Erfahrungsbericht von cranny
Von Ford einfach keine Knaller!!
Pro:
ym
Kontra:
sm
Empfehlung:
Nein
Vielleicht haben es gerade die Autohersteller im Werbebereich am schwersten, denn kein Spot ist langweiliger, in dem ein neues Auto in der Landschaft herumfährt und dazu neue Vorzüge dieses Automobils eingeblendet werden. Hier schaltet der genervte TV-Zuschauer schnell um und auch die Einprägsamkeit solcher \"Wir-zeigen-Ihnen-unser-neues-Auto\"-Spots ist verschwindend gering. Daher setzten viele Firmen - wie auch Ford - auf kleine Storys und raffinierte Wendungen in ihren Spots, um den Unterhaltungswert zu steigern und dem Zuschauer einen Spot zu präsentieren, den er leichter mit der Automarke in Verbindung bringen kann.
Ford beauftragte für den neuen Spot \"Absage per Schleifspur\" die Agentur Ogilvy & Mather, die eine Streetlight-Produktion für die Ford-Werke auf die Beine stellen sollte - nach meinen Informationen wurde der Spot aus dem englischen Raum ins deutsche Fernsehen übertragen.
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Inhalt
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Im Spot selbst fährt eine Frau ihren Freund mit dem neuen Ford Focus zum Flughafen und muss sich anhören, wie er zum Abschied sagt: \"Wenn ich zurückkomme, wirst Du mich heiraten.\" - die Frau ist offensichtlich erstaunt von dieser Aussage, legt jedoch gleich danach einen zielsichern Blick auf und verlässt mit dem Auto den Flughafenparkplatz, während der Mann sein Flugzeug besteigt. Die Fahrerin fährt etwas außerhalb der Stadt auf ein wüstenähnliches Gelände. Hier darf der Zuschauer zu sehen, wie sie den Ford gekonnt über die staubige Ebene bewegt, dabei hochschaltet, einige Kurven fährt und den Wagen robust im Rückwärtsgang beherrscht. Bald darauf steigt sie aus und blickt zum Himmel, wo sich gerade ihr \"Zukünftiger\" in die Lüfte schwingt. Dieser blickt gedankenverloren aus dem Fenster, bemerkt das Auto und seine Liebste und fällt aus allen Wolken: Die Frau hat mit dem Auto \"NO\" in den Sand geschrieben, was als eindeutige Absage zu verstehen ist. Am Ende wird natürlich das bekannte Firmenlogo eingeblendet.
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Glaubwürdigkeit
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Was soll ich als Zuschauer von diesem Spot halten? Niemand würde eine solche Aktion starten, um einem Menschen in einem Flugzeug eine Nachricht zu übermitteln. Nichtsdestotrotz ist es durchaus möglich, dass jemand sein Auto so gut beherrscht, um einen solchen Schriftzug in den Sand zu \"fahren\". Unterm Strich stellt sich die Frage der Glaubwürdigkeit hier gar nicht, denn der \"gefahrene\" Schriftzug ist der elementare Teil des Spots und für die Story unbedingt nötig. Das bedeutet aber auch, dass das Produkt wegen der Story nicht ungalubwürdiger wird, vielmehr ist es eben Bestandteil einer unterhaltenden Geschichte. Weiterhin wird der Ford mit verschiedenen Eigenschaften wie Dynamik, Antrittstärke oder Wendigkeit in Bezug gebracht, was die Glaubwürdigkeit des Produkt und der Story steigern könnte.
