Under my Skin - Avril Lavigne Testbericht

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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von helden_gesucht

She always gets what she wants

5
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  gut

Pro:

deutlich rockiger als das Debut, die beiden langsamen Tracks

Kontra:

kurze Spiedauer für die 13 Tracks

Empfehlung:

Ja

Vorwort
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Auf ihrem Debutalbum war Avril schon bemüht, rockig rüberzukommen, jedoch mit nur mäßige, Erfolg – was die Qualität von „Let Go“ nicht schmälern soll. Mit ihrem zweiten Streich „Under My Skin“ versucht sie sich mit ihrer Band ein zweites Mal. Schafft sie diesmal den Sprung vom Pop- zum Rockchick???

Die Band
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Ein typisches Mädchen ist Avril jedoch nicht. Sie ist eine von der Sorte, die den übermütigen Jungs für Hänseleien schon im Sandkasten ein blaues Auge verpasst. Vielleicht hat das etwas damit zu tun, dass sie das Mittlere von drei Kindern ist und sich als einziges Mädchen der Familie durchsetzen muss. Das Spielen mit Puppen überlässt sie den anderen Mädels, denn das Skateboard ist ihr liebstes Fortbewegungsmittel. Diesem widmet sie auch mal einen Song (\"Sk8er Boi\"). Sie bezeichnet ihre Musik gerne als Skate-Punk. Mit dieser Definition dürfte sie aber ziemlich alleine dastehen.
Geboren am 27. September 1984 wächst Avril im beschaulichen 5.000-Seelen-Kaff Napanee in Kanada auf. Mit 15 Jahren zieht sie zusammen mit ihrem Bruder, der ein waches Auge auf die Kleine haben soll, die Metropole New York dem muffigen Provinznest vor. In Big Apple angekommen, sieht Antonio Reid, Chef von Arista, sie bei einem Auftritt und nimmt sie sofort unter Vertrag. Noch einmal kehrt sie nach Hause zurück, aber nur um ihre Sachen zu packen und fortan in New York ihre Zelte aufzuschlagen. Dort soll sie mit bekannten Produzenten und Songschreibern zusammen arbeiten. Die Resultate dieser Kooperationen sind für Avril aber alles andere als befriedigend. Sie findet die Songs scheiße, und irgendwie scheint ihr New York doch nicht so zuzusagen. Reid, dessen Spitzname schlicht \"LA\" lautet, schickt sie daraufhin erst einmal in \"seine\" Stadt, damit sie auf andere Gedanken kommt und nicht am künstlerischen Manhatten-Desaster verbittert.
Vielleicht ist es ja die kalifornische Sonne, die sie aufblühen lässt. Auf jeden Fall scheint ihr der Tapetenwechsel gut zu tun. Zusammen mit dem renommierten Songschreiber und Produzenten Cliff Magness werkelt sie an Songs, die endlich ihren Vorstellungen entsprechen. Kaum sind die ersten Aufnahmen unter Dach und Fach, legt sie ihre geschäftlichen Geschicke in die Hände von Nettwerk Management, das schon die Belange von Sarah McLachlan, Dido, Coldplay, den Barenaked Ladies and Sum 41 regelt.
\"Complicated\", die erste Single aus dem Debüt \"Let Go\"; rollt kurz nach Erscheinen die Charts in Kanada auf - die deutschen Hörer müssen sich aber noch bis August 2002 gedulden, ehe zuerst die Single mit gehörigem Brimborium auf den Markt geworfen wird und im September das Album erscheint. Das warten hat das Publikum anscheinend angestachelt, denn Avrils Album geht aus dem Stand in die Top Ten der deutschen Charts. Medienrummel allenthalben, mit Berichten in allen möglichen Gazetten folgen.
Das Jahr 2002 ist definitiv ihr Jahr. Erst toppt sie mit \"Complicated\" die US Single-Charts, dann erhält ihr Album im August Doppel-Platin und letztendlich gewinnt sie im selben Monat einen MTV Award als beste Newcomerin. Im November 2003 erscheint ihre erste DVD \"My World\". Zur dieser Zeit ist sie bereits wieder im Studio, um ihr zweites Album einzuspielen, das letztlich im Mai 2004 erscheint. Auch \"Under My Skin\" wird - nicht zuletzt dank des verbesserten Songwritings - ein voller Erfolg. [Auszug laut.de]

Das Album
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I love Schwarz-weiß-Fotos. Dieser krasseste aller Farbkontraste hat die Eigenschaft, Dinge und Menschen in ganz anderen Perspektiven wiederzugeben. Und vor allem hat er die Eigenschaft Menschen, egal ob Mann oder Frau, noch eine kleine Ecke mehr Sex einzuhauchen. So hier auch bei dem Albumcover. Avril blickt mit tiefschwarz umrandeten Augen in die Kamera und hier stellt man sich schon die Frage, was in ihr grad vor geht. Vielleicht sind die14 Tracks der Platte eine Antwort...

