Erfahrungsbericht von grashopper
Fremdgehen Ende oder Anfang einer Beziehung?
Pro:
Kann durchaus zur besseren Bewußtmachung der eigenen Beziehung dienen
Kontra:
Sollte nicht als Balsam für eigene Ego betrieben werden
Empfehlung:
Nein
Fremdgehen ist Sex machen mit einer anderen Person, als der, mit der man verheiratet ist oder eine Beziehung unterhält.
Ist Fremdgehen Betrug ? Wer wird da womit betrogen ? Ist das Gefühl, das bei dem \"betrogenen\" Teil hochkommt, wenn das ganze bekannt geworden ist, dasselbe, wie das, wenn man sich betrogen fühlt ? Wird man getäuscht ? Wird Vertrauen in die Partnerschaft erschüttert ?
Einst steht fest: Ein/e Partner/in, der/die plötzlich oder allmählig sich selbst fragen muss, ob der/die Geliebte dieses Gefühl zu Recht verdient, fühlt mitunter tiefen Schmerz und Verletzung des Selbstwertgefühls, wenn hier etwa noch Sex im Spiel war. Die Grenzen zur Eifersucht, die in diesem Fall aus der Angst entsteht, man könnte die eigene \"bessere Hälfte\" an ein anderes begehrendes Herz verlieren, sind hier fließend. Je nach \"Warnschwelle\" genügen da manchmal ein paar Augenblicke zu lange gelächelt oder zu zuvorkommendes Verhalten gegenüber einer anderen Person, die als Rivale oder Rivalin in Frage käme.
Hat das etwa was mit Eigentumsdenken zu tun ? Hier nimmt also jemand etwas weg oder entzieht sich selbst ? Was, wenn man sich in einer Beziehung nichts mehr zu sagen hat und eigentlich garnicht weiss, was da fehlt?
Es ist ein Fakt, dass in Deutschland gut eine Million oder mehr Männer zu Prostituierten gehen. Die sind nicht alle Singles. Und bei solchen Besuchen geht es in 99% um Sex. Ist das betrogen oder ist das eine gewisse Form von oberflächlichem Sex, der im Grunde ja die bestehende Beziehung garnicht in Frage stellt ?
Wieviele Frauen gönnen sich ein Vergnügen ? Sicher nicht soviele wie Männer, weil das moralische Klima in unserer Gesellschaft das eher brandmarkt, als wenn es Männer tun.
Was denken ( wenn wir also von Betrug sprechen ) die \"Geschädigten\" ? Sie empfinden den/die Partnerin als nicht mehr sauber, beschmutzt, in Kontakt geraten mit den Körperflüssigkeiten einer Fremden Person, mit der man ja nichts zu tun hat. Das verursacht ein Gefühl des Ekels. Die bislang bessere Hälfte hat sich darauf eingelassen und wird dadurch rein gedanklich betrachtet für die leidtragende Hälfte \"unrein\". Das kann auch ein rein geistiges Empfinden sein, das daraus erwächst, dass sich eine Person, der man vertraut hat, so gehen lässt und hingibt. Nur: Ist das wirkllich so?
Die Medaille hat zwei Seiten, nämlich die des aktiven, ausführenden Teil und die des passiven, leidtragenden Teils.
Interessant ist also auch die Frage, warum es dazu kommt und was es tatsächlich bringt.
Hier gibt es ganz unterschiedliche Bewegründe, die in objektiv gesehen manchmal durchaus als akzeptabel anzuerkennen sind. Die Frage ist hierbei, was ist unter welchen Voraussetzungen akzeptabel. Die Antwort kann damit also nicht gleichmäßig für jede Situation gleichbedeutend sein. Ganz landläufig gesagt: Wenn zwei dasselbe tun, ist es also beileibe nicht das Gleiche.
Hieraus ergibt sich also auch ein gewisser Grad der Verwerflichkeit aber eben auch ein klarer Bereich, der als akzeptabel anzuerkennen wäre. Auf einer solchen Skala müssen sich Betroffene erst einmal selbst finden. Nur, wie gesagt, der Begriff Skala ist nicht zu verwechesln mit einer Art Lineal, das in jeder mehr oder weniger gestörten Beziehung als unerbittliche Messlatte angelegt werden kann und sollte.
