Erfahrungsbericht von TheGreatMaster
Prof. Gustav Bergmann - Die Kunst des Gelingens!
Pro:
Propagiert die systemische Marketingmanagementlehre
Kontra:
Zäh geschrieben, viele Fachbegriffe, zuviel Solution Cycle
Empfehlung:
Nein
Heute ist er dran, mein Marketing Professor von der Universität Gesamthochschule Siegen Gustav Bergmann mit seinem selbstgeschriebenen 'Heiligtum', seinem Buch mit dem Titel 'Kunst des Gelingens - Wege zum Vitalen Unternehmen', das im Verlag Wissenschaft & Praxis erschienen ist.
Da ich vor einigen Tagen meine Diplomsprüfung bei Prof. Bergmann geschrieben habe muß ich natürlich auch bestens über sein klausurrelevantes Buch 'Kunst des Gelingens' bescheid wissen. Tja und da ich dieses 320 Seitige Werk schon komplett durchgeackert habe möchte ich Euch auch nicht meine Eindrucke vorenthalten.
Bergmanns 'Kunst des Gelingens' ist ein Marketingmanagementbuch der besonderen Art, da es nicht auf der klassischen Marketinglehre beruht, sondern die Theorie des systemischen Marketing präferiert.
Professor Bergmann, der übrigens in Köln wohnt hat sein nun in 2. überarbeiteter Fassung erschienene Auflage von 2001 in 2 Teile unterteilt. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Praxis und dem Prozess des Gelingens, wogegen der zweite und hintere Teil dieses Buches die Theorie des Gelingens behandelt.
Das Buch 'Kunst des Gelingens' ist ein Spiegelbild der Marketingvorlesungen von Professor Bergmann über die Teile:
1. Marketing Management und Organisation
2. Kommunikationsmanagement
3. Relationship Marketing
4. Innovation
Die meisten seiner Gedanken, die er in seinen Vorlesungen vorträgt entspringen genau diesem Buch.
Da die systemische Marketingmanagementlehre komplett variiert von der klassischen Marketinglehre, wie sie beispielsweise bei Meffert zu lesen ist, schüttelt man als klassischer BWLler erst einmal den Kopf und fragt sich, was dieses Buch hier mit Marketing zu tun hat.
Die systemische Marketinglehre geht davon aus, daß nichts konkret planbar ist und das es beispielsweise ein Optimum nicht geben kann. Vielmehr geht diese Theorie davon aus, daß eine Unternehmung einen sogenannten Flow Zustand erreichen muß, in dem alles gelingt und eine Unternehmung lernt und sich weiterentwickelt.
Professor Bergmann stellt eine Methode in diesem Buche da, wie ein Unternehmen diese 'Vitalität' erreichen kann anhand des von ihm heftigst in diesem Buche propagierten Lern- und Lösungszyklusses, dem sogenannten Solution Cycle.
Dieser Solution Cycle ist als eine Art Spirale des Lernens zu verstehen. Professor Bergmann ist ein harter Verfechter dieses Solution Cycle und er merkte mal an, daß man mit diesem Solution Cycle, der 8 Punkte umfasst sogut wie alle Probleme lösen kann, auch Private.
Jetzt denkt ihr vielleicht der Professor tickt vielleicht nicht richtig, na ja vielleicht habt ihr Recht aber seht Euch diesen Zyklus doch mal selber an. Er besteht aus den
folgenden Einzelpunkten:
Schritt 1 - Erkennen (Erlebniswirklichkeiten austauschen)
Schritt 2 - Klären (Probleme beschreiben, Visionen entwickeln)
Schritt 3 - Lösen (Wege finden)
Schritt 4 - Planen (Prioritäten setzen, Struktur bilden)
Schritt 5 - Verändern (Interventionen, realisieren)
Schritt 6 - Kontakt finden (Flow erleben)
Schritt 7 - Lernen (Muster erkennen)
Schritt 8 - Loslösen (Abschluß finden)
Diese acht Schritte dürft ihr Euch aber nicht als einen abgeschlossenen Kreislauf vorstellen, sondern einen, der sich spiralförmig nach oben entwickelt und somit auch das Lernen einer Organisation darstellt.
Alle Punkte dieses Solution Cycles sind modifizierbar und nicht starr zu handhaben. Professor Bergmann untersucht in seinem Buch 'Kunst des Gelingens' jede Phase extra und wie man jede Phase in der Praxis am besten ausfüllt.
