Two Oceans Aquarium Cape Town Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Kuschelwuschel
HAIE, ROCHEN und viel mehr
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auf dem Flug zu unserem eigentlichen Urlaubsziel Neuseeland haben wir einen (eher untypischen) Zwischenstopp in Kapstadt eingelegt. Daher werde ich parallel zu meinen kommenden Neuseeland Berichten auch nach und nach Kapstadt Berichte veröffentlichen.
1. Vorwort
2. Adresse
3. Anfahrt
4. Öffnungszeiten
5. Eintrittspreise
6. Reservierung
7. Kuschelwuschels Bericht
8. weitere Einrichtungen
9. Kuschelwuschels Fazit
10. Vergleich
1. Vorwort:
Während meines Stopovers in Kapstadt, habe ich natürlich auch die Gelegenheiten zum Besuch des Two Oceans Ozeanariums an der V&A Waterfront genutzt. Das Ozeanarium ist recht neu, es wurde am 13. November 1995 eröffnet.
Dies war mittlerweile mein dritter Besuch in einem Ozeanarium. Mein erster Besuch war im Jahr 2000 im Sydney Aquarium (Australien) und mein zweiter im Jahr 2002 im Oceanario de Lisboa (Portugal). Einen Vergleich zwischen den drei Ozeanarien findet ihr am Ende meines Berichtes.
2. Adresse:
Dock Road
Victoria & Alfred Waterfront
Kapstadt
Süd-Afrika
3. Anfahrt:
Mit dem Auto direkt zur Victoria & Alfred Waterfront, etwa 20 Meter vom Ozeanarium gibt es ein recht kostengünstiges Parkhaus. Von dort aus kann man die ganze Hafenfront gut zu Fuss erkunden.
4. Öffnungszeiten:
Das Ozeanarium ist 365 Tage im Jahr von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
5. Eintrittspreise:
Erwachsene: 45.00 Rand
Rentner: 35.00 Rand
Kinder (4 – 17 Jahre): 20.00 Rand
Kinder bis vier Jahre frei
Studenten: 35.00 Rand
Am Besuchstag kann das Aquarium beliebig oft verlassen und wieder besucht werden.
Gruppen von mehr als 20 Personen erhalten 10% Nachlaß auf obengenannte Preise. Die Preise gelten von April bis August, die Preise von September bis März sind etwa 2 bis 5 Rand höher.
6. Reservierung:
Telefon Nummer:
++27-21-418 3823
++27-21-418 4644
E-Mail:
[email protected]
7. Kuschelwuschels Bericht:
Nachdem ich von meinen bisherigen Ozeanarium Besuchen so begeistert war, wollte ich natürlich auch das Two Oceans in Kapstadt besuchen, nach eigenen Angaben übrigens das größte Aquarium in Afrika. Dafür haben wir uns am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes abends spontan 2 Stunden eingeräumt. Das Ozeanarium liegt an der neu gestalteten Victoria & Alfred Waterfront in Kapstadt. Diese ist extra für Touristen erschaffen worden und auch ein wirklich schöner Aufenthaltspunkt. Vom Parkhaus aus sind es nur etwa 20 Meter bis zum Eingang des Two Oceans. Ein großer Vorteil in Kapstadt sind die günstigen Preise, so kostet der Eintrittspreis ins Two Oceans für einen Erwachsenen 45 Rand dies sind ungefähr 4,50 Euro. Innerhalb Kapstadt gehört es somit zwar zu den etwas teuerern Attraktionen, aber im internationalen Vergleich ist der Presi wirklich günstig (siehe Punkt 10). Kuschelwuschels Tipp am Rande, wer vorher im Hafen mit dem Water Taxi fährt bekommt einen Discount Voucher für 5 Rand. Wir hatten Glück, da wir nicht anstehen mussten und das Aquarium ansich auch nicht so voll war.
In dem Aquarium werden über 300 unterschiedliche Arten von Fischen, Reptilien, Vögeln, Pflanzen, wirbellosen Tieren und Säugetieren dargestellt, insgesamt gibt es mehr als 3000 lebende Tiere zu betrachten. Die meisten dieser dargestellten Tiere leben im südlichen Teil Afrikas im und am Wasser. Die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten dieser Tiere wird in über 50 Aquarien dargestellt und sind in 9 Themengebiete aufgeteilt. Der Name Two Oceans kommt im übrigen daher, dass an der Südküste Afrikas, am Kap der Guten Hoffnung, der Indische und der Atlantische Ozean aufeinander treffen. So werden in dem Aquarium die Lebewesen dieser beiden Ozeane gezeigt.
