Unterwegs nach Cold Mountain (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Ritzilein
Was für ein Meisterwerk!!
Pro:
Inszenierung, Schauspieler, Landschaft
Kontra:
die Kiegsszenen sind schon heftig, ist aber nicht unbedingt negativ
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Filmfreunde und all die, die es gerne noch werden wollen!!
Gestern hab ich mir endlich den Film Cold Mountain im Kino angeschaut. Als Fan von Nicole Kidman freute ich mich ja schon seit einiger Zeit auf ihren Auftritt und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht...
Die Story:
Cold Mountain ist ein kleines Nest in den Bergen North Carolinas. Die junge Ada kommt mit ihrem Vater, dem Reverend aus der Großstadt Charlston aufs Land, um sich hier ein Leben aufzubauen. Trotz ihrer Unerfahrenheit und Scheu lernt sie schon bald Inman kennen, der sich zwar zu Ada hingezogen fühlt, aber nicht den großen Schritt wagt. Noch bevor die Zwei sich richtig näherkommen können, bricht der Krieg zwischen Norden und Süden aus und es ist klar, dass Inman als Soldat in die Schlacht ziehen muss.
Zum Abschied schenkt Ada ihrem (heimlichen) Geliebten ein Foto von sich und ein Buch und bevor Inman sich in die Reihen der marschierenden Soldaten einreiht, küsst er seine Geliebte innig. Zwischen den beiden entsteht eine Spannung, die sie nicht wieder loslässt.
Jahre vergehen und als Inman in der Schlacht bei Petersburg schwer verwundet wird, beschließt er zu desertieren und zu seiner Geliebten zurückzukehren. Unterdessen hat auch Ada schwer mit dem Leben zu kämpfen, denn ihr Vater verstarb und sie weiß kaum zu überleben. Während Inman sich vor feindlichen und eigenen Truppen verstecken muss, die Grausamkeit des Krieges in allen Formen miterlebt und beinahe daran zu Grunde geht, bekommt Ada schließlich Verstärkung durch Ruby, die durch ihre ruppige und resolute Art Ada\'s Leben aufwirbelt, ihr aber auf der Farm eine große Hilfe ist. Obwohl Ada und Ruby zu Anfang so verschieden sind, baut sich doch eine innige Freundschaft zwischen ihnen auf.
Tja und ob Inman zu seiner Ada findet und wie es mit Ruby weitergeht, das möchte ich jetzt hier nicht erzählen, schließlich sollte ihre euch den Film noch anschauen und brav die Einspielergebnisse nach oben pushen ;-).
Der Stab:
Der Brite Anthony Minghella, der 1997 seinen ersten Oscar für den Film \"Der Englische Patient\" gewann und 3 Jahre später die nächste Nominierung für \"Der talientierte Mr. Ripley\" erhielt, wurde bereits 1997 auf den Roman \"Cold Mountain\" aufmerksam. Obwohl er nichts über die historischen Hintergründe des Bürgerkriegs zu wissen, beschloss er den Roman, der von Charles Frazier geschrieben wurde, in Szene zu setzen. Nachdem das 80 Millionen Projekt von den Studios MGM und Miramax genehmigt und die Produzenten Sydney Pollack, William Horberg, Harvey Weinstein und Bob Weinstein feststanden, besetzte man die Rollen mit hoch karätigen Schauspielern und suchte nach Drehorten.
Gedreht wurde in South Carolina und Rumänien, um zum einen die Kosten gering zu halten und zum anderen, die Landschaft so ursprünglich wie möglich darzustellen.
Meine Meinung:
WOW! Ich muss sagen, als ich aus diesem Film kam, war ich echt in einer seltsamen Stimmung. Obwohl mich das Drama ziemlich mitgenommen hat, hat mich Renee\'s Talent völlig überrascht und die Love Story überwältigt.
Jude Law kannte ich bisher kaum, mochte ihn aber in seiner Rolle als Inman sehr. Es war erschreckend, wie wandlungsfähig der Mann im Laufe des Films war und wie gut er verschiedenen Emotionen glaubwürdig rüberbringen konnte.
Bisher war ich nie ein Fan von Renee Zellweger gewesen, aber nach dieser Leistung muss ich ganz klar sagen, dass sie den Oscar verdient hat. Ihre Darstellungsweise war grandios und in der Originalfassung kam auch ihr Akzent, den ich immer noch nicht ganz einordnen kann, sehr gut zur Geltung.
