Über Themen mit F Testbericht

ab 50,19
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von baer76

Mein ganz persönliches F-Wort

Pro:

Zeit fü die Familie

Kontra:

Kaum Handlungsspielraum

Empfehlung:

Nein

In der Kategorie „Alles mit F....“ möchte ich heute mein ganz persönliches F-Wort vorstellen!! F-Wort, weil das Wort mit F beginnt, ein Wort das derzeit mein Leben bestimmt! Was es ist und meine Geschichte rund um dieses Wort möchte ich hier erzählen!
Es handelt sich um das Wort „Fingerbruch“!
Richtig, ich habe mit einen Finger gebrochen, den Zeigefinger der linken Hand – und das könnt ihr mir glauben, macht das Schreiben hier nicht gerade leicht!

Was ist passiert?

Am Samstag vor zwei Wochen, es muss der 28. Februar fuhr ich mit meiner Handball-Mannschaft zu einem Auswärtsspiel! Es war nicht irgendein Spiel, denn bei einem Sieg wären wir so gut wie aufgestiegen! Dementsprechend motiviert, oder besser gesagt übermotiviert gingen wir zu Werke und lagen zur Halbzeit folgerichtig zurück!
Eine Standpauke unseres Trainers in der Halbzeitpause bewirkte Wunder, wir drehten das Spiel, fünf Minuten vor Spielende war „der Drops gelutscht“, als ich zu einem Torwurf, für die Handballkenner dieser Community, es war ein Hüftwurf, ausholte. Nun ja, der Wurf verfehlte sein Ziel, aber das war mir in diesem Moment völlig egal, denn ich spürte einen unangenehmen Schmerz in meiner linken Hand...nach meinem Torwurf prallte meine linke Hand gegen meinen Gegenspieler!!
Da der Schmerz blieb, lies ich mich auswechseln!

Die Diagnose

Als ich auch am folgenden Montag immer noch starke Schmerzen in der Hand, genauer gesagt im linken Zeigefinger hatte und auch die Schwellung nicht zurückgehen wollte, beschloss ich einen Arzt aufzusuchen! Ich ging zu meinem Hausarzt und holte mir eine Überweisung zu einem Orthopäden meines Vertrauens, wo ich nach der üblichen Wartezeit für einen Kassenpatienten untersucht wurde!
Der Arzt tastete zunächst meine Hand ab, um festzustellen, wo die Schmerzen herkommen – als er den Punkt lokalisiert hatte, schickte er mich zum Röntgen.....
.....einige Minuten später, als das Röntgenbild da war, erklärte er mir, dass mein Zeigefinger gebrochen war! Für Experten, es handelt sich um eine sogenannte Abrissfraktur – und zwar, jetzt auch wieder für Laien, genau dort wo der Zeigefinger endet!! Direkt am Gelenk war ein kleines Stück Knochen abgerochen!
Der Arzt empfahl mir eine Operation und ich erhielt meine Röntgenbilder und einen Überweisungsschein für eine ambulante Operation!

Die Operation


Mit Termin begab ich mich am nächsten Tag nüchtern ins Krankenhaus! Da es gleich bei uns um die Ecke ist, ging ich zu Fuß!!
Mein Termin mar um 9.30 Uhr, operiert wurde ich um 12 Uhr – allerdings wurde ich vom diensthabenden Pfleger gut unterhalten, sodass die Wartezeit recht schnell vorbei ging!
Wie schon erwähnt, war es ungefähr 12 Uhr als ich in den OP geschoben wurde. Da die Operation ohne Narkose recht schmerzhaft sein soll, sollte mein Arm, ich weiss leider nicht mehr den Fachausdruck, betäubt werden! Die Betäubung erfolgt durch eine Spritze (?), ich konnte es leider nicht sehen, unter der Achselhöhle! Nach 10 recht schmerzhaften Minuten bat ich die Narkoseärztin um eine Vollnarkose – da sie es nicht auf „die Reihe gekriegt hat“, meinen Arm zu betäuben!!
Nu gut, ich schlief dann recht bald ein......gegen 14 Uhr wurde ich im Aufwachraum wieder wach, meine linke Hand und mein Unterarm waren stark bandagiert – ich konnte zu meiner Beruhigung feststellen, dass noch alle Finger dran waren!!
Der operierende Arzt erklärte mir, dass er den abgebrochenen Knochen zunächst mit einer Zange fixiert hatte und anschließend von der anderen Seite drei Drähte durch meinen Knochen „gesteckt“ hat – die ja süss träumte, weiss ich nicht, wie er das hingekriegt hat – wobei ich heute weiss, dass ich kaum Narben habe!!!
Gegen 15.30 Uhr tauchte dann meine Freundin auf, um mich abzuholen – noch etwas benommen und mit einem Haufen Schmerzmittel in der Tasche machten wir uns auf den Weg nach Hause!

Der Alltag

Seit der OP trage ich ab dem Unterarm eine L-förmige Schiene, mit viel Verband an meinem Arm befestigt! Meine linke Hand ist durch diese Schiene handlungsunfähig – und das ist für einen Linkshänder nicht wirklich gut – sodass ich einigen Dingen des täglichen Lebens auf die Unterstützung meiner Freundin angewiesen bin!!
Probiert einfach mal aus, Euch mit Eurer falschen Hand zu rasieren, oder die Gabal damit zu halten, oder einfach nur die Hose zuzumachen!!
Auch am PC zu sitzen und zu Schreiben ist kein Highlight – nur gut, dass ich dank meiner gesunden, rechten Hand die Maus bedienen kann und zumindest Eure tollen Berichte bewerten kann!!

Ui, ich hätte nicht gedacht das der Bericht so lang wird – na ja, hat ja auch lang genug gedauert!!!


Viele Grüße
Euer baer

25 Bewertungen