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Zielgruppe Intention des Spots
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Schön, dass die Frau in diesem Spot Gewinner und Hauptdarsteller ist. Im Jahre 2002 ist nun endgültig sicher, dass Automobile und Autowerbung keine Männersache mehr ist, die Frau hat Einzug in dieser Branche erhalten und wird dem Mann zurecht gleichgesetzt, schließlich gibt es immer mehr Frauen mit einem eigenen Wagen und der Anteil der weiblichen Autofahrer steigt auch weiter. Die Werbung hat natürlich dynamische Züge und zielt daher auch auf junge, aktive und vielleicht erfolgreiche Menschen ab, die ein Auto suchen, dass zu einem dynamischen, abwechslungsreichen und glücklichen Leben passen soll - zumindest wird dieser Eindruck durch den Spot vermittelt. Sieht man dazu noch das Auto als Symbol für die Story und deren Aussage, so steht der neue Ford für Power, Widerstandfähigkeit, die Möglichkeit seinen eigenen Kopf durchzusetzen und sich nicht unterdrücken zu lassen. All diese Eigenschaften bringt der Spot mit sich und zielt daher auch auf Kunden ab, die sich solche Eigenschaften wünschen und schon besitzen.
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Schauspieler
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Die Synchronisation der Stimmen ist meiner Meinung nach nicht gelungen, d.h. der Abschiedssatz des Mannes klingt kitschig und wenig beeindruckend. Dagegen finde ich Gestik und Mimik, sowie das Auftreten der emanzipierten Frau sehr gelungen. Der Ford wird in vielen dynamischen und mobilen Einstellungen gezeigt und genauso wirkt die Frau überzeugt, unerschütterlich und zielsicher. Es ist der Produktionsfirma auf jeden Fall gelungen eine Verbindung zwischen den Eigenschaften des Autos und der Fahrerin aufzubauen.
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Fazit
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Ich halte die Story nicht für einen Knaller, da mir ein wenig der Sinn des Spots verloren geht. Sicherlich will Ford zeigen, dass es sich um ein selbstbewusstes und sicheres Auto handelt, das den Eigenschaften der Fahrerin gerecht wird. Zudem ist die Produktpräsentation auch angenehm in die Werbung eingebettet, so dass das Auto oft und sehr positiv gezeigt wird, aber trotzdem nicht im eigentlichen Mittelpunkt steht. Im Zentrum steht die kleine Geschichte und vielleicht auch die Tatsache, dass der etwas \"arrogante\" Mann am Schluss ziemlich dumm dasteht - was natürlich vor allem den weiblichen Zuschauern gefallen könnte. Der Spot könnte den Zuschauer also zum Lächeln bringen, leider werden einige unter uns zwei oder drei Anläufe brauchen, bis das \"NO\" im Sand auch wirklich zu erkennen ist und dann ist der Spot schon wieder langweilig. Eine Empfehlung kann ich somit nur aussprechen, weil die Idee einer solchen Werbung nicht von schlechten Eltern ist, allerdings schlägt sich die Umsetzung dieser Idee in meiner Bewertung nieder: Ford bietet einfach keinen Knaller!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-01 23:11:30 mit dem Titel SKANDAL: Eine absolute Verarschung!!
Und Sie können das auch! Ha, das ist ja kaum auszuhalten. Die deutsche Werbelandschaft ist um einen miserablen Spot reicher geworden, kein Wunder, dass das Image dieser Branche bei vielen Zuschauern ihren Tiefpunkt erreicht hat. Natürlich frage ich mich immer welche Gedanken sich Agentur und Produzent machen, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und wie es zu einem solchen schlechten Spot kommen konnte - die Faber-Werbung ist ein exzellentes Beispiel hierfür.
Der Spot zeigt eigentlich nur irgendwelche Menschen vor verschiedenen Kulissen, die in die Kamera grinsen und immer wieder ihr Sprüchlein aufsagen: „Ich bin vor kurzem Millionär geworden! Und Sie können das auch - mit Faber!“. Danach werden verschiedene Gewinne wie Geld, Reisen oder Autos präsentiert und die Stimme aus dem Off weist den Zuschauer darauf hin, dass er bald eine Einladung von Faber im Briefkasten haben wird.
