Über Themen mit F Testbericht

ab 50,19
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von Malwina

Frauenrechnerraum in der Uni Karlsruhe - ein schlechter Witz

Pro:

Wiedersehensfreude

Kontra:

langes Getrenntsein

Empfehlung:

Nein

Wenn man in Karlsruhe zwischen den Vorlesungen mal schnell im Rechenzentrum an den PC setzen möchte, dann muß man sehr viel Glück haben, um auch wirklich einen freien Arbeitsplatz zu finden. Und wenn man dann unterwegs auf der Suche über einen sogenannten Frauenrechnerraum stolpert, denkt man als Studentin schon mal: Oh, nicht schlecht, ein paar Computer nur für die Damen der Schöpfung, und da sitzt niemand drin, das trifft sich ja wirklich gut!

Aber man erkennt auch sehr schnell, warum der Raum so leer ist:

1. Von den Computern, die in dem Raum stehen, läßt sich nur etwa die Hälfte überhaupt hochfahren.

2. Falls man endlich mal einen PC findet, den man hochfahren kann, läßt sich mit dem dennoch kaum etwas anfangen. Man kann von den PCs im Frauenrechnerraum leider nicht ins Internet vordringen, es lassen sich nur eine wenige Seiten der Uni, die auch im Internet sind, von diesen Rechnern aufrufen.

3. Man fragt sich wirklich, was eigentlich der Sinn des Frauenrechnerraums sein soll. Strenggenommen handelt es sich ja schon fast um umgekehrte Diskriminierung. Als emanzipierte Frau ist man doch heutzutage gar nicht mehr auf ein solches Angebot angewiesen. Sollen etwa diejenigen Studentinnen, die von PCs nicht besonders viel Ahnung haben, unter Veschluß gehalten werden, damit sie die technisch begabteren Studenten im großen Rechnerpoolraum nicht nerven und von der Arbeit abhalten?

Der Frauenrechnerraum ist eine der unsinnigsten Einrichtungen, die ich bisher in Karlsruhe an der Uni entdeckt habe. Der Zweck, falls ursprünglich tatsächlich ein Sinn konzipiert war, ist definitiv verfehlt!



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-04 12:45:54 mit dem Titel Fernbeziehung - oder Liebe auf Distanz

Ja, ich bekenne mich dazu, auch ich führe eine Fernbeziehung - zumindest sind 200 km für mich schon relativ weit entfernt! Gut, nun mag einer sagen, eine Fernbeziehung ist es erst wirklich auf größere Distanz, doch für mich ist alles weit entfernt, wo ich bei einem spontanen Besuch länger unterwegs als dort bin - und bei 200 km muß man nunmal für Hin- und Rückfahrt insgesamt gut 3 bis 4 Stunden einrechnen! Da lohnt es sich nicht wirklich, abends den Schatzi noch einmal sehen zu wollen!

Aber ich fang mal ganz langsam und ganz vorne an, wie es dazu kam, daß ich mich nun in der Situation "Fernbeziehung" befinde.
Angefangen hat eigentlich alles im Dezember 1999, denn seit diesem Zeitpunkt gehöre ich zu den glücklichen, internetgesegneten Menschen! Eigentlich hatte ich mir ja wirklich vorgenommen, das Internet nur zu Recherche- und Lernzwecken zu nutzen, aber irgendwann verfiel ich doch der Verlockung "CHAT". In der ersten Zeit habe ich eben hier und da mal ein wenig geplaudert, aber mit der Zeit wurden es immer mehr Leute, mit denen ich regelmäßig chattete und irgendwie auch immer mehr verschiedene Chatrooms - immer nur die selben Personen vollzulabern wird auf die Dauer ja auch langweilig! Mittlerweile chatte ich also bei regenbogenweb.de (Seite eines regionalen Radiosenders), bei uboot.com, über ICQ und über den Yahoo!-Messenger. Und ich kenne eine ganze Menge Leute, denn als Studentin hat man eben immer mal wieder ne Phase, wo man sich einfach entspannen will, und dann in den Chat flüchtet!

Nunja, und bei Yahoo! geschah es dann auch. Im Oktober 2000 wurde ich von einem netten, 25 Jahre jungem Mann angesprochen (ich selbst war zu diesem Zeitpunkt 19). Mit ihm konnte ich nur am Wochenende chatten, da er in der übrigen Zeit in der Kaserne war - Juhu, ein Zeitsoldat! - aber seltsamerweise wurden unsere Gespräche, dadurch, daß sie recht selten waren, irgendwie intensiver. Wenn ich ihn dann wirklich im Chat traf, dann waren für mich all diejenigen, die ich fast täglich zum Reden hatte, uninteressanter und ich widmete mich größtenteils voll und ganz dem Gespräch mit ihm.
Nur eines, das wollte und konnte er scheinbar nicht verstehen - ich wollte auf keinen Fall das Risiko eingehen, mich in ihn zu verlieben! Klingt irgendwie absurd, aber bei mir schwirrtem im Hinterkopf immer diese 200 km herum, und eine Wochenendbeziehung, das war nicht wirklich das, wovon ich träumte. Aus diesem Grund blockte ich jeglichen Kontakt, der näher ging als chatten, rigoros ab. Chatten und SMS schreiben, das war für mich OK, aber gegen Telefonieren oder gar treffen, da wehrte ich mich mit Händen und Füßen!

