XIII (PC Spiel Shooter) Testbericht

ab 15,84
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Erfahrungsbericht von Patrick0162

Ohne Gedächtnis und landesweit gesucht - als angeblicher Mörder des US-Präsidenten. Keine guten Auss

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Inhalt
Eine Szene, die an die Ermordung John F. Kennedys 1963 erinnert: Bei einer Parade wird der amerikanische Präsident Sheridan in seinem offenen Wagen erschossen. Der Täter ist flüchtig.
Schnitt: Mit einer Kopfverletzung wachen Sie irgendwo am Strand auf, aus dem Schlaf gerissen von einer bildhübschen Rettungsschwimmerin, wie man sie so gebaut nur aus der TV-Serie „Baywatch" kennt. Noch sehen Sie verschwommen, können Ihre Umgebung nicht richtig erkennen und wissen weder, wo Sie sich hier befinden, noch, wer Sie überhaupt sind. Nur eines scheint sicher: Sie sollen den Präsidenten ermordet haben. Die Polizei ist bereits hinter Ihnen her - und nicht nur die. Auch finstere Gestalten der weniger gesetzestreuen Art haben sich an Ihre Spur geheftet.
Die einzigen Dinge, die Sie an Ihre scheinbar bewegte Vergangenheit erinnern, sind eine aufs Schlüsselbein tätowierte Xill (römische 13) und der Schlüssel zu einem Bankschließfach. Außerdem werden Sie im Lauf des Spiels immer wieder von Visionen heimgesucht. Scheinbar filmartige Rückblenden, aber mit einem gravierenden Unterschied: Sie können aktiv in den Ablauf dieser Traumszenen eingreifen und dabei wertvolle Informationen zur Klärung Ihres Falles sammeln.
„XIII" ist aber weder Abenteuerspiel noch Detektivstory, sondern ein klassischer Actiontitel, der den kampferprobten Haudegen fordert. Die 34 Einzelaufgaben, die Sie als Einzelkämpfer in eigener Sache aus der Ich-Perspektive in Angriff nehmen, verlangen vor allem eins: gute Reflexe. 15 Waffen, vom Messer über Pistolen und Schnellfeuergewehre bis zu exotischen Geräten, wie einer Harpune, gehen Ihnen dabei zur Hand. So viel sei bereits verraten: Natürlich stellt sich heraus, dass Sie keineswegs ein bösartiger Verbrecher sind. Schön und gut, aber nicht immer von Vorteil, denn als braver Bürger dürfen Sie weder Polizisten noch unschuldige Zivilisten töten. Wenn ein Ordnungshüter auf Sie schießt, können Sie ihn nur mit Fausthieben oder „harmlosen" Hilfsmitteln, wie Stühlen, Flaschen, Aschenbechern, ins Land der Träume schicken. Zwischendurch dürfen Sie sich immer mal wieder kleine Verschnaufpausen gönnen kurze Filme erzählen dann die 3 Handlung weiter. Die Streifen sind gut gemacht und erinnern durchaus an professionelle Zeichentrickfilme. Haben Sie die Spielaufgabe gelöst? Dann drängen sich Mehr-Spieler-Partien zum Weitermachen auf - an 24 Schauplätzen gegen andere Teilnehmer im Netzwerk oder Internet oder allein gegen eine Gruppe computergesteuerter Gegner.

Bedienung
Auch wenn die Aufmachung des Spiels ungewöhnlich ist, die Steuerung bleibt klassisch. Wer Actionspiele mit Ich-Perspektive („Ego-Shooter") kennt, muss nicht umlernen. Mit der Tastatur leiten Sie Ihre Spielfigur durchs Abenteuer, mit der Maus bedienen Sie Spielkamera und Waffen.

Urteil
Glauben Sie bloß nicht, dass ein Spiel mit Zeichentrick-Grafik grundsätzlich harmlos sei. Im Gegenteil. Hier geht's richtig zur Sache, und wenn mal ein Kontrahent das Zeitliche segnet, so wird sein Ableben in epischer Breite dargestellt. Manche werden den Comicstil vielleicht als unpassend empfinden, aber das ist eine Geschmacksfrage. Im übrigen braucht sich XIII keineswegs zu verstecken. Die spannende Verschwörungsgeschichte wird Sie bis zum Ende in Atem halten. XIII ist schlicht ein„gut" gemachtes Actionspiel - und zwar eins für Erwachsene.

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