Nach meinen Beobachtungen gibt es etwa 5 verschiedene Pseudomillionäre, die für die Spots immer wieder in verschiedenen Zweier- oder Dreiergrüppchen auftreten. Die Blondine am Pool, der reiche Rentner mit seiner neuen Jacht oder der erfolgreiche und dynamische Mann im mittleren Alter vor seinem neuen Sportwagen. Immer wieder der gleiche Spruch, immer wieder das gleiche Lächeln, mehr nicht.
Was will und der Spot sagen? Die Darsteller sind Millionäre geworden und die Zuschauer können das auch - alles was wir dafür benötigen ist Faber! Insgesamt finde ich die schauspielerische Leistung der Personen mehr als miserabel, ihnen fehlt jegliches Element der Überzeugung, Ausstrahlung oder Ehrlichkeit kann ich den Darstellern auch nicht attestieren. Es handelt sich sicherlich nicht um Millionäre, sondern logischerweise um ausgewählte Darsteller. Natürlich scheint es nicht leicht zu sein, diesen eigentlichen simplen Spruch vernünftig rüberzubringen. Komischerweise ist es dem Regisseur nicht aufgefallen, dass der Faber-Spruch gemixt mit den amateurhaften Darstellern einen miesen, langweiligen, ja nervigen Spot ergeben, der dem Image der Firma - ähnlich wie bei den Milchschaumschlürfern und Schokoknackern von Ferrero - eher schadet als das eigentliche produkt zu präsentieren oder den Markennamen zu etablieren.
Faber dachte wohl, dass es sich um einen universellen Spot für die größte Zielgruppe in Deutschland handeln würde, denn wer will nicht Millionär werden. Schon Kinder träumen vom vielen Geld, Mütter und Väter könnten immer eine Million D-Mark gebrauchen und selbst Singels, Rentner oder Homosexuelle stehen auf einen Lottogewinn in dieser Höhe. Damit will ich sagen, dass es nicht die eine Zielgruppe gibt, sondern jeder Zuschauer zur riesengroßen Zielgruppe gehört - zumindest hat sich Faber das so gedacht.
Bei der Diskussion um die Produktpräsentation fällt mir immer wieder auf, dass der Spot eigentlich gar nichts über das Produkt aussagt. Daher wohl auch der Hinweis auf die Einladungen von Faber, die in den nächsten Tagen im Briefkasten der Zuschauer vorzufinden sind. Man könnte annehmen, dass es sich um ein Produkt handelt, das einen selbst zum Millionär macht - zumindest ist dies aus dem Spot zu entnehmen. Jeder halbwegs intelligente Zuschauer weiß jedoch, dass es sich bei einer Lotterie nicht um einen Garantieschein zum großen Geld handelt. Faber will jedoch mit seinem Spot neue Kunden gewinnen. Fraglich wie diese geschehen soll, denn eigentlich ist der Spot doch nur die Erinnerung an den bald eintreffenden Brief im Briefkasten, oder? Vielmehr ist Faber doch einfach nur ein Glücksspiel und sehr wenige von sehr vielen Kunden werden ohne Zweifel auch einmal gewinnen, vielleicht sogar ein Auto oder einen Millionenbetrag.
Für mich ist der Spot und der Nebenspot, der oft wenige Sekunden später gesendet wird nicht nur aufdringlich und langweilig, sondern auf Dauer gesehen einfach nur nervig. Darsteller, Story und Gesamteindruck können mich nicht überzeugen und machen das Produkt auch nicht schmackhaft. Ich denke auch, dass viele Zuschauer eigentlich nichts genaueres über Faber wissen, vielleicht wäre eine glaubwürdige Vorführung der Faberlotterie sinnvoller gewesen. Natürlich soll der Spot jeden einzelnen Zuschauer direkt und persönlich ansprechen: Nervige, langweilige und schlecht umgesetzte Spots führen jedoch meiner Meinung nach eher zu einer genau entgegengesetzten Wirkung: Der Zuschauer holt sich ein Bier, schaltet um oder fasst sich an den Kopf! Wer bei Faber mitspielt oder mitspielen will, wird sich vorher über das System informieren und seine Chancen mit dem Einsatz abgleichen. Die Werbung präsentiert vielleicht den Namen und die Marke „Faber“ und erinnert an die Einladung im Briefkasten, überzeugt aber meines Erachtens keinen einzigen Zuschauer.