Zunächst denke ich, dass der Begriff femdgehen dem Vorgang oft nicht gerecht wird. Was, wenn eine nette Unterhaltung zwischen zwei sich wirklich sympatisch findenden Menschen zu einer \"Krönung\" führt und man zeigt sich diese Sympathie durch eine im Grunde ja von der Natur vorgegebenen Geste? Man hat also Sex miteinander. Danach ist das von diesem anziehenden Gefühl betörte Hirn wieder ín dieser Welt und hat keine andere Alternative, als den Partner oder die Partnerin, mit der/dem man durch viele Höhen und Tiefen des Lebens gegangen ist? Für mich ist das kein Fremdgehen im verwerflichen Sinne.
Anders mag das sein, wenn man sich selbst gegenüber nicht ehrlich ist und aus Bequemlichkeit, Angst, wirtschaflicher Abhängigkeit oder wegen des \"Geredes\" nicht lange die Konsequenzen gezogen hat. Nur was soll ein solcher Mensch eigentlich sonst tun , wenn sich die Situation bietet, entbehrtes, das nun plötzlich so einfach zu bekommen ist, erlebt werden kann, auch zu tun ?
Hier gibt es sicher eine gewisse Schwelle der Selbstbeherrschung aber wem nützt diese wirklich ? Sie nützt, wenn der eigentliche Partner hiermit nicht tief verletzt wird. Hier ist also in jedem Fall Diskretion gefragt. Sie nützt, wenn mit einer Affaire oder auch mehreren nicht die Partnerschaft in Frage gestellt werden soll. Man sollte sich selbst gegenüber aber dann auch selbstkritisch genug sein und die Frage stellen, was man tatsächlich möchte. Je nach dem, wie man sich diese Frage dann selbst beantworten kann, sollte man dann auch ehrlich mit der eigenen Beziehung umgehen.
Es gibt dieses berühmte Einmal, das Keinmal ist. Wenn es wirklich nichts bewirkt, was der eigenen Beziehung abträglich ist, halte ich persönlich es für nicht verwerflich- aber eventuell bin ich auch zu tolerant.
Apropos: Toleranz gilt nicht nur für die eigenen Belange. Was man selbst tut, muss man auch dem Partner oder der Partnerin zugestehen. Versetzt man sich dann in die Lage, wie man selbst reagieren würde, wenn ... sollte man auch das bedenken, wenn man wieder mal auf der \"Pirsch\" ist.
Ansonsten denke ich, dass wir alle Menschen sind, und die Natur uns nicht nur Kultur sondern auch die ganz einfachen menschlichen Schwächen mitgegeben hat, mit denen wir umgehen lernen sollten. Ohne Erfahrungen wird auch das nicht immer gehen .
Ist Fremdgehen Betrug ? Wer wird da womit betrogen ? Ist das Gefühl, das bei dem \"betrogenen\" Teil hochkommt, wenn das ganze bekannt geworden ist, dasselbe, wie das, wenn man sich betrogen fühlt ? Wird man getäuscht ? Wird Vertrauen in die Partnerschaft erschüttert ?
Einst steht fest: Ein/e Partner/in, der/die plötzlich oder allmählig sich selbst fragen muss, ob der/die Geliebte dieses Gefühl zu Recht verdient, fühlt mitunter tiefen Schmerz und Verletzung des Selbstwertgefühls, wenn hier etwa noch Sex im Spiel war. Die Grenzen zur Eifersucht, die in diesem Fall aus der Angst entsteht, man könnte die eigene \"bessere Hälfte\" an ein anderes begehrendes Herz verlieren, sind hier fließend. Je nach \"Warnschwelle\" genügen da manchmal ein paar Augenblicke zu lange gelächelt oder zu zuvorkommendes Verhalten gegenüber einer anderen Person, die als Rivale oder Rivalin in Frage käme.
Hat das etwa was mit Eigentumsdenken zu tun ? Hier nimmt also jemand etwas weg oder entzieht sich selbst ? Was, wenn man sich in einer Beziehung nichts mehr zu sagen hat und eigentlich garnicht weiss, was da fehlt?
Es ist ein Fakt, dass in Deutschland gut eine Million oder mehr Männer zu Prostituierten gehen. Die sind nicht alle Singles. Und bei solchen Besuchen geht es in 99% um Sex. Ist das betrogen oder ist das eine gewisse Form von oberflächlichem Sex, der im Grunde ja die bestehende Beziehung garnicht in Frage stellt ?
Wieviele Frauen gönnen sich ein Vergnügen ? Sicher nicht soviele wie Männer, weil das moralische Klima in unserer Gesellschaft das eher brandmarkt, als wenn es Männer tun.
