Erfahrungsbericht von schmiddi
Drei Wetter Taft Xpress Chaos Look - Das Stylen kennt keine Grenzen mehr !
Pro:
ich kann mich nicht an was Positives bei dieser Krankheit erinnern
Kontra:
beeinträchtigt einen in allen Lebenslagen, kann chronisch werden, macht einen total verrückt
Empfehlung:
Nein
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Vorwort
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In der letzten Zeit wurde meine Kopfhaut durch viele verschiedene Arten von Haar Gel und Haarlack sehr beansprucht. Also machte ich mich wieder einmal auf den Weg ins Kaufhaus, um nach einem Gel zu suchen, welches meine Kopfhaut nicht stark belastet, dem Frisieren meiner Haare jedoch keine Grenzen setzt.
Durch Zufall wurde ich auf das neue Gel von Drei Wetter Taft aufmerksam, welches ich mir hauptsächlich wegen den vielversprechenden Werbeslogans auf der Packung zulegte. In dieser Meinung beschreibe ich nun einmal meine Erfahrungen mit diesem Gel und ob es nun auch wirklich für mich und viele andere geeignet ist.
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Die Tube
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Die Tube besteht aus transparentem, weichen Kunststoff. Sie ist nicht gerade sehr breit und lang - ca. 15 cm Länge und 5 cm Breite um genau zu sein.
Vorne und hinten befindet sich jeweils ein Aufkleber mit der Produktbeschreibung. Diese sind ebenfalls hauptsächlich transparent gestaltet.
Vorne auf dem Aufkleber befindet sich erst einmal das Logo von Schwarzkopf mit dem dazugehörigen Schriftzug. Darunter steht in kleiner Schrift Drei Wetter und in großer, blauer Schrift TAFT. Dieses Wort ist wiederum mit Regenbogenfarben hinterlegt. Auf rotem Hintergrund ist das Wort XPRESS aufgedruckt, welches ja seit einem Jahr die neue Produktreihe von Drei Wetter Taft darstellt.
Dann folgt auch schon der erste Werbeslogan Quick & Creative Styling. Darunter folgt der zweite in grauem Hintergrund Trend Effects Gel.
Schließlich wird beschrieben, um welches Gel es sich handelt. In diesem Fall ist es Chaos Look mit der Wirkung extra stark.
Auf der Rückseite findet man eine kurze Beschreibung, warum man gerade dieses Gel benutzen sollte und die eigentliche Produktbeschreibung, um zu erfahren, was man mit dem Gel in seinen Haaren alles anstellen kann.
Darunter sind schließlich noch die Anwendung/Styling Tipps aufgedruckt, sowie die Kontaktnummern.
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Der Inhalt
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Enthalten sind 150 ml Gel, was an sich die normale Füllmenge solcher Produkte darstellt. Auf den ersten Blick meint man allerdings nicht, dass es wirklich so viel ist und wunder sich erst einmal, wenn man die Rückseite mit dem Inhalt betrachtet.
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Der Geruch
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Wenn man den Verschluss öffnet riecht man zuerst einmal gar nichts. Erst bei einem leichten drücken auf die Tube kommt einem ein herrlich, fruchtiger Geruch entgegen. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass dieser auch natürlich ist, da sich in dem Gel - laut Inhaltsstoffen - Parfüm befindet.
Um den Geruch genauer zu beschreiben könnte man sagen, dass das grüne Gel eine Mischung aus Apfel- und Zitronengeruch besitzt. Jedenfalls ist er sehr angenehm, was beim Auftragen aufs Haar auch weiterhin anhält.
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Der Verschluss und die Öffnung
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Die Tube bietet keinen Drehverschluss sondern einen Klappverschluss.
Öffnet man diesen kann man auch sicher gehen, dass nichts ungewollt herausläuft. Ebenfalls ist ein solcher Verschluss auch sehr praktisch. Sollte sich nämlich noch Gel an den Händen befinden gibt es keine Probleme damit, um die Tube wieder gemäß zu schließen.
Die Öffnung ist meiner Ansicht nach sehr groß geraten. Drückt man so schon einmal zu fest auf die Tube drauf, hat man direkt einen ganzen Haufen Gel in der Hand verteilt und muss sich überlegen, was man damit nun alles macht.
Also, Vorsicht sei bei der Dosierung geboten.
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Der Preis
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Erst einmal sollte man sich nicht von dem Preis abschrecken lassen. Zumindest bin ich diese Preise schon gewöhnt. Eine 150 ml Tube kostet 2,99 € im HIT. Selbst im Schlecker hätte ich sie nicht billiger bekommen und dieser ist zumindest bei uns bekannt für seine billigen Angebote.
Ehrlich muss man jedoch auch sein. Denn jedem dürfte klar sein, dass man nicht nur das Gel bezahlt, sondern auch den Markennamen Schwarzkopf.
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Die Anwendung
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Die Anwendung ist denkbar einfach. Das Gel lässt sich sehr einfach in feuchtem sowie im trockenen Haar anwenden. Jedoch empfehle ich bei feuchten Haaren, dass diese nicht gerade erst aus der Haarwäsche kommen sollten. Ansonsten könnte es nämlich passieren, dass sich die Haare nicht so verteilen lassen, wie man es gerne hätte.
Also Gel in die Hand, ein paar Mal in den Händen verrieben und dann in die verteilen. Kurz ein paar Sekunden warten und dann kräftig mit den Händen das Haar durchrubbeln und die Haare stylen, wie man es gerne hätte.
Mehr gibt es zu der Anwendung auch nicht zu sagen, da es für mich das erste Gel ist, welches man in den Haaren nicht noch 100 Mal nachbessern muss.
Angemerkt sein noch einmal, dass es sich ja um die Art des Gels Chaos Look handelt. Wer also lieber eine Standartfrisur im Igelformat hätte, sollte auch das dafür vorgesehene Gel von Schwarzkopf benutzen, welches für denselben Preis zu erhalten ist.
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Die Dosierung
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Wie schon einmal erwähnt. Man sollte nicht wie wild auf der Tube herumdrücken. Der Vorteil bei diesem Gel ist auch, dass man nicht viel davon braucht. Eine kleine, walnußförmige Menge reicht auf jeden Fall aus, wobei dies meistens schon zu viel sein kann. Außerdem wird es einige Minuten nach dem Auftragen auch sehr hart. Deshalb braucht man wirklich nicht sehr viel.
Somit wären wir auch schon bei dem Punkt der Ergiebigkeit. Das Gel ist wirklich sehr ergiebig und kann bei normalem Gebrauch schon mal einige Wochen halten.
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Fazit
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Als Schlussfolgerung kann ich nichts Negatives sagen bzw. schreiben. Es schont meine Kopfhaut, da ich wirklich nicht sehr viel davon benötige. Außerdem lässt es sich sehr einfach herauswaschen und verklebt nicht.
Für mich zumindest sind die Zeiten endlich vorbei in denen ich mich mit roter, manchmal schon blutiger Kopfhaut herumärgern musste. Das Haarwasser bleibt mir endlich erspart und ich brauche auch keine Angst mehr zu haben eine Frühglatze zu bekommen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-16 00:30:22 mit dem Titel (UPDATE 15.02.03) Pfeiffersches Drüsenfieber - Eine Krankheit wird zur Last
Was ist das eigentlich?
Das Pfeiffersche Drüsenfieber (auch infektiöse Mononukleose genannt) ist eine Viruserkrankung, die häufiger auftritt als man denkt. Circa 90 % der Menschen sollen laut Statistiken daran erkrankt sein, bei den Wenigsten bricht es allerdings auch aus. Verursacht wird es durch das Epstein-Barr-Virus (EBV), das der Gruppe Herpes Viren angehört und die (b-)Lymphozyten befällt, welche für die Antikörperbildung verantwortlich sind. So treten bei einer Infektion untypische weiße Blutzellen auf, medizinisch Mononucleosis infectiosa genannt, daher auch der Name Mononukleose.
Im Volksmund geht das Gerücht herum, dass die Krankheit doch nur bei Kindern auftritt, was allerdings Falsch ist. Zwischen vier und fünfzehn Jahren liegen laut Statistiken die meisten Erkrankungen vor, jedoch kann man in jedem Alter daran erkranken und vor allem Menschen im frühen Erwachsenenalter sind besonders gefährdet. So kommt es, dass bei erkrankten Kindern die Krankheit oft nicht erkannt wird und die Symptome nur von kurzer Dauer sind. Erkrankt man als Jugendlicher oder Erwachsener daran, kann man schon sehr viel länger unter den Symptomen des Drüsenfiebers leiden.
Das Positive, wenn man so etwas überhaupt aus einer Krankheit ziehen kann liegt darin, dass man nach einmaliger Erkrankung sein Leben lang immun ist und sich somit nicht eine erneute Mononukleose einfangen kann.
Übertragen wird das Epstein-Barr-Virus durch Tröpfeninfektion oder über Speichel. Es reicht also schon, wenn man sich mit einem Erkrankten in einem Raum aufhält und die Viren einatmet. Dabei muss die Krankheit noch nicht einmal beim schon Betroffenen ausgebrochen sein und es ist dann auch in Frage gestellt, ob sie bei einem selbst nach einer Infektion ausbricht. Es liegt nun einmal im Sinne des Glücks, bei wem sie ausbricht oder nicht. Im Volksmund nennt man die Krankheit auch Kusskrankheit, da sie sich per Speichel z.B. beim Küssen übertragt. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen meist 30 bis 50 Tage, bei Kindern um die 10 Tage.
