Erfahrungsbericht von Ronja
Fallschirmspringen/Tandem
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Jetzt liegt mein erfüllter Traum schon fast sieben Jahre zurück.
Dennoch denke ich noch sehr oft daran.
Mein Fazit ist noch heute, dann war oder ist es ein echter Traum.
Ich habe drei Dinge in meinem Kopf, die ich unglaublich gern einmal wenigstens machen möchte.
Das erste ist einmal einen ganz großen Truck zu fahren und eine Lieferung von A nach B zu bringen.
Das zweite wäre in einem Überschall Flugzeug mitzu fliegen (wohl unerreichbar, kann man nur in Russland machen).
Das dritte war einmall Fallschirmspringen.
Unser 10. Hochzeitstag stand vor der Tür. Ich bekam von meinem Mann eine Karte auf der nur stand: Dein Traum!
Ich sollte mich zu um zehn Uhr fertig angezogen haben und etwas Proviant einpacken. Wozu wußte ich ja nicht.
Als wir losfuhren, war mir irgendwie schon komisch zumute. Ich kenne meinen Mann. Wenn er etwas plant, steckt was wunderschönes dahinter.
Wir fuhren in Richtung Braunschweig. Ich kannte mich dort zwar nicht aus, aber das Schild \"Flughafen Waggum\" hatte ich lesen können. Nein, dachte ich. Mein Herz fing an zu rasen. Und tatsächlich. Da sah man schon die Fallschirme in der Luft. Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein. Ich war so gespannt dabei, die Fallschirme zu beobachten, daß ich garnicht merkte das wir schon da waren.
Wir gingen auf den Platz zu, wo die Springer ihre riesigen Planen auf dem Boden ausgebreitet hatten auf denen die Fallschirme für den nächsten Sprung fertig gemacht wurden.
Ich sah den jungen Männern gespannt zu. Unglaublich das diese Schirme sich in der Luft tatsächlich wieder öffnen. Soweit ich mich erinnere, sind die Schnüre durch runde Metallringe (fünf an der Zahl) gezogen. Jeder Ring hat mehrere Schnüre in sich, die das Säckchen und den Schirm verbinden.
Man muß sich das ungefähr so vorstellen: Auf der einen Seite liegt der zerknautschte Schirm. Dann ein Gewirr von Schnüren und zuletzt ein kleines Säckchen.
Die Ringe werden vom Schirm bis zur Tasche gezogen. So entwirrt man die Schnüre. Danach liegen sie fein säuberlich nebeneinander. Diese Schnüre werden nun auf bestimmte Weise zusammengelegt und mit Gummis fixiert.
Das ganze wird in dieses winzige Säckchen gepreßt. Zu guter letzt wird der Schirm mit den Knien in das Säckchen gestopft.
Das ganze machte irgendwie keinen Vertrauenswürdigen Eindruck auf mich.
Aber irgendwie war ich auch super Begeistert.
Schließlich kamen ja auch alle wieder dort unten an, die eben erst mit einem kleinen Flugzeug abgehoben waren!
Ich beobachtete die Springer, die ihre Übungen am Boden durchführten.
Dann kam ein mittelgroßer, junger Mann auf uns zu und begrüßte uns. Das war Dirk. Er stellte sich mir vor und meinte, daß wir den Tandemsprung gemeinsam machen werden.
Jetzt ging es los. Als erstes mußte ich eine Lebensversicherung unterschreiben (sehr vertrauenserweckend).
Damit waren alle Schäden abgesichert, die eintreten könnten, (Landen auf der Autobahn, auf ein Hausdach purzeln und all solch nette Dinge!)
Jetzt bekam ich einen schwarzen Overall zum drüberziehen. Er war zwar ganz schön groß, aber naja, man konnte gut alles darin verstecken. Man muß sehr darauf acht geben, daß nirgends flackernde Teile an der Kleidung sind. Denn diese würden während des Sprunges wie eine Peitsche auf den Körper wirken.
Als ich nun meine Haare und so weiter weggesteckt hatte, begannen wir mit Übungen.
