The Scorpion King (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Greifenklaue

Scorpion King: Fantasygenuß pur!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ein erstes Abchecken meiner Kollegen Mitrezensenten offenbarte mir zwar meist eine durchschnittliche bis gute Bewertung, trotzdem wurde Scorpion King abgetan als Actionunterhaltung-blablabla. Ich habe sogar etwas von „unlogischen Kämpfen“ gelesen – ja, mein Gottz, dann tzieht Euch doch Titanic rein!

Ich breche hier jedenfalls an dieser Stelle meine Lanze für diesen Film, der meine Erwartungen vollkommen befriedigt hat. Schließlich sollte man sich einiges bewußt machen: es handelt sich nicht um Mumie III, sondern ausschließlich um ein sogenanntes Sequel, also einen Ableger. Die einzige Gemeinsamkeit zu Mumie ist der Scorpion King, der in Teil 2 ca. 5 Minuten Terror macht und schon damals vom Wrestler The Rock alias Dwayne Johnson verkörpert wurde.

So zeigt der Film auf, wie aus Mathayus der Scorpion King wurde, vor gut 3000 Jahren unserer Zeitrechnung irgendwo im alten Ägypten, noch vor der Blüte der Ägypter zur Hochkultur. In Szene gesetzt wird das ganze von Chuck Russell (uns nicht Stephen Sommers, der allerdings am Drehbuch mitarbeitete), der schon Arnie in „Eraser“ (Naja) und Jim Carrey in „Die Maske“ in Szene setzte.

Kommen wir nun aber zur Story:
In der Wüstenstadt Gomorrah herrscht der boshafte Memnon (Steven Brand), der nach und nach alle verfeindeten Wüstenvölker ausrottet, den Rest unterwerfen und so die absolute Herrschaft über das Gebiet erreichen will. In dieser Zeit wurde noch derjenige König, der sich als der Stärkste im Kampf erweist und so ist Memnon auch ein begnadeter Einzelkämpfer (Pathos pur, yes...). Damit da seine Truppen mithalten können, hat er einen Trick parat: an einer Seite befindet sich die Seherin (Kelly Hu) [Nein, ich glaube, es wird kein Name im Film genannt.], die den Ausgang der Schlachten prophezeit – und das sogar korrekt. Sieht sie ein positives Ende voraus, so wird gemetzelt, bei negativem Ausgang eben abgewartet, bis die Sterne günstig stehen. Dumm für Memnon ist nur, dass die Gute nur solange prophezeien kann, wie jungfräuliches Blut in ihren Adern fließt.

Den Herrschern der Wüstenvölkern ist dieses durchaus bewußt und beschließen, die Seherin zu töten. Dazu engagieren sie drei Assasinen vom Volke der Arkadier (oder Accadier?), deren Ausrottung durch Memnon schon recht fortgeschritten ist und die nun für ihre Kunst des Meuchelns bekannt sind.

Mathayus (The Rock), Jesup (Branscombe Richmond) und der dritte Gefährte (Esteban Querto) brechen auf und dringen in das Heerlager, eine riesige Zeltstadt, ein. Mathayus erledigt einige Wachen, unter anderem ein Häufchen, welches gerade einen Pferdedieb schmorren will. Kurz bevor er das Zelt der Seherin erreicht, wittert er eine Falle und wirft sich in Deckung, während seine Gefährten im Pfeilhagel sterben. Trotzdem gelingt es ihm unbemerkt in das Zelt der Seherin einzudringen, die ihm den Verrat offenbart und diesen Moment nutzen kann, die Schwergen zu Hilfe zu rufen. Der Sohn des Auftragsgeber sowie Memnon (Steven Brand) stehen im Auge in Auge gegenüber. Doch die Seherin hat andere Pläne mit ihm und prophezeit, dass er heute weder durch Memnons Hand noch durch seine Schergen fallen wird. Derart herausgefordert findet er sich schon alsbald eingebuddelt in einer Grube wieder, nur der Kopf luckt hervor. Zwei Schergen werfen Feuertöpfe in Feuerameisenhöhlen und treiben sie heraus. Ein grausamer Tod für ihn und auch den geretteten Pferdedieb.