Die zwei größten Becken sind das I&J Predator Exhibit, in dem sich ca. 2 Millionen Liter Salzwasser befinden und das Kelp Forest Exhibit, in dem ca. 800.000 Liter Salzwasser sind. Angst, dass eine Scheibe platzt und die Haie auf die Besucher los schwimmen braucht man nicht zu haben. Diese zwei Becken sind mit Spezial Acrylscheiben ausgestattet und die sind nicht nur durchsichtiger, sondern auch stärker als Glas. Das I&J Predator Exhibit hat die größte Scheibe und zwar ist diese 28 cm dick, 4 Meter hoch und 11 Meter lang.
Das Aquarium hat 35 Millionen Rand gekostet und schon nach 14 Monaten mehr als eine Millionen Besucher gehabt.
Das Ozeanarium ist auf mehreren Ebenen zu durchlaufen. In einer Aussenanlage kann man Seehunde sehen, wobei man selbst aber innerhalb des Ozeanariums bleibt und lediglich durch ein großes Fenster dem Treiben der Tiere, sowohl unter, als auch über dem Wasser zu sehen kann. Auch kann man ein recht grosses Wahl-Skelett von einem Southern Wright Whale bewundern, aber dies nur am Rande. Hier nun eine kurze Übersicht und Beschreibung der verschiedenen Themen/Austtellungen:
Diversity Hall
Über 30 verschiedene Kleinaquarien zeigen das Meeresleben im warmen Indischen Ozean. Dort kann man auch mit Hilfe eines Mikroskopes selbst winzigste Tiere entdecken.
Touch Pool
Hier kann man verschiedene Lebewesen, wie zum Beispiel Seeigel und Seesterne berühren und ertasten.
Seal Pool
Das ist die schon beschriebene Anlage mit den Seehunden.
The River Catchment Exhibit – Sappi Story of Water
Sehr schöne Anlage mit einem Gebirgsbach, der von einer Quelle bis ins Meer fließt. Ringsrum gibt es wuchernde Pflanzen und zwitschernde Vögel. Außerdem kann man hier den in Süd-Afrika einheimischen Brillenpinguinen bei ihren Schwimm- und Tauchkünsten zu sehen.
Kelp Forest
Hier bekommt man in einem etwa 12 m² großen und 6 m tiefen Becken einen guten Einblick in einen lebenden Riementangwald. Riementangwälder kommen in Süd-Afrika nur an der Westküste vor, und bieten lebenswichtigen Schutz für Kleinfische und wirbellose Tiere. Diese riesigen Pflanzen reichen bis zum offenen Dach des Aquariums. So kann der Kelp Forest auch auf mehreren Ebenen bewundert werden.
I&J Predator Display
Durch einen Acryl Tunnel kann man die Tiere des Raubfischbeckens sehr gut bewundern. Am Anfang des Tunnels wird die noch recht unbekannte Geschichte der Quastenflosser gezeigt. Der Quastenflosser galt übrigens als ausgestorben, bis er durch Zufall 1938 wieder in Süd-Afrika entdeckt wurde. In dem größten Becken des Ozeanarium gibt es unter anderem große Sandtigerhaie (schätzungsweise 3,5 m lang), verschiedene Rochen, große Wasserschildkröten und eine Vielfalt anderer Raubfischarten. Diese Tiere kann man auch sehr schön durch eine große Glaswand ansehen. Für mich sind die Haie, Rochen und Muränen immer wieder die interessantesten Tiere.
Special Exhibits Gallery (Sonderausstellung)
Alle 2 bis 3 Jahre gibt es Spezial Ausstellungen, 1999 gab es eine erste Ausstellung namens \"Fangs\". Diese zeigte die verschiedenen Aale und Seeschlangen der Unterwasserwelt. Seit Dezember 2001 gibt es nun die Ausstellung \"The Living Dead“, diese zeigt verblueffende \"lebende Fossilien\", wie: Skorpione, Krokodile, Frösche, Krabben usw. Viele der hier vorgestellten Tiere haben sich in Millionen von Jahren praktisch kaum verändert.