Ich mußte mich vor Dirk stellen (ganz nah),und wurde mit vier Karabiener Haken an ihm befestigt.
Zwei in Hüfthöhe links und rechts und zwei an den Schultern.
Diese vier Haken sind alles, was uns während des Sprunges zusammen halten!
Dann stellte Dirk sich mit etwas gespreizten Beinen und leicht in der Hocke fest auf den Boden. Ich sollte nun meine Beine heben und nach hinten oben anwinkeln. Die Arme muß man vor dem Körper fest verschränkt halten, den Kopf schön weit in den Nacken legen.
So hing ich nun an ihm. Ultra komisch kam ich mir vor. O Gott, ob ich das in der Luft auch hinbekomme?
Nachdem ich dann erst mal wieder von Dirk abgehakt wurde, erklärte er mir die Reihenfolge, in der wir in das Flugzeug \"steigen\". Zuerst kamen wir zwei Tandemspringer dran, dann die Formationsspringer (fünf Leute) und dann diejenigen, die einen automatisch ausgelösten Sprung machten (ihren ersten allein Sprung!)
Das Flugzeug hatte nie viel Zeit.
Die Flugminute kostete damals schon 50 DM. Da kann man sich wohl ein Bild machen, wie schnell wir in dieses noch rollende Flugzeug krabbeln mußten.
Nun ging es los.
Ich hörte das Flugzeug nahen.
Kaum am Boden angelangt liefen wir zum Flugzeug und sprangen rein. Wie auf der Flucht.
Das allein war schon ein Erlebnis, seltsam, dieses Gefühl.
Jetzt saß ich in diesem Flugzeug das sich in einer wahnsinnigen Steigung in den Himmel schraubte. Um auf die Entsprechende Höhe zu kommen, flogen wir bis über Wolfsburg und dann wieder in Richtung Braunschweig.
In der Höhe von 1000 Metern ertönte ein Signal. Jetzt gingen die ersten Springer zur Flugzeugtür die übrigens die ganze Zeit über geöffnet blieb (voll kalt dort oben).
Sie sprangen einer nach dem anderen aus dem Flugzeug. Als wäre es nichts, einfach so raus!
Weitere 1000 Meter höher postierten sich die Formationsspringer an der Tür. Schwups weg waren sie.
Jetzt meinte Dirk, wäre es Zeit sich fertig zu machen. Ich zog die Fliegerkappe, Schutzbrille und Handschuhe an.
Ich glaube das Zittern meines Körpers hat das Flugzeug so wackeln lassen.
Nun mußten wir aufstehen und die vier Karabienerhaken aneinander haken. Durch zwei Gurte zurrten wir uns ganz eng zusammen, damit zwischen uns kein Luftwiderstand entstehen konnte.
Da. Das Signal zum Abspringen. Wir gingen zu der geöffneten Flugzeugtür. Dirk meinte, ich müsse jetzt meine Position einnehmen. Die Beine anwinkeln, Arme verschränken, Kopf in den Nacken.
Jetzt hing ich mit dem Kopf aus einem fliegenden Flugzeug in 4000 Metern Höhe.
Was mach ich hier eigentlich????
Ein kurzer Ruck und dann...
Wir trudelten durch die Luft. Ich schrie, aber konnte mich selber nicht hören. Nachdem wir dann in der Waagerechten waren, sah ich eine riesige große weiße Wolke auf uns zu kommen. Genial.
So müßte es stundenlang bleiben. Dieses Gefühl des freien Falls kann wohl niemand so recht beschreiben.
Einfach Traumhaft, wunderschön, unvergessen!
Dirk rief mir zu, daß es jetzt gleich einen kurzen Ruck geben wird.
Er öffnete den Schirm.
Ups, ich sah meine Füße vor meinem Gesicht. Urkomisch. Durch den plötzlichen Luftwiderstand wird man nach oben gezogen.
Nun löste Dirk auch noch die beiden Haken an der Hüfte.
Wie jetzt, zwei Haken die uns zusammen halten?
Ich hatte keine Wahl, ich mußte ihm vertrauen;
Dann das gleiten mit dem Schirm. Wir glitten über der Autobahn, konnten bis nach Wolfsburg sehen. Wunderschön!