Die Symptome
grippeähnliche Beschwerden, schmerzhafte und geschwollene Lymphknoten besonders am Hals oder im Nackenbereich, Halsschmerzen (mit grau-weißem Belag), Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Muskelschmerzen, Hautausschlag
Die Symptome treten sehr unterschiedlich auf. Man kann sich sehr krank fühlen oder eben nicht, so dass ein normales Leben geführt werden kann oder man sich nur noch im Bett befindet.
Therapie
Eine wirkliche Therapie, welche empfohlen wird ist nicht bekannt, da die Krankheit noch nicht näher erforscht wurde. Es ist schon interessant mit anzusehen. Da wird nach Heilmitteln gegen Krebs etc. geforscht und diese Krankheit wird anscheinend als uninteressant eingestuft, sodass die Forschung noch nicht einmal eine scheinbar simple Krankheit einfach auslöschen kann.
Empfehlen kann ich auf jeden Fall jede Menge Bettruhe und warme Getränke gegen die Halsschmerzen. Bei Bauschmerzen sollte man nicht zu fett essen, bei einer vergrößerten Leber und/oder schlechten Leberwerten ist dies besonders zu beachten. Bei Fieber sind fiebersenkende Mittel von Nutzen und oberstes Gebot ist es sich nicht körperlich anzustrengen, bis die Müdigkeit verschwinden (sollte sie eigentlich irgendwann auch bei mir mal). Bei einer vergrößerten Milz ist zu beachten, dass man in dieser Zeit keine schweren Dinge tragen oder heben darf, da die Gefahr auf einen Milzriss besteht.
Komplikationen
Komplikationen gibt es nicht viele, jedoch sehr schwerwiegend. Sehr leicht kann man sich, da das Immunsystem völlig am Boden während der Krankheit ist, mit einer Grippe infizieren. Ein Milzriss ist ebenfalls nicht auszuschließen, sollte man schwer tragen, heben oder sonstige Aktivitäten ausführen, welche sich darauf auswirken können. Das zentrale Nervensystem kann mit einer Meningitis oder einer Enephalitis gestört werden und weiterhin sehr selten ist eine Herzmuskelentzündung bei weiterer Belastung, falls die Krankheit nicht erkannt wird.
Krankheitslänge
Im Normalfall dauert die Krankheit nur zwei bis drei Wochen an und verläuft ohne Komplikationen. In etwa drei Prozent der Fälle (wozu ich mich zählen darf) dauert die Erkrankung länger. Letztlich ist eine Immunität gegenüber der Krankheit die Folge, die EB Viren können jedoch noch über Jahre hinweg im Körper aktiv bleiben und die Symptome noch einmal auslösen, ohne dass sich die Krankheit selbst bemerkbar macht.
Chronisches Drüsenfieber
Extra groß eingerahmt, da der Killer aller Lebensqualitäten überhaupt – das chronische PDF. Bei immer mehr Menschen wird das EBV chronisch und kaum jemand weiß etwas über die Folge, wie sehr sie einen beeinträchtigen kann. Für die meisten Ärzte ist nach der Erkrankung und angeblichen Gesundung (falls nichts mehr im Blut feststellbar ist) das Thema PDF bereits abgeschlossen. Ist das Immunsystem durch einen Herpesvirus erkrankt und nicht mehr rückgängig zu machen hat man den Salat.
Folgende Anzeichen können nach einer Erkrankung des PDF Hinweise auf eine chronische Infektion geben: Verspannungen im Nacken u. Schultern, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Herzrasen, Muskel-, Gliederschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, kein Appetit, ständig Hunger, Eingeschlafene Zehen oder Finger, schmerzhafte Lymphknotenschwellungen, Unreine Haut, entzündete Talgdrüsen, Muskelzuckungen, Verlangen nach Luft, Zittern ( Gliedmaßen ), Empfindlich gegen laute und hohe Geräusche, Nervös, unruhig, aufgeregt, Kleine Ursachen rufen Streß hervor, Konzentrationsschwierigkeiten, Erhöhte Temperatur, Ständig müde, Stoffwechselstörungen
Meine Leidensgeschichte
Anfang September, nach langer Zeit war ich noch einmal krank. Eine ganze Woche lang quälte ich mich mit einer starken Mandelentzündung auf der Arbeit herum. Eigentlich wäre ich reif für Bett gewesen, Ruhe hätte mir bestimmt gut getan. Doch da man in seiner ersten Arbeitswoche auf der Zivildienststelle nicht unbedingt fehlen kann, da dies wohl einen nicht so guten Eindruck hinterlässt, ging ich dorthin und stopfte mir die Schmerztabletten nur so rein. Nach dieser Woche und noch einer weiteren darauf war so gut wie alles überstanden.
Zwei Wochen später registrierte ich beim Fußballtraining immer wieder starke Rückenschmerzen. Allerdings trainierte ich unbeeindruckt weiter, da ich zu dieser Zeit von der Kondition her so gut wie noch nie drauf war. In den folgenden zwei Wochen lief auch weiterhin noch alles glatt, außer das sich meine Lymphknoten im Nacken stark vergrößerten und ich totale Schmerzen darin hatte, so dass ich kaum sitzen konnte, wenn ich dabei meinen Kopf drehte. Ich verspürte neben den Schmerzen auch eine unliebsame Nackensteife, nebenbei litt ich unter Schwindel. Hinzu kam noch eine Müdigkeit, die unbeschreiblich ist. Zuerst dachte ich, dass mir das Wetter einfach aufs Gemüt schlägt oder das Training momentan einfach zu hart ist und mich körperlich einfach überfordert. Doch die Müdigkeit wollte und wollte einfach nicht vergehen. Eher wurde sie sogar so schlimm, dass ich mich nach der Arbeit sofort ins Bett zum Schlafen legen musste und selbst 12 Stunden nicht ausreichten. Im Gegenteil, die Müdigkeit wurde noch schlimmer und selbst der mehr als ausreichende Schlaf (den ich noch nie von mir kannte) wollte keine Verbesserung bringen.
Freitags, Anfang Oktober, mein letztes Fußballtraining für wohl längere Zeit. Ich stand auf dem Platz und es war ein richtig angenehm kühles Wetter, optimal wenn ich trainieren möchte. Gerade wollte ich mich aufwärmen, als ich merkte, dass ich nach fünf Minuten aufwärmen schon total platt war. Ich war so fertig, dass ich nach Luft ringen musste. Selbst normales Stretching, um meine Muskeln zu dehnen war kaum drin, da mich dich auch maßlos überforderte. Doch anstatt ich das Training einfach abbrach versuchte ich wie immer meine Leistung zu bringen. Was mir auffiel war, dass ich an diesem Tag so schlecht trainierte, wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Bei jeder Bewegung meines Kopfs hatte ich das Gefühl umzufallen, das Flutlicht überforderte meine Augen, so dass ich während dem Trainieren schon fast am Einschlafen war. Kraft beim Torschusstraining hatte ich ebenfalls keine, ein Sprint über 30 Meter stellte sich als Qual für mich selbst heraus.
Ein paar Tage später wachte ich auf und fühlte, dass an meinem ganzen Körper die Lymphknoten ins Bodenlose angeschwollen waren. Ich fühlte mich schlapp, müde, krank, abgeschlagen – eben einfach nur schlecht. Lymphknoten in Kniekehlen, Leisten, Armhöhle, Hals und Nacken waren über Nacht richtig schön angeschwollen, ich bekam gar keine richtige Luft, da mein Brustkorb durch die Lymphknoten in den Armhöhlen wohl zusammengedrückt wurde und die Schwindelgefühle waren ebenfalls so schlimm geworden, dass ich kaum fünf Meter ohne mich festzuhalten gehen konnte. Die Müdigkeit hatte ihren Höhepunkt erreicht (und schwimmt jetzt noch auf einer Welle von Infektionseuphorie), ich konnte kein Licht mehr sehen, da ich mal wieder einzuschlafen drohte. Sogar meine Hodensäcke taten mir weh, da die Lymphknoten in den Leisten ja dick waren, mein Rücken brachte mich fast um (da die Lymphknoten in den Bauchhöhlen auch vergrößert waren) und ich hatte Schmerzen in Milz und Leber.
Da mein Vater auch einmal am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt und so richtig arm dran war, stellte ich mir die Diagnose selbst. Ich versuchte anfangs zu arbeiten, aber schon nach dem ersten Tag besuchte ich meinen Hausarzt, um ihm von meiner Selbstdiagnose zu berichten. Er machte ein Blutbild und konnte zuerst nichts feststellen. Erst als ich nach meiner ersten Krankheitswoche wieder dort war teilte er mir die weiteren Blutergebnisse mit – Pfeiffersches Drüsenfieber wurde nun doch diagnostiziert. Welche Freude sich nun in mir breit machte kann sich jeder an zehn Fingern abzählen. Ich lag im Bett und schlief ... und schlief ... und schlief. Insgesamt war ich zwei Wochen krank geschrieben und ging wieder zwei Wochen arbeiten – dachte ich schließlich schon, dass ich es endlich überstanden hätte, da Milz und Leber nach einem Ultraschall nicht vergrößert waren und meine Leberwerte besser nicht sein konnten.