Tracklist
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#1 Take Me Away
#2 Together
#3 Don’t Tell Me
#4 He Wasn’t
#5 How Does It Feel
#6 My Happy Ending
#7 Nobody’s Home
#8 Forgotten
#9 Who Knows
#10 Fall To Pieces
#11 Freak Out
#12 Slipped Away

Bonustrack
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#13 I Always Get What I Want

...und die Songs im Einzelnen
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> Take Me Away < - Der Opener beginnt so wie man es von ihrer Debut-Platte gewöhnt ist. Süßer Gitarrenrock, jedoch ohne tiefe und harte Auswüchse. Doch sobald es in den Refrain geht, wird es schon viel härter. Avril schwingt sich zu ungewöhnlich harten Klängen und herausgebrüllten Vocals auf. Als Opener kann der Track auf alle Fälle überzeugen und macht Laune auf mehr.
(5/5) -> (2:57)

> Together < - Klavierklänge, dann tiefe Bassklänge, welche sich wie dicke Regentropfen durch das nette kleine Klavieropus ziehen. Obwohl der Track sehr ruhig anmutet und auch eher langsam ist, so macht die Komposition Spaß beim Hören. Avril hat sich eindeutig weiterentwickelt. Der Sound ist auf jeden Fall satter geworden. Irgendwie auch ein Song zum Abschalten.
(5/5) -> (3:14)

> Don’t Tell Me < - Dieser Song erinnert doch schon eher an “Let Go”. Ruhige Gitarrenklänge und ein Schlagzeug, dessen Bassdrums durch die ganze Anlage zittern. Doch der klasse Refrain, mit der leicht mitsummbaren Melodie und dem massiven Klangteppich machen das locker wieder wett. Eindeutig Ohrwurmcharakter. Keine Frage, warum das die erste Single zum neuen Album war.
(5/5) -> (3:22)

> He Wasn’t < - Au ja! So will ich das hören. Schon zum Anfang hört man gleich, wo der Track hingeht. Man hört ein schnelles, quintenlastiges Gitarrenriff und dann setzt auch Avril ein. Etwa im Stile von „Sk8r Boi“. Der ganze Track ist auf Speed getrimmt und gefällt auch, jedoch stört das blöde „Hey, hey“ nach dem Refrain. Dafür muss es Abzüge geben, dnen das passt irgendwie gar nicht.
(4/5) -> (2:59)

> How Does It Feel < - Und Avril legt wieder einen ruhigeren Track nach. Man kann sicher Paralellen zu “I’m With You” sehen und hören, doch wenn stört’s? Feiner Schmuserocktrack mit viel Gefühl, Herz und einer instrumentalen Komposition, die sich hören lassen kann. Ich schmelze dahin.
(5/5) -> (3:45)

> My Happy Ending < - Hier auch eine Single des Albums. Auch ein typischer Ohrwurm. Doch für meinen Geschmack zu sehr auf „der-muss-den-hören-gefallen“ getrimmt. Klar, die Musik ist nicht schlecht, jedoch hab ich irgendwo das Gefühl, dass der Song nicht wirklich in einen Topf passt mit den anderen. Er hat seine ganz eigenen Charakter. Zudem kommt er mir zu geradlinig vor. Das kann aber auch daran liegen, dass ich jeden Tag 9 bis 10 Stunden NRJ hören muss... und der Radiosender eine etwas beschränkte Songauswahl hat... Ich hab den Song satt!
(3/5) -> (4:02)

> Nobody’s Home < - Auch der Song kommt jetzt fast im “Halbe-Stunden-Takt”, doch hier passt einfach alles. Leicht geheimnisvoll, depressive Musik. Hier passt auch das leichte Gestöhne unter Avrils Vocals. Der Song geht einfach ins Ohr und das Video ist einfach mal ein Tipp von mir. Daumen hoch für diesen geilen Track.
(5/5) -> (3:32)

> Forgotten < - Und wieder Klavierklänge zu Anfang. Hier sticht geradezu die Kombo aus Klavier und dunklen Gitarrenklängen ins Ohr. Avrils Stimme steht wie eine Sirene im dunklen Akkordwald. Doch dieser krasse Kontrast gefällt. Geiler Track, auch wenn der Anfang etwas schleppend verlief.
(5/5) -> (3:17)