Ford beauftragte für den neuen Spot \"Absage per Schleifspur\" die Agentur Ogilvy & Mather, die eine Streetlight-Produktion für die Ford-Werke auf die Beine stellen sollte - nach meinen Informationen wurde der Spot aus dem englischen Raum ins deutsche Fernsehen übertragen.
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Im Spot selbst fährt eine Frau ihren Freund mit dem neuen Ford Focus zum Flughafen und muss sich anhören, wie er zum Abschied sagt: \"Wenn ich zurückkomme, wirst Du mich heiraten.\" - die Frau ist offensichtlich erstaunt von dieser Aussage, legt jedoch gleich danach einen zielsichern Blick auf und verlässt mit dem Auto den Flughafenparkplatz, während der Mann sein Flugzeug besteigt. Die Fahrerin fährt etwas außerhalb der Stadt auf ein wüstenähnliches Gelände. Hier darf der Zuschauer zu sehen, wie sie den Ford gekonnt über die staubige Ebene bewegt, dabei hochschaltet, einige Kurven fährt und den Wagen robust im Rückwärtsgang beherrscht. Bald darauf steigt sie aus und blickt zum Himmel, wo sich gerade ihr \"Zukünftiger\" in die Lüfte schwingt. Dieser blickt gedankenverloren aus dem Fenster, bemerkt das Auto und seine Liebste und fällt aus allen Wolken: Die Frau hat mit dem Auto \"NO\" in den Sand geschrieben, was als eindeutige Absage zu verstehen ist. Am Ende wird natürlich das bekannte Firmenlogo eingeblendet.
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Glaubwürdigkeit
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Was soll ich als Zuschauer von diesem Spot halten? Niemand würde eine solche Aktion starten, um einem Menschen in einem Flugzeug eine Nachricht zu übermitteln. Nichtsdestotrotz ist es durchaus möglich, dass jemand sein Auto so gut beherrscht, um einen solchen Schriftzug in den Sand zu \"fahren\". Unterm Strich stellt sich die Frage der Glaubwürdigkeit hier gar nicht, denn der \"gefahrene\" Schriftzug ist der elementare Teil des Spots und für die Story unbedingt nötig. Das bedeutet aber auch, dass das Produkt wegen der Story nicht ungalubwürdiger wird, vielmehr ist es eben Bestandteil einer unterhaltenden Geschichte. Weiterhin wird der Ford mit verschiedenen Eigenschaften wie Dynamik, Antrittstärke oder Wendigkeit in Bezug gebracht, was die Glaubwürdigkeit des Produkt und der Story steigern könnte.
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Zielgruppe Intention des Spots
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Schön, dass die Frau in diesem Spot Gewinner und Hauptdarsteller ist. Im Jahre 2002 ist nun endgültig sicher, dass Automobile und Autowerbung keine Männersache mehr ist, die Frau hat Einzug in dieser Branche erhalten und wird dem Mann zurecht gleichgesetzt, schließlich gibt es immer mehr Frauen mit einem eigenen Wagen und der Anteil der weiblichen Autofahrer steigt auch weiter. Die Werbung hat natürlich dynamische Züge und zielt daher auch auf junge, aktive und vielleicht erfolgreiche Menschen ab, die ein Auto suchen, dass zu einem dynamischen, abwechslungsreichen und glücklichen Leben passen soll - zumindest wird dieser Eindruck durch den Spot vermittelt. Sieht man dazu noch das Auto als Symbol für die Story und deren Aussage, so steht der neue Ford für Power, Widerstandfähigkeit, die Möglichkeit seinen eigenen Kopf durchzusetzen und sich nicht unterdrücken zu lassen. All diese Eigenschaften bringt der Spot mit sich und zielt daher auch auf Kunden ab, die sich solche Eigenschaften wünschen und schon besitzen.
