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Erfahrungsbericht von peter222

Was neues Endlich!!!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Swetlana Feofanowa hat die alte Hierarchie hergestellt und ist wieder die Nummer eins unter Europas Stabhochspringerinnen. Die Russin holte sich in Stockholm an ihrem 22. Geburtstag mit 4,78 m den Europarekord zurück, den ihr Annika Becker (Rotenburg/Bebra) am 7. Juli bei den deutschen Meisterschaften in Wattenscheid mit 4,77 m abgejagt hatte.

Damit übernahm die Hallen-Weltmeisterin auch die Favoritenrolle für die in drei Wochen beginnenden Europameisterschaften in München (6. bis 11. August). Die Moskauerin hinterließ bei ihrer Flugshow in der vor 90 Jahren für die Olympischen Spiele eingeweihten Arena einen ungemein sicheren Eindruck. Nur für den Europarekord benötigte sie zwei Anläufe, bis dahin hatte sie alle Höhen im ersten Versuch genommen.

Bei ihren Weltrekordversuchen von 4,82 m wurde deutlich, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann sie auch diese Höhe meistert. «Der wechselnde Wind war etwas hinderlich. Am Freitag in Monte Carlo will ich erneut den Weltrekord angreifen», sagte die Russin.

Feofanowa träumt wie alle Stabartistinnen von der Fünf-Meter-Marke und möchte sie als erste überqueren. Schon am 7. Juli in Griechland hatte sie nur wenige Stunden nach dem Becker-Satz versucht, den Rekord wieder in ihren Besitz zu bringen. Damals ließ sie nach ihrem feststehenden Sieg mit 4,62 m sofort 4,82 m auflegen und hatte sich verspekuliert. Diesmal wählte die Russin, die bei den Landesmeisterschaften am Wochenende pausiert hatte, 4,73 m als Zwischenhöhe. Mit diesem Stadionrekord sicherte sie sich einen Diamanten im Wert von 10 000 Dollar, den der Veranstalter neben dem Preisgeld an insgesamt sechs Athleten aushändigte. «Es ist schön den Diamanten mit Europarekord gewonnen zu haben», meinte Feofanowa.

Für Dreisprung-Weltrekordler und -Weltmeister Jonathan Edwards (Großbritannien) gab es die Sonderprämie trotz seiner Jahresweltbestleistung von 17,78 m nicht, er unterstrich aber seine EM-Titelambitionen. Der Olympia-Zweite Wilson Boit Kipketer (Kenia) gewann über 3000 m Hindernis in Spurt gegen Weltrekordler Brahim Boulami (Marokko) und steigerte seine Bestmarke um 3,92 Sekunden auf 8:00,56 Minuten. Kipketer kassierte den Diamanten ebenso wie der 400- m-Sieger Alvin Harrison (USA/44,57) und die 400-m-Siegerin Lorraine Fenton (Jamaika/50,13), die erneut auftrumpfende Hürdensprinterin Gail Devers (USA/12,42) sowie die Saisonspitzenreiterin Kajsa Bergqvist (Schweden) im Hochsprung (2,00).

100-m-Weltmeisterin Shanna Pintusewitsch (Ukraine), die auf eine EM-Teilnahme verzichtet und mit 10,84 Sekunden die Jahresbeste vor der in Stockholm fehlenden Marion Jones (USA/10,89) ist, glänzte nach drei Fehlstarts und bei leichtem Gegenwind in 10,91 Sekunden. Da fielen die 10,08 Sekunden von Vizeweltmeister Tim Montgomery (USA) klar ab. Trotzdem war die Ukrainerin verärgert: Sie rannte um 1/100 am Stadionrekord vorbei und musste sich mit 10 000 Dollar Siegprämie begnügen. Auch Weitspringerin Tatjana Kotowa (Russland), mit 7,45 m Jahresbeste und klare Titelfavoritin für München, fehlten mit 7,02 m drei Zentimeter zum Diamanten.

Speerwerfer Boris Henry (Saarbrücken) als einziger deutscher Teilnehmer wurde mit 84,89 m Zweiter hinter dem Jahresbesten Sergej Makarow (Russland/87,73), lag aber noch vor Weltrekordler Jan Zelezny (Tschechien/4. mit 82,11).

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