Nun meinte Dirk, sei es an der Zeit für die Landung zu üben.
Hilfe, war das nicht etwas spät?
Ich mußte die Beine ganz dich an mich heranziehen und die Hacken nach oben ziehen. So würden wir es schaffen, stehend zu landen und nicht mit dem Hintern über den Boden zu hüpfen.
Na ich war gespannt ob das gut geht, mit solch einem Klotz wie mich(bin zwar nicht dick, aber wußte ich ob ich alles richtig mache?)
Wir konnten den Flughafen schon sehen, und den Kreis in dem wir Landen sollten. Dirk frug mich, ob ich den Schirm auch einmal lenken möchte.
Ich wollte.
Er übergab mir die beiden Ringe und frug ob ich sie fest in der Hand hatte.
Ich hatte sie so fest in der Hand wie niemals zuvor etwas anderes:-)
Nun meinte er, er läßt jetzt los. Ok. Ich lenke, dachte ich. Shit, wo waren meine Arme? Sie wurden meinem Gefühl nach so lang gezogen das ich mir hinterher am Boden die Füße im stehen kraulen könnte. Mit Lenken war da nicht viel. Eigentlich braucht man wohl nur rechts ziehen, wenn man rechts rum möchte und links herum halt links ziehen. Aber meine Muckis reichten dafür einfach nicht aus. Der Schirm flog weiter geradeaus. Wenn Dirk nicht wieder übernommen hätte wären wir wohl noch über Salzgitter (ca. 35 km entfernt) geflogen.
Nun die Landung.
Hui, die Erde kam ganz schön schnell näher. Aber: Wir standen. Ich war außer mir vor Freude. Ich mußte meine Emotionen einfach loswerden, drehte mich um und gab Dirk einen riesen Schmatzer. Eigentlich hätte mein Mann diesen ersten Schmatzer bekommen müssen, aber er stand noch so weit weg von mir...
Noch heute Erzähle ich von diesem Ereignißreichem Tag. Ich spür noch immer den freien Fall, genieße die Weiße Wolke...
Zum Abschluß bekam ich eine Urkunde, auf der mein Traum festgehalten ist. Wir sind genau 58 Sekunden im freien Fall gewesen. Unsere Fallgeschwindigkeit war 180 km/h. Unvortsellbar!
Ich denke, Dirk wird mir bestimmt nicht böse sein, wenn ich hier seinen Namen Veröffentliche. Er macht diese Tandemsprünge, damit er sich das Springen überhaupt leisten kann. Denn ein billiges Vergnügen ist es wirklich nicht.
Hier einfach seine Adresse:
Tandem- und Werbesprünge
Dirk Heidschwager
Tel: 05307/ 951599
Mit besten Empfehlungen!!!
Übrigens hatte ich mich bei meinem Mann auch noch ganz lieb für diesen unbeschreiblichen Traum bedankt!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-27 21:35:10 mit dem Titel Fußreflexzonen Therapie/Geschichte
Zur Geschichte:
1872 wurde Dr. med. William Fitzgerald in Middletown/USA geboren.
Er ist der Gründer der Reflexzonen Therapie.
1885 promovierte er an der Universität Vermont. Außerdem Arbeitete er in Kliniken in Wien, Paris und London. Nachdem er eine Weile im Gebiet des Hals-Nasen-Ohrenbereichs gearbeitet hatte, ging er nach New York um dort seine Praxis und Vörträge zu leiten.
1942 starb er in Stamford USA.
Anfang dieses Jahrhunderts setzte er sich erstmals mit der Behandlung durch organfremde Druckpunkte auseinander.
Viele Berühmte Menschen ließen sich schon damals durch Druck an den Fingern und Zehen gegen Schmerzen behandeln.
So z.B. der berühmte florentinische Bildhauer Benvenuto Cellini.
Bei ihm wirkten keine Medikamente, sodaß er erstmals durch Druck behandelt wurde.