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Die Synchronisation der Stimmen ist meiner Meinung nach nicht gelungen, d.h. der Abschiedssatz des Mannes klingt kitschig und wenig beeindruckend. Dagegen finde ich Gestik und Mimik, sowie das Auftreten der emanzipierten Frau sehr gelungen. Der Ford wird in vielen dynamischen und mobilen Einstellungen gezeigt und genauso wirkt die Frau überzeugt, unerschütterlich und zielsicher. Es ist der Produktionsfirma auf jeden Fall gelungen eine Verbindung zwischen den Eigenschaften des Autos und der Fahrerin aufzubauen.
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Ich halte die Story nicht für einen Knaller, da mir ein wenig der Sinn des Spots verloren geht. Sicherlich will Ford zeigen, dass es sich um ein selbstbewusstes und sicheres Auto handelt, das den Eigenschaften der Fahrerin gerecht wird. Zudem ist die Produktpräsentation auch angenehm in die Werbung eingebettet, so dass das Auto oft und sehr positiv gezeigt wird, aber trotzdem nicht im eigentlichen Mittelpunkt steht. Im Zentrum steht die kleine Geschichte und vielleicht auch die Tatsache, dass der etwas \"arrogante\" Mann am Schluss ziemlich dumm dasteht - was natürlich vor allem den weiblichen Zuschauern gefallen könnte. Der Spot könnte den Zuschauer also zum Lächeln bringen, leider werden einige unter uns zwei oder drei Anläufe brauchen, bis das \"NO\" im Sand auch wirklich zu erkennen ist und dann ist der Spot schon wieder langweilig. Eine Empfehlung kann ich somit nur aussprechen, weil die Idee einer solchen Werbung nicht von schlechten Eltern ist, allerdings schlägt sich die Umsetzung dieser Idee in meiner Bewertung nieder: Ford bietet einfach keinen Knaller!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-01 23:11:30 mit dem Titel SKANDAL: Eine absolute Verarschung!!
Und Sie können das auch! Ha, das ist ja kaum auszuhalten. Die deutsche Werbelandschaft ist um einen miserablen Spot reicher geworden, kein Wunder, dass das Image dieser Branche bei vielen Zuschauern ihren Tiefpunkt erreicht hat. Natürlich frage ich mich immer welche Gedanken sich Agentur und Produzent machen, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und wie es zu einem solchen schlechten Spot kommen konnte - die Faber-Werbung ist ein exzellentes Beispiel hierfür.
Der Spot zeigt eigentlich nur irgendwelche Menschen vor verschiedenen Kulissen, die in die Kamera grinsen und immer wieder ihr Sprüchlein aufsagen: „Ich bin vor kurzem Millionär geworden! Und Sie können das auch - mit Faber!“. Danach werden verschiedene Gewinne wie Geld, Reisen oder Autos präsentiert und die Stimme aus dem Off weist den Zuschauer darauf hin, dass er bald eine Einladung von Faber im Briefkasten haben wird.
Nach meinen Beobachtungen gibt es etwa 5 verschiedene Pseudomillionäre, die für die Spots immer wieder in verschiedenen Zweier- oder Dreiergrüppchen auftreten. Die Blondine am Pool, der reiche Rentner mit seiner neuen Jacht oder der erfolgreiche und dynamische Mann im mittleren Alter vor seinem neuen Sportwagen. Immer wieder der gleiche Spruch, immer wieder das gleiche Lächeln, mehr nicht.