Dabei zeigt er auch die Fallen auf, in die ein Unternehmen bei jeder Phase treten kann, das sind seiner Meinung nach die sogenannten PePsel´n. PePsel sind dabei typische problemerzeugende Pseudolösungen, die eine Unternehmung tunlichst vermeiden sollte.
Dagegen sollte man nach Bergmanns Auffassung die sogenannten DaKuzel´n anstreben. Jetzt denkt Ihr Euch was soll das denn schon wieder für ein undeutsches Wort sein. Ich erzähls Euch. Bergmann versteht darunter sogenannte Dauerhafte Kurzzeitlösungen, die auch besser bekannt sind unter dem Begriff Best Patterns (beste Verhaltensmuster).
Best Patterns sind beste Verhaltensmuster, die man durch Beobachtung der Umwelt und aus eigener Erfahrung erhält. Man erhält diese in dem man sich funktionierende ähnliche Strukturen ansieht und diese auf das gegebene Problem adaptiert und modifiziert. Implementiert sollen nach Bergmann diese Überlegungen mit einem Punktebewertungssystem, der sogenannten Balanced Scorecard. Anhand einer Balanced Scorecard versucht der Unternehmer alle Beteiligten so gut wie möglich bei einer Problemlösung mit einzubinden und zufriedenzustellen. (Stakeholdertheorie)
Darüberhinaus findet man in diesem Buch besonders im theoretischen Teil auch ausgefallene Theorien, wie beispielsweise die Chaostheorie, Feng Shui etc.
Ihr lacht jetzt vielleicht, wenn ihr hört, daß Feng Shui etwas mit Marketingmanagement zu tuen haben soll, aber mein Professor sieht das völlig anders. Er ist begeistert von Feng Shui und an dieser Begeisterung läßt er uns auch teilhaben in seinen Vorlesungen.
Übrigens Feng Shui ist, daß man Möbel in eine bestimmte Richtung ausrichtet, damit alles in Harmonie zueinander steht.
Um die Gedankengänge von Professor Bergmann zu verstehen, sollte man einige Hintergründe von diesem Mann kennen. Da Prof. Bergmann ein sehr kommunikativer Typ ist wissen wir Studenten eine Menge über ihn.
Prof. Bergmann ist so um die 40 Jahre alt und wohnt in Köln-Nippes. Sein Bruder ist Manager eines Möbelhauses und daher kommt auch seine Vorliebe für Feng-Shui. Studiert hat Professor Bergmann in Münster unter dem Marketingguru Meffert, der die klassische Marketinglehre vertritt. Also ganz das Gegenteil, was Bergmann heute uns Studenten vermittelt.
Mitschreiben kann ich in seinen Vorlesungen kaum etwas, da er meistens irgendwelche Geschichten erzählt und immer auf das gleiche zurückkommt, nämlich Solution Cycle und Best Patterns sowie Balanced Scorecard.
Professor Bergmann betreibt neben seiner Professorentätigkeit auch noch eine kleine Unternehmensberatung mit dem Namen coinco. Der Name seiner Beratungsfirma setzt sich laut Bergmann aus coffee-in-cologne zusammen. Er hat sich den Namen ausgedacht während er beim Kaffeetrinken war. Das ist typisch für Bergmann. Vor kurzem hat er auch einen Möbel-, Weinmultistore in Köln namens Malzfabrik.com gegründet.
Professor Bergmann ist ein ziemlich abgedrehter Typ, aber etwas ist doch dran, an seinen Theorien, auch wenn ich nicht davon überzeugt bin, daß man mittels des Solution Cycle alle Probleme dieser Welt lösen kann. Aber wenn ein Unternehmen sich ständig weiterentwickelt und somit vital ist, dann ist zumeist eine positive Entwicklung eingeleitet. Da stimme ich ihm schon zu.
Dennoch gibt es an diesem Buch auch noch einige Kritikpunkte, die ich Euch auch nicht vorenthalten will.
1. Die Bindung des Buches ist miserabel. Dieses Buch ist bei mir schon nach dem ersten Monat auseinandergefallen und ich mußte es kleben.
2. Das Buch hat viel zu viele Fachbegriffe mit zuvielen Verweisen auf andere Bücher.
3. Das Buch ist nicht flüssig geschrieben und liest sich wie Kaugummi.
4. Meiner Meinung nach betrachtet Bergmann die Entwicklung von Unternehmen etwas mit der rosaroten Brille. Denn über Krisenunternehmen, die kein Geld haben für große Investitionen macht sich Bergmann sogut wie keine Gedanken.