Neben dem durchwandern der Austtellungen hat man auch noch die Gelegenheit in dem I&J Predator Display (mit den Sandtigerhaien) oder im Kelp Forest zu tauchen (Preise: 275 Rand - mit eigener Tauchausrüstung, 350 Rand - Aquarium stellt Tauchausrüstung, für Studenten: 250 Rand - mit eigener Tauchausrüstung, 325 Rand - Aquarium stellt Tauchausrüstung), die Preßluftflasche mit Füllung ist im Preis inbegriffen. Eine Vorbuchung und ein gültiger Tauchschein sind dafür aber unerlässlich. Für erfahrene Scuba Taucher gibt es auch die Möglichkeit einen Kupferhelm-Tauchgang im Segeltuchanzug und ausgestattet mit Messing- und Blei- beschwerten Stiefeln, dazu noch Bleigewicht-Gürtel und einem Messer zu machen (600 Rand). Auf diese Art fühlt man sich in eine andere Epoche versetzt.
Ein weiteres Highlight sind auch die verschiedenen Fütterungen im Aquarium. Die Fütterung im Kelp Forest Exhibit (mittwochs um 11:30 Uhr und samstags um 12:30 Uhr) und besonders im I&J Predator Exhibit (täglich um 15:30 Uhr) ist bestimmt eine interessant Sache. Die Haifisch Fütterung am Sonntag (15:30 Uhr) ist sicherlich am spannendsten. Dabei füttern Aquariumtaucher die Haifische, Rochen und Wasserschildkröten mit der Hand. Die Pinguine werden zweimal am Tag gefüttert (12:00 Uhr und 15:00 Uhr). Und auch die Seehund Fütterung kann täglich beobachtet werden. Da wir unter der Wochen abends waren, haben wir leider keine dieser Fütterungen beiwohnen können.
Einen ganz guten Einblick und einige Informationen erhält man auch unter dem nachfolgendem Link: http://www.aquarium.co.za/
8. weitere Einrichtungen:
Auch für Kinder gibt es mehr als nur den „normalen“ Aquariumsbesuch und den extra Kinderspielbereich, so können Kinder zum Beispiel mit einem Schlafsack bewaffnet in der Predator Ausstellung nächtigen. Oder auch auf anderem Wege die Tiere spielend kennelernen.
Auch kann das Ozeanarium für verschiedene Veranstalltungen gebucht werden (Abendessen, Cocktail Parties usw.). Und auch abendliche Führungen können gebucht werden.
Das Aquarium ist komplett Behindertengerecht gestaltet, so gibt es genügend Rampen zum Erkunden der Unterwasserwelt. Selbst eine gewisse Anzahl an kostenlosen Leih-Rollstühlen ist vorhanden.
Des Weiteren gibt es auch noch das Bayfront Blu Restaurant von dessen Terasse aus man einen recht schönen Blick auf den Tafelberg hat. Und auch der typische Aquarium Shop, in dem vor allem Kinder ganz bestimmt irgend etwas zum Kaufen finden, darf nicht fehlen. Dies beiden Sachen kann man auch ohne Eintrittskarte besuchen.
9. Kuschelwuschels Fazit:
Ein Besuch des Two Oceans Aquarium in Kapstadt ist eigentlich, zumindest für halbwegs interessierte, ein Pflichtbesuch. Die Anfahrt ist relativ einfach und auch die Kosten halten sich in Grenzen. Es gibt viel zusehen, besonders toll fand ich die Kelp Wälder, die Predator Ausstellung (Haie, Rochen usw.), aber auch die diversen anderen Aquarien mit z.B. den riesigen Tiefseekrabben, mit den Tintenfischen, mit den verschiedenen Quallen (z.B. Jelly Fish). Wenn möglich sollte man sich den Besuch so einrichten, dass man die Hai-Fütterung oder eine andere Fütterung mitnehmen kann. Die Sehunde kann man allerdings besser und kostenlos entweder auf den vorgelagerten Felsen rings um Kapstadt oder auch direkt im Hafenbecken sehen. Und auch Pinguine kann man in Kapstadt recht gut in freier Natur beobachten.
Gut gestaltetes modernes Aquarium mit „Extra Funktionen“ (Übernachtungen, Tauchen, Fütterungen, Veranstaltungsmöglichkewiten usw.)