Nicole Kidman spielte zwar hervorragend, jedoch überzeugte sie mich anfangs vor allem durch ihre Schönheit (obwohl sie echt zu dünn ist) *lach*. Im weiteren Verlauf des Film bekam sie einige Möglichkeiten ihre schauspielerischen Künste zu zeigen, an die Darstellung von Renee kam sie aber meiner Meinung nach nicht dran, weil ihre Rolle eine ganz andere als die der resoluten Ruby war.
Natalie Portman, die die meisten wohl aus Star Wars kenne dürften, hatte in diesem Film nur eine kleine Rolle, jedoch hat sie diese so perfekt gespielt, dass ich noch lange über ihre Szenen nachdenken werde.
Selbst die zahlreichen Nebenrollen waren alle sehr gut besetzt und es hab keine einzige Figur, die nicht überzeugend in Szene gesetzt war.
Oscars:
Cold Mountain wurde für 7 Oscars nominiert, ist aber in der Kategorien Regie, Art Direction, bester Film und Drehbuch nicht berücksichtigt. Das ist meiner Meinung nach sehr schade, denn verdient hätte er Nominierungen in dieser Kategorie schon. Gerade der Anfang des Films mit der Schlacht in Petersburg war er sehr beeindruckend und hat mich extrem mitgenommen.
Fazit:
Dieser Film schildert nicht nur, wie schön und wichtig eine Liebe sein kann, er prangert außerdem auch die Schrecklichkeit des Krieges an. Gerade in den ersten Momenten, als all diese Männer sich wie Kinder gefreut haben, dass sie endlich \"IHREN\" Krieg haben, wurde mir bewusst, dass sich in gut 120 Jahren kaum etwas geändert hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Männer im damaligen Jugoslawien sehr glücklich war, endlich in den Krieg ziehen zu dürfen, vielleicht hätte man denen vorher mal einen Film wie diesen zeigen sollen...
Dieser Film ist in so vielerlei Hinsicht sehenswert, sei es wegen der grandiosen Schauspieler, der wunderschönen Landschaft oder der eher traurigen Story. Und trotz des traurigen Stoffes schafft dieser Film es doch noch, einen hin und wieder zum Lachen oder zumindest zum Lächeln zu bringen.
Ich hoffe, ihr habt nun auch Lust bekommen, Euch dieses Meisterwerk mal anzuschauen. Und ich hoffe, dass mein Bericht und das Thema Krieg auch mal wieder zum Nachdenken anregen konnte, denn das Schlimme in dieser Welt sollte man niemals vergessen.
Liebe Grüße, Bianca
Gestern hab ich mir endlich den Film Cold Mountain im Kino angeschaut. Als Fan von Nicole Kidman freute ich mich ja schon seit einiger Zeit auf ihren Auftritt und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht...
Die Story:
Cold Mountain ist ein kleines Nest in den Bergen North Carolinas. Die junge Ada kommt mit ihrem Vater, dem Reverend aus der Großstadt Charlston aufs Land, um sich hier ein Leben aufzubauen. Trotz ihrer Unerfahrenheit und Scheu lernt sie schon bald Inman kennen, der sich zwar zu Ada hingezogen fühlt, aber nicht den großen Schritt wagt. Noch bevor die Zwei sich richtig näherkommen können, bricht der Krieg zwischen Norden und Süden aus und es ist klar, dass Inman als Soldat in die Schlacht ziehen muss.
Zum Abschied schenkt Ada ihrem (heimlichen) Geliebten ein Foto von sich und ein Buch und bevor Inman sich in die Reihen der marschierenden Soldaten einreiht, küsst er seine Geliebte innig. Zwischen den beiden entsteht eine Spannung, die sie nicht wieder loslässt.
Jahre vergehen und als Inman in der Schlacht bei Petersburg schwer verwundet wird, beschließt er zu desertieren und zu seiner Geliebten zurückzukehren. Unterdessen hat auch Ada schwer mit dem Leben zu kämpfen, denn ihr Vater verstarb und sie weiß kaum zu überleben. Während Inman sich vor feindlichen und eigenen Truppen verstecken muss, die Grausamkeit des Krieges in allen Formen miterlebt und beinahe daran zu Grunde geht, bekommt Ada schließlich Verstärkung durch Ruby, die durch ihre ruppige und resolute Art Ada\'s Leben aufwirbelt, ihr aber auf der Farm eine große Hilfe ist. Obwohl Ada und Ruby zu Anfang so verschieden sind, baut sich doch eine innige Freundschaft zwischen ihnen auf.
Tja und ob Inman zu seiner Ada findet und wie es mit Ruby weitergeht, das möchte ich jetzt hier nicht erzählen, schließlich sollte ihre euch den Film noch anschauen und brav die Einspielergebnisse nach oben pushen ;-).
