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Erfahrungsbericht von Koh-i-Noor

Diamanten - historische Diamanten - Folgeartikelvon: Diamanten als Wertanlage

Pro:

sehr interessant

Kontra:

für fast Jeden unerreichbar

Empfehlung:

Nein

Liebe Leser,

dies ist nun der angekündigte Folgebericht über historische Diamanten, ihre Geschichte und teilweise einige „Anekdoten“ dazu.
Diamanten haben seit eh und je die Gemüter bewegt, Kriege ausgelöst, Weltmächte in den Krieg verbannt und einfach nur Geschichte geschrieben.

Ich werde mal versuchen, die Diamanten alphabetisch zu ordnen – ohne Rücksicht auf historische Genauigkeit der nachweislichen Existenz!

Außerdem erhebe ich keinen Anspruch auf 100% Vollständigkeit !
Des Weiteren möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass ich hier einen Bericht abgebe, der Realität, Sagen und Mythen beinhaltet – ich bin versucht alles genau zu differenzieren, aber dieses ist sowohl Wissen, wie auch Sage und Ungewissheit.

Nun los:

1.
Der Cullinan
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Ist der größte ,je gefundene Diamant, der ein Bruchstück eines noch viel größeren Gesamtsteines war, der auch noch lupenrein gefunden wurde.
Er wurde am 26. Januar 1905 in einer Mine in Südafrika gefunden (durch Zufall).
Captain M.F.Wells entdeckte zufällig bei einer Mineninspektion der Premier Mine ( ca. 32 Kilometer südlich von Pretoria) einen schillernden Regenbogen im Gestein.
Als der Stein freigelegt wurde, war es ein Rohdiamant von 3052 Karat, der lupenrein war und ein Bruchstück eines insgesamt noch viel größeren Steines. Diese Erkenntnis ergab sich aus den Kristallflächen und der Bruchkante.
Es ist der größte je gefundenen Diamant der Welt!
Seinen Namen erhielt der Stein nach dem damaligen Präsidenten der Premier Diamond Co. – Gesellschaft, die die Mine bewirtschaftete.
Am 17. Oktober 1907 offerierte die Regierung von Transvaal diesen einzigartigen Stein dem englischen König Edward VII. als Geschenk. Am 7. November nahm der König dieses Geschenk dankend an und garantierte, dass dieser einmalige Stein einen Ehrenplatz in den britischen Kronjuwelen bekommen solle.
Um diesen Diamanten von unsagbarer Kostbarkeit sicher nach England zu bringen, schickte man Agenten nach Südafrika, die einen gewöhnlichen Erzklumpen – fein säuberlich verpackt im Safe eines Dampfers- nach England geleiteten, während der echte Stein mit der normalen Post versandt wurde.
Der Cullinan kam tatsächlich sicher in England an, während versucht wurde den FAKE aus dem Tresor zu stehlen.
Als König Edward VII den Rohstein sah, sagte er: „ Wenn ich das gefunden hätte, hätte ich es für Glas gehalten und mit dem Fuß verächtlich in den Rinnstein gestoßen.“
Das Schleifen des Steines wurde Herrn I.J.Asscher in Amsterdam übertragen.
Beim 1. Versuch, den Stein zu spalten, zerbarst die Stahlklinge.
Beim 2. Versuch viel Herr Asscher in Ohnmacht (vor Aufregung) und beim 3. Versuch klappte es endlich.
Insgesamt wurden aus dem Cullinan 9 große und 96 kleinere Steine gespalten und geschliffen. Der Erste und Größte befindet sich heute im königlichen Zepter, wiegt 516,50 Karat und ist als „Stern von Afrika“ bekannt, der zweitgrößte Stein hat 309,33 Karat, und ist in die Imperial-State-Crown gefasst.
Auf die weiteren Steine will ich hier jetzt nicht eingehen (bei Fragen mailt mir (miro30 – Koh-i-Noor) einfach!).

2.
Der Florentiner (oder auch als Toskaner bekannt)
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Der Florentiner ist ein Diamant, der 137,27 Karat wiegt, leicht gelblich ist und im Brioletts geschliffen ist ( das heißt: ein dreidimensional-facettierter Tropfen).
Dieser Stein hat eine lange Geschichte.
Der Sage nach hat Karl der Kühne von Burgund diesen Stein in der Schlacht von Granson verloren. Lange, lange später fand ein namenloser Schweitzer diesen Stein in einem Kästchen und verkaufte ihn. Nach einigen Verkäufen landete der Florentiner bei Ludovico Sforza, dem Regenten von Mailand.
Bei der Zersplitterung des Mailänder Schatzes zahlte Papst Julius II. 20.000 Gold-Dukaten für diesen Stein.
Wie er dann in den Besitz der Medici’s aus Florenz kam, ist ungewiss (die Medici’s finanzierten damals den Klerus und die Kaiser – was sich abspielte, steht in den Geschichtsbüchern).
Daher kommt also der Name „Florentiner“.
Als die letzte Medici 1743 ohne Nachkommen verstarb, gelangte der Florentiner in den Besitz von Maria Theresia von Österreich. Bis 1918 war der Stein nachweislich im Besitz der österreichischen Kaiser.
Seitdem ist der Verbleib des Steines ungewiss – auf Ihr Schatzsucher!
(mirco30, Koh-i-Noor)