10. Vergleich:
Ein Vergleich zwischen den von mir besuchten Sydney Aquarium, dem Lisboa Oceanario und dem Two Oceans Aquarium fällt recht schwer, da sich alle drei von der Aufmachung und dem Inhalt her stark unterscheiden. Äusserlich schöner gestaltet und gelegen finde ich das Aquarium in Lissabon, während es in Sydney auch Aussenanlagen mit Seehunden gibt. Auf das Two Oceans trifft beides zu, obwohl die Aussenanlage nicht so toll ist. In Lissabon ist die Anordnung der Themengebiete und der immer wiederkehrende Kontakt zum Hauptbecken wirklich super gelöst. In Sydney hat man dafür den Vorteil durch Unterwasser Röhren zu laufen und Haie, Rochen usw. auch schwimmend über sich zu sehen. Auch sind die Tiere in Sydney größer. Das Hauptaugenmerk des Sydney Aquariums liegt auf der Australischen Tierwelt, während in Lissabon den verschiedenen Ozeanen und in Kapstadt den beiden Ozeanen (Indischer- und Atlantischer Ozean) das Hauptaugenmerk gilt. Das Aquarium in Kapstadt ist das günstigste dieser drei und kostet etwa 4,50 Euro für einen Erwachsenen (Lissabon etwa 9 Euro und Sydney etwa 14 Euro). Das Aquarium in Sydney erscheint mir am größten, aber definitiv gibt es dort die meisten Arten ca. 650 (Kapstadt ca. 300) und die meisten Tiere ca. 11.000 (Kapstadt ca. 3.000). In Portugal gibt es dafür das größte Einzelbecken, dafür liegt das Aquarium etwas ausserhalb, während in Sydney und Kapstadt beide Aquarien recht Citynah sind. Wie ihr seht ist ein Vergleich nicht einfach.
Zu den jeweiligen Aquarien habe ich hier auch Berichte veröffentlicht, falls ihr euch einen eigenen Überblick machen wollt, könnt ihr euch diese gern ansehen: größtes AQUARIUM Europas (Oceanário (Lissabon)) und EIN 4 Meter HAI schaut Dir in die Augen (Aquarium (Sydney)).
Sofern einen solche Aquarien interessieren, sollte man sich alle drei anschauen, vorausgesetzt man hat die Gelegenheit dazu. Also, viel Spaß beim Staunen, wünscht euch Kuschelwuschel. ;)
1. Vorwort
2. Adresse
3. Anfahrt
4. Öffnungszeiten
5. Eintrittspreise
6. Reservierung
7. Kuschelwuschels Bericht
8. weitere Einrichtungen
9. Kuschelwuschels Fazit
10. Vergleich
1. Vorwort:
Während meines Stopovers in Kapstadt, habe ich natürlich auch die Gelegenheiten zum Besuch des Two Oceans Ozeanariums an der V&A Waterfront genutzt. Das Ozeanarium ist recht neu, es wurde am 13. November 1995 eröffnet.
Dies war mittlerweile mein dritter Besuch in einem Ozeanarium. Mein erster Besuch war im Jahr 2000 im Sydney Aquarium (Australien) und mein zweiter im Jahr 2002 im Oceanario de Lisboa (Portugal). Einen Vergleich zwischen den drei Ozeanarien findet ihr am Ende meines Berichtes.
2. Adresse:
Dock Road
Victoria & Alfred Waterfront
Kapstadt
Süd-Afrika
3. Anfahrt:
Mit dem Auto direkt zur Victoria & Alfred Waterfront, etwa 20 Meter vom Ozeanarium gibt es ein recht kostengünstiges Parkhaus. Von dort aus kann man die ganze Hafenfront gut zu Fuss erkunden.
4. Öffnungszeiten:
Das Ozeanarium ist 365 Tage im Jahr von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
5. Eintrittspreise:
Erwachsene: 45.00 Rand
Rentner: 35.00 Rand
Kinder (4 – 17 Jahre): 20.00 Rand
Kinder bis vier Jahre frei
Studenten: 35.00 Rand
Am Besuchstag kann das Aquarium beliebig oft verlassen und wieder besucht werden.
Gruppen von mehr als 20 Personen erhalten 10% Nachlaß auf obengenannte Preise. Die Preise gelten von April bis August, die Preise von September bis März sind etwa 2 bis 5 Rand höher.