Was denken ( wenn wir also von Betrug sprechen ) die \"Geschädigten\" ? Sie empfinden den/die Partnerin als nicht mehr sauber, beschmutzt, in Kontakt geraten mit den Körperflüssigkeiten einer Fremden Person, mit der man ja nichts zu tun hat. Das verursacht ein Gefühl des Ekels. Die bislang bessere Hälfte hat sich darauf eingelassen und wird dadurch rein gedanklich betrachtet für die leidtragende Hälfte \"unrein\". Das kann auch ein rein geistiges Empfinden sein, das daraus erwächst, dass sich eine Person, der man vertraut hat, so gehen lässt und hingibt. Nur: Ist das wirkllich so?
Die Medaille hat zwei Seiten, nämlich die des aktiven, ausführenden Teil und die des passiven, leidtragenden Teils.
Interessant ist also auch die Frage, warum es dazu kommt und was es tatsächlich bringt.
Hier gibt es ganz unterschiedliche Bewegründe, die in objektiv gesehen manchmal durchaus als akzeptabel anzuerkennen sind. Die Frage ist hierbei, was ist unter welchen Voraussetzungen akzeptabel. Die Antwort kann damit also nicht gleichmäßig für jede Situation gleichbedeutend sein. Ganz landläufig gesagt: Wenn zwei dasselbe tun, ist es also beileibe nicht das Gleiche.
Hieraus ergibt sich also auch ein gewisser Grad der Verwerflichkeit aber eben auch ein klarer Bereich, der als akzeptabel anzuerkennen wäre. Auf einer solchen Skala müssen sich Betroffene erst einmal selbst finden. Nur, wie gesagt, der Begriff Skala ist nicht zu verwechesln mit einer Art Lineal, das in jeder mehr oder weniger gestörten Beziehung als unerbittliche Messlatte angelegt werden kann und sollte.
Zunächst denke ich, dass der Begriff femdgehen dem Vorgang oft nicht gerecht wird. Was, wenn eine nette Unterhaltung zwischen zwei sich wirklich sympatisch findenden Menschen zu einer \"Krönung\" führt und man zeigt sich diese Sympathie durch eine im Grunde ja von der Natur vorgegebenen Geste? Man hat also Sex miteinander. Danach ist das von diesem anziehenden Gefühl betörte Hirn wieder ín dieser Welt und hat keine andere Alternative, als den Partner oder die Partnerin, mit der/dem man durch viele Höhen und Tiefen des Lebens gegangen ist? Für mich ist das kein Fremdgehen im verwerflichen Sinne.
Anders mag das sein, wenn man sich selbst gegenüber nicht ehrlich ist und aus Bequemlichkeit, Angst, wirtschaflicher Abhängigkeit oder wegen des \"Geredes\" nicht lange die Konsequenzen gezogen hat. Nur was soll ein solcher Mensch eigentlich sonst tun , wenn sich die Situation bietet, entbehrtes, das nun plötzlich so einfach zu bekommen ist, erlebt werden kann, auch zu tun ?
Hier gibt es sicher eine gewisse Schwelle der Selbstbeherrschung aber wem nützt diese wirklich ? Sie nützt, wenn der eigentliche Partner hiermit nicht tief verletzt wird. Hier ist also in jedem Fall Diskretion gefragt. Sie nützt, wenn mit einer Affaire oder auch mehreren nicht die Partnerschaft in Frage gestellt werden soll. Man sollte sich selbst gegenüber aber dann auch selbstkritisch genug sein und die Frage stellen, was man tatsächlich möchte. Je nach dem, wie man sich diese Frage dann selbst beantworten kann, sollte man dann auch ehrlich mit der eigenen Beziehung umgehen.
Es gibt dieses berühmte Einmal, das Keinmal ist. Wenn es wirklich nichts bewirkt, was der eigenen Beziehung abträglich ist, halte ich persönlich es für nicht verwerflich- aber eventuell bin ich auch zu tolerant.
Apropos: Toleranz gilt nicht nur für die eigenen Belange. Was man selbst tut, muss man auch dem Partner oder der Partnerin zugestehen. Versetzt man sich dann in die Lage, wie man selbst reagieren würde, wenn ... sollte man auch das bedenken, wenn man wieder mal auf der \"Pirsch\" ist.
Ansonsten denke ich, dass wir alle Menschen sind, und die Natur uns nicht nur Kultur sondern auch die ganz einfachen menschlichen Schwächen mitgegeben hat, mit denen wir umgehen lernen sollten. Ohne Erfahrungen wird auch das nicht immer gehen .



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