Aber eines schönen Tages, im August 2001 (also etwa 10 Monate nach unserer ersten Chatbegegnung), da hatte er mich so weit, ich willigte ein, ihn zu treffen und davor mal kurz zu telefonieren. Das Treffen wurde dann auf Sonntag, den 26. August, angesetzt und montags vorher stimmte ich großzügigerweise zu, daß er mich anrufen darf. Aber es blieb nicht bei einem kurzen Telefonat. In dieser Woche glühten bei uns die Telefonleitungen - jeden Tag standen etwa 2 Stunden Telefonieren auf dem Programm! Im Nachhinein betrachtet, denke ich, daß es um mich geschehen war, als ich seine Stimme zum ersten Mal hörte. Das sonntägliche Treffen zum Eisessen war also nur noch eine reine Formalität! Und tatsächlich, sonntags abends war ich dann in festen Händen!

Seitdem stehen 4 tägliche kurze Telefonate, ein langes Telefonat am Abend und etliche SMS auf unserer Tagesordnung. Eine Beziehung auf Distanz kann nur funktionieren, wenn man vollstes Vertrauen in den Partner hat - womit ich auch schon bei unserem Hauptstreitpunkt wäre: die übertriebene Eifersucht meines Freundes! Wenn ich mit Schulfreunden was Trinken gehe oder mich generell mal einfach so mit jemandem treffe, der eventuell männlich sein könnte, dann sieht mein Süßer schon fast rot und vermutet das Schlimmste! Aber mittlerweile habe ich ihn davon überzeugt, daß er mir vertrauen kann, und daß ich ihn nie verletzen werde.

An etwa 3 von 4 Wochenenden können wir uns sehen, und diese Freitagabend-bis-Sonntagabend-Zeitspanne gehört dann jeweils zu den Lichtblicken in meinem Alltag! Aber ich glaube, ihn nur da dann zu sehen, daß wäre mir zu wenig, ich sterbe fast vor Sehnsucht, wenn er sich bis zur Mittagszeit noch nicht bei mir gemeldet hat und ich seine Stimme noch nicht hören konnte. Doch in einer solchen Situation heißt es tapfer bleiben, und an die positiven Aspekte einer Fernbeziehung denken: Man ist zumindest nicht so bald vom Partner genervt oder gelangweilt, wenn man ihn nur selten sieht und der Alltagstrott hat quasi keine Chance, sich einzuschleichen!

21 Bewertungen, 6 Kommentare

  • nazmiu

    01.05.2002, 23:40 Uhr von nazmiu
    Bewertung: weniger hilfreich

    ganz nett geschrieben - aber welchen Nutzen kann ich daraus ziehen? ich dachte Meinungen sollen in erster Linie bei Kaufentscheidungen helfen

  • LoMei

    05.04.2002, 12:12 Uhr von LoMei
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein intensiver Erlebnisbericht. Gruß, LoMei.

  • KleineHexe82

    04.04.2002, 15:09 Uhr von KleineHexe82
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe auch seit über einem Jahr eine Art Fernbeziehung...Sind zwar *nur* etwas mehr als 50 Kilometer, aber wir sehen uns trotzdem nur am Wochenende...Ausserdem ist er zur Zeit auch beim Bund...Aber zum Glück nur die 9 Monate...Und wahrscheinli

  • wilma

    04.04.2002, 14:59 Uhr von wilma
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich weiß nicht, ob das was für mich wäre. Eine Beziehung auf Distanz ist für mich ideal, wenn beide in der gleichen Stadt wohnen, ihre eigene Wohnung haben - sich aber jederzeit spontan treffen können. Ich glaub, sonst würd i

  • Featein

    04.04.2002, 14:55 Uhr von Featein
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich war während meiner Ausbildung von meinem Schatz drei Jahre auf Distanz - am Montag heiraten wir. Kopf hoch!

  • corneliahoefig

    04.04.2002, 14:51 Uhr von corneliahoefig
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hatte mit meinen Freund eine Entfernung über 3000 Kilometer (Sizilien-Berlin) zu überwinden. Und das ganze 5 Jahre.Vor einem Jahr ist er nun zu mir gezogen und wir sind richtig glücklich zusammen und hoffentlich auch weiterhin. Grü&