Was will und der Spot sagen? Die Darsteller sind Millionäre geworden und die Zuschauer können das auch - alles was wir dafür benötigen ist Faber! Insgesamt finde ich die schauspielerische Leistung der Personen mehr als miserabel, ihnen fehlt jegliches Element der Überzeugung, Ausstrahlung oder Ehrlichkeit kann ich den Darstellern auch nicht attestieren. Es handelt sich sicherlich nicht um Millionäre, sondern logischerweise um ausgewählte Darsteller. Natürlich scheint es nicht leicht zu sein, diesen eigentlichen simplen Spruch vernünftig rüberzubringen. Komischerweise ist es dem Regisseur nicht aufgefallen, dass der Faber-Spruch gemixt mit den amateurhaften Darstellern einen miesen, langweiligen, ja nervigen Spot ergeben, der dem Image der Firma - ähnlich wie bei den Milchschaumschlürfern und Schokoknackern von Ferrero - eher schadet als das eigentliche produkt zu präsentieren oder den Markennamen zu etablieren.
Faber dachte wohl, dass es sich um einen universellen Spot für die größte Zielgruppe in Deutschland handeln würde, denn wer will nicht Millionär werden. Schon Kinder träumen vom vielen Geld, Mütter und Väter könnten immer eine Million D-Mark gebrauchen und selbst Singels, Rentner oder Homosexuelle stehen auf einen Lottogewinn in dieser Höhe. Damit will ich sagen, dass es nicht die eine Zielgruppe gibt, sondern jeder Zuschauer zur riesengroßen Zielgruppe gehört - zumindest hat sich Faber das so gedacht.
Bei der Diskussion um die Produktpräsentation fällt mir immer wieder auf, dass der Spot eigentlich gar nichts über das Produkt aussagt. Daher wohl auch der Hinweis auf die Einladungen von Faber, die in den nächsten Tagen im Briefkasten der Zuschauer vorzufinden sind. Man könnte annehmen, dass es sich um ein Produkt handelt, das einen selbst zum Millionär macht - zumindest ist dies aus dem Spot zu entnehmen. Jeder halbwegs intelligente Zuschauer weiß jedoch, dass es sich bei einer Lotterie nicht um einen Garantieschein zum großen Geld handelt. Faber will jedoch mit seinem Spot neue Kunden gewinnen. Fraglich wie diese geschehen soll, denn eigentlich ist der Spot doch nur die Erinnerung an den bald eintreffenden Brief im Briefkasten, oder? Vielmehr ist Faber doch einfach nur ein Glücksspiel und sehr wenige von sehr vielen Kunden werden ohne Zweifel auch einmal gewinnen, vielleicht sogar ein Auto oder einen Millionenbetrag.
Für mich ist der Spot und der Nebenspot, der oft wenige Sekunden später gesendet wird nicht nur aufdringlich und langweilig, sondern auf Dauer gesehen einfach nur nervig. Darsteller, Story und Gesamteindruck können mich nicht überzeugen und machen das Produkt auch nicht schmackhaft. Ich denke auch, dass viele Zuschauer eigentlich nichts genaueres über Faber wissen, vielleicht wäre eine glaubwürdige Vorführung der Faberlotterie sinnvoller gewesen. Natürlich soll der Spot jeden einzelnen Zuschauer direkt und persönlich ansprechen: Nervige, langweilige und schlecht umgesetzte Spots führen jedoch meiner Meinung nach eher zu einer genau entgegengesetzten Wirkung: Der Zuschauer holt sich ein Bier, schaltet um oder fasst sich an den Kopf! Wer bei Faber mitspielt oder mitspielen will, wird sich vorher über das System informieren und seine Chancen mit dem Einsatz abgleichen. Die Werbung präsentiert vielleicht den Namen und die Marke „Faber“ und erinnert an die Einladung im Briefkasten, überzeugt aber meines Erachtens keinen einzigen Zuschauer.
15 Bewertungen, 1 Kommentar
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02.06.2002, 12:08 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichBlutdrucksendende Mittel gibt's in der Apotheke. Ist schon interessant, was heute von der WErbung verlangt wird. Sie soll poppig-bunt sein, die Schauspieler sollten schon den einen oder anderen Oscar in der Tasche haben, vielleicht noch eine kongenial



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