Der Stab:
Der Brite Anthony Minghella, der 1997 seinen ersten Oscar für den Film \"Der Englische Patient\" gewann und 3 Jahre später die nächste Nominierung für \"Der talientierte Mr. Ripley\" erhielt, wurde bereits 1997 auf den Roman \"Cold Mountain\" aufmerksam. Obwohl er nichts über die historischen Hintergründe des Bürgerkriegs zu wissen, beschloss er den Roman, der von Charles Frazier geschrieben wurde, in Szene zu setzen. Nachdem das 80 Millionen Projekt von den Studios MGM und Miramax genehmigt und die Produzenten Sydney Pollack, William Horberg, Harvey Weinstein und Bob Weinstein feststanden, besetzte man die Rollen mit hoch karätigen Schauspielern und suchte nach Drehorten.
Gedreht wurde in South Carolina und Rumänien, um zum einen die Kosten gering zu halten und zum anderen, die Landschaft so ursprünglich wie möglich darzustellen.
Meine Meinung:
WOW! Ich muss sagen, als ich aus diesem Film kam, war ich echt in einer seltsamen Stimmung. Obwohl mich das Drama ziemlich mitgenommen hat, hat mich Renee\'s Talent völlig überrascht und die Love Story überwältigt.
Jude Law kannte ich bisher kaum, mochte ihn aber in seiner Rolle als Inman sehr. Es war erschreckend, wie wandlungsfähig der Mann im Laufe des Films war und wie gut er verschiedenen Emotionen glaubwürdig rüberbringen konnte.
Bisher war ich nie ein Fan von Renee Zellweger gewesen, aber nach dieser Leistung muss ich ganz klar sagen, dass sie den Oscar verdient hat. Ihre Darstellungsweise war grandios und in der Originalfassung kam auch ihr Akzent, den ich immer noch nicht ganz einordnen kann, sehr gut zur Geltung.
Nicole Kidman spielte zwar hervorragend, jedoch überzeugte sie mich anfangs vor allem durch ihre Schönheit (obwohl sie echt zu dünn ist) *lach*. Im weiteren Verlauf des Film bekam sie einige Möglichkeiten ihre schauspielerischen Künste zu zeigen, an die Darstellung von Renee kam sie aber meiner Meinung nach nicht dran, weil ihre Rolle eine ganz andere als die der resoluten Ruby war.
Natalie Portman, die die meisten wohl aus Star Wars kenne dürften, hatte in diesem Film nur eine kleine Rolle, jedoch hat sie diese so perfekt gespielt, dass ich noch lange über ihre Szenen nachdenken werde.
Selbst die zahlreichen Nebenrollen waren alle sehr gut besetzt und es hab keine einzige Figur, die nicht überzeugend in Szene gesetzt war.
Oscars:
Cold Mountain wurde für 7 Oscars nominiert, ist aber in der Kategorien Regie, Art Direction, bester Film und Drehbuch nicht berücksichtigt. Das ist meiner Meinung nach sehr schade, denn verdient hätte er Nominierungen in dieser Kategorie schon. Gerade der Anfang des Films mit der Schlacht in Petersburg war er sehr beeindruckend und hat mich extrem mitgenommen.
Fazit:
Dieser Film schildert nicht nur, wie schön und wichtig eine Liebe sein kann, er prangert außerdem auch die Schrecklichkeit des Krieges an. Gerade in den ersten Momenten, als all diese Männer sich wie Kinder gefreut haben, dass sie endlich \"IHREN\" Krieg haben, wurde mir bewusst, dass sich in gut 120 Jahren kaum etwas geändert hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Männer im damaligen Jugoslawien sehr glücklich war, endlich in den Krieg ziehen zu dürfen, vielleicht hätte man denen vorher mal einen Film wie diesen zeigen sollen...
Dieser Film ist in so vielerlei Hinsicht sehenswert, sei es wegen der grandiosen Schauspieler, der wunderschönen Landschaft oder der eher traurigen Story. Und trotz des traurigen Stoffes schafft dieser Film es doch noch, einen hin und wieder zum Lachen oder zumindest zum Lächeln zu bringen.
Ich hoffe, ihr habt nun auch Lust bekommen, Euch dieses Meisterwerk mal anzuschauen. Und ich hoffe, dass mein Bericht und das Thema Krieg auch mal wieder zum Nachdenken anregen konnte, denn das Schlimme in dieser Welt sollte man niemals vergessen.
Liebe Grüße, Bianca
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