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Erfahrungsbericht von Mandinka

D wie Dreadlocks

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

„Ahhhh schrei was hast du denn mit deinen Haaren angestellt?“ So wurde ich am Montag morgen in der Schule begrüßt. „War dir wohl mal wieder langweilig, aber sieht gar nicht mal schlecht aus.“ Ein hübsches Gesicht kann einfach nichts entstellen *fg*. Nunmal abgesehen von den vielen netten Kommentaren, die ich zu meiner neuen Frisur bekommen habe werde ich euch jetzt noch mehr über die verschiedene Techniken, den geschichtlichen Aspekt u.s.w. erzählen.


Die Geschichte

Es gibt zwei verschiedene Thesen zur Entstehung des Namen Dreadlocks. Zum einen wird die Entstehung so erklärt. Die meist auf Jamaika lebenden Rastafarians sind sehr religiös und glauben an den einen Gott, „Jah“. Ihre Dreadlocks haben für sie dabei eine sehr spirituelle Bedeutung, sie benutzen sie als eine Art „Antenne“ um göttliche Inspirationen besser erfahren zu können. Außerdem bedeutet Dreadlocks übersetzt „Furchtlocken“. Sie tragen ihre Dreads, da sie ehrfürchtig an Jah glauben. Dabei weiß man bis heute nicht ob die Rastafarians sich selbst den Namen für ihre Haare gaben oder ob es die Einwohner Jamaikas waren. Sicher ist aber, dass die Rastafarians sich selbst den Namen \"Natty Dreadlocks\" gaben. \"Natty\" kommt aus dem Englischen und bedeutet reinlich, sauber; rein, geschickt. Dies deutet darauf hin, dass der Begriff \"Dreadlocks\" zumindest zu Beginn nicht im negativen Sinn zu verstehen war.

Die zweite wahrscheinlichere These besagt, aufgrund der Tatsache, dass die Rastafarians in den 40ern eine Minderheit waren und zur sozialen Unterschicht gehörten, trugen sie die Dreadlocks nicht nur aus ihrem Glauben, sonder um sich auch während der englischen Kolonialzeit vom Schönheitsideal der Weißen Oberschicht zu distanzieren. Schnell entwickelten sich die Dreads unter den Rastafarians, die in den Städten als Outsider und religiöse Freaks galten und oft in Ghettos wohnten als Symbol. So hatten die Rastafarians schnell einen schlechten Ruf bei den weißen. Es könnte also durch aus sein, dass der Name Dreadlock von den weißen Engländern kam, die sich vor den Rastafarians fürchteten., da wie oben schon erwähnt to dread, sich vor etwas fürchten heißt.

Doch Dreadlocks gibt es schon viel, viel länger. Sogar in der Bibel gibt es Stellen in denen die verfilzte Haarbracht auftaucht, schon in den alten Indianer-Stämme gab es Dreadlocks.


Wie ich meine Dreads gemacht habe

Um gleichmäßige Dreads zu bekommen empfiehlt es sich, bevor man mit dem eigentlich dreaden beginnt erst sämtliche Haare in gleich große Haarsträhnen einzuteilen. Hat man dies getan fängt man am Besten hinten am Kopf an. Man nimmt die erste Strähne dreht sie ein und kämmt dann mit einem feinzackigen Kamm (am besten mit Stahl Zacken) solange in Richtung Kopf bis sie so verfilzt sind, dass man mit dem Kamm nicht mehr durch kommt. Dabei die Haarsträhne immer wieder eindrehen. Und wieder gegen den Kopf kämen. Und das nun Dread für Dread, dieser Akt kann einige Stunden in Anspruch nehmen, wir haben verteilt auf zwei Tage 8 Stunden gebraucht. Nach dem Dreaden empfiehlt sich spezielles Dreadwacks oder Bienenwachs in die Dreads zu schmieren, sieht vielleicht etwas komisch aus, aber hilft anfangs doch recht gut.

Waschen??

Oft wird gesagt, wenn mit Dreads sollte man seine Haare nicht öfters wie einmal im Monat waschen und ich muss sagen so ein Müll. Ich meine klar man sollte sie nicht unbedingt jeden Tag waschen, aber normale Haare auch nicht, also ich wasche meine zweimal die Woche, meist auch dreimal da ich sonst nach dem Handballtraining stinken müßte wie ein Schwein, allerdings sollte man seine Dreads nicht mir normalem Shampoo waschen sondern entweder mit Kernseife, oder Antischuppenshampoo, wobei ich hier die Kernseife bevorzuge.
Aufjedenfall müssen die Haare nach dem Waschen wieder nachgefilzt werden, das kann am Anfang doch ganz schön stressig sein, aber kleiner Tip, euer Mathe Lehrer läßt sich damit bestimmt ganz leicht auf die Palme bringen, bei mir jedenfalls hilft das sehr gut.

Wem von euch dieser Bericht noch nicht informativ genug ist, geht am Besten einfach mal auf www.dreadlockz.net dort findet ihr alles. In diesem Sinne. Viel Vergnügen.

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