Doch an einem Dienstag, ich fühlte mich schon nach dem Aufstehen schlecht (wobei es mir die zwei Wochen davor als ich sogar arbeiten konnte doch wieder richtig gut ging) und auf der Arbeit kam nach einer Stunde der Hammer. Ich ging bei uns in den Kiosk, kaufte mir was zum Trinken und Lesen und nach ein paar Metern wurde mir so richtig schwindelig, ich wurde nervös, und litt unter ziemlich üblen Herzrasen. Das Blut schoss mir regelrecht in den Kopf hinein und ich ging nach draußen, um mit meiner Mutter zu telefonieren. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich ernsthaft sterben zu müssen und sagte ihr, dass sie mich sofort abholen und mit mir zum Arzt fahren solle. Ich setzte mich draußen vor dem Gebäude auf eine Bank, konnte allerdings nicht ruhig sitzen und beim Gehen hatte ich das Gefühl nach einem Meter umzukippen. Dann war meine Mutter da und wir fuhren zum Arzt. Schnell EKG gemacht, allerdings alles Bestens – inzwischen wieder. Selbst der Blutdruck hätte besser nicht sein können und ich merkte, dass die Symptome des Drüsenfiebers wieder verschwanden. Allerdings wurde ich wieder verdammt müde, ich schlief auf der Liege, angeschlossen am EKG, ein. Mein Arzt fragte mich dann doch tatsächlich, ob ich irgendwelche Drogen nehmen würde, was ich nur lächelnd verneinen konnte. Letztlich kam er mir noch mit einem Thema an, als ob er mich als psychosomatischen Fall abstempeln wolle. Ich wurde nun ein wenig ausfallend und fragte ihn, ob er eigentlich wüsste, wie ich mich fühle und ob er nicht den Beruf verfehlt hätte, wenn er mir nicht helfen könne. Wieder wurde mir Blut abgezapft und (oh Wunder) das Drüsenfieber wurde noch einmal bestätigt.
Nun war ich wieder zwei Wochen krank geschrieben wegen der totalen Müdigkeit, an Arbeit ist zur Zeit gar nicht zu denken und ich frage mich so langsam, wann ich die Krankheit endlich wieder los bin. Denn letzte Woche kam schließlich der Hammer. Ich bekam Fieber und dachte nur an eine kleine Erkältung. Allerdings wollte es nicht wieder verschwinden – im Gegenteil – am Dienstag Morgen erreichte ich 39,2 C°. Als ich auf die Toilette ging überkam mich auch noch dieses bekannte Gefühl, welches man Durchfall nennt und bemerkte, dass ich kurz vor einem Kreislaufkollaps war, da mir schwindelig wurde und ich kaum mehr gehen konnte. Ich sagte meiner Mutter sie solle mich bitte ins Krankenhaus fahren. Also schnell die Überweisung ins Krankenhaus vom Arzt geholt und ab ging es. Dort lag ich nun bis Samstag und jetzt bin ich wieder zu Hause. Die Grippe ist überstanden, allerdings ist das Drüsenfieber im noch da. Letztendlich muss ich mir die Frage stellen, ob das Krankenhaus mir irgendwie helfen konnte. Die Antwort lautet leider: „Nein, denn bis auf eine Infusion wurde mir gar nicht geholfen, ich fühle mich wie vor der Grippe.“
Jetzt geht der Weg morgen früh mal wieder zum Arzt in der Hoffnung weiterhin krank geschrieben zu werden, da ich einfach nicht fähig zum Arbeiten bin. Es spricht Bände, wenn man manchmal sogar zu müde ist um irgendwie sexuell mit seiner Freundin aktiv zu werden und das Liebesleben beginnt darunter zu leiden und nebenbei das Gehen zur Qual wird, weil die Milz nun doch leicht vergrößert ist. So hoffe ich die Krankheit bald wieder loszuwerden, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Zum Abschluss sei gesagt: Solange keine Grippe dazwischen kommt lieber zu Hause gesund werden. Als gesetzlich Versicherter ist man heutzutage in einem Krankenhaus wirklich arm dran oder wie soll ich es sonst beschreiben, wenn der Stationsarzt schon meint, warum ich eigentlich im Krankenhaus wäre und sich noch nicht einmal zwei Minuten Zeit für mich nimmt (eine Minute war ein Glücksfall). Selbst die gute Frau Ärztin, welche das Ultraschall im Krankenhaus durchführte und damit prahlte, dass sie am vorigen Tag noch ein Seminar darüber führte war nicht gerade aufbauend, da ich bezweifeln muss, ob sie wirklich weiß, wie man sich während dieser Krankheit fühlt.
Zu guter letzt kann man sagen: „Wer die Krankheit nicht einmal selbst durchgemacht hat, der weiß gar nicht, was das für ein Zustand ist so am Arsch zu sein.“ Und da ist es nun einmal einfach gesagt einen als Hypochonder oder psychisch somatisch Erkrankten zu bezeichnen. Selbst meine Wenigkeit durfte sich schon anhören, ich hätte keine Lust zum Arbeiten und würde mir alles nur einbilden und ich kann mir gut vorstellen, dass dies bestimmt auch einige Leute auf der Arbeit denken. Denn bei uns herrscht gerne Kaffeeklatsch nach dem Motto: „Über wen könnten wir denn heute tratschen und lästern?“
Wie man sieht bringt die Krankheit nicht nur die symptombezogenen Probleme mit sich, sondern häufig auch unliebsame Nebeneffekte sind die Folge.
Um meine Leidensgeschichte zu komplettieren: Ich leide immer noch unter totaler Müdigkeit, hin und wieder Herzrasen, Schwindel oder Nervosität. Am meisten macht mir allerdings die Müdigkeit zu schaffen und die Tatsache, dass meine Lymphknoten mal wieder angeschwollen sind. Es hat sich wohl wieder verschlechtert, was typisch für die Krankheit ist. Hast du gute Tage, können wie aus dem Nichts auch schon wieder schlechte Tage folgen. Und wenn ich mir so die Symptome des chronisches PFD anschaue wird mir hin und wieder Angst und Bange, denn so ziemlich viel davon trifft auf mich zu.
Kämpft, kämpft, kämpft kann ich da nur allen Leidensgenossen entgegenbringen. Es kann nicht angehen, dass man sich von einer Krankheit so beeinflussen lässt.
Update am 05.01.2003
2 1/2 Monate quälen, einen ganzen Monat arbeitsunfähig und vom Hausarzt so gut wie als Psychosomatiker abgestempelt wurde mir geholfen. Erst ein Arztwechsel versprach die heilende Wirkung dank
Bryonia D6
und
Veratrum Album D6.
Inzwischen geht es mir langsam wieder besser und ich kann mit immer weniger Beschwerden meinem Weg zur Arbeit antreten.
Update am 01.02.2003
Eigentlich wollte ich meinen Weg zur Arbeit schon wieder seit einem Monat antreten. Jedoch gibt es inzwischen das Problem, dass ich immer wieder unter starkem Schwindel leide, manchmal danke ich nach zehn Metern gehen ich würde umkippen und ohnmächtig werden. Hinzu kommen noch die schrecklichen Nackenschmerzen, welche sich mit Druck auf das Gehirn, die Kopfhaut und die Augen auswirken. Als ob der Kopf von innen platzt und die Augen gleich mit, welch tolles Gefühl. Nun bin ich weiterhin krank geschrieben, ein EEG wurde zusätzlich durchgeführt, da ich ab und an unter Lähmungserscheinungen in den Beinen leide. Nachts wache ich immer wieder aus dem Halbschlaf auf, mit einem Druck im Kopf und einer Art Drehschwindel, der mich immer wieder aus dem Schlaf wirft. Erst nach einigen Versuchen gelingt mir dann das Einschlafen. Die Lichtempfindlichkeit ist immer noch sehr stark, müde bin ich inzwischen meist so stark, dass ich den ganzen Tag denke nur halb wach zu sein und einige Meter neben mir gehe. Sollte sich herausstellen, dass mit meinen Hirnströmen etwas nicht stimmt gehöre ich zu den glücklichen 1 % aller Erkrankten, bei denen das Nervensystem zusätzlich betroffen ist. Klar, ein gestörtes Immunsystem welches am Boden ist, ermöglicht dem Virus schnell nach ganz unten zu gelangen, bis tief in die Nervenbahnen.
Ein weiteres Update wird folgen, somit bin ich noch auf unbestimmte Zeit krank geschrieben.