5. Das Buch ist durch die Darstellung des Universalkonzepts mittels Solution Cycle sehr oberflächlich gehalten. Wer hier betriebswirtschaftliche Details von einzelnen Funktionsbereichen erwartet, der wird enttäuscht.
6. Das Buch profiliert sich extrem durch die Darstellung des Bergmannschen Solution Cycle. Kaum eine Seite in diesem Buch vergeht, ohne das auf den Solution Cycle hingewiesen wird. Auf die Dauer ist das doch nervend.
Positiv ist aber auch noch anzumerken, daß man dieses ca. 30 Euro teure Buch im Handel, auch für 20 Euro bei meinem Professor Bergmann direkt erstehen kann. Dennoch halte ich dieses Buch für etwas überteuert. 20 Euro ist eigentlich immer noch zu viel für dieses Buch. Aber immerhin bekommt man viele Schubilder, die das Lesen etwas erträglicher machen.
Somit mein Fazit:
=================
Mein Professor wird mich vielleicht jetzt steinigen *g* aber empfehlen kann ich dieses Buch leider nicht an alle. Mag sein, daß der Solution Cycle laut Bergmann auch im Privatleben funktioniert aber nein, dafür brauche ich keinen Lern- und Lösungszyklus, das klappt ohne noch immer am besten.
Wer jedoch Marketing studiert und sich auch mal mit den systemischen Ansätzen beschäftigen will, für den ist dieses Buch empfehlenswert. Aber in Kauf muß man die vielen Fremdwörter sowie die meines Erachtens abgehackte Schreibweise nehmen und das sich dieses Buch zieht wie Gummi.
Da ich kaum glaube, daß ihr Euch freiwillig dieses Buch antun wollt, spreche ich mal keine Kaufempfehlung für das Buch meines Professors aus. Aber letztendlich müsst ihr selber entscheiden, ob die Materie für Euch sinn- und zweckgemäß sein könnte.
Ich jedenfalls werde dieses Buch nun erst einmal in meinem Bücherschrank versauern lassen, da die Marketingklausur endlich vorbei ist.
Dann wünsch ich Euch ganz nach diesem Motto des Buches ein vitales Leben und gutes Gelingen!
Mit freundlichen Grüßen
Gerwin (TheGreatMaster)
Update vom 08.11.2001 (altes Yopi)
Da ich vor einigen Tagen meine Diplomsprüfung bei Prof. Bergmann geschrieben habe muß ich natürlich auch bestens über sein klausurrelevantes Buch 'Kunst des Gelingens' bescheid wissen. Tja und da ich dieses 320 Seitige Werk schon komplett durchgeackert habe möchte ich Euch auch nicht meine Eindrucke vorenthalten.
Bergmanns 'Kunst des Gelingens' ist ein Marketingmanagementbuch der besonderen Art, da es nicht auf der klassischen Marketinglehre beruht, sondern die Theorie des systemischen Marketing präferiert.
Professor Bergmann, der übrigens in Köln wohnt hat sein nun in 2. überarbeiteter Fassung erschienene Auflage von 2001 in 2 Teile unterteilt. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Praxis und dem Prozess des Gelingens, wogegen der zweite und hintere Teil dieses Buches die Theorie des Gelingens behandelt.
Das Buch 'Kunst des Gelingens' ist ein Spiegelbild der Marketingvorlesungen von Professor Bergmann über die Teile:
1. Marketing Management und Organisation
2. Kommunikationsmanagement
3. Relationship Marketing
4. Innovation
Die meisten seiner Gedanken, die er in seinen Vorlesungen vorträgt entspringen genau diesem Buch.
Da die systemische Marketingmanagementlehre komplett variiert von der klassischen Marketinglehre, wie sie beispielsweise bei Meffert zu lesen ist, schüttelt man als klassischer BWLler erst einmal den Kopf und fragt sich, was dieses Buch hier mit Marketing zu tun hat.
Die systemische Marketinglehre geht davon aus, daß nichts konkret planbar ist und das es beispielsweise ein Optimum nicht geben kann. Vielmehr geht diese Theorie davon aus, daß eine Unternehmung einen sogenannten Flow Zustand erreichen muß, in dem alles gelingt und eine Unternehmung lernt und sich weiterentwickelt.