6. Reservierung:
Telefon Nummer:
++27-21-418 3823
++27-21-418 4644
E-Mail:
[email protected]
7. Kuschelwuschels Bericht:
Nachdem ich von meinen bisherigen Ozeanarium Besuchen so begeistert war, wollte ich natürlich auch das Two Oceans in Kapstadt besuchen, nach eigenen Angaben übrigens das größte Aquarium in Afrika. Dafür haben wir uns am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes abends spontan 2 Stunden eingeräumt. Das Ozeanarium liegt an der neu gestalteten Victoria & Alfred Waterfront in Kapstadt. Diese ist extra für Touristen erschaffen worden und auch ein wirklich schöner Aufenthaltspunkt. Vom Parkhaus aus sind es nur etwa 20 Meter bis zum Eingang des Two Oceans. Ein großer Vorteil in Kapstadt sind die günstigen Preise, so kostet der Eintrittspreis ins Two Oceans für einen Erwachsenen 45 Rand dies sind ungefähr 4,50 Euro. Innerhalb Kapstadt gehört es somit zwar zu den etwas teuerern Attraktionen, aber im internationalen Vergleich ist der Presi wirklich günstig (siehe Punkt 10). Kuschelwuschels Tipp am Rande, wer vorher im Hafen mit dem Water Taxi fährt bekommt einen Discount Voucher für 5 Rand. Wir hatten Glück, da wir nicht anstehen mussten und das Aquarium ansich auch nicht so voll war.
In dem Aquarium werden über 300 unterschiedliche Arten von Fischen, Reptilien, Vögeln, Pflanzen, wirbellosen Tieren und Säugetieren dargestellt, insgesamt gibt es mehr als 3000 lebende Tiere zu betrachten. Die meisten dieser dargestellten Tiere leben im südlichen Teil Afrikas im und am Wasser. Die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten dieser Tiere wird in über 50 Aquarien dargestellt und sind in 9 Themengebiete aufgeteilt. Der Name Two Oceans kommt im übrigen daher, dass an der Südküste Afrikas, am Kap der Guten Hoffnung, der Indische und der Atlantische Ozean aufeinander treffen. So werden in dem Aquarium die Lebewesen dieser beiden Ozeane gezeigt.
Die zwei größten Becken sind das I&J Predator Exhibit, in dem sich ca. 2 Millionen Liter Salzwasser befinden und das Kelp Forest Exhibit, in dem ca. 800.000 Liter Salzwasser sind. Angst, dass eine Scheibe platzt und die Haie auf die Besucher los schwimmen braucht man nicht zu haben. Diese zwei Becken sind mit Spezial Acrylscheiben ausgestattet und die sind nicht nur durchsichtiger, sondern auch stärker als Glas. Das I&J Predator Exhibit hat die größte Scheibe und zwar ist diese 28 cm dick, 4 Meter hoch und 11 Meter lang.
Das Aquarium hat 35 Millionen Rand gekostet und schon nach 14 Monaten mehr als eine Millionen Besucher gehabt.
Das Ozeanarium ist auf mehreren Ebenen zu durchlaufen. In einer Aussenanlage kann man Seehunde sehen, wobei man selbst aber innerhalb des Ozeanariums bleibt und lediglich durch ein großes Fenster dem Treiben der Tiere, sowohl unter, als auch über dem Wasser zu sehen kann. Auch kann man ein recht grosses Wahl-Skelett von einem Southern Wright Whale bewundern, aber dies nur am Rande. Hier nun eine kurze Übersicht und Beschreibung der verschiedenen Themen/Austtellungen:
Diversity Hall
Über 30 verschiedene Kleinaquarien zeigen das Meeresleben im warmen Indischen Ozean. Dort kann man auch mit Hilfe eines Mikroskopes selbst winzigste Tiere entdecken.
Touch Pool
Hier kann man verschiedene Lebewesen, wie zum Beispiel Seeigel und Seesterne berühren und ertasten.
Seal Pool
Das ist die schon beschriebene Anlage mit den Seehunden.
The River Catchment Exhibit – Sappi Story of Water
Sehr schöne Anlage mit einem Gebirgsbach, der von einer Quelle bis ins Meer fließt. Ringsrum gibt es wuchernde Pflanzen und zwitschernde Vögel. Außerdem kann man hier den in Süd-Afrika einheimischen Brillenpinguinen bei ihren Schwimm- und Tauchkünsten zu sehen.