Update am 04.02.2003
Die Party geht weiter. Vom Arzt zurück, (EEG und spezielles Stuhlprobeergenis auf Darmpilze noch nicht da) wurde ich nun zum Hals-Nasen-Ohren Arzt geschickt. HNO, ich komme. Ich sehe schon, was mir noch alles bevorsteht. Als nächstes ist bestimmt der Augenarzt dran, dann wird bestimmt noch ein CT gemacht und die Antwort kennen wir alle - da ist nichts, zumindest glaube ich das. Langsam glaube ich, dass auch mein neuer Hausarzt in absehbarer Zeit mit seinem Latein am Ende ist. Was ich dann tun werde, weiß ich noch nicht. Gespannt bin ich erst einmal, ob meine neuen pflanzlichen Mittel gegen den Schwindel helfen. Gestern wurde ich übrigens eingerenkt, ein wunderbares Gefühl von Freiheit, zumindest für fünf Minuten. Dann knackte gegen Abend wieder alles im Nacken und nun habe ich das Gefühl es ist so wie vorher. Vielleicht kommt auch vieles vom Nacken her, als Folge meines Autounfalls letzten Jahres, da ich seitdem Probleme mit dem Nacken habe. Aber den Hauptteil bildet immer noch das PDF und seine Folgen. Schön war dieses Gefühl heute morgen, als mein Fuß eingeschlafen war, während ich noch im Bett lag. Zwei Minuten hat er zum Aufwachen gebraucht. Komisch, das jeden Morgen irgendwas eingeschlafen ist. Ein weiteres Symptom für den chronischen Verlauf des PDF ? Normalerweise schon, aber davon möchte ich bitteschön verschont bleiben.
Übrigens halte ich es nicht mehr zu Hause aus. Ständig daheim rumsitzen und sich langweilen. Gerade war ich draußen und habe einen Urschrei losgelassen. Hoffentlich hat mich niemand gehört, sonst erklären mich meine Nachbarn für verrückt. Außerdem ist mir gerade nach Zerstörung, ich habe totale Aggressionen, da mich die Krankheit langsam verrückt macht. Mal sehen, vielleicht haue ich irgendwas kaputt und brech mir die Hand.
Das nächste Update wird folgen, wenn die Ergebnisse da sind. Mal sehen, bestimmt werde ich nächste Woche wieder krank geschrieben.
Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Spiel mir das Lied vom Drüsenfieber, la di, la da !
Update am 08.02.2003
Mal wieder eine dieser vielen schlaflosen Nächte. Während meine Freundin in meinem Bett liegt und ich am liebsten in ihren Armen schlummern würde, sitze ich nun am PC und surfe durchs Internet. Wahrscheinlich werde ich mich noch auf eine Herzmuskelentzündung untersuchen und ein Belastungs EKG machen lassen, da mir bei jedem strammeren Spaziergang (bei dem ich immer denke umzufallen, wegen dem Schwindel) Schmerzen in der linken Brusthälfte verspüre. Mein Leben, im Moment eine Farcé, doch habe ich dem EBV endgültig den Kampf angesagt. Mit mir nicht, du treibst mich nicht aus meinem Körper mit der ständigen Käseglocke vor dem Kopf, die mich immer neben mir hergehen lässt. Ich möchte ganz einfach nicht mehr bemitleidet werden und langsam habe ich Angst, dass ich meine Freundin auch angesteckt haben könnte. Schmerzender Nacken, extreme Müdigkeit, ich will es nicht hoffe. So sieht es eben leider aus, eine Krankheit ohne Ende.
DOCH NICHT DU WIRST MEINE KRANKHEIT BESTIMMEN, IN ZUKUNFT WERDE ICH BESTIMMEN IN WIE WEIT DU MEIN LEBEN VERÄNDERST.
Update am 14.02.2003
Die Leiden mögen wohl gar kein Ende mehr haben. Vor einer Woche habe ich einen eigenen Therapieversuch gestartet - die Urintherapie. Ehrlich gesagt hört es sich nicht gerade sehr lecker an. Doch es hat ein wenig geholfen. Zugegeben hat es mich ein wenig Überwindung gekostet meinen eigenen Urin zu trinken. Doch ich wurde angetrieben - durch meine eigene Willenskraft. In den ersten zwei Tagen vegetierte ich nur so dahin, da dies schließlich auch eine natürliche Therapie ist, die Symptome verschlimmerten sich also. Doch dann merkte ich eine kleine Verbesserung, es war als ob mein Immunsystem voll arbeitet und sich irgendetwas durch meine Haut drückt. Eben etwas, das hinaus gespült werden soll.
Doch dann war Montag, der 10.02.2003. Es sollte der Tag sein an dem meine Freundin Schluss macht. Natürlich war ich seit der Krankheit weder physisch noch psychisch auf der Höhe. Doch nun bin ich psychisch erst einmal ganz am Ende. Liebeskummer und keine Ahnung wie ich damit umgehen soll verschlimmern nun wieder einiges.
Doch liegt es nicht nur daran. Mein Leben ist zur Zeit wirklich alles andere als rosig. Ich kann nicht raus obwohl ich will. Alle meine Freunde treffen sich und ich sitze zu Hause. Ich denke ich werde gleich einfach mitfahren, mir soll es egal sein. Ich brauche Ablenkung, wegen der Krankheit und gegen den Liebeskummer.
Woran ich inzwischen leide ? Nun ja, die Symptome sind nicht mehr schön. Inzwischen habe ich schon einige Stufen des chronischen Drüsenfiebers erreicht, CFS als Krankheit vielleicht noch dazu. Doch bilde ich es mir nicht ein, nein, wahrscheinlich ist es einfach so. Und wozu mag das gut sein ? Das ich lerne zu kämpfen ? Nun ja, ich werde kämpfen. Und wenn es das letzte ist was ich tue.
Mein Alltag besteht aus folgenden Symptomen:
Verpannungen im Nacken und in den Schultern
Kopfschmerzen
Herzrasen
Muskel- und Gliederschmerzen
Schwindel und Sehstörungen
Abwechselnd ist mir schlecht, ich habe keinen oder ständig Hunger
Eingeschlafene Finger und Zehen
Unreine Haut
Muskelzuckungen
Verlangen nach Luft
Zittern (der Gliedmaßen)
Empfindlichkeit gegen hohe und laute Geräusche
Nervös, unruhig, aufgeregt, gereizt
die kleinsten Ursachen rufen bei mir Stress hervor
Konzentrationsschwierigkeiten
Ständig müde und nicht belastbar
Wie sieht dies nun in Worten aus ? Also, ich stehe morgends auf und ich fühle mich steif, so wie ein Baumstamm. Meine Lunge brennt und ich schnappe nach Luft. Aber am schlimmsten sind alle diese rheumaartigen Beschweren in den Gliedmaßen, es ist als ob ich nicht mehr gehen könnte. Schwindel macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn ich versuche ein paar hundert Meter zu gehen. Heute war ich nach Trier mit meinen Eltern. Nach 200 Metern mussten wir zurückkehren. Diese Benommenheitsgefühle tauchten wieder auf, verbunden mit Schwindel und dem Gedanken ich würde gleich einfach umfallen. Die Müdigkeit ist ohnehin mein größtes Problem. Da die Lichtempfindlichkeit sich zwar verbessert hat bin ich inzwischen wieder viel müder. Es ist als wäre ich nur halb bei Bewusstsein, eine Hälfte von mir würde noch im Bett liegen. Schlimm sind auch diese Gefühle in den Fingern, sie sind wie eingeschlafen. Häufig schlafen sie eben einfach ein oder ich denke ich könnte sie nicht mehr bewegen. Streß ist ebenfalls deutlich spürbar. Entweder artet alles bei mir in Stress aus oder ich werde verdammt launisch. Vor allem meine Eltern bekommen dies zu spüren, wofür ich leider nichts kann. Ich versuche dagegen anzukämpfen aber es funktioniert nicht. Irgendetwas ist stärker als ich selbst. Konzentrieren kann ich mich nicht, mein Kurzzeitgedächtnis leidet sehr darunter. Sagt gerade jemand etwas zu mir habe ich es manchmal im Bruchteil einer Sekunde vergessen, wobei ich es eigentlich ins Gehör aufgenommen habe. Aber dann ist es einfach nicht mehr da, wie weggeblasen. Und das Zittern, jaja. Meistens ist es so, dass mir erst mal alle Muskeln und Glieder weh tun, als ob mein ganzer Körper verkrampft. Verschwindet dies wieder fängt meistens alles an zu zittern. Nicht, dass mir kalt wäre (Kälte ist wirklich schrecklich für meinen Körper, ich fühle mich dann wie tot), nein, es zittert einfach alles. Ohne Grund. Abends beginnen dann meist die Schmerzen wieder, allerdings treten diese oft nur phasenweise auf. Verrückt macht mich dieses Herzrasen was mich manchmal denken lässt ich bekäme einen Herzinfarkt und würde gleich tot in der Ecke liegen. EKG wurde natürlich gemacht, es ist alles in Ordnung. Bis darauf, dass mein Puls viel zu hoch ist, manchmal erreicht er ohne die geringste Anstrengung 100 Schläge die Minute. Hinzu kommt mein Termin beim Neurologen. Bei meinem ersten Besuch wurde ein EEG gemacht, alles in Ordnung, bis auf festgestellte Unruhe. Nun war ich wieder da und wurde komplett auf den Kopf gestellt. Das Ergebnis: "Herr Schmidt, sie sind neurologisch kerngesund !" Da denke ich mir doch nur, was der Termin beim Kardiologen bringen wird. Hinzu kommt noch ein Termin beim Orthopäden, welcher meine Wirbelsäule aufgrund eines Unfalls vor einem Jahr untersuchen soll. Alle werden mir mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit sagen: "Herr Schmidt, sie sind gesund !" Wie wird mich das erfreuen, wenn es mir trotzdem so dreckig geht.
Was ich noch sagen wollte. Alles das ist wie Rheuma und Arthritis zugleich. Aber ehrlich gesagt bin ich bald mit den Nerven ganz am Ende, es macht micht verrückt. Ich will raus aus dem Haus und kann nicht, und das seit Monaten. Ich möchte mit meinen Freunden beisammensein, wenn ich schon keine Freundin mehr habe, ich möchte wieder Spaß am leben haben.
