Traffic - Macht des Kartells (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010
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Erfahrungsbericht von filmfacts
schwerer aber ansehnlicher Drogenthriller mit grandioser Optik
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Robert Wakefield (Michael Douglas) ist der neue Drogenbeauftragte der amerikanischen Regierung und legt nach seinem Amtsantritt zunächst einmal das Pflichtprogramm ab. Besuche auf Empfängen, Smalltalk mit Entscheidungsträgern und Reisen zu den Krisenzentren seines Aufgabenbereiches. Doch seine Arbeit wird empfindlich gesört, als er herausfindet, daß seine Tochter die Mittel konsumiert, deren Einfuhr er versucht zu unterbinden ...
Paralell dazu schlittert in Mexiko der kleine Straßenpolizist Javier Rodriguez (Benicio Del Toro) mehr zufällig in eine der beiden rivalisierenden Drogenkartelle. Nach und nach geht er dazu über deren Pläne zu kreuzen und versucht der Bestechlichkeit in den eigenen Reihen ein Ende zu bereiten.
Gleichzeitig hat Helene Ayala (Catherine Zeta-Jones) damit zu kämpfen, daß ihr Gatte Carlos (Steven Bauer), ein unbescholtener Großindustrieller, plötzlich von der DEA aus dem Haus gezerrt wird, da er mit Drogen handeln soll ...
Hmm ...
Steven Soderberghs "Traffic" war großer Favorit bei der 2001er Oscarverleihung und konnte tatsächlich 4 der begehrten Trophäen einsacken, darunter "bester Nebendarsteller" und "beste Regie".
Und tatsächlich ist es bemerkenswert, wie es Soderbergh schafft, die drei verschiedenen Handlungen des Films auf die Leinwand zu bringen und den Zuschauer - besonders am Anfang - recht hilflos im Kinosessel sitzen zu lassen. Durch die verschiedenen Einfärbungen, das verwendete Filmmaterial und die Kameraführung ist zwar recht schnell klar, daß hier Sachen passieren, die nicht unmittelbar miteinander zu tun haben. Aber es dauert ein wenig, bis man die entsprechenden Szenen in einen Kontext bringen kann. Dies führte bei einigen Besuchern im Saal zu Unmut und mißfallendem Gemurmel ... vielleicht etwas anspruchsvoll für die neben mir sitzenden "Dungeons & Dragons" Fanatiker.
Ein Stilelement an das ich mich den ganzen Film über nicht gewöhnen konnte, war die wackelige Handkamera. Diese erzeugte zwar in bestimmten Situationen ein sehr authentisches "mittendrin" Gefühl, wirkte aber sehr deplaziert, wenn Michael Douglas auf einem Gala-Diner Smalltalk betreibt oder mit seiner Familie das Abendbrot einnimmt. Hier wurde eindeutig zuviel des Guten getan. Auch die teilweise sehr körnige Optik wirkte zunächst sehr interessant, auf Dauer ging sie aber sehr zu Lasten der Augen - ich konnte irgendwann nicht mehr einfach auf die Leinwand gucken.
Dazu kommt noch, daß "Traffic" nicht mit Laufzeit geizt. Verständlich wenn praktisch drei Geschichten paralell erzählt werden. Doch kann man Soderbergh wirklich nicht vorwerfen, nicht jedes detail akribisch ausgearbeitet zu haben - leider, denn 45 Minuten weniger Laufzeit hätten dem Film mehr als gut getan.
Glücklicherweise stand ihm durch die Bank routiniertes Personal zur Verfügung, so daß selbst ansonsten eher langweilige Strecken noch erträglich geschauspielert wurden. Vollkommen zu Recht hat hier Benicio Del Toro seinen Oscar erhalten, der in dem Film wirklich brillierte und wesentlich zum Gelingen der "Mexiko-Sequenzen" beigetragen hat. Keine der Geschichten erfährt im Verlauf eine wirkliche auflösung oder verknüpft sich mit einem anderen Handlungsstrang. Bei "Traffic" ist der Weg das Ziel und zeichnet ein deprimierendes Bild von der Situation der Abhängigen, der Dealer und der Hüter des Gesetzes. Keiner kann wirklich gewinnen ...
