Erfahrungsbericht von Kenbo
Führungszeugnis, polizeiliches
Pro:
Ehemalige Straftäter haben eine Chance auf einen Einstieg ins normale Berufsleben
Kontra:
für Einstellungen in sicherheitsrelevanten Branchen kann diese Praxis fatal sein
Empfehlung:
Nein
Heute musste ich zur Stadtverwaltung, um ein sogenanntes polizeiliches Führungszeugnis zu beantragen! Mein zukünftiger Arbeitgeber ist da ganz heiß drauf, drumm tue ich ihm den Gefallen. Vor allem übernimmt er auch die Kosten von 13 Euro (tja, auch hier sind die Preise gestiegen, vor zehn Jahren lag der Kurs noch bei 10 DM).
So, jetzt komme ich zum eigentlichen Witz der ganzen Geschichte! Kein, aber auch wirklich kein privater Arbeitgeber wird in einem solchen Führungszeugnis irgendwelche Angaben zu eventuell jemals begangenen Straftaten lesen können; nicht, weil niemand solche begangen hätte, sondern weil diese bösen Taten da einfach nicht reingeschrieben werden! Das ist doch nett!!!
Der Knackpunkt bei der ganzen Geschichte ist die kleine Frage, die dem Antragsteller bei der Beantragung des Zeugnisses gestellt wird: Wofür brauchen Sie das Zeugnis? Jetzt gibt es drei Antwortmöglichkeiten:
a) für meinen privaten Arbeitgeber (Bewerbung)
b) für eine Bewerbung bei einer staatlichen Behörde
c) für eine Gewerbeanmeldung
Wenn man dann die Antwort \'a\' gibt, ist die Kuh schon vom Eis! In einem solchen Zeugnis dürfen keinerlei Angaben stehen, selbst wenn der Kandidat schon eine ganze Latte von Straftaten begangen hat! Glaubt ihr nicht? Dann überlegt mal, wieso bei Geldtransportfirmen oder sonstigen Security-Unternehmen immer wieder mal Leute eingestellt werden, bei denen dann nach einem Überfall auf die eigene Firma festgestellt wird, dass die schon diverse Vorstrafen hatten. Und bei Bewerbungen in dieser Branche ist das Führungszeugnis Standard!!
Bei Antwort \'b\' sieht die Sache schon anders aus! Hier sieht man dann ein tatsächliches Bild der Vergangenheit. Allerdings sieht dieses Zeugnis nur der zukünftige Arbeitgeber, nicht aber der Bewerber. Das Zeugnis wird nämlich direkt an den Arbeitgeber gesandt, also nicht an den Antragsteller (der könnte sonst womöglich versuchen, das Zeugnis irgendwie zu verfälschen).
Die Antwort \'c\' führt für den Antragsteller nur dann zu Problemen, wenn er schon mal wegen Betrug, Unterschlagung oder Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Solchen Kandidaten wird nämlich keine Genehmigung für ein Gewerbe erteilt. Hier muss dann für die Gewerbeanmeldung irgendeine Omi, Großtante, Urenkelin oder sonstige Figur herhalten!
Wer also ein Führungszeugnis für Zweck \'a\' beantragt, braucht sich absolut keine Sorgen zu machen! Das Ding ist so sauber, wie mit Persil gewaschen! Das wissen die Arbeitgeber in der Regel natürlich auch, aber sie hoffen darauf, dass viele Bewerber dies nicht wissen und bei Bewerbungen mit Führungszeugnis gleich zurückschrecken, wenn sie mit einem Eintrag rechnen.
Meiner Meinung nach ist es ok, wenn ein ehemaliger Straftäter keine Einträge in dieses Zeugnis bekommt! Er hat schließlich seine Strafe (Geldstrafe, Gefängnis etc.) bereits bekommen. Ein Eintrag in diesem Zeugnis würde ihm bei Bewerbungen sicherlich keine Chance lassen, somit würde er dann der Allgemeinheit ständig auf der Tasche liegen.
P.S.: Wer jetzt meint, ich hätte deshalb einiges zu diesem Thema geschrieben, weil ich selbst was auf dem Kerbholz habe, den muss ich enttäuschen. Ich bin CLEAN!!
So, jetzt komme ich zum eigentlichen Witz der ganzen Geschichte! Kein, aber auch wirklich kein privater Arbeitgeber wird in einem solchen Führungszeugnis irgendwelche Angaben zu eventuell jemals begangenen Straftaten lesen können; nicht, weil niemand solche begangen hätte, sondern weil diese bösen Taten da einfach nicht reingeschrieben werden! Das ist doch nett!!!
Der Knackpunkt bei der ganzen Geschichte ist die kleine Frage, die dem Antragsteller bei der Beantragung des Zeugnisses gestellt wird: Wofür brauchen Sie das Zeugnis? Jetzt gibt es drei Antwortmöglichkeiten:
a) für meinen privaten Arbeitgeber (Bewerbung)
b) für eine Bewerbung bei einer staatlichen Behörde
c) für eine Gewerbeanmeldung
Wenn man dann die Antwort \'a\' gibt, ist die Kuh schon vom Eis! In einem solchen Zeugnis dürfen keinerlei Angaben stehen, selbst wenn der Kandidat schon eine ganze Latte von Straftaten begangen hat! Glaubt ihr nicht? Dann überlegt mal, wieso bei Geldtransportfirmen oder sonstigen Security-Unternehmen immer wieder mal Leute eingestellt werden, bei denen dann nach einem Überfall auf die eigene Firma festgestellt wird, dass die schon diverse Vorstrafen hatten. Und bei Bewerbungen in dieser Branche ist das Führungszeugnis Standard!!
Bei Antwort \'b\' sieht die Sache schon anders aus! Hier sieht man dann ein tatsächliches Bild der Vergangenheit. Allerdings sieht dieses Zeugnis nur der zukünftige Arbeitgeber, nicht aber der Bewerber. Das Zeugnis wird nämlich direkt an den Arbeitgeber gesandt, also nicht an den Antragsteller (der könnte sonst womöglich versuchen, das Zeugnis irgendwie zu verfälschen).
Die Antwort \'c\' führt für den Antragsteller nur dann zu Problemen, wenn er schon mal wegen Betrug, Unterschlagung oder Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Solchen Kandidaten wird nämlich keine Genehmigung für ein Gewerbe erteilt. Hier muss dann für die Gewerbeanmeldung irgendeine Omi, Großtante, Urenkelin oder sonstige Figur herhalten!
Wer also ein Führungszeugnis für Zweck \'a\' beantragt, braucht sich absolut keine Sorgen zu machen! Das Ding ist so sauber, wie mit Persil gewaschen! Das wissen die Arbeitgeber in der Regel natürlich auch, aber sie hoffen darauf, dass viele Bewerber dies nicht wissen und bei Bewerbungen mit Führungszeugnis gleich zurückschrecken, wenn sie mit einem Eintrag rechnen.
Meiner Meinung nach ist es ok, wenn ein ehemaliger Straftäter keine Einträge in dieses Zeugnis bekommt! Er hat schließlich seine Strafe (Geldstrafe, Gefängnis etc.) bereits bekommen. Ein Eintrag in diesem Zeugnis würde ihm bei Bewerbungen sicherlich keine Chance lassen, somit würde er dann der Allgemeinheit ständig auf der Tasche liegen.
P.S.: Wer jetzt meint, ich hätte deshalb einiges zu diesem Thema geschrieben, weil ich selbst was auf dem Kerbholz habe, den muss ich enttäuschen. Ich bin CLEAN!!



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