XIII (PC Spiel Shooter) Testbericht

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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse

Habe ich den Präsidenten getötet ?

Pro:

s. Text

Kontra:

s. Text

Empfehlung:

Ja

Schon vor etwas mehr als einem Jahr hörte (bzw. las) ich davon, dass ein Ego-Shooter programmiert werden soll, der auf einem Comic basiert und dessen Grafik auch im Stil eines Comic gehalten ist.
Vor einiger Zeit war es dann soweit und das Spiel mit dem Titel XIII wurde fertiggestellt und erschien im Handel.
In der Zwischenzeit habe ich XIII (mehrfach) durchgespielt und so folgt nun heute hier mein Beitrag über diesen Ego-Shooter.



ALLGEMEINES
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XIII wurde von Dargaud programmiert, den Vertrieb übernahm Ubi Soft Entertainment und obwohl das Spiel nun bereits einige Monate erhältlich ist, ist es im Fachhandel noch immer recht weit verbreitet, wobei der Preis um etwa 40,00 € liegt.
Auch im Internet ist XIII vertreten, die Url lautet www.xiii-thegame.com.
Neben den vier CDs des Spiels enthält die rot gehaltene und mit Abbildungen von Charakteren aus dem Spiel gestaltete Verpackung noch ein deutschsprachiges, 15-seitiges Handbuch.
XIII hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahre, im Hauptmenü des Spiels lässt sich die Gewaltdarstellung (Blut) aber noch reduzieren, so dass ich keine Bedenken hätte, das Spiel auch jüngeren Spielern zugänglich zu machen.



STORY / SPIEL
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Mit einem totalen Gedächtnisverlust wachen Sie benommen an einem einsamen Strandabschnitt an der amerikanischen Ostküste auf. Auf ihrer Schulter ist die Zahl XIII tätowiert und in ihrer Tasche finden Sie den Schlüssel zu einem Schließfach und nur kurze Zeit später werden Sie auch schon von Unbekannten angegriffen.
Schnell erfahren Sie, dass Sie beschuldigt werden, den amerikanischen Präsidenten umgebracht zu haben und die Beweise gegen Sie sind tatsächlich erdrückend.
So müssen Sie also nicht nur herausfinden, wer Sie sind, sondern auch den wahren Mörder des Präsidenten finden (sofern Sie es nicht tatsächlich selbst waren).
Die Story des Spiels basiert auf dem Comic XIII von W. Vance und J. van Hamme, der wiederum auf dem Roman DIE BOURNE IDENTITÄT von ROBERT LUDLUM (verfilmt mit Matt Damon und Franka Potente) basiert.
Vor diesem Szenario kämpft sich der Spieler in der Ich-Perspektive durch die Levels des Spiels, wobei die Story in Zwischensequenzen weitergeführt wird. Wie in einem Ego-Shooter üblich, muss der Spieler selbstverständlich auch hier die Gegner ausschalten (erschießen), allerdings dürfen hier Unbeteiligte (etwa FBI-Agenten) nicht getötet werden. Auch ist es dem Spieler möglich, Geiseln zu nehmen u.ä.
Erwartungsgemäß fehlt dem Spiel auch ein Multiplayermodus nicht, in dem der Spieler entweder alleine gegen Bots oder im LAN/Internet gegen andere Spieler antreten kann. Dabei stehen die klassischen Varianten Deathmatch, Team Deathmatch und Capture The Flag zur Verfügung, sowie eine als Feuerschutz bezeichnete Variante, in dem zwei Teams à zwei Spieler versuchen, eine Flagge in die gegnerische Basis zu bringen, wobei jeweils der eine Spieler mit leichter Bewaffnung, der andere mit einem Scharfschützengewehr ausgestattet ist.



INSTALLATION / HARDWARE
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Die Installation von XIII sollte niemanden vor ernsthafte Probleme stellen, da diese von Beginn an weitestgehend automatisch und menügeführt erfolgt. Bedienereingriffe sind lediglich bei der wahl der nstallationsart (minimal oder komplett) und zum Wechseln der CDs erforderlich.
Während die minimale Installation lediglich etwa 120 MB Platz auf der Festplatte benötigt, sind es bei der (u.a. aufgrund der kürzeren Ladezeiten empfehlenswerten) vollständigen Installation etwa 2,5 GB.
Die minimalen Hardwarevoraussetzungen gibt der Hersteller mit einem Prozessor mit 700 MHz, 128 MB RAM und einer 32 MB DirectX 8.1 kompatiblen Grafikkarte an, als Empfehlung ist ein 1 GHz Prozessor mit 256 MB RAM und 64 MB Grafik angegeben.
Auf meinem Athlon 1800+ mit 768 MB RAM und GeForce Grafik läuft das Spiel auch in höheren Auflösungen absolut flüssig.
Lauffähig ist XIII übrigens unter allen Windows-Versionen ab WINDOWS 98, also auch unter WINDOWS 2000.