> Who Knows < - Ah! Wieder einmal werden wir überrascht mit sanften Gitarrenklängen. „Jeah!“ scheint Avrils Lieblingswort zu sein, weil ich mir anders nicht erklären kann, dass es in jedem Track vorkommt. Aber sonst hat der Track nicht viel zu bieten. Avrils Klasse verläuft sich hier langsam. Irgendwie kommt alles bekannt vor.
(3/5) -> (3:29)

> Fall To Pieces < - War der letzte Track doch geprägt von Ideenlosigkeit, so überrascht dieser Track wieder mit gepflegter Sanftmütigkeit, Einfachheit und dem typischen Mainstreamcharakter – man kann viel vorhersehen. Doch es muss auch mal seichte Musik sein. Schöner ruhiger Song, jedoch ohne richtig große Marken.
(4/5) -> (3:28)

> Freak Out < - Dieser Track ist charakteristisch für Avril. Man kann wirklich erkennen, an den Riffs und der musikalischen Gestaltung, das es Avril ist. Das Akkord – Note – Schema hat sie schon im ersten Album für sich entdeckt. Doch sich schafft es auch immer wieder neue Sachen daraus zu machen. Der Refrain ist eine Bombe und überrascht durch ungewöhnlich viel Tiefe...
(5/5) -> (3:18)

> Slipped Away < - … Wer hier nicht schon zu Anfang wegschmilzt, der sollte wirklich sich mal auf den Weg zum Therapeuten machen. Kuschelalarm der schlimmsten Sorte. Klavier und Avrils Stimmchen – schöner geht’s nur noch ganz schwer. Ein ruhiger, besinnlicher Song mit etwas Gitarre und ganz ruhigen Schlagzeugbeats. Mein geheimer Favourit auf der Platte.
(5/5) -> (3:34)

>Always Get What I Want < - Und jetzt wirds nochmal rockig. “Always get what I want” naja wer könnte der kleine Avril auch einen Wusch abschlagen? Ist doch schön, wenn’s zum Schluss einer Platte noch mal schön rockig wird mit fetten Akkorden und schnellen Beats. Schade, dass es das jetzt dann schon war...
(5/5) -> (3:27)

Fazit
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“Under My Skin” hat wohl Avril geholfen, dass sie mal richtig ihre rockigere Seite ausleben konnte. Man hat auch das Gefühl, dass die Aufnahmen an Qualität gewonnen haben. Doch Tracks wie „How Does It Feel“ oder „Slipped Away“ zeigen, dass sie es nicht verlernt hat, klasse balladenartige Tracks zu schreiben und mit ihrer Band mit einer gelungenen musikalischen Begleitung zu unterlegen. Die Platte hat auf jeden Fall viel Potenzial und einer der beiden langsamen Tracks wird sicher zunächst ausgekoppelt. Ob Avril nun endgültig den Sprung vom Pop- zum Rockchick geschaft hat, dass will ich hier noch offen lassen, doch die Qualität der Tracks hat einen deutlichen Aufschwung erlebt.
Mehr als ein Geheimtipp...

64 Bewertungen, 13 Kommentare

  • ronald65

    26.01.2009, 15:08 Uhr von ronald65
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg

  • ColaFantaSprite

    20.01.2009, 18:08 Uhr von ColaFantaSprite
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht, weiter so!

  • morla

    05.01.2009, 13:28 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich wünsche dir einen guten wochenstart lg. petra

  • Zzaldo

    22.12.2008, 21:33 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße sendet dir Stephan

  • wolli007

    16.12.2008, 19:55 Uhr von wolli007
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße, Wolli

  • ingoa09

    13.08.2008, 12:46 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr gut und ausführlich beschrieben! Auch weiter unten sind bei mir noch neue Berichte zu finden... Liebe Grüße, Ingo

  • Jerry525

    11.08.2008, 10:58 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße an dich Jerry

  • Baby1

    09.08.2008, 08:02 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Iris1979

    20.06.2008, 16:56 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. LG Iris

  • frankensteins

    05.06.2008, 19:16 Uhr von frankensteins
    Bewertung: besonders wertvoll

    super beschrieben lg werner

  • wir_2

    25.05.2008, 21:12 Uhr von wir_2
    Bewertung: sehr hilfreich

    die Musik ist ja okay, aber ihr möchte gern Wildes Mädchen Image hat große Löcher

  • misscindy

    17.05.2008, 16:32 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich, lg Sylvia

  • Striker1981

    07.05.2008, 16:41 Uhr von Striker1981
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und liebe Grüße sagt der STRIKER`