegt der Ton, Englisch sowie Deutsch, in Dolby Digital 5.1 vor. Auf eine DTS Variante wurde verzichtet was allerdings zu verkraften ist, da der Film nicht gerade mit Rundum Effekten um sich schmeißt. Das Bild (im Format 16:9) ist Kontrastreich und abgesehen von den Handlungsrelevanten Farbänderungen beim Standortwechsel geradezu Farbenfroh. Wer des Hörens überdrüssig ist, darf auf deutsche (auch für hörgeschädigte) sowie englische Untertitel zurückgreifen, welche aber, im Gegensatz zu manch anderem Film abschaltbar sind!
Die Extras
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Ja, so gut das alles klingt bei den Extras macht Traffic leider schlapp. Zwar findet man auf der DVD-9 (heißt die DVD fasst 9 GB) neben dem obligatorischen Kinotrailer, in wohlgemerkt guter Qualität, und der B-Roll, ein vier minütiges Filmchen das Szenen von den Dreharbeiten zeigt aber nicht wirklich begeistern kann, noch eine Filmografie (heißt eine Auflistung der Filme in denen die Schauspieler bislang mitwirkten) aber das war es dann auch im wesendlichen. Da kann auch die Programmvorschau u.a. mit einem Trailer zu Miss Undercover und Leonardo DiCaprios „Gangs of New York“ nichts mehr herausreißen.
Erwähnenswert ist dann jedoch das sogenannte „hidden feature“ heißt ein verstecktes Extra das sich beim halten der Linkstaste auf ihrer Fernbedienung, im Hauptmenü aktivieren lässt. Die „entfallenen Szenen“ dauern dann immerhin sieben Minuten und dürften den ein oder anderen wieder gnädig stimmen.
# Meine Meinung
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Keine Frage, Traffic ist einer der anspruchsvollsten Filme der letzten Jahre. Steven Sonderbergh beleuchtet den Drogenkreislauf von verschiedenen Blickwinkeln ohne sie zu verurteilen aber immer mit der Absicht wachzurütteln. Intelligent, das trifft Traffic wohl am ehesten, denn der mit zwei Golden Globes ausgezeichnete Thriller ist sicherlich kein Film für zwischen durch, man muss sich drauf einlassen auf dieses kleine Meisterwerk.
Aber nicht nur der Film ist gelungen, auch die DVD weiß aufgrund der gelungenen, technischen Präsentation und der innovativen Menüs zu gefallen. Sicherlich sind die Extras für solch einen Film etwas spärlich gesät, aber allein der Film rechtfertigt den Kaufpreis von etwa 25 Euro bereits.
Eine absolute Kaufempfehlung, denn dieses kleine Juwel sollte wohl jeder Filmliebhaber in seinem Regal stehen haben.
liebe grüße, der_dominator
Traffic ist, nimmt man es nicht all zu genau, ein Episodenfilm der sich das Thema Drogen zur Brust nimmt und es von verschiedenen Seiten beleuchtet. Wer allerdings mit einem Pädagogikfilmchen, dem ein oder anderen wohl noch aus seiner Schulzeit bekannt, rechnet der uns mit erhobenem Zeigefinger vor Drogen warnt den muss ich enttäuschen, denn das 141 Minuten währende Meisterwerk des Regiegiganten Steven Sonderbergh (derzeit mit „Ocean’s Eleven“ in unseren Kinos durch „Erin Brokovich“ zu Ruhm gekommen) ist anspruchsvoll. Sehr sogar.
# Inhalt
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Vier kleine Geschichten packt Sonderbergh in seine 141 Minuten, wobei jede für sich unterhaltsam und schockierend zugleich einen Film für sich darstellen. Aber die Wege der Protagonisten schneiden sich ab und an. Das eine mal ganz zufällig im vorbeigehen auf der Strasse, mal mit Vorsatz um miteinander zu spielen. Gut so, denn nur so entsteht ein großes ganzes ...
Richter Wakefield (Michael Douglas) ist sowohl frisch ernannter Chef der amerikanischen Drogenfahndung als auch glücklicher Familienvater. Doch während es im Beruf steil Bergauf geht, kriselt es in heimischen Gefilden. Er stößt auf Verständnislosigkeit seiner Frau und das Desinteresse seiner pubertären Tochter (Erika Christensen), die sich, wie das Schicksal so spielt lieber dem Heroin hingibt als das brave Töchterchen zu spielen.
Und während sich unser Richter im Kampf gegen die Drogen auf die Suche nach seiner, sich den Machenschaften der Eltern entreißende, Tochter macht sorgt sich Helena (Catherine Zeta-Jones) ganz in der Nähe um ihren Sohn. Gerade erst ist ihr luxuriöses Anwesen gestürmt, ihr schwerreicher Ehemann von Polizisten abgeführt wurden. Doch erst jetzt, als ihr kleiner Sohn von zwielichtigen Personen bedroht wird, bemerkt sie das ihr Mann mitten drin steckt im Drogensumpf. Beschattet von zwei Agenten der ortsansässigen Drogenfahndung (Luis Guzman; Don Cheadle) macht sie sich auf das vom Kartell geforderte Schutzgeld in Höhe von 300000 Dollar aufzutreiben. Selbst vor Mord schreckt die junge schöne nicht zurück und so ist es einer der beiden Fahnder die im Kampf gegen die Drogen sein Leben lassen muss.