GRAFIK, SOUND & STEUERUNG
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Die Grafik in XIII basiert auf einer UNREAL-Engine, stellt aber im Bereich der Ego-Shooter ein Novum dar, den entsprechend der Comic-Vorlage, wurde auch die Grafik vollständig im Comic-Look gehalten und so sieht der Spieler neben den gezeichneten Charakteren auch Sprechblasen und ähnliches.
So kann hier natürlich nicht von einer realistischen, wohl aber von einer sehr guten Grafik gesprochen werden.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir auch der Sound, der mir immer stimmig und passend erschien.
Die Steuerung bietet keinerlei Überraschungen und so wird auch in XIII mittels einer Kombination aus Tastatur und Maus gesteuert, wobei die Belegung der Tasten frei konfigurierbar ist (ich komme übrigens bereits mit der voreingestellten Tastenbelegung sehr gut zurecht).
Die mit den beiden Eingabegeräten gegebenen Kommandos werden schnell und präzise im Spiel umgesetzt und so bot mir die Steuerung keinerlei Anlass für Beanstandungen.



WAFFEN-, GEGNER- & LEVELDESIGN
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Von Beginn an wird der Spieler recht linear durch die abwechslungsreich gestalteten Levels des Spiels geführt. Dabei handelt es sich sowohl um Außenareale (zum Beispiel der Strand zu Beginn des Spiels) , als auch im Innenräume (Bankgebäude, FBI-Quartier, ...).
Innerhalb dieser Levels trifft der Spieler auf unterschiedliche Gegner, die sich aus den Reihen einer Geheimorganisation rekrutieren, aber auch FBI-Agenten und andere stellen sich dem Spieler entgegen, wobei aber nicht immer auch jeder Gegner getötet werden darf (schließlich ist man kein Amokläufer).
Das Arsenal der Waffen, die dem Spieler bei der Bewältigung des Spiels zur Verfügung stehen, reicht vom Messer über Pistole und Schrotgewehr bis hin zur Armbrust, Sturmgewehr und Bazooka. Insgesamt stehen dem Spieler 13 unterschiedliche Waffen zur Verfügung.
Daneben erleichtern auch PowerUps sowie Ausrüstungsgegenstände wie MediPacks, Enterhaken, Schlüssel, ... das Fortkommen innerhalb der Levels und auch finden sich in den Levels so genannte XIII-Akten, in denen der Spieler mehr über sich selbst und seine Vergangenheit erfährt und seine Fähigkeiten verbessert.
Aufgrund der Comicgrafik können natürlich weder Levels, noch Waffen und Gegner als realistisch dargestellt bezeichnet werden, aber in jedem Fall schien mir das gesamte Spieldesign sehr liebevoll und detailliert gezeichnet/gestaltet.



SPIELSPASS
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Zunächst war ich aufgrund der Comicgrafik etwas skeptisch, wurde dann aber schnell eines besseren belehrt.
Von der ersten Minute an machte mir XIII sehr viel Spaß, woran insbesondere die (mir vom Roman bekannte) konsequent weitergeführte und intelligente Story mit ihren Charakteren wie General Carrington, Jones und anderen einen erheblichen Anteil hatte. Von Beginn an schafft es das Spiel, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, die mich von der ersten bis zur letzten Spielminute gefangen nehmen konnte.
Leider endete der Spielspaß aber auch sehr schnell, denn bereits nach etwa 15 Stunden Nettospielzeit hatte ich das Ende des Spiels erreicht. Zwar konnte mich das Spiel motivieren, es in einem höheren Schwierigkeitsgrad (es sind vier unterschiedliche Schwierigkeitsgrade wählbar) erneut durchzuspielen, da dann die Story aber vollständig bekannt ist, verliert XIII beim erneuten spielen ein wenig von seinem ursprünglichen Reiz (macht aber immer noch Spaß).



FAZIT
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Ich habe XIII as ein einwandfrei zu bedienenden/steuernden Ego-Shooter kennengelernt, der mit seiner Comicgrafik eine neue (und hervorragend funktionierende) Idee in das Genre der Ego-Shooter gebracht hat und mit einer hervorragenden Story aufwarten kann, so dass ich das Spiel hier uneingeschränkt empfehle und mit SEHR GUT beurteile.

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