1916 wurde die Arbeit Fitzgeralds das erste mal beschrieben. Und zwar tat dies Dr. Edwin F. Bowers, der diese Therapie \"Zonentherapie\" benannte.
Weitere Ärzte befassten sich mit der Möglichkeit, durch Druck Schmerzen zu Lindern oder gar zu Heilen.
Die Amerikanische Masseurin Eunice Ingham befaßte sich schon länger mit diesem Thema und lernte viel von Fitzgerald. Durch das erlernte entwickelte sie eine spezielle Griffart, die Ingham Methode.
Hanne Marquardt prüfte die Therapiemöglichkeiten von 1958 bis 1967 in ihrer Praxis. Seit dem werden in ihrer Lehrstätte Fachkräfte aus allen Medizinisch-therapeutischen Berufen ausgebildet.
Die Fußreflexzonentherapie bietet die Möglichkeit, Menschen von schweren Leiden zu befreien, wo Medikamente nicht helfen, oder als Unterstützung der Heilung.
Aus eigenen Erfahrungen kann ich berichten, daß es sehr wichtig ist, diese Therapie nur von einem Fachmann, Fachfrau durchführen zu lassen. Die Therapie ist ein so komplexer Bereich, der viel Erfahrung benötigt, um richtig angewandt werden zu können.
Sie ist auch nicht immer so angenehm, wie man sich das meistens vorstellt.
Die Füße sind in verschiedene, vielfältige Zonen unterteilt, denen Organe zugeordnet sind.
Diese Zonen reagieren auf Druck sehr empfindlich und schmerzhaft.
Auch ist ihnen nicht damit gedient, eine Therapie einmalig durchzuführen. Die Behandlung vieler Erkrankungen bedürfen meist mehrere \"Sitzungen\" um abzuklingen.
Gewiß, in unserer heutigen Zeit nicht ganz billig, aber das sollte uns unsere Gesundheit Wert sein.
Als Buch kann ich zu diesem Thema empfehlen:
Hanne Marquardt
Reflexzonenarbeit am Fuß
21., völlig neubearbeitete Auflage
Erschienen bei HAUG
manuelle Medizin
Praxis Compact
ISBN 3-7760-1712-0
Dennoch denke ich noch sehr oft daran.
Mein Fazit ist noch heute, dann war oder ist es ein echter Traum.
Ich habe drei Dinge in meinem Kopf, die ich unglaublich gern einmal wenigstens machen möchte.
Das erste ist einmal einen ganz großen Truck zu fahren und eine Lieferung von A nach B zu bringen.
Das zweite wäre in einem Überschall Flugzeug mitzu fliegen (wohl unerreichbar, kann man nur in Russland machen).
Das dritte war einmall Fallschirmspringen.
Unser 10. Hochzeitstag stand vor der Tür. Ich bekam von meinem Mann eine Karte auf der nur stand: Dein Traum!
Ich sollte mich zu um zehn Uhr fertig angezogen haben und etwas Proviant einpacken. Wozu wußte ich ja nicht.
Als wir losfuhren, war mir irgendwie schon komisch zumute. Ich kenne meinen Mann. Wenn er etwas plant, steckt was wunderschönes dahinter.
Wir fuhren in Richtung Braunschweig. Ich kannte mich dort zwar nicht aus, aber das Schild \"Flughafen Waggum\" hatte ich lesen können. Nein, dachte ich. Mein Herz fing an zu rasen. Und tatsächlich. Da sah man schon die Fallschirme in der Luft. Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein. Ich war so gespannt dabei, die Fallschirme zu beobachten, daß ich garnicht merkte das wir schon da waren.
Wir gingen auf den Platz zu, wo die Springer ihre riesigen Planen auf dem Boden ausgebreitet hatten auf denen die Fallschirme für den nächsten Sprung fertig gemacht wurden.
Ich sah den jungen Männern gespannt zu. Unglaublich das diese Schirme sich in der Luft tatsächlich wieder öffnen. Soweit ich mich erinnere, sind die Schnüre durch runde Metallringe (fünf an der Zahl) gezogen. Jeder Ring hat mehrere Schnüre in sich, die das Säckchen und den Schirm verbinden.