Doch es soll nicht bei einem einzigen Opfer bleiben, denn einige Kilometer weiter verrät ein mexikanischer Cop (Benico del Toro) seinen Kollegen in der Wüste. Sein Leben lang tat er seine Arbeit, zuverlässig arbeitete er sich nach oben und nun steht er den Großen im Tijuanakartell, unter ihnen auch der Mexikanische Drogenbeauftragte Salazzar, gegenüber und mit genau dem trifft sich Richter Wakefield zu Beratungen – während sich seine Tochter für Geld prostituiert ... .
# Schauspielerische Leistungen
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Um es kurz zu machen, die schauspielerische Leistung stimmt durch die Bank weg. Wobei es nicht unbedingt die beiden großen, sprich das Ehepaar Douglas/Zeta-Jones die herausragen. Besonders die kleineren Rollen etwa mit Erika Christensen besetzt, sind mit Bedacht gewählt so das keine Totalausfälle zu vermelden sind. Herauszuheben ist allerdings Benicio del Torro der für seine Darstellung des mexikanischen Cops nicht zu Unrecht mit einem Oscar als bester Nebendarsteller geehrt wurde.
# Besonderheiten
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Traffic spielt zwangsläufig an verschiedenen Handlungsorten und dementsprechend ist ändern sich auch die verwendeten Filter für die Aufnahmen, während es in Amerikas Gerichtssälen eher bläulich und damit deutlich kühler ist, erwartet den Zuschauer in Mexiko eine Gelbfärbung. Wer also beim Wechsel der Szenarien gleich vor Wut seinen DVD Player ausschalten will oder mit dem Gedanken spielt den Silberling im Geschäft umzutausen den darf ich hiermit vorwarnen, all das ist gewollt und macht Sinn, denn so findet man sich, in den sich überschneidenden Handlungssträngen eher zurecht.
# Die DVD
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Was dem Betrachter wohl als erstes auffällt ist die recht genaue Kapitelwahl, denn bei sage und schreibe 68 Kapiteln dürfte die gewünschte Szene alsbald gefunden werden. Aber auch sonst weiß die DVD zu gefallen. Im großen und ganzen jedenfalls.
Die Menüs
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Die Menüs, sind abgesehen von der Kapitelwahl alle animiert und mit stimmiger, leicht melancholischer Hintergrundmusik hinterlegt. Das gewählte Konzept mit all den Menüübergängen ist innovativ und weiß selbst anspruchsvolle Zuschauer zu überzeugen.
Bild und Ton
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Wie ja mittlerweile gewohnt liegt der Ton, Englisch sowie Deutsch, in Dolby Digital 5.1 vor. Auf eine DTS Variante wurde verzichtet was allerdings zu verkraften ist, da der Film nicht gerade mit Rundum Effekten um sich schmeißt. Das Bild (im Format 16:9) ist Kontrastreich und abgesehen von den Handlungsrelevanten Farbänderungen beim Standortwechsel geradezu Farbenfroh. Wer des Hörens überdrüssig ist, darf auf deutsche (auch für hörgeschädigte) sowie englische Untertitel zurückgreifen, welche aber, im Gegensatz zu manch anderem Film abschaltbar sind!
Die Extras
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Ja, so gut das alles klingt bei den Extras macht Traffic leider schlapp. Zwar findet man auf der DVD-9 (heißt die DVD fasst 9 GB) neben dem obligatorischen Kinotrailer, in wohlgemerkt guter Qualität, und der B-Roll, ein vier minütiges Filmchen das Szenen von den Dreharbeiten zeigt aber nicht wirklich begeistern kann, noch eine Filmografie (heißt eine Auflistung der Filme in denen die Schauspieler bislang mitwirkten) aber das war es dann auch im wesendlichen. Da kann auch die Programmvorschau u.a. mit einem Trailer zu Miss Undercover und Leonardo DiCaprios „Gangs of New York“ nichts mehr herausreißen.
Erwähnenswert ist dann jedoch das sogenannte „hidden feature“ heißt ein verstecktes Extra das sich beim halten der Linkstaste auf ihrer Fernbedienung, im Hauptmenü aktivieren lässt. Die „entfallenen Szenen“ dauern dann immerhin sieben Minuten und dürften den ein oder anderen wieder gnädig stimmen.
# Meine Meinung
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Keine Frage, Traffic ist einer der anspruchsvollsten Filme der letzten Jahre. Steven Sonderbergh beleuchtet den Drogenkreislauf von verschiedenen Blickwinkeln ohne sie zu verurteilen aber immer mit der Absicht wachzurütteln. Intelligent, das trifft Traffic wohl am ehesten, denn der mit zwei Golden Globes ausgezeichnete Thriller ist sicherlich kein Film für zwischen durch, man muss sich drauf einlassen auf dieses kleine Meisterwerk.
Aber nicht nur der Film ist gelungen, auch die DVD weiß aufgrund der gelungenen, technischen Präsentation und der innovativen Menüs zu gefallen. Sicherlich sind die Extras für solch einen Film etwas spärlich gesät, aber allein der Film rechtfertigt den Kaufpreis von etwa 25 Euro bereits.
Eine absolute Kaufempfehlung, denn dieses kleine Juwel sollte wohl jeder Filmliebhaber in seinem Regal stehen haben.
liebe grüße, der_dominator
19 Bewertungen, 1 Kommentar
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29.03.2006, 17:04 Uhr von liiiiindaaaaa
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich...über gegenlesungen würde ich mich freuen;)
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