Uhu Kraft Alleskleber Testbericht

Uhu-kraft-alleskleber
ab 6,22
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Erfahrungsbericht von Bernsteinlicht

Der Waldvogel im Altbau

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

(Wer mehr an den Fakten interessiert ist, überspringe bitte die ersten 4 Abschnitte)

Bernsteinlicht zieht sein ein paar Wochen um und das erste größere Problem, daß sich beim Versuch die neue Behausung wohnlich zu machen, herausstellte, war die Fußbodenleiste. Die Bodenbelag für die Küche war erstaunlich schnell verlegt und von diesem Erfolg so richtig motiviert, wollte das Bernsteinlicht daraufhin das Werk vollenden und eine Bodenleiste anbringen. Da das Wort schief in meiner neuen Wohnung in Bezug auf die Wände eine glatte Untertreibung ist, entschied man sich für eine flexible und selbstklebende Wandleiste. Nach kurzer Zeit war sie dort, wo sie hingehörte und es sah gut aus. Allerdings vernahm ich schon ein verdächtiges knistern, was nichts gutes bedeuten sollte.

Nach einer geruhsamen Nacht im elterlichen Domizil, wollte man sich am nächsten Morgen wieder an Arbeit machen. Insgeheim hatte ich schon befürchtet, daß sich die Leiste an der einen oder anderen Stelle gelöst haben könnte - aber was ich dann sah, übertraf meine schlimmsten Befürchtungen, denn die Leiste lag dort, wo sie nun gar nicht gehörte. Schön glatt auf dem Fußboden, aber nicht an einer Stelle mehr an der Wand. Doch so schnell geb ich nicht auf ....

Diese Wandleiste würde mich nicht unterkriegen, also wurde zu gewebeverstärktem doppelseitig klebenden Teppichklebeband gegriffen. Meine Finger und alles was in die Nähe des Klebebandes kam, klebte super und die Leiste im ersten Moment auch. Zumindest eine Nacht. Am nächsten Morgen das gleiche Bild. Versuch Nummer drei - wenn es schon nicht auf der Tapete kleben wollte, dann eben auf PVC, Also wurde ein PVC-Band gekauft, dieses angenagelt und darauf die Leiste geklebt. Das hielt hervorragend, bis man an die längste zu bearbeitende Wand kam und sich herausstellte, daß genau an dieser Stelle die Leitung verlief. Also nichts mit nageln. Dafür wurde in den Boden genagelt, Nachdem das auch nicht halten wollte (Versuch Nummer 4) zog man die Nägel wieder heraus und die halbe Wand kam hinterher. Zu diesem Zeitpunkt begann ich ernsthaft zu überlegen, ob Beton nicht doch seine Vorteile hatte.

Da man nun ohnehin Ausgleichsmasse kaufen mußte, begann man auch gleich die Wand zu begradigen. Die Tapete kam ab, Ausgleichsmasse dran und Versuch Nummer 5: die Leiste wurde wieder mit Teppichklebeband angeklebt und diesmal hielt sie sage und schreibe 48 Stunden. Zwischendurch kamen verschieden Freunde vorbei und sparten nicht mit Tipps und Tricks. Aber langsam machte sich Ratlosigkeit breit und immer öfter bekam ich kein "Hallo, wie gehts dir" zu hören, sondern "Was macht die Leiste?" zu hören. Ich eilte mal wieder in den Baumarkt und landete vor dem Regal mit Sekundenklebern. Trotzdem wurde mein Blick magisch von drei Buchstaben angezogen. Also ging ich erst mal zum Regal daneben und hielt schließlich

UHU ALLESKLEBER KRAFT

in den Händen. Ein kleines Zitat kann hier nicht schaden, denn was mich eigentlich zum Kauf bewogen hat, waren folgende Worte auf der Verpackung:

"Der einzigartige lösungsmittelfreie Kraft-Universalkleber für superstarke Verklebungen. Klebt einfach alles zuverlässig und mit außergewöhnlicher Klebekraft." Klang sehr gut, dachte ich. Drei Dinge scheinen dem Hersteller besonders wichtig zu sein: superstark (das würde ich testen), lösungsmittelfrei (immer gut) und universell (Hauptsache meine Leiste würde halten).

Die Tube ist gelb, wie alles von UHU und außerdem grün, wobei auf die Lösungsmittelfreiheit angespielt wird. Kleben sollte man damit so ziemlich alles können:

Harte Materialien:

Holz, Holzwerkstoffe, viele Kunststoffe, Keramik, Glas usw.

Flexible Materialien:

Leder, Textilien, Filz, Kork, Pappe, Karton usw. Auch für Styropor geeignet.

Gut ist, daß die Verklebung trotzdem elastisch bleibt und so Materialspannungen ausgeglichen werden sollen.

Die Frage war nun noch, wie man denn besagten Leim an die Wand bekommt. Der Blick auf die Verpackung verriet mir, daß ich mich entscheiden konnte, zwischen

1.) 1-Seiten-Verklebung

Zwar nur für saugfähige Materialien geeignet, aber dafür einfach: auftragen-andrücken-fertig

2.) 2-Seiten-Verklebung

Dabei sollte man beide Seiten mit Leim einstreichen und dann warten bis die Klebschicht transparent wird. Das kann 20 bis 40 Minuten dauern. Dann andrücken und fertig.

Variante 1 klang irgendwie vielversprechend und 40 Minuten warten, wollte ich auch nicht. Also aufgetragen, angedrückt und Versuch Nummer 6 war von meiner Seite erst mal abgeschlossen. Knistern hörte ich auch nichts. Am nächsten Morgen, traute ich meinen Augen nicht, aber die Leiste war noch dran. Und blieb es auch bis heute.

Für die Tube mit 135 g habe ich 4.60 € bezahlt und keine Cent bereut. Super der Waldvogel und in meinem Altbau ist er immer herzlich willkommen.

Für's Lesen bedankt sich wie immer euer
(c) Bernsteinlicht

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