Leicht langatmiger Thriller mit sehr guten Darstellern, interessanter Optik und cleveren Übergängen.
Paralell dazu schlittert in Mexiko der kleine Straßenpolizist Javier Rodriguez (Benicio Del Toro) mehr zufällig in eine der beiden rivalisierenden Drogenkartelle. Nach und nach geht er dazu über deren Pläne zu kreuzen und versucht der Bestechlichkeit in den eigenen Reihen ein Ende zu bereiten.
Gleichzeitig hat Helene Ayala (Catherine Zeta-Jones) damit zu kämpfen, daß ihr Gatte Carlos (Steven Bauer), ein unbescholtener Großindustrieller, plötzlich von der DEA aus dem Haus gezerrt wird, da er mit Drogen handeln soll ...
Hmm ...
Steven Soderberghs "Traffic" war großer Favorit bei der 2001er Oscarverleihung und konnte tatsächlich 4 der begehrten Trophäen einsacken, darunter "bester Nebendarsteller" und "beste Regie".
Und tatsächlich ist es bemerkenswert, wie es Soderbergh schafft, die drei verschiedenen Handlungen des Films auf die Leinwand zu bringen und den Zuschauer - besonders am Anfang - recht hilflos im Kinosessel sitzen zu lassen. Durch die verschiedenen Einfärbungen, das verwendete Filmmaterial und die Kameraführung ist zwar recht schnell klar, daß hier Sachen passieren, die nicht unmittelbar miteinander zu tun haben. Aber es dauert ein wenig, bis man die entsprechenden Szenen in einen Kontext bringen kann. Dies führte bei einigen Besuchern im Saal zu Unmut und mißfallendem Gemurmel ... vielleicht etwas anspruchsvoll für die neben mir sitzenden "Dungeons & Dragons" Fanatiker.
Ein Stilelement an das ich mich den ganzen Film über nicht gewöhnen konnte, war die wackelige Handkamera. Diese erzeugte zwar in bestimmten Situationen ein sehr authentisches "mittendrin" Gefühl, wirkte aber sehr deplaziert, wenn Michael Douglas auf einem Gala-Diner Smalltalk betreibt oder mit seiner Familie das Abendbrot einnimmt. Hier wurde eindeutig zuviel des Guten getan. Auch die teilweise sehr körnige Optik wirkte zunächst sehr interessant, auf Dauer ging sie aber sehr zu Lasten der Augen - ich konnte irgendwann nicht mehr einfach auf die Leinwand gucken.
Dazu kommt noch, daß "Traffic" nicht mit Laufzeit geizt. Verständlich wenn praktisch drei Geschichten paralell erzählt werden. Doch kann man Soderbergh wirklich nicht vorwerfen, nicht jedes detail akribisch ausgearbeitet zu haben - leider, denn 45 Minuten weniger Laufzeit hätten dem Film mehr als gut getan.
Glücklicherweise stand ihm durch die Bank routiniertes Personal zur Verfügung, so daß selbst ansonsten eher langweilige Strecken noch erträglich geschauspielert wurden. Vollkommen zu Recht hat hier Benicio Del Toro seinen Oscar erhalten, der in dem Film wirklich brillierte und wesentlich zum Gelingen der "Mexiko-Sequenzen" beigetragen hat. Keine der Geschichten erfährt im Verlauf eine wirkliche auflösung oder verknüpft sich mit einem anderen Handlungsstrang. Bei "Traffic" ist der Weg das Ziel und zeichnet ein deprimierendes Bild von der Situation der Abhängigen, der Dealer und der Hüter des Gesetzes. Keiner kann wirklich gewinnen ...
Leicht langatmiger Thriller mit sehr guten Darstellern, interessanter Optik und cleveren Übergängen.
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