Man muß sich das ungefähr so vorstellen: Auf der einen Seite liegt der zerknautschte Schirm. Dann ein Gewirr von Schnüren und zuletzt ein kleines Säckchen.
Die Ringe werden vom Schirm bis zur Tasche gezogen. So entwirrt man die Schnüre. Danach liegen sie fein säuberlich nebeneinander. Diese Schnüre werden nun auf bestimmte Weise zusammengelegt und mit Gummis fixiert.
Das ganze wird in dieses winzige Säckchen gepreßt. Zu guter letzt wird der Schirm mit den Knien in das Säckchen gestopft.
Das ganze machte irgendwie keinen Vertrauenswürdigen Eindruck auf mich.
Aber irgendwie war ich auch super Begeistert.
Schließlich kamen ja auch alle wieder dort unten an, die eben erst mit einem kleinen Flugzeug abgehoben waren!
Ich beobachtete die Springer, die ihre Übungen am Boden durchführten.
Dann kam ein mittelgroßer, junger Mann auf uns zu und begrüßte uns. Das war Dirk. Er stellte sich mir vor und meinte, daß wir den Tandemsprung gemeinsam machen werden.
Jetzt ging es los. Als erstes mußte ich eine Lebensversicherung unterschreiben (sehr vertrauenserweckend).
Damit waren alle Schäden abgesichert, die eintreten könnten, (Landen auf der Autobahn, auf ein Hausdach purzeln und all solch nette Dinge!)
Jetzt bekam ich einen schwarzen Overall zum drüberziehen. Er war zwar ganz schön groß, aber naja, man konnte gut alles darin verstecken. Man muß sehr darauf acht geben, daß nirgends flackernde Teile an der Kleidung sind. Denn diese würden während des Sprunges wie eine Peitsche auf den Körper wirken.
Als ich nun meine Haare und so weiter weggesteckt hatte, begannen wir mit Übungen.
Ich mußte mich vor Dirk stellen (ganz nah),und wurde mit vier Karabiener Haken an ihm befestigt.
Zwei in Hüfthöhe links und rechts und zwei an den Schultern.
Diese vier Haken sind alles, was uns während des Sprunges zusammen halten!
Dann stellte Dirk sich mit etwas gespreizten Beinen und leicht in der Hocke fest auf den Boden. Ich sollte nun meine Beine heben und nach hinten oben anwinkeln. Die Arme muß man vor dem Körper fest verschränkt halten, den Kopf schön weit in den Nacken legen.
So hing ich nun an ihm. Ultra komisch kam ich mir vor. O Gott, ob ich das in der Luft auch hinbekomme?
Nachdem ich dann erst mal wieder von Dirk abgehakt wurde, erklärte er mir die Reihenfolge, in der wir in das Flugzeug \"steigen\". Zuerst kamen wir zwei Tandemspringer dran, dann die Formationsspringer (fünf Leute) und dann diejenigen, die einen automatisch ausgelösten Sprung machten (ihren ersten allein Sprung!)
Das Flugzeug hatte nie viel Zeit.
Die Flugminute kostete damals schon 50 DM. Da kann man sich wohl ein Bild machen, wie schnell wir in dieses noch rollende Flugzeug krabbeln mußten.
Nun ging es los.
Ich hörte das Flugzeug nahen.
Kaum am Boden angelangt liefen wir zum Flugzeug und sprangen rein. Wie auf der Flucht.
Das allein war schon ein Erlebnis, seltsam, dieses Gefühl.
Jetzt saß ich in diesem Flugzeug das sich in einer wahnsinnigen Steigung in den Himmel schraubte. Um auf die Entsprechende Höhe zu kommen, flogen wir bis über Wolfsburg und dann wieder in Richtung Braunschweig.
In der Höhe von 1000 Metern ertönte ein Signal. Jetzt gingen die ersten Springer zur Flugzeugtür die übrigens die ganze Zeit über geöffnet blieb (voll kalt dort oben).
Sie sprangen einer nach dem anderen aus dem Flugzeug. Als wäre es nichts, einfach so raus!