Vorwort
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In der letzten Zeit wurde meine Kopfhaut durch viele verschiedene Arten von Haar Gel und Haarlack sehr beansprucht. Also machte ich mich wieder einmal auf den Weg ins Kaufhaus, um nach einem Gel zu suchen, welches meine Kopfhaut nicht stark belastet, dem Frisieren meiner Haare jedoch keine Grenzen setzt.
Durch Zufall wurde ich auf das neue Gel von Drei Wetter Taft aufmerksam, welches ich mir hauptsächlich wegen den vielversprechenden Werbeslogans auf der Packung zulegte. In dieser Meinung beschreibe ich nun einmal meine Erfahrungen mit diesem Gel und ob es nun auch wirklich für mich und viele andere geeignet ist.
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Die Tube
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Die Tube besteht aus transparentem, weichen Kunststoff. Sie ist nicht gerade sehr breit und lang - ca. 15 cm Länge und 5 cm Breite um genau zu sein.
Vorne und hinten befindet sich jeweils ein Aufkleber mit der Produktbeschreibung. Diese sind ebenfalls hauptsächlich transparent gestaltet.
Vorne auf dem Aufkleber befindet sich erst einmal das Logo von Schwarzkopf mit dem dazugehörigen Schriftzug. Darunter steht in kleiner Schrift Drei Wetter und in großer, blauer Schrift TAFT. Dieses Wort ist wiederum mit Regenbogenfarben hinterlegt. Auf rotem Hintergrund ist das Wort XPRESS aufgedruckt, welches ja seit einem Jahr die neue Produktreihe von Drei Wetter Taft darstellt.
Dann folgt auch schon der erste Werbeslogan Quick & Creative Styling. Darunter folgt der zweite in grauem Hintergrund Trend Effects Gel.
Schließlich wird beschrieben, um welches Gel es sich handelt. In diesem Fall ist es Chaos Look mit der Wirkung extra stark.
Auf der Rückseite findet man eine kurze Beschreibung, warum man gerade dieses Gel benutzen sollte und die eigentliche Produktbeschreibung, um zu erfahren, was man mit dem Gel in seinen Haaren alles anstellen kann.
Darunter sind schließlich noch die Anwendung/Styling Tipps aufgedruckt, sowie die Kontaktnummern.
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Der Inhalt
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Enthalten sind 150 ml Gel, was an sich die normale Füllmenge solcher Produkte darstellt. Auf den ersten Blick meint man allerdings nicht, dass es wirklich so viel ist und wunder sich erst einmal, wenn man die Rückseite mit dem Inhalt betrachtet.
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Der Geruch
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Wenn man den Verschluss öffnet riecht man zuerst einmal gar nichts. Erst bei einem leichten drücken auf die Tube kommt einem ein herrlich, fruchtiger Geruch entgegen. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass dieser auch natürlich ist, da sich in dem Gel - laut Inhaltsstoffen - Parfüm befindet.
Um den Geruch genauer zu beschreiben könnte man sagen, dass das grüne Gel eine Mischung aus Apfel- und Zitronengeruch besitzt. Jedenfalls ist er sehr angenehm, was beim Auftragen aufs Haar auch weiterhin anhält.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_
Der Verschluss und die Öffnung
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Die Tube bietet keinen Drehverschluss sondern einen Klappverschluss.
Öffnet man diesen kann man auch sicher gehen, dass nichts ungewollt herausläuft. Ebenfalls ist ein solcher Verschluss auch sehr praktisch. Sollte sich nämlich noch Gel an den Händen befinden gibt es keine Probleme damit, um die Tube wieder gemäß zu schließen.
Die Öffnung ist meiner Ansicht nach sehr groß geraten. Drückt man so schon einmal zu fest auf die Tube drauf, hat man direkt einen ganzen Haufen Gel in der Hand verteilt und muss sich überlegen, was man damit nun alles macht.
Also, Vorsicht sei bei der Dosierung geboten.
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Der Preis
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Erst einmal sollte man sich nicht von dem Preis abschrecken lassen. Zumindest bin ich diese Preise schon gewöhnt. Eine 150 ml Tube kostet 2,99 € im HIT. Selbst im Schlecker hätte ich sie nicht billiger bekommen und dieser ist zumindest bei uns bekannt für seine billigen Angebote.
Ehrlich muss man jedoch auch sein. Denn jedem dürfte klar sein, dass man nicht nur das Gel bezahlt, sondern auch den Markennamen Schwarzkopf.
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Die Anwendung
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Die Anwendung ist denkbar einfach. Das Gel lässt sich sehr einfach in feuchtem sowie im trockenen Haar anwenden. Jedoch empfehle ich bei feuchten Haaren, dass diese nicht gerade erst aus der Haarwäsche kommen sollten. Ansonsten könnte es nämlich passieren, dass sich die Haare nicht so verteilen lassen, wie man es gerne hätte.
Also Gel in die Hand, ein paar Mal in den Händen verrieben und dann in die verteilen. Kurz ein paar Sekunden warten und dann kräftig mit den Händen das Haar durchrubbeln und die Haare stylen, wie man es gerne hätte.
Mehr gibt es zu der Anwendung auch nicht zu sagen, da es für mich das erste Gel ist, welches man in den Haaren nicht noch 100 Mal nachbessern muss.
Angemerkt sein noch einmal, dass es sich ja um die Art des Gels Chaos Look handelt. Wer also lieber eine Standartfrisur im Igelformat hätte, sollte auch das dafür vorgesehene Gel von Schwarzkopf benutzen, welches für denselben Preis zu erhalten ist.
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Die Dosierung
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Wie schon einmal erwähnt. Man sollte nicht wie wild auf der Tube herumdrücken. Der Vorteil bei diesem Gel ist auch, dass man nicht viel davon braucht. Eine kleine, walnußförmige Menge reicht auf jeden Fall aus, wobei dies meistens schon zu viel sein kann. Außerdem wird es einige Minuten nach dem Auftragen auch sehr hart. Deshalb braucht man wirklich nicht sehr viel.
Somit wären wir auch schon bei dem Punkt der Ergiebigkeit. Das Gel ist wirklich sehr ergiebig und kann bei normalem Gebrauch schon mal einige Wochen halten.
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Fazit
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Als Schlussfolgerung kann ich nichts Negatives sagen bzw. schreiben. Es schont meine Kopfhaut, da ich wirklich nicht sehr viel davon benötige. Außerdem lässt es sich sehr einfach herauswaschen und verklebt nicht.
Für mich zumindest sind die Zeiten endlich vorbei in denen ich mich mit roter, manchmal schon blutiger Kopfhaut herumärgern musste. Das Haarwasser bleibt mir endlich erspart und ich brauche auch keine Angst mehr zu haben eine Frühglatze zu bekommen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-16 00:30:22 mit dem Titel (UPDATE 15.02.03) Pfeiffersches Drüsenfieber - Eine Krankheit wird zur Last
Was ist das eigentlich?
Das Pfeiffersche Drüsenfieber (auch infektiöse Mononukleose genannt) ist eine Viruserkrankung, die häufiger auftritt als man denkt. Circa 90 % der Menschen sollen laut Statistiken daran erkrankt sein, bei den Wenigsten bricht es allerdings auch aus. Verursacht wird es durch das Epstein-Barr-Virus (EBV), das der Gruppe Herpes Viren angehört und die (b-)Lymphozyten befällt, welche für die Antikörperbildung verantwortlich sind. So treten bei einer Infektion untypische weiße Blutzellen auf, medizinisch Mononucleosis infectiosa genannt, daher auch der Name Mononukleose.
Im Volksmund geht das Gerücht herum, dass die Krankheit doch nur bei Kindern auftritt, was allerdings Falsch ist. Zwischen vier und fünfzehn Jahren liegen laut Statistiken die meisten Erkrankungen vor, jedoch kann man in jedem Alter daran erkranken und vor allem Menschen im frühen Erwachsenenalter sind besonders gefährdet. So kommt es, dass bei erkrankten Kindern die Krankheit oft nicht erkannt wird und die Symptome nur von kurzer Dauer sind. Erkrankt man als Jugendlicher oder Erwachsener daran, kann man schon sehr viel länger unter den Symptomen des Drüsenfiebers leiden.
Das Positive, wenn man so etwas überhaupt aus einer Krankheit ziehen kann liegt darin, dass man nach einmaliger Erkrankung sein Leben lang immun ist und sich somit nicht eine erneute Mononukleose einfangen kann.
Übertragen wird das Epstein-Barr-Virus durch Tröpfeninfektion oder über Speichel. Es reicht also schon, wenn man sich mit einem Erkrankten in einem Raum aufhält und die Viren einatmet. Dabei muss die Krankheit noch nicht einmal beim schon Betroffenen ausgebrochen sein und es ist dann auch in Frage gestellt, ob sie bei einem selbst nach einer Infektion ausbricht. Es liegt nun einmal im Sinne des Glücks, bei wem sie ausbricht oder nicht. Im Volksmund nennt man die Krankheit auch Kusskrankheit, da sie sich per Speichel z.B. beim Küssen übertragt. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen meist 30 bis 50 Tage, bei Kindern um die 10 Tage.