Kelp Forest
Hier bekommt man in einem etwa 12 m² großen und 6 m tiefen Becken einen guten Einblick in einen lebenden Riementangwald. Riementangwälder kommen in Süd-Afrika nur an der Westküste vor, und bieten lebenswichtigen Schutz für Kleinfische und wirbellose Tiere. Diese riesigen Pflanzen reichen bis zum offenen Dach des Aquariums. So kann der Kelp Forest auch auf mehreren Ebenen bewundert werden.
I&J Predator Display
Durch einen Acryl Tunnel kann man die Tiere des Raubfischbeckens sehr gut bewundern. Am Anfang des Tunnels wird die noch recht unbekannte Geschichte der Quastenflosser gezeigt. Der Quastenflosser galt übrigens als ausgestorben, bis er durch Zufall 1938 wieder in Süd-Afrika entdeckt wurde. In dem größten Becken des Ozeanarium gibt es unter anderem große Sandtigerhaie (schätzungsweise 3,5 m lang), verschiedene Rochen, große Wasserschildkröten und eine Vielfalt anderer Raubfischarten. Diese Tiere kann man auch sehr schön durch eine große Glaswand ansehen. Für mich sind die Haie, Rochen und Muränen immer wieder die interessantesten Tiere.
Special Exhibits Gallery (Sonderausstellung)
Alle 2 bis 3 Jahre gibt es Spezial Ausstellungen, 1999 gab es eine erste Ausstellung namens \"Fangs\". Diese zeigte die verschiedenen Aale und Seeschlangen der Unterwasserwelt. Seit Dezember 2001 gibt es nun die Ausstellung \"The Living Dead“, diese zeigt verblueffende \"lebende Fossilien\", wie: Skorpione, Krokodile, Frösche, Krabben usw. Viele der hier vorgestellten Tiere haben sich in Millionen von Jahren praktisch kaum verändert.
Neben dem durchwandern der Austtellungen hat man auch noch die Gelegenheit in dem I&J Predator Display (mit den Sandtigerhaien) oder im Kelp Forest zu tauchen (Preise: 275 Rand - mit eigener Tauchausrüstung, 350 Rand - Aquarium stellt Tauchausrüstung, für Studenten: 250 Rand - mit eigener Tauchausrüstung, 325 Rand - Aquarium stellt Tauchausrüstung), die Preßluftflasche mit Füllung ist im Preis inbegriffen. Eine Vorbuchung und ein gültiger Tauchschein sind dafür aber unerlässlich. Für erfahrene Scuba Taucher gibt es auch die Möglichkeit einen Kupferhelm-Tauchgang im Segeltuchanzug und ausgestattet mit Messing- und Blei- beschwerten Stiefeln, dazu noch Bleigewicht-Gürtel und einem Messer zu machen (600 Rand). Auf diese Art fühlt man sich in eine andere Epoche versetzt.
Ein weiteres Highlight sind auch die verschiedenen Fütterungen im Aquarium. Die Fütterung im Kelp Forest Exhibit (mittwochs um 11:30 Uhr und samstags um 12:30 Uhr) und besonders im I&J Predator Exhibit (täglich um 15:30 Uhr) ist bestimmt eine interessant Sache. Die Haifisch Fütterung am Sonntag (15:30 Uhr) ist sicherlich am spannendsten. Dabei füttern Aquariumtaucher die Haifische, Rochen und Wasserschildkröten mit der Hand. Die Pinguine werden zweimal am Tag gefüttert (12:00 Uhr und 15:00 Uhr). Und auch die Seehund Fütterung kann täglich beobachtet werden. Da wir unter der Wochen abends waren, haben wir leider keine dieser Fütterungen beiwohnen können.
Einen ganz guten Einblick und einige Informationen erhält man auch unter dem nachfolgendem Link: http://www.aquarium.co.za/
8. weitere Einrichtungen:
Auch für Kinder gibt es mehr als nur den „normalen“ Aquariumsbesuch und den extra Kinderspielbereich, so können Kinder zum Beispiel mit einem Schlafsack bewaffnet in der Predator Ausstellung nächtigen. Oder auch auf anderem Wege die Tiere spielend kennelernen.