Weitere 1000 Meter höher postierten sich die Formationsspringer an der Tür. Schwups weg waren sie.
Jetzt meinte Dirk, wäre es Zeit sich fertig zu machen. Ich zog die Fliegerkappe, Schutzbrille und Handschuhe an.
Ich glaube das Zittern meines Körpers hat das Flugzeug so wackeln lassen.
Nun mußten wir aufstehen und die vier Karabienerhaken aneinander haken. Durch zwei Gurte zurrten wir uns ganz eng zusammen, damit zwischen uns kein Luftwiderstand entstehen konnte.
Da. Das Signal zum Abspringen. Wir gingen zu der geöffneten Flugzeugtür. Dirk meinte, ich müsse jetzt meine Position einnehmen. Die Beine anwinkeln, Arme verschränken, Kopf in den Nacken.
Jetzt hing ich mit dem Kopf aus einem fliegenden Flugzeug in 4000 Metern Höhe.
Was mach ich hier eigentlich????
Ein kurzer Ruck und dann...
Wir trudelten durch die Luft. Ich schrie, aber konnte mich selber nicht hören. Nachdem wir dann in der Waagerechten waren, sah ich eine riesige große weiße Wolke auf uns zu kommen. Genial.
So müßte es stundenlang bleiben. Dieses Gefühl des freien Falls kann wohl niemand so recht beschreiben.
Einfach Traumhaft, wunderschön, unvergessen!
Dirk rief mir zu, daß es jetzt gleich einen kurzen Ruck geben wird.
Er öffnete den Schirm.
Ups, ich sah meine Füße vor meinem Gesicht. Urkomisch. Durch den plötzlichen Luftwiderstand wird man nach oben gezogen.
Nun löste Dirk auch noch die beiden Haken an der Hüfte.
Wie jetzt, zwei Haken die uns zusammen halten?
Ich hatte keine Wahl, ich mußte ihm vertrauen;
Dann das gleiten mit dem Schirm. Wir glitten über der Autobahn, konnten bis nach Wolfsburg sehen. Wunderschön!
Nun meinte Dirk, sei es an der Zeit für die Landung zu üben.
Hilfe, war das nicht etwas spät?
Ich mußte die Beine ganz dich an mich heranziehen und die Hacken nach oben ziehen. So würden wir es schaffen, stehend zu landen und nicht mit dem Hintern über den Boden zu hüpfen.
Na ich war gespannt ob das gut geht, mit solch einem Klotz wie mich(bin zwar nicht dick, aber wußte ich ob ich alles richtig mache?)
Wir konnten den Flughafen schon sehen, und den Kreis in dem wir Landen sollten. Dirk frug mich, ob ich den Schirm auch einmal lenken möchte.
Ich wollte.
Er übergab mir die beiden Ringe und frug ob ich sie fest in der Hand hatte.
Ich hatte sie so fest in der Hand wie niemals zuvor etwas anderes:-)
Nun meinte er, er läßt jetzt los. Ok. Ich lenke, dachte ich. Shit, wo waren meine Arme? Sie wurden meinem Gefühl nach so lang gezogen das ich mir hinterher am Boden die Füße im stehen kraulen könnte. Mit Lenken war da nicht viel. Eigentlich braucht man wohl nur rechts ziehen, wenn man rechts rum möchte und links herum halt links ziehen. Aber meine Muckis reichten dafür einfach nicht aus. Der Schirm flog weiter geradeaus. Wenn Dirk nicht wieder übernommen hätte wären wir wohl noch über Salzgitter (ca. 35 km entfernt) geflogen.
Nun die Landung.
Hui, die Erde kam ganz schön schnell näher. Aber: Wir standen. Ich war außer mir vor Freude. Ich mußte meine Emotionen einfach loswerden, drehte mich um und gab Dirk einen riesen Schmatzer. Eigentlich hätte mein Mann diesen ersten Schmatzer bekommen müssen, aber er stand noch so weit weg von mir...
Noch heute Erzähle ich von diesem Ereignißreichem Tag. Ich spür noch immer den freien Fall, genieße die Weiße Wolke...