Professor Bergmann stellt eine Methode in diesem Buche da, wie ein Unternehmen diese 'Vitalität' erreichen kann anhand des von ihm heftigst in diesem Buche propagierten Lern- und Lösungszyklusses, dem sogenannten Solution Cycle.
Dieser Solution Cycle ist als eine Art Spirale des Lernens zu verstehen. Professor Bergmann ist ein harter Verfechter dieses Solution Cycle und er merkte mal an, daß man mit diesem Solution Cycle, der 8 Punkte umfasst sogut wie alle Probleme lösen kann, auch Private.
Jetzt denkt ihr vielleicht der Professor tickt vielleicht nicht richtig, na ja vielleicht habt ihr Recht aber seht Euch diesen Zyklus doch mal selber an. Er besteht aus den
folgenden Einzelpunkten:
Schritt 1 - Erkennen (Erlebniswirklichkeiten austauschen)
Schritt 2 - Klären (Probleme beschreiben, Visionen entwickeln)
Schritt 3 - Lösen (Wege finden)
Schritt 4 - Planen (Prioritäten setzen, Struktur bilden)
Schritt 5 - Verändern (Interventionen, realisieren)
Schritt 6 - Kontakt finden (Flow erleben)
Schritt 7 - Lernen (Muster erkennen)
Schritt 8 - Loslösen (Abschluß finden)
Diese acht Schritte dürft ihr Euch aber nicht als einen abgeschlossenen Kreislauf vorstellen, sondern einen, der sich spiralförmig nach oben entwickelt und somit auch das Lernen einer Organisation darstellt.
Alle Punkte dieses Solution Cycles sind modifizierbar und nicht starr zu handhaben. Professor Bergmann untersucht in seinem Buch 'Kunst des Gelingens' jede Phase extra und wie man jede Phase in der Praxis am besten ausfüllt.
Dabei zeigt er auch die Fallen auf, in die ein Unternehmen bei jeder Phase treten kann, das sind seiner Meinung nach die sogenannten PePsel´n. PePsel sind dabei typische problemerzeugende Pseudolösungen, die eine Unternehmung tunlichst vermeiden sollte.
Dagegen sollte man nach Bergmanns Auffassung die sogenannten DaKuzel´n anstreben. Jetzt denkt Ihr Euch was soll das denn schon wieder für ein undeutsches Wort sein. Ich erzähls Euch. Bergmann versteht darunter sogenannte Dauerhafte Kurzzeitlösungen, die auch besser bekannt sind unter dem Begriff Best Patterns (beste Verhaltensmuster).
Best Patterns sind beste Verhaltensmuster, die man durch Beobachtung der Umwelt und aus eigener Erfahrung erhält. Man erhält diese in dem man sich funktionierende ähnliche Strukturen ansieht und diese auf das gegebene Problem adaptiert und modifiziert. Implementiert sollen nach Bergmann diese Überlegungen mit einem Punktebewertungssystem, der sogenannten Balanced Scorecard. Anhand einer Balanced Scorecard versucht der Unternehmer alle Beteiligten so gut wie möglich bei einer Problemlösung mit einzubinden und zufriedenzustellen. (Stakeholdertheorie)
Darüberhinaus findet man in diesem Buch besonders im theoretischen Teil auch ausgefallene Theorien, wie beispielsweise die Chaostheorie, Feng Shui etc.
Ihr lacht jetzt vielleicht, wenn ihr hört, daß Feng Shui etwas mit Marketingmanagement zu tuen haben soll, aber mein Professor sieht das völlig anders. Er ist begeistert von Feng Shui und an dieser Begeisterung läßt er uns auch teilhaben in seinen Vorlesungen.
Übrigens Feng Shui ist, daß man Möbel in eine bestimmte Richtung ausrichtet, damit alles in Harmonie zueinander steht.
Um die Gedankengänge von Professor Bergmann zu verstehen, sollte man einige Hintergründe von diesem Mann kennen. Da Prof. Bergmann ein sehr kommunikativer Typ ist wissen wir Studenten eine Menge über ihn.
Prof. Bergmann ist so um die 40 Jahre alt und wohnt in Köln-Nippes. Sein Bruder ist Manager eines Möbelhauses und daher kommt auch seine Vorliebe für Feng-Shui. Studiert hat Professor Bergmann in Münster unter dem Marketingguru Meffert, der die klassische Marketinglehre vertritt. Also ganz das Gegenteil, was Bergmann heute uns Studenten vermittelt.