Die Symptome
grippeähnliche Beschwerden, schmerzhafte und geschwollene Lymphknoten besonders am Hals oder im Nackenbereich, Halsschmerzen (mit grau-weißem Belag), Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Muskelschmerzen, Hautausschlag
Die Symptome treten sehr unterschiedlich auf. Man kann sich sehr krank fühlen oder eben nicht, so dass ein normales Leben geführt werden kann oder man sich nur noch im Bett befindet.
Therapie
Eine wirkliche Therapie, welche empfohlen wird ist nicht bekannt, da die Krankheit noch nicht näher erforscht wurde. Es ist schon interessant mit anzusehen. Da wird nach Heilmitteln gegen Krebs etc. geforscht und diese Krankheit wird anscheinend als uninteressant eingestuft, sodass die Forschung noch nicht einmal eine scheinbar simple Krankheit einfach auslöschen kann.
Empfehlen kann ich auf jeden Fall jede Menge Bettruhe und warme Getränke gegen die Halsschmerzen. Bei Bauschmerzen sollte man nicht zu fett essen, bei einer vergrößerten Leber und/oder schlechten Leberwerten ist dies besonders zu beachten. Bei Fieber sind fiebersenkende Mittel von Nutzen und oberstes Gebot ist es sich nicht körperlich anzustrengen, bis die Müdigkeit verschwinden (sollte sie eigentlich irgendwann auch bei mir mal). Bei einer vergrößerten Milz ist zu beachten, dass man in dieser Zeit keine schweren Dinge tragen oder heben darf, da die Gefahr auf einen Milzriss besteht.
Komplikationen
Komplikationen gibt es nicht viele, jedoch sehr schwerwiegend. Sehr leicht kann man sich, da das Immunsystem völlig am Boden während der Krankheit ist, mit einer Grippe infizieren. Ein Milzriss ist ebenfalls nicht auszuschließen, sollte man schwer tragen, heben oder sonstige Aktivitäten ausführen, welche sich darauf auswirken können. Das zentrale Nervensystem kann mit einer Meningitis oder einer Enephalitis gestört werden und weiterhin sehr selten ist eine Herzmuskelentzündung bei weiterer Belastung, falls die Krankheit nicht erkannt wird.
Krankheitslänge
Im Normalfall dauert die Krankheit nur zwei bis drei Wochen an und verläuft ohne Komplikationen. In etwa drei Prozent der Fälle (wozu ich mich zählen darf) dauert die Erkrankung länger. Letztlich ist eine Immunität gegenüber der Krankheit die Folge, die EB Viren können jedoch noch über Jahre hinweg im Körper aktiv bleiben und die Symptome noch einmal auslösen, ohne dass sich die Krankheit selbst bemerkbar macht.
Chronisches Drüsenfieber
Extra groß eingerahmt, da der Killer aller Lebensqualitäten überhaupt – das chronische PDF. Bei immer mehr Menschen wird das EBV chronisch und kaum jemand weiß etwas über die Folge, wie sehr sie einen beeinträchtigen kann. Für die meisten Ärzte ist nach der Erkrankung und angeblichen Gesundung (falls nichts mehr im Blut feststellbar ist) das Thema PDF bereits abgeschlossen. Ist das Immunsystem durch einen Herpesvirus erkrankt und nicht mehr rückgängig zu machen hat man den Salat.
Folgende Anzeichen können nach einer Erkrankung des PDF Hinweise auf eine chronische Infektion geben: Verspannungen im Nacken u. Schultern, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Herzrasen, Muskel-, Gliederschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, kein Appetit, ständig Hunger, Eingeschlafene Zehen oder Finger, schmerzhafte Lymphknotenschwellungen, Unreine Haut, entzündete Talgdrüsen, Muskelzuckungen, Verlangen nach Luft, Zittern ( Gliedmaßen ), Empfindlich gegen laute und hohe Geräusche, Nervös, unruhig, aufgeregt, Kleine Ursachen rufen Streß hervor, Konzentrationsschwierigkeiten, Erhöhte Temperatur, Ständig müde, Stoffwechselstörungen
Meine Leidensgeschichte
Anfang September, nach langer Zeit war ich noch einmal krank. Eine ganze Woche lang quälte ich mich mit einer starken Mandelentzündung auf der Arbeit herum. Eigentlich wäre ich reif für Bett gewesen, Ruhe hätte mir bestimmt gut getan. Doch da man in seiner ersten Arbeitswoche auf der Zivildienststelle nicht unbedingt fehlen kann, da dies wohl einen nicht so guten Eindruck hinterlässt, ging ich dorthin und stopfte mir die Schmerztabletten nur so rein. Nach dieser Woche und noch einer weiteren darauf war so gut wie alles überstanden.
Zwei Wochen später registrierte ich beim Fußballtraining immer wieder starke Rückenschmerzen. Allerdings trainierte ich unbeeindruckt weiter, da ich zu dieser Zeit von der Kondition her so gut wie noch nie drauf war. In den folgenden zwei Wochen lief auch weiterhin noch alles glatt, außer das sich meine Lymphknoten im Nacken stark vergrößerten und ich totale Schmerzen darin hatte, so dass ich kaum sitzen konnte, wenn ich dabei meinen Kopf drehte. Ich verspürte neben den Schmerzen auch eine unliebsame Nackensteife, nebenbei litt ich unter Schwindel. Hinzu kam noch eine Müdigkeit, die unbeschreiblich ist. Zuerst dachte ich, dass mir das Wetter einfach aufs Gemüt schlägt oder das Training momentan einfach zu hart ist und mich körperlich einfach überfordert. Doch die Müdigkeit wollte und wollte einfach nicht vergehen. Eher wurde sie sogar so schlimm, dass ich mich nach der Arbeit sofort ins Bett zum Schlafen legen musste und selbst 12 Stunden nicht ausreichten. Im Gegenteil, die Müdigkeit wurde noch schlimmer und selbst der mehr als ausreichende Schlaf (den ich noch nie von mir kannte) wollte keine Verbesserung bringen.
Freitags, Anfang Oktober, mein letztes Fußballtraining für wohl längere Zeit. Ich stand auf dem Platz und es war ein richtig angenehm kühles Wetter, optimal wenn ich trainieren möchte. Gerade wollte ich mich aufwärmen, als ich merkte, dass ich nach fünf Minuten aufwärmen schon total platt war. Ich war so fertig, dass ich nach Luft ringen musste. Selbst normales Stretching, um meine Muskeln zu dehnen war kaum drin, da mich dich auch maßlos überforderte. Doch anstatt ich das Training einfach abbrach versuchte ich wie immer meine Leistung zu bringen. Was mir auffiel war, dass ich an diesem Tag so schlecht trainierte, wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Bei jeder Bewegung meines Kopfs hatte ich das Gefühl umzufallen, das Flutlicht überforderte meine Augen, so dass ich während dem Trainieren schon fast am Einschlafen war. Kraft beim Torschusstraining hatte ich ebenfalls keine, ein Sprint über 30 Meter stellte sich als Qual für mich selbst heraus.
Ein paar Tage später wachte ich auf und fühlte, dass an meinem ganzen Körper die Lymphknoten ins Bodenlose angeschwollen waren. Ich fühlte mich schlapp, müde, krank, abgeschlagen – eben einfach nur schlecht. Lymphknoten in Kniekehlen, Leisten, Armhöhle, Hals und Nacken waren über Nacht richtig schön angeschwollen, ich bekam gar keine richtige Luft, da mein Brustkorb durch die Lymphknoten in den Armhöhlen wohl zusammengedrückt wurde und die Schwindelgefühle waren ebenfalls so schlimm geworden, dass ich kaum fünf Meter ohne mich festzuhalten gehen konnte. Die Müdigkeit hatte ihren Höhepunkt erreicht (und schwimmt jetzt noch auf einer Welle von Infektionseuphorie), ich konnte kein Licht mehr sehen, da ich mal wieder einzuschlafen drohte. Sogar meine Hodensäcke taten mir weh, da die Lymphknoten in den Leisten ja dick waren, mein Rücken brachte mich fast um (da die Lymphknoten in den Bauchhöhlen auch vergrößert waren) und ich hatte Schmerzen in Milz und Leber.
Da mein Vater auch einmal am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt und so richtig arm dran war, stellte ich mir die Diagnose selbst. Ich versuchte anfangs zu arbeiten, aber schon nach dem ersten Tag besuchte ich meinen Hausarzt, um ihm von meiner Selbstdiagnose zu berichten. Er machte ein Blutbild und konnte zuerst nichts feststellen. Erst als ich nach meiner ersten Krankheitswoche wieder dort war teilte er mir die weiteren Blutergebnisse mit – Pfeiffersches Drüsenfieber wurde nun doch diagnostiziert. Welche Freude sich nun in mir breit machte kann sich jeder an zehn Fingern abzählen. Ich lag im Bett und schlief ... und schlief ... und schlief. Insgesamt war ich zwei Wochen krank geschrieben und ging wieder zwei Wochen arbeiten – dachte ich schließlich schon, dass ich es endlich überstanden hätte, da Milz und Leber nach einem Ultraschall nicht vergrößert waren und meine Leberwerte besser nicht sein konnten.