Zum Abschluß bekam ich eine Urkunde, auf der mein Traum festgehalten ist. Wir sind genau 58 Sekunden im freien Fall gewesen. Unsere Fallgeschwindigkeit war 180 km/h. Unvortsellbar!
Ich denke, Dirk wird mir bestimmt nicht böse sein, wenn ich hier seinen Namen Veröffentliche. Er macht diese Tandemsprünge, damit er sich das Springen überhaupt leisten kann. Denn ein billiges Vergnügen ist es wirklich nicht.
Hier einfach seine Adresse:
Tandem- und Werbesprünge
Dirk Heidschwager
Tel: 05307/ 951599
Mit besten Empfehlungen!!!
Übrigens hatte ich mich bei meinem Mann auch noch ganz lieb für diesen unbeschreiblichen Traum bedankt!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-27 21:35:10 mit dem Titel Fußreflexzonen Therapie/Geschichte
Zur Geschichte:
1872 wurde Dr. med. William Fitzgerald in Middletown/USA geboren.
Er ist der Gründer der Reflexzonen Therapie.
1885 promovierte er an der Universität Vermont. Außerdem Arbeitete er in Kliniken in Wien, Paris und London. Nachdem er eine Weile im Gebiet des Hals-Nasen-Ohrenbereichs gearbeitet hatte, ging er nach New York um dort seine Praxis und Vörträge zu leiten.
1942 starb er in Stamford USA.
Anfang dieses Jahrhunderts setzte er sich erstmals mit der Behandlung durch organfremde Druckpunkte auseinander.
Viele Berühmte Menschen ließen sich schon damals durch Druck an den Fingern und Zehen gegen Schmerzen behandeln.
So z.B. der berühmte florentinische Bildhauer Benvenuto Cellini.
Bei ihm wirkten keine Medikamente, sodaß er erstmals durch Druck behandelt wurde.
1916 wurde die Arbeit Fitzgeralds das erste mal beschrieben. Und zwar tat dies Dr. Edwin F. Bowers, der diese Therapie \"Zonentherapie\" benannte.
Weitere Ärzte befassten sich mit der Möglichkeit, durch Druck Schmerzen zu Lindern oder gar zu Heilen.
Die Amerikanische Masseurin Eunice Ingham befaßte sich schon länger mit diesem Thema und lernte viel von Fitzgerald. Durch das erlernte entwickelte sie eine spezielle Griffart, die Ingham Methode.
Hanne Marquardt prüfte die Therapiemöglichkeiten von 1958 bis 1967 in ihrer Praxis. Seit dem werden in ihrer Lehrstätte Fachkräfte aus allen Medizinisch-therapeutischen Berufen ausgebildet.
Die Fußreflexzonentherapie bietet die Möglichkeit, Menschen von schweren Leiden zu befreien, wo Medikamente nicht helfen, oder als Unterstützung der Heilung.
Aus eigenen Erfahrungen kann ich berichten, daß es sehr wichtig ist, diese Therapie nur von einem Fachmann, Fachfrau durchführen zu lassen. Die Therapie ist ein so komplexer Bereich, der viel Erfahrung benötigt, um richtig angewandt werden zu können.
Sie ist auch nicht immer so angenehm, wie man sich das meistens vorstellt.
Die Füße sind in verschiedene, vielfältige Zonen unterteilt, denen Organe zugeordnet sind.
Diese Zonen reagieren auf Druck sehr empfindlich und schmerzhaft.
Auch ist ihnen nicht damit gedient, eine Therapie einmalig durchzuführen. Die Behandlung vieler Erkrankungen bedürfen meist mehrere \"Sitzungen\" um abzuklingen.
Gewiß, in unserer heutigen Zeit nicht ganz billig, aber das sollte uns unsere Gesundheit Wert sein.
Als Buch kann ich zu diesem Thema empfehlen:
Hanne Marquardt
Reflexzonenarbeit am Fuß
21., völlig neubearbeitete Auflage
Erschienen bei HAUG
manuelle Medizin
Praxis Compact
ISBN 3-7760-1712-0



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