Usambaraveilchen Testbericht

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Erfahrungsbericht von DagSonja

Begleiterin von Frühjahr bis Spätsommer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Eine wunderschön anzusehende und dankbare Zimmerpflanze ist das Usambaraveilchen. Diese Topfblume kam vor 95 Jahren aus den ostafrikanischen Usambarabergen. Der damalige Direktor der Königlichen Gärten zu Herrenhausen, Hermann Wendland benannte sie nach seinem Entdecker „Santpaulia“, nachdem er erkannt hatte, dass diese Pflanze zu den Gesneriengewächsen gehört. Der Name „ionantha“ bedeutet veilchenblütig, weil die Blüten den Veilchen ähnlich sind.

Im Laufe der Jahre haben sich viele Sorten entwickelt, ob nun einfach, gefüllt blühende oder auch mit gekrausten oder gewellten Blättern und in verschiedenen Farben, weiss, blau, rosa, rot, violett, hellblau oder dunkelblau. Der Fantasie der Gärtner sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Ihre Blätter sind in einer Regelmäßigkeit angeordnet und blühen gleichmäßig. Die Kronblätter sind dabei glatt oder auffallend gewellt. Ihr Oberfläche ist samtig.

Die Pflanze wird durch Blattstecklinge von Januar bis August vermehrt. Dazu müssen die Blattstiele auf 1 – 2 cm verkürzt werden und diese steckt man dann in die Erde. Am besten sind dafür Schalen geeignet, in einer Erdmischung aus Torf und Sand im Verhältnis von 1 : 1. Sie bewurzeln sich bei einer Erd-Temperatur von 18 – 20 °C und einer Lufttemperatur von 22 – 25 °C mit starkem Schatten am besten. Die Luft sollte so feucht wie möglich dabei sein. Aber besprühen darf man die Pflanzen nicht. Nach zwei Monaten kann man dann die kleinen Pflanzen in Blumentöpfe von bis ca. 7 cm umpflanzen. Wenn sie dann durchgewurzelt sind, kann man sie in grössere – 10 cm-Töpfe umsetzen.

Gut entwickelte Pflanzen kann man auch durch Teilung in verschiedene Büsche einer Pflanze vermehrt werden. Dann erhält man schnell neue Pflanzen, die eher Blüten ausbilden können.
Dazu stellt man sie entweder erst einmal zur Bewurzelung ins Wasser oder wenn sie schon gross genug sind, topft man sie gleich in einen weiteres Pflanzgefäss ein.

Die normalen erwachsenen Pflanzen werden dann bei einer möglichst stabilen Temperatur von 18 – 22 °C in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit gehalten. Starke Sonneneinstrahlung schaden dieser Topfblume, es muss also leichter Schatten vorhanden sein. Ich habe sie an der Ost-Seite stehen, da gedeihen sie bis jetzt bei mir prima.

Für die Feuchtigkeit im Zimmer kann man Schalen mit Wasser zwischen die Pflanzen stellen.

Giessen muss man das Usambaraveilchen immer von unten in den Teller , damit die Wurzelballen nicht faulen. Ausserdem werden die Blätter sonst braun-fleckig und fallen auch ab. Es darf auch keine Staunässe entstehen, das heisst, wenn sie sich sattgetrunken hat, dann muss das Restwasser erst einmal ausgeschüttet werden, sie verträgt auch keine Staunässe.

Wenn man im Winter eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hat, dann kann es zu Pilzkrankheiten kommen.

Das Umpflanzen dieser Blume darf man erst wenn die Blüten abgeblüht sind. Dann werden sie am besten in eine Mischung aus Lauberde, Torf und Sand im Verhältnis 1 : 1:0,5 gesetzt. Wer so eine Mischung nicht allein herstellen kann, der fragt am besten seinen Blumenladen um die Ecke. Ich habe sie bis jetzt immer im Garten-Center gekauft. Da gibt es die meisten Mischungen für die verschiedendsten Pflanzen zu kaufen.

Die Erde sollte insgesamt einen ph-Wert von 5,5 bis 6,5 haben. Düngen kann man von Februar bis Oktober einmal aller 14 Tage mit einer Mischdüngerlösung in einer Konzentration von 0,1 bis 0,3 %.

Wenn man sie gut pflegt, dann treiben sie jedes Jahr immer wieder neu aus. Ich habe meine Pflanzen zwar weiter bekommen, aber so geblüht, wie ich sie am Anfang hatte, das habe ich noch nie geschafft. Ich weiss auch nicht, welches Geheimnis die Gärtner da noch mit sich herumtragen. Nach drei Jahren kaufe ich mir dann doch immer ein oder zwei neue.

Aber wenn die gekauften Pflanzen blühen, dann blühen sie ein halbes Jahr lang. Durch ihre satten Farben sehen diese Topfblumen wunderschön aus. Sie sind ein schöner Farbenklecks in der Wohnung. Drei mal in der Woche gegossen, immer beobachtet und nach den Kriterien für diese Pflanze behandelt , ist sie eigentlich ein dankbarer Begleiter zwischen Frühjahr und Herbst.
Das Wasser darf aber nicht zu kalkhaltig sein.

Sie kostet bei Erwerb nicht viel – so ca. 3 Mark – für dieses Geld hat man lange Freude und wenn man sie noch weiter bekommt oder auch vermehrt, dann lohnt es sich erst recht. Meistens kaufe ich dann drei verschiedene Pflanzen, weil ich mich bei den Farben nicht entscheiden kann und jede Farbe ist schön, noch dazu wenn sie viele Blüten hat.

Wenn ihr sie kauft, dann schaut in das Herz der Pflanze hinein, ob sie schon viele Knospen hat, dann kommt nach und nach ein Blütenregen heraus. Wenn sie mehr Blätter als Knospen hat, dann nehme ich meist eine andere. Sonst geht ja die ganze Energie in die Blätter und nicht in die Blüten. Ihr werdet manchmal staunen, was da alles so herauskommen kann. Das sieht man den Pflanzen manchmal gar nicht an.

Eure DagSonja