Auch kann das Ozeanarium für verschiedene Veranstalltungen gebucht werden (Abendessen, Cocktail Parties usw.). Und auch abendliche Führungen können gebucht werden.
Das Aquarium ist komplett Behindertengerecht gestaltet, so gibt es genügend Rampen zum Erkunden der Unterwasserwelt. Selbst eine gewisse Anzahl an kostenlosen Leih-Rollstühlen ist vorhanden.
Des Weiteren gibt es auch noch das Bayfront Blu Restaurant von dessen Terasse aus man einen recht schönen Blick auf den Tafelberg hat. Und auch der typische Aquarium Shop, in dem vor allem Kinder ganz bestimmt irgend etwas zum Kaufen finden, darf nicht fehlen. Dies beiden Sachen kann man auch ohne Eintrittskarte besuchen.
9. Kuschelwuschels Fazit:
Ein Besuch des Two Oceans Aquarium in Kapstadt ist eigentlich, zumindest für halbwegs interessierte, ein Pflichtbesuch. Die Anfahrt ist relativ einfach und auch die Kosten halten sich in Grenzen. Es gibt viel zusehen, besonders toll fand ich die Kelp Wälder, die Predator Ausstellung (Haie, Rochen usw.), aber auch die diversen anderen Aquarien mit z.B. den riesigen Tiefseekrabben, mit den Tintenfischen, mit den verschiedenen Quallen (z.B. Jelly Fish). Wenn möglich sollte man sich den Besuch so einrichten, dass man die Hai-Fütterung oder eine andere Fütterung mitnehmen kann. Die Sehunde kann man allerdings besser und kostenlos entweder auf den vorgelagerten Felsen rings um Kapstadt oder auch direkt im Hafenbecken sehen. Und auch Pinguine kann man in Kapstadt recht gut in freier Natur beobachten.
Gut gestaltetes modernes Aquarium mit „Extra Funktionen“ (Übernachtungen, Tauchen, Fütterungen, Veranstaltungsmöglichkewiten usw.)
10. Vergleich:
Ein Vergleich zwischen den von mir besuchten Sydney Aquarium, dem Lisboa Oceanario und dem Two Oceans Aquarium fällt recht schwer, da sich alle drei von der Aufmachung und dem Inhalt her stark unterscheiden. Äusserlich schöner gestaltet und gelegen finde ich das Aquarium in Lissabon, während es in Sydney auch Aussenanlagen mit Seehunden gibt. Auf das Two Oceans trifft beides zu, obwohl die Aussenanlage nicht so toll ist. In Lissabon ist die Anordnung der Themengebiete und der immer wiederkehrende Kontakt zum Hauptbecken wirklich super gelöst. In Sydney hat man dafür den Vorteil durch Unterwasser Röhren zu laufen und Haie, Rochen usw. auch schwimmend über sich zu sehen. Auch sind die Tiere in Sydney größer. Das Hauptaugenmerk des Sydney Aquariums liegt auf der Australischen Tierwelt, während in Lissabon den verschiedenen Ozeanen und in Kapstadt den beiden Ozeanen (Indischer- und Atlantischer Ozean) das Hauptaugenmerk gilt. Das Aquarium in Kapstadt ist das günstigste dieser drei und kostet etwa 4,50 Euro für einen Erwachsenen (Lissabon etwa 9 Euro und Sydney etwa 14 Euro). Das Aquarium in Sydney erscheint mir am größten, aber definitiv gibt es dort die meisten Arten ca. 650 (Kapstadt ca. 300) und die meisten Tiere ca. 11.000 (Kapstadt ca. 3.000). In Portugal gibt es dafür das größte Einzelbecken, dafür liegt das Aquarium etwas ausserhalb, während in Sydney und Kapstadt beide Aquarien recht Citynah sind. Wie ihr seht ist ein Vergleich nicht einfach.
Zu den jeweiligen Aquarien habe ich hier auch Berichte veröffentlicht, falls ihr euch einen eigenen Überblick machen wollt, könnt ihr euch diese gern ansehen: größtes AQUARIUM Europas (Oceanário (Lissabon)) und EIN 4 Meter HAI schaut Dir in die Augen (Aquarium (Sydney)).
Sofern einen solche Aquarien interessieren, sollte man sich alle drei anschauen, vorausgesetzt man hat die Gelegenheit dazu. Also, viel Spaß beim Staunen, wünscht euch Kuschelwuschel. ;)
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