Natürlich kann er entkommen und hat nun allerlei Grund sich an Memnon zu rächen und so beginnt ein actionreiches Katz- und Mausspiel mit viel Martial Art-Action und hervorragenden Kulissen. Mehr möchte ich von der Story nicht verraten, schließlich wollt ihr auch noch hinein, gelle?

Ich finde, es wurde sehr viel Wert auf Atmosphäre gelegt. Gomorrha beispielsweise bildet eine absolut gelungene, atmosphärische Kulisse – eben eine große Wüstenstadt mit vielen Kulturen. Na gut, der Überfluß, der in der Bibel verurteilt wird und auch das Sprichwort „wie (in) Sodom und Gomorrha“ prägte, wird nicht deutlich, trotzdem setzt der Pferdefdieb noch einen gelungenen Spruch zu dem Thema ab. Neben The Rock gibt es viele, gut gestaltete und gut ausgearbeitete Nebenfiguren. Nicht unterschlagen sollte man beispielsweise Ralph Möller (Conan: Die Serie, Gladiator) als General Thorak, Führer der Wüstentruppen. Insbesondere die Kampfszene mit ihm und The Rock während eines Wüstensturms – Schmankerl für Fans dieses Genres, zu denen ich mich einfach zähle – und dabei unterschlage ich noch, dass er den Rest der Truppe vorher in einer Höhle vernascht hat.

Die schauspielerischen Leistungen sind OK, wenn ich da mal an 7-Sätze-Conan-Arnie denke, hatte the Rock eine regelrecht komplexe Rolle. Kelly Hu, vielleicht bekannt aus den Serien Martial Law oder Nash Bridges, legt eine mehrschichtige (vielschichtig wäre wohl doch übertrieben) Seherin hin und Bösewicht Brand, in absolut kultiger Maskerade, verkörpert überzeugend Memnon. Und das er sich beim Skorpion am Schwanz aus dem Glas ziehen nicht doubeln ließ – Respekt.

Nicht so zugesagt hat mir Michael Clark Duncan (Planet der Affen), der einen Führer eines Wüstenvolkes spielt. Er soll zwar der Witzbold am Set gewesen sein und ihm wurde mal zwischendurch von The Rock in einer Kampfszene was gebrochen (weil´s so realistisch aussah, wurde die natürlich gleich übernommen...), aber die aufgeklebten Narben wußten nicht sonderlich zu gefallen – etwas dezenter, etwas realer. Ansonsten konnte man sehen, warum er eher ein Zweite-Riege-Schauspieler ist und man ihm nicht zuviel Platz in der Story geben sollte.

Fazit: Also für Freunde des Genres, und ich meine hier nicht das Genre Wrestling, Martial Action oder sonst ein Blödsinn, sondern actionbehaftete Fantasy mit historischen Touch, werden hier zumindest auf ihre Kosten kommen. Der Streifen ist allerdings auch nur 95 min lang, wird deshalb auch nie langweilig. Und Mumien-Freaks sollten sich vorher bewußt sein, dass es nicht Mumie III ist, was sie zu sehen bekommen, ansonsten gehen sie wohl enttäuscht aus dem Kino – trotz guten Films!

16 Bewertungen, 3 Kommentare

  • diewicca

    27.08.2002, 23:36 Uhr von diewicca
    Bewertung: sehr hilfreich

    ... wer aber Mumie 2 gesehen hat, sieht den Film mit anderen Vorstellungen. Das hast Du ja auch so in deinem Fazid geschrieben. Leider war ich eine derjenigen und war darum sehr enttäuscht, gewiss nicht über die Machart des Films und Inhalt

  • Nachtstern

    15.08.2002, 14:20 Uhr von Nachtstern
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön das da auch mal jemand meienr Meinung war ;)

  • tepungaatewaka

    16.06.2002, 20:45 Uhr von tepungaatewaka
    Bewertung: sehr hilfreich

    Und ich war immernoch nciht drin...Gruß von tepu