Mitschreiben kann ich in seinen Vorlesungen kaum etwas, da er meistens irgendwelche Geschichten erzählt und immer auf das gleiche zurückkommt, nämlich Solution Cycle und Best Patterns sowie Balanced Scorecard.
Professor Bergmann betreibt neben seiner Professorentätigkeit auch noch eine kleine Unternehmensberatung mit dem Namen coinco. Der Name seiner Beratungsfirma setzt sich laut Bergmann aus coffee-in-cologne zusammen. Er hat sich den Namen ausgedacht während er beim Kaffeetrinken war. Das ist typisch für Bergmann. Vor kurzem hat er auch einen Möbel-, Weinmultistore in Köln namens Malzfabrik.com gegründet.
Professor Bergmann ist ein ziemlich abgedrehter Typ, aber etwas ist doch dran, an seinen Theorien, auch wenn ich nicht davon überzeugt bin, daß man mittels des Solution Cycle alle Probleme dieser Welt lösen kann. Aber wenn ein Unternehmen sich ständig weiterentwickelt und somit vital ist, dann ist zumeist eine positive Entwicklung eingeleitet. Da stimme ich ihm schon zu.
Dennoch gibt es an diesem Buch auch noch einige Kritikpunkte, die ich Euch auch nicht vorenthalten will.
1. Die Bindung des Buches ist miserabel. Dieses Buch ist bei mir schon nach dem ersten Monat auseinandergefallen und ich mußte es kleben.
2. Das Buch hat viel zu viele Fachbegriffe mit zuvielen Verweisen auf andere Bücher.
3. Das Buch ist nicht flüssig geschrieben und liest sich wie Kaugummi.
4. Meiner Meinung nach betrachtet Bergmann die Entwicklung von Unternehmen etwas mit der rosaroten Brille. Denn über Krisenunternehmen, die kein Geld haben für große Investitionen macht sich Bergmann sogut wie keine Gedanken.
5. Das Buch ist durch die Darstellung des Universalkonzepts mittels Solution Cycle sehr oberflächlich gehalten. Wer hier betriebswirtschaftliche Details von einzelnen Funktionsbereichen erwartet, der wird enttäuscht.
6. Das Buch profiliert sich extrem durch die Darstellung des Bergmannschen Solution Cycle. Kaum eine Seite in diesem Buch vergeht, ohne das auf den Solution Cycle hingewiesen wird. Auf die Dauer ist das doch nervend.
Positiv ist aber auch noch anzumerken, daß man dieses ca. 30 Euro teure Buch im Handel, auch für 20 Euro bei meinem Professor Bergmann direkt erstehen kann. Dennoch halte ich dieses Buch für etwas überteuert. 20 Euro ist eigentlich immer noch zu viel für dieses Buch. Aber immerhin bekommt man viele Schubilder, die das Lesen etwas erträglicher machen.
Somit mein Fazit:
=================
Mein Professor wird mich vielleicht jetzt steinigen *g* aber empfehlen kann ich dieses Buch leider nicht an alle. Mag sein, daß der Solution Cycle laut Bergmann auch im Privatleben funktioniert aber nein, dafür brauche ich keinen Lern- und Lösungszyklus, das klappt ohne noch immer am besten.
Wer jedoch Marketing studiert und sich auch mal mit den systemischen Ansätzen beschäftigen will, für den ist dieses Buch empfehlenswert. Aber in Kauf muß man die vielen Fremdwörter sowie die meines Erachtens abgehackte Schreibweise nehmen und das sich dieses Buch zieht wie Gummi.
Da ich kaum glaube, daß ihr Euch freiwillig dieses Buch antun wollt, spreche ich mal keine Kaufempfehlung für das Buch meines Professors aus. Aber letztendlich müsst ihr selber entscheiden, ob die Materie für Euch sinn- und zweckgemäß sein könnte.
Ich jedenfalls werde dieses Buch nun erst einmal in meinem Bücherschrank versauern lassen, da die Marketingklausur endlich vorbei ist.
Dann wünsch ich Euch ganz nach diesem Motto des Buches ein vitales Leben und gutes Gelingen!
Mit freundlichen Grüßen
Gerwin (TheGreatMaster)
Update vom 08.11.2001 (altes Yopi)
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