Doch an einem Dienstag, ich fühlte mich schon nach dem Aufstehen schlecht (wobei es mir die zwei Wochen davor als ich sogar arbeiten konnte doch wieder richtig gut ging) und auf der Arbeit kam nach einer Stunde der Hammer. Ich ging bei uns in den Kiosk, kaufte mir was zum Trinken und Lesen und nach ein paar Metern wurde mir so richtig schwindelig, ich wurde nervös, und litt unter ziemlich üblen Herzrasen. Das Blut schoss mir regelrecht in den Kopf hinein und ich ging nach draußen, um mit meiner Mutter zu telefonieren. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich ernsthaft sterben zu müssen und sagte ihr, dass sie mich sofort abholen und mit mir zum Arzt fahren solle. Ich setzte mich draußen vor dem Gebäude auf eine Bank, konnte allerdings nicht ruhig sitzen und beim Gehen hatte ich das Gefühl nach einem Meter umzukippen. Dann war meine Mutter da und wir fuhren zum Arzt. Schnell EKG gemacht, allerdings alles Bestens – inzwischen wieder. Selbst der Blutdruck hätte besser nicht sein können und ich merkte, dass die Symptome des Drüsenfiebers wieder verschwanden. Allerdings wurde ich wieder verdammt müde, ich schlief auf der Liege, angeschlossen am EKG, ein. Mein Arzt fragte mich dann doch tatsächlich, ob ich irgendwelche Drogen nehmen würde, was ich nur lächelnd verneinen konnte. Letztlich kam er mir noch mit einem Thema an, als ob er mich als psychosomatischen Fall abstempeln wolle. Ich wurde nun ein wenig ausfallend und fragte ihn, ob er eigentlich wüsste, wie ich mich fühle und ob er nicht den Beruf verfehlt hätte, wenn er mir nicht helfen könne. Wieder wurde mir Blut abgezapft und (oh Wunder) das Drüsenfieber wurde noch einmal bestätigt.
Nun war ich wieder zwei Wochen krank geschrieben wegen der totalen Müdigkeit, an Arbeit ist zur Zeit gar nicht zu denken und ich frage mich so langsam, wann ich die Krankheit endlich wieder los bin. Denn letzte Woche kam schließlich der Hammer. Ich bekam Fieber und dachte nur an eine kleine Erkältung. Allerdings wollte es nicht wieder verschwinden – im Gegenteil – am Dienstag Morgen erreichte ich 39,2 C°. Als ich auf die Toilette ging überkam mich auch noch dieses bekannte Gefühl, welches man Durchfall nennt und bemerkte, dass ich kurz vor einem Kreislaufkollaps war, da mir schwindelig wurde und ich kaum mehr gehen konnte. Ich sagte meiner Mutter sie solle mich bitte ins Krankenhaus fahren. Also schnell die Überweisung ins Krankenhaus vom Arzt geholt und ab ging es. Dort lag ich nun bis Samstag und jetzt bin ich wieder zu Hause. Die Grippe ist überstanden, allerdings ist das Drüsenfieber im noch da. Letztendlich muss ich mir die Frage stellen, ob das Krankenhaus mir irgendwie helfen konnte. Die Antwort lautet leider: „Nein, denn bis auf eine Infusion wurde mir gar nicht geholfen, ich fühle mich wie vor der Grippe.“
Jetzt geht der Weg morgen früh mal wieder zum Arzt in der Hoffnung weiterhin krank geschrieben zu werden, da ich einfach nicht fähig zum Arbeiten bin. Es spricht Bände, wenn man manchmal sogar zu müde ist um irgendwie sexuell mit seiner Freundin aktiv zu werden und das Liebesleben beginnt darunter zu leiden und nebenbei das Gehen zur Qual wird, weil die Milz nun doch leicht vergrößert ist. So hoffe ich die Krankheit bald wieder loszuwerden, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Zum Abschluss sei gesagt: Solange keine Grippe dazwischen kommt lieber zu Hause gesund werden. Als gesetzlich Versicherter ist man heutzutage in einem Krankenhaus wirklich arm dran oder wie soll ich es sonst beschreiben, wenn der Stationsarzt schon meint, warum ich eigentlich im Krankenhaus wäre und sich noch nicht einmal zwei Minuten Zeit für mich nimmt (eine Minute war ein Glücksfall). Selbst die gute Frau Ärztin, welche das Ultraschall im Krankenhaus durchführte und damit prahlte, dass sie am vorigen Tag noch ein Seminar darüber führte war nicht gerade aufbauend, da ich bezweifeln muss, ob sie wirklich weiß, wie man sich während dieser Krankheit fühlt.
Zu guter letzt kann man sagen: „Wer die Krankheit nicht einmal selbst durchgemacht hat, der weiß gar nicht, was das für ein Zustand ist so am Arsch zu sein.“ Und da ist es nun einmal einfach gesagt einen als Hypochonder oder psychisch somatisch Erkrankten zu bezeichnen. Selbst meine Wenigkeit durfte sich schon anhören, ich hätte keine Lust zum Arbeiten und würde mir alles nur einbilden und ich kann mir gut vorstellen, dass dies bestimmt auch einige Leute auf der Arbeit denken. Denn bei uns herrscht gerne Kaffeeklatsch nach dem Motto: „Über wen könnten wir denn heute tratschen und lästern?“
Wie man sieht bringt die Krankheit nicht nur die symptombezogenen Probleme mit sich, sondern häufig auch unliebsame Nebeneffekte sind die Folge.
Um meine Leidensgeschichte zu komplettieren: Ich leide immer noch unter totaler Müdigkeit, hin und wieder Herzrasen, Schwindel oder Nervosität. Am meisten macht mir allerdings die Müdigkeit zu schaffen und die Tatsache, dass meine Lymphknoten mal wieder angeschwollen sind. Es hat sich wohl wieder verschlechtert, was typisch für die Krankheit ist. Hast du gute Tage, können wie aus dem Nichts auch schon wieder schlechte Tage folgen. Und wenn ich mir so die Symptome des chronisches PFD anschaue wird mir hin und wieder Angst und Bange, denn so ziemlich viel davon trifft auf mich zu.
Kämpft, kämpft, kämpft kann ich da nur allen Leidensgenossen entgegenbringen. Es kann nicht angehen, dass man sich von einer Krankheit so beeinflussen lässt.
Update am 05.01.2003
2 1/2 Monate quälen, einen ganzen Monat arbeitsunfähig und vom Hausarzt so gut wie als Psychosomatiker abgestempelt wurde mir geholfen. Erst ein Arztwechsel versprach die heilende Wirkung dank
Bryonia D6
und
Veratrum Album D6.
Inzwischen geht es mir langsam wieder besser und ich kann mit immer weniger Beschwerden meinem Weg zur Arbeit antreten.
Update am 01.02.2003
Eigentlich wollte ich meinen Weg zur Arbeit schon wieder seit einem Monat antreten. Jedoch gibt es inzwischen das Problem, dass ich immer wieder unter starkem Schwindel leide, manchmal danke ich nach zehn Metern gehen ich würde umkippen und ohnmächtig werden. Hinzu kommen noch die schrecklichen Nackenschmerzen, welche sich mit Druck auf das Gehirn, die Kopfhaut und die Augen auswirken. Als ob der Kopf von innen platzt und die Augen gleich mit, welch tolles Gefühl. Nun bin ich weiterhin krank geschrieben, ein EEG wurde zusätzlich durchgeführt, da ich ab und an unter Lähmungserscheinungen in den Beinen leide. Nachts wache ich immer wieder aus dem Halbschlaf auf, mit einem Druck im Kopf und einer Art Drehschwindel, der mich immer wieder aus dem Schlaf wirft. Erst nach einigen Versuchen gelingt mir dann das Einschlafen. Die Lichtempfindlichkeit ist immer noch sehr stark, müde bin ich inzwischen meist so stark, dass ich den ganzen Tag denke nur halb wach zu sein und einige Meter neben mir gehe. Sollte sich herausstellen, dass mit meinen Hirnströmen etwas nicht stimmt gehöre ich zu den glücklichen 1 % aller Erkrankten, bei denen das Nervensystem zusätzlich betroffen ist. Klar, ein gestörtes Immunsystem welches am Boden ist, ermöglicht dem Virus schnell nach ganz unten zu gelangen, bis tief in die Nervenbahnen.
Ein weiteres Update wird folgen, somit bin ich noch auf unbestimmte Zeit krank geschrieben.
Update am 04.02.2003
Die Party geht weiter. Vom Arzt zurück, (EEG und spezielles Stuhlprobeergenis auf Darmpilze noch nicht da) wurde ich nun zum Hals-Nasen-Ohren Arzt geschickt. HNO, ich komme. Ich sehe schon, was mir noch alles bevorsteht. Als nächstes ist bestimmt der Augenarzt dran, dann wird bestimmt noch ein CT gemacht und die Antwort kennen wir alle - da ist nichts, zumindest glaube ich das. Langsam glaube ich, dass auch mein neuer Hausarzt in absehbarer Zeit mit seinem Latein am Ende ist. Was ich dann tun werde, weiß ich noch nicht. Gespannt bin ich erst einmal, ob meine neuen pflanzlichen Mittel gegen den Schwindel helfen. Gestern wurde ich übrigens eingerenkt, ein wunderbares Gefühl von Freiheit, zumindest für fünf Minuten. Dann knackte gegen Abend wieder alles im Nacken und nun habe ich das Gefühl es ist so wie vorher. Vielleicht kommt auch vieles vom Nacken her, als Folge meines Autounfalls letzten Jahres, da ich seitdem Probleme mit dem Nacken habe. Aber den Hauptteil bildet immer noch das PDF und seine Folgen. Schön war dieses Gefühl heute morgen, als mein Fuß eingeschlafen war, während ich noch im Bett lag. Zwei Minuten hat er zum Aufwachen gebraucht. Komisch, das jeden Morgen irgendwas eingeschlafen ist. Ein weiteres Symptom für den chronischen Verlauf des PDF ? Normalerweise schon, aber davon möchte ich bitteschön verschont bleiben.
