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Erfahrungsbericht von Marc12

Deutschland Deutschland es geht nach unten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Liebe Yopi Mitglieder,
was ist eigentlich in Deutschland los. Die Arbeitslosenzahlen gehen nach oben, die Kranken werdeb abgezockt, die Mautgebühren kommen nicht und und und. Unser schönes Land fährt gerade mit voller Pulle vor die Wand.
Dies kann man zwar zum großen Teil unseren Politikern (und zwar aller Parteien) zuschreiben, aber auch den Firmenbossen. Die IG-Metall streit gerade um lächerliche 4% mehr Lohn und Gehalt. 4% sind lächerlich, wenn man betrachtet, was sich die Bosse an Erhöhungen gönnen. Da sind 240% keine Seltenheit. Ist es wirklich nötig, daß ein Firmenchef mehrere Millionen Euro im Jahr verdient? Klar, der hat die Verantwortung, doch kann er allein die Wirtschaft in Deutschland auch nicht ankurbeln. In Deutschland wird schlichtweg zu wenig eingekauft. Dies ist ja auch kein Wunder, wenn man jeden Cent umdrehen muß - Angst vor der Zukunft hat und sich lieber etwas zur Seite legen will. Jobangst kennt zur Zeit wohl fast jeder. Dies ist auch kein Wunder. Die Maschinen erobern immer mehr die Arbeitswelt. Ein Beispiel: Früher fuhren bei der Müllabfuhr 3 Mann mit. Heute sitzt einer im Lkw und arbeitet mit einem Greifarm an seinem Fahrzeug. 2 Arbeitsplätze allein da pro Wagen weniger.
Es gibt in Deutschland zur Zeit mehr als 4,5 Mio. Arbeitslose. Wenn man die Menschen, die eine ICH-AG gegründet haben und auch vom Staat unterstützt werden, sowie die Menschen, die in ABMs beschäftigt sind auch noch mitzählen würde, dann kommt man sicher auf einen Wert weit über 5 Mio. Menschen. Kein Wunder, daß unsere Land am Boden liegt und alle Kassen leer sind.
Das es Deutschland schlecht geht und wir unseren Lebensstandart nicht mehr lange so halten können, wie wir ihn gewohnt sind, düfte jeden klar sein. Doch was kann helfen? Ein Wechsel von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb? Ich glaube nicht, auch wenn es ein Anfang wäre. Uns kann wohl nur ein sehr großer Schritt helfen.
Es kann nicht sein, daß Firmen, die in Deutschland Fuß fassen wollen, durch unsere Bürokratie abgeschreckt werden. Ihre Anträge Monatelang brauchen, um durchzukommen, daß Firmen mit Auflagen ohne Ende bedacht werden. Wen wundert es da, daß Firmen lieber nach Rumänien oder andere Osteuropäische Länder gehen. Erstens ist die Arbeitskraft dort sehr viel billiger und auch der Grundbesitz kann dort günstiger Erworben werden und natürlich braucht man dort nicht all zu viele Auflagen beachten. Viele Gründe die für diese Länder sprechen. Wenn wir Deutschen dann noch denken, daß diese Osteuropäer nicht so gut arbeiten können wie wir, dann haben wir uns tierisch in den Finger geschnitten.
\"Made In Germany\" ist zwar in der Welt noch einiges Wert, doch steht es nicht mehr auf vielen Produkten. \"Designed in Germany\" finden wir auf vielen Produkten - gerade in der Bekleidungsindustrie.
Wenn Betriebsräte von ihren Arbeitgebern mit neuen Verträgen konfrontiert werden, stimmen sie zur Zeit allem zu. Egal ob die Beschäftigten 10 Stunden im Monat umsonst arbeiten sollen, das Urlaubsgeld gestrichen wird, oder die Betriebsrente gestrichen wird.
Was unser Land jetzt ganz dringent braucht ist Kaufkraft. Es geht nicht an, daß die Politik uns 10 Euro in die eine Hosentasche steckt, die wir im Monat mehr verdienen und uns aus der anderen Tasche 20 Euro rausholen. Dann wir einem das noch verkauft als Steuerreform. So geht es nicht mehr.
Was hat Deutschland denn zu bieten? Na unsere Autobahnen im Herzen von Europa. Da ist Geld ohne Ende zu holen. Um unsere Autobahnen kommt kaum ein Urlauber rum. Warum werden nicht einfach wie in Österreich Vinetten verkauft, die zur Nutzung unserer Autobahnen berechtigen. Großer Aufwand wie bei der Mautgebühr ist dies sicher nicht. Dadurch unterstützt endlich auch das Ausland uns mal. Durch das Geld welches hier rein kommt, sollte man die Lohnsteuer drastisch runter setzen. Die Menschen verdienen A mehr und B müssen unsere Arbeitgeber weniger zahlen. Das neu verdiente Geld, wird dann durch mehr Einkäufe wieder in die Firmen investiert und durch die MwSt nimmt auch der Staat wieder was ein.
Eine Regierung, die die Arbeiter unterstüzt mag auf den ersten Blick nicht schlecht sein, doch ist das der falsche Weg. Eine Regierung, die die Firmen unterstützt ist wesentlich besser, da die unsere Gehälter zahlen.
Warum hilft die Politik nicht den Firmen, dennen es schlecht geht? Wir haben 4,5 Mio arbeitslose. Wenn es einer Firma schlecht geht, warum zahlt dann nicht einfach der Staat für einige Zeit die Gehälter der Arbeiter und gibt den Firmen damit Zeit sich zu erholen?
Unseren Politikern und Firmenbossen geht es ja nicht schlecht. Der kleine Mann darf es ausbaden und spüren. Arbeiterüberlassungen machen den Arbeitsmarkt kaputt. Schaut Euch mal bei der Arbeitsagentur um. Mehr als 50% der Stellen gibt es bei Arbeit-Service-Agenturen.
Wenn nicht langsam ein Ruck durch Deutschland geht, wird es für uns noch richtig böse ins Auge gehen. Für die Zukunft sehe ich zur Zeit mächtig schwarz.

Ich hätte hier auf Schröder und Co. rumhacken können, doch hätte ich dann auch eine Altanavie anbieten müssen. Die sehe ich zur Zeit aber nicht - was nicht heißen soll, daß ich die Arbeit der SPD gut finde. Eher finde ich sie zum kotzen. Sprechen allein hilft nicht - es muß endlich gehandelt werden!

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