3.
Der Großmogul
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Der Großmogul soll 1650 in der Kollur-Mine am Kistnah in Indien gefunden worden sein.
Er wog als Rohstein 787,5 Karat, der auch gespalten wurde. Der Großmogul, von dem jetzt die Rede ist, wiegt nur noch 280Karat. Was aus dem Rest geschliffen wurde ist nicht bekannt. Dieser Stein war rund und in Form einer Rose geschliffen. Sein heutiger Verbleib ist nicht bekannt, jedoch wird verschiedentlich angenommen, dass er mit dem „Orlow“ identisch sein soll.
1756 zeichnete Denis Diderot diesen Stein als spitzkegelige Rose, während der Orlow eher einer abgeflachten Halbkugel gleicht. Nichts desto Trotz sind bedeutende Diamanten, die entwendet wurden , oftmals umgeschliffen worden, um die wahre Identität zu vertuschen.
Werden wir es je erfahren ????

4.
Der blaue Hope
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Heutzutage ist dieser Stein ein 44,5-karätiger azurblauer Diamant. Seinen Namen hat er von Thomas Henry Hope. Er ist in Washington, in der Jewel Hall der Smithsonian Institution aufbewahrt.
Laut Sage, klebt an diesem Stein das Unglück der Welt.
1642, bzw. 1668 (die Geschichte ist verunsichert) hat Tavernier (französischer Hofjuwelier)
dieses Kleinod in einer Edelsteinsammlung aus Indien mitgebracht. Damals wog der Hope noch 112 Karat.
Ursprünglich war dieses Juwel ein Bestandteil einer altindischen Vishnu-Statue (ein indischer Gott) und wurde auf Veranlassung Tavernier’s herausgebrochen – damit war der Zorn der Götter geweckt.
Ludwig der XIV., der den Stein1669 von Tavernier erwarb, ahnte nichts von diesem Fluch und ließ den Stein umschleifen. Heraus kam ein 68-karätiges Diamantherz, das als Krondiamant in den Inventarlisten geführt wurde.
Und schon begann der Fluch seine Wirkung zu tun:
Ludwigs Lieblingsenkel ( Duc de Bourgogne ) starb plötzlich und unerwartet. Den Sonnenkönig selbst verließ sein Schlachtenglück und er starb qualvoll an einer Krankheit.
Ludwig der XVI (der Erbe) lieh diesen Stein seiner Frau Marie Antoinette – Fazit, sie wurden beide guillotiniert (geköpft). Die Prinzessin Lamballe, die den Stein mal von Marie Antoinette geliehen hatte, wurde ebenfalls grausam erschlagen.
1792 wurde der Staatsschatz mitsamt dem Hope gestohlen. Ein gewisser Guillot verkaufte den Stein an den Diamantär Vaal in Amsterdam, der den Stein wiederum umschliff.
Vaal’s Sohn ertrank auf einer Schiffreise und Guillot fiel im Kampf.

Als nächstes findet man den Hope auf einem Gemälde der spanischen Königsfamilie aus dem Jahre 1800 wieder. Die Königin Maria Louise trägt den blauen Stein am Hals. (weiteres unbekannt)

1808 wird König Karl zur Abdankung gezwungen und verkauft den Stein. (weiteres unbekannt)

1830 ersteigert Thomas Henry Hope diesen Edelstein und sein Sohn stirbt an einer Vergiftung. Kaum danach verliert sein Enkel das Familienvermögen.

Um die Jahrhundertwende (1900) erwarb ein Pariser Händler namens Celot den Hope, wurde verrückt und beging Selbstmord.

1908 erwarb der Sultan Abd-ul-Hamid II. den Stein für 40.000.- Dollar und schenkte ihn seiner Lieblingsfrau, die kurz darauf von revolutionären Jungtürken erschlagen worden sein soll.
Der Sultan verlor seine Macht und wurde vertrieben.

Und nun spalten sich die Sagen:

a. - ein englischer Seemann kaufte den Stein und ertrank bei einem Seeunglück
b. - Titanic – jedem bekannt – und der Edelstein, dieses blaue Diamantherz war der
HOPE
c. - und so weiter .........

Tatsächlich scheint es sich jedoch wie folgt begeben zu haben:
1947 erbte eine Miss Reynolds den blauen Stein, woraufhin sie innerhalb kürzester Zeit unter mysteriösen Umständen verstarb.
Harry Winston, ein Juwelenhändler, erwarb den Hope einige Jahre später und veräußerte ihn mit einer 5-jährigen Rücknahmegarantie an Aristoteles Onassis, der ihn für seine Tina haben wollte.
Nach deren Scheidung nahm Winston den Stein zurück und übergab ihn der Smithsonian Institution in Washington als Dauerleihgabe.

(Leute, habt acht vor diesem Stein)


So, nun denke ich, dass der Artikel für ciao schon mehr als lang genug ist; also muß ich, wenn es Euch interessiert , noch einen Weiteren schreiben, da ich noch einige „Historische“ auf Lager habe.

Ich freue mich mal wieder auf Eure Kommentare, bedanke mich für Euer Interesse und sage bis bald
Euer Mirco (mirco30, Koh-i-Noor)