Übrigens halte ich es nicht mehr zu Hause aus. Ständig daheim rumsitzen und sich langweilen. Gerade war ich draußen und habe einen Urschrei losgelassen. Hoffentlich hat mich niemand gehört, sonst erklären mich meine Nachbarn für verrückt. Außerdem ist mir gerade nach Zerstörung, ich habe totale Aggressionen, da mich die Krankheit langsam verrückt macht. Mal sehen, vielleicht haue ich irgendwas kaputt und brech mir die Hand.
Das nächste Update wird folgen, wenn die Ergebnisse da sind. Mal sehen, bestimmt werde ich nächste Woche wieder krank geschrieben.
Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Spiel mir das Lied vom Drüsenfieber, la di, la da !
Update am 08.02.2003
Mal wieder eine dieser vielen schlaflosen Nächte. Während meine Freundin in meinem Bett liegt und ich am liebsten in ihren Armen schlummern würde, sitze ich nun am PC und surfe durchs Internet. Wahrscheinlich werde ich mich noch auf eine Herzmuskelentzündung untersuchen und ein Belastungs EKG machen lassen, da mir bei jedem strammeren Spaziergang (bei dem ich immer denke umzufallen, wegen dem Schwindel) Schmerzen in der linken Brusthälfte verspüre. Mein Leben, im Moment eine Farcé, doch habe ich dem EBV endgültig den Kampf angesagt. Mit mir nicht, du treibst mich nicht aus meinem Körper mit der ständigen Käseglocke vor dem Kopf, die mich immer neben mir hergehen lässt. Ich möchte ganz einfach nicht mehr bemitleidet werden und langsam habe ich Angst, dass ich meine Freundin auch angesteckt haben könnte. Schmerzender Nacken, extreme Müdigkeit, ich will es nicht hoffe. So sieht es eben leider aus, eine Krankheit ohne Ende.
DOCH NICHT DU WIRST MEINE KRANKHEIT BESTIMMEN, IN ZUKUNFT WERDE ICH BESTIMMEN IN WIE WEIT DU MEIN LEBEN VERÄNDERST.
Update am 14.02.2003
Die Leiden mögen wohl gar kein Ende mehr haben. Vor einer Woche habe ich einen eigenen Therapieversuch gestartet - die Urintherapie. Ehrlich gesagt hört es sich nicht gerade sehr lecker an. Doch es hat ein wenig geholfen. Zugegeben hat es mich ein wenig Überwindung gekostet meinen eigenen Urin zu trinken. Doch ich wurde angetrieben - durch meine eigene Willenskraft. In den ersten zwei Tagen vegetierte ich nur so dahin, da dies schließlich auch eine natürliche Therapie ist, die Symptome verschlimmerten sich also. Doch dann merkte ich eine kleine Verbesserung, es war als ob mein Immunsystem voll arbeitet und sich irgendetwas durch meine Haut drückt. Eben etwas, das hinaus gespült werden soll.
Doch dann war Montag, der 10.02.2003. Es sollte der Tag sein an dem meine Freundin Schluss macht. Natürlich war ich seit der Krankheit weder physisch noch psychisch auf der Höhe. Doch nun bin ich psychisch erst einmal ganz am Ende. Liebeskummer und keine Ahnung wie ich damit umgehen soll verschlimmern nun wieder einiges.
Doch liegt es nicht nur daran. Mein Leben ist zur Zeit wirklich alles andere als rosig. Ich kann nicht raus obwohl ich will. Alle meine Freunde treffen sich und ich sitze zu Hause. Ich denke ich werde gleich einfach mitfahren, mir soll es egal sein. Ich brauche Ablenkung, wegen der Krankheit und gegen den Liebeskummer.
Woran ich inzwischen leide ? Nun ja, die Symptome sind nicht mehr schön. Inzwischen habe ich schon einige Stufen des chronischen Drüsenfiebers erreicht, CFS als Krankheit vielleicht noch dazu. Doch bilde ich es mir nicht ein, nein, wahrscheinlich ist es einfach so. Und wozu mag das gut sein ? Das ich lerne zu kämpfen ? Nun ja, ich werde kämpfen. Und wenn es das letzte ist was ich tue.
Mein Alltag besteht aus folgenden Symptomen:
Verpannungen im Nacken und in den Schultern
Kopfschmerzen
Herzrasen
Muskel- und Gliederschmerzen
Schwindel und Sehstörungen
Abwechselnd ist mir schlecht, ich habe keinen oder ständig Hunger
Eingeschlafene Finger und Zehen
Unreine Haut
Muskelzuckungen
Verlangen nach Luft
Zittern (der Gliedmaßen)
Empfindlichkeit gegen hohe und laute Geräusche
Nervös, unruhig, aufgeregt, gereizt
die kleinsten Ursachen rufen bei mir Stress hervor
Konzentrationsschwierigkeiten
Ständig müde und nicht belastbar
Wie sieht dies nun in Worten aus ? Also, ich stehe morgends auf und ich fühle mich steif, so wie ein Baumstamm. Meine Lunge brennt und ich schnappe nach Luft. Aber am schlimmsten sind alle diese rheumaartigen Beschweren in den Gliedmaßen, es ist als ob ich nicht mehr gehen könnte. Schwindel macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn ich versuche ein paar hundert Meter zu gehen. Heute war ich nach Trier mit meinen Eltern. Nach 200 Metern mussten wir zurückkehren. Diese Benommenheitsgefühle tauchten wieder auf, verbunden mit Schwindel und dem Gedanken ich würde gleich einfach umfallen. Die Müdigkeit ist ohnehin mein größtes Problem. Da die Lichtempfindlichkeit sich zwar verbessert hat bin ich inzwischen wieder viel müder. Es ist als wäre ich nur halb bei Bewusstsein, eine Hälfte von mir würde noch im Bett liegen. Schlimm sind auch diese Gefühle in den Fingern, sie sind wie eingeschlafen. Häufig schlafen sie eben einfach ein oder ich denke ich könnte sie nicht mehr bewegen. Streß ist ebenfalls deutlich spürbar. Entweder artet alles bei mir in Stress aus oder ich werde verdammt launisch. Vor allem meine Eltern bekommen dies zu spüren, wofür ich leider nichts kann. Ich versuche dagegen anzukämpfen aber es funktioniert nicht. Irgendetwas ist stärker als ich selbst. Konzentrieren kann ich mich nicht, mein Kurzzeitgedächtnis leidet sehr darunter. Sagt gerade jemand etwas zu mir habe ich es manchmal im Bruchteil einer Sekunde vergessen, wobei ich es eigentlich ins Gehör aufgenommen habe. Aber dann ist es einfach nicht mehr da, wie weggeblasen. Und das Zittern, jaja. Meistens ist es so, dass mir erst mal alle Muskeln und Glieder weh tun, als ob mein ganzer Körper verkrampft. Verschwindet dies wieder fängt meistens alles an zu zittern. Nicht, dass mir kalt wäre (Kälte ist wirklich schrecklich für meinen Körper, ich fühle mich dann wie tot), nein, es zittert einfach alles. Ohne Grund. Abends beginnen dann meist die Schmerzen wieder, allerdings treten diese oft nur phasenweise auf. Verrückt macht mich dieses Herzrasen was mich manchmal denken lässt ich bekäme einen Herzinfarkt und würde gleich tot in der Ecke liegen. EKG wurde natürlich gemacht, es ist alles in Ordnung. Bis darauf, dass mein Puls viel zu hoch ist, manchmal erreicht er ohne die geringste Anstrengung 100 Schläge die Minute. Hinzu kommt mein Termin beim Neurologen. Bei meinem ersten Besuch wurde ein EEG gemacht, alles in Ordnung, bis auf festgestellte Unruhe. Nun war ich wieder da und wurde komplett auf den Kopf gestellt. Das Ergebnis: "Herr Schmidt, sie sind neurologisch kerngesund !" Da denke ich mir doch nur, was der Termin beim Kardiologen bringen wird. Hinzu kommt noch ein Termin beim Orthopäden, welcher meine Wirbelsäule aufgrund eines Unfalls vor einem Jahr untersuchen soll. Alle werden mir mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit sagen: "Herr Schmidt, sie sind gesund !" Wie wird mich das erfreuen, wenn es mir trotzdem so dreckig geht.
Was ich noch sagen wollte. Alles das ist wie Rheuma und Arthritis zugleich. Aber ehrlich gesagt bin ich bald mit den Nerven ganz am Ende, es macht micht verrückt. Ich will raus aus dem Haus und kann nicht, und das seit Monaten. Ich möchte mit meinen Freunden beisammensein, wenn ich schon keine Freundin mehr habe, ich möchte wieder Spaß am leben haben.
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