Van Helsing (DVD) Testbericht
D
ab 8,41 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
Erfahrungsbericht von Maddin
Der Vampirjäger ist los!
Pro:
Text
Kontra:
Text
Empfehlung:
Nein
Dieser Film hat in mir teils sehr zwiespältige Reaktionen ausgelöst. Zunächst bin ich reingegangen, weil mir Stephen Sommers\' bisherige Filme (Octalus, Mumie etc.) wirklich gut gefallen haben und ich auch Fan von gut gemachtem Trash-Kino oder B-Movies bin.
Stephen Sommers ist einer der Regisseure, die großes Kind geblieben sind, was sicher den Reiz seiner Filme ausmacht. Man hat das Gefühl, dass er all die Phantasien nochmal ausleben und selbst gestalten will, die ihn als Kind so fasziniert haben. Diese Ader hat man ja schon bei Roland Emmerich oder in den früheren Spielberg-Filmen ausmachen können. Und um es deutlich zu sagen: das ist im Grunde genau mein Ding! Ich bin bei Filmen sehr vielseitig - d.h. ich schaue genauso gerne anspruchsvolle Filme wie eben auch solche. Ich fühlte mich also durchaus prädestiniert, in diesen Film zu gehen, mit der Erwartung, einen großen Spaß erleben zu dürfen. Vor allem, weil ich genau wie Stephen Sommers ein Fan dieser alten Horrorstreifen der 30er & 40er Jahre bin. Ich habe also ein wildes Medley - wie Sommers es ja auch versprach - dieser Streifen erwartet.
Ich saß nun also in dem Film, als jemand, der wie dafür gemacht schien. Was ich dann letztlich zu sehen bekam enttäuschte mich dann doch in vielerlei Hinsicht. Ja, es war schon das versprochene Medley; die Kulissen, die Ausstattung überhaupt und auch Sommers Regiearbeit waren absolut hervorragend. Auch die Darsteller waren gut gewählt und haben zu ihren Rollen gepasst. Man könnte also meinen, alles war doch okay. Leider kommen wir nun zur größten Schwäche des Films: dem Drehbuch. Wie gesagt, ich hatte kein intellektuelles Anspruchskino erwartet, aber dennoch etwas mehr Charme. In „Die Mumie\" hat Sommers gezeigt, dass er den Spagat zwischen Trash und charmanter Popcornunterhaltung hervorragend beherrscht - hier jedoch hat er gänzlich als Autor versagt. Es lässt sich schwer sagen, warum. Vielleicht war einfach zuviel des Guten von allem in dem Film - eben total überladen. Auf diese Weise hat vieles einfach so unfreiwillig komisch gewirkt, dass es teilweise schon körperlich schmerzhaft war.
Nehmen wir mal die Darstellung des Dracula: Der war einfach durch sein affektiertes Benehmen eher als Lachnummer denn als Fürst der Finsternis erkennbar. Möglicherweise lag es nur an der deutschen Synchro, denn die Stimme und Redeweise des Schauspieler im Original klingen weit weniger schlimm. Davon abgesehen hat er aber auch durch Mimik und Gestik nicht überzeugt.
Hugh Jackman als Van Helsing war echt gut gewählt, aber durch schlechte Drehbuchtexte konnte er mit seiner Darstellung auch nicht viel rausreißen.
Auch diese unmögliche Liebesgeschichte war wirklich zum Heulen. In „Die Mumie\" z.B. kommt die auch vor, aber durch tolle Dialoge der beiden Akteure entsteht dort wesentlich mehr Schwung und Pfeffer - und vor allem nimmt man es den beiden in diesem Film dadurch viel eher ab. Am Schluss von „Van Helsing\" habe ich dann schon eine Wiederauferstehung von Anna erwartet, die zum Glück nicht kam. Dafür aber dann eine derartig dämliche Rührszene, bei der wirklich der komplette Kinosaal in Lachen ausbrach. Und was gibt es für einen besseren Beweis einer vollkommen verunglückten Dramatik?
Das der Film eher enttäuschen würde, war schon ziemlich am Anfang klar, als Mr. Hyde in ähnlicher Version wie in „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen\" auftauchte. Was sollte denn das? Gut, der Film hat von Zitaten aus anderen Filmen gelebt, aber eigentlich von denen der alten 30er & 40er Jahre Horrostreifen. Was hat da eine Figur (in dieser Art der Darstellung, denn Mr. Hyde ist ja schon eine alte Horrorfigur) aus einem Film zu suchen, der vor einem Jahr lief und schon bei Publikum und Kritik durchgefallen ist?
Man könnte noch viel darüber erzählen, aber das soll als Eindruck reichen.
Warum ich am Anfang sagte, der Film hätte zwiespältige Reaktionen ausgelöst, hat damit zu tun, dass ich den von mir anfangs positiv genannten Punkten durchaus etwas abgewinnen konnte. Die Liebe zum Detail und die Verspieltheit von Sommers sind schon wirklich beeindruckend. Leider hat er all diese Vorzüge hier durch ein bescheuertes Drehbuch verschenkt. Da ich aber die Mühe und Arbeit des Films gesamt betrachte und nicht unter den Teppich kehren will, habe ich drei Punkte gegeben.
Stephen Sommers ist einer der Regisseure, die großes Kind geblieben sind, was sicher den Reiz seiner Filme ausmacht. Man hat das Gefühl, dass er all die Phantasien nochmal ausleben und selbst gestalten will, die ihn als Kind so fasziniert haben. Diese Ader hat man ja schon bei Roland Emmerich oder in den früheren Spielberg-Filmen ausmachen können. Und um es deutlich zu sagen: das ist im Grunde genau mein Ding! Ich bin bei Filmen sehr vielseitig - d.h. ich schaue genauso gerne anspruchsvolle Filme wie eben auch solche. Ich fühlte mich also durchaus prädestiniert, in diesen Film zu gehen, mit der Erwartung, einen großen Spaß erleben zu dürfen. Vor allem, weil ich genau wie Stephen Sommers ein Fan dieser alten Horrorstreifen der 30er & 40er Jahre bin. Ich habe also ein wildes Medley - wie Sommers es ja auch versprach - dieser Streifen erwartet.
Ich saß nun also in dem Film, als jemand, der wie dafür gemacht schien. Was ich dann letztlich zu sehen bekam enttäuschte mich dann doch in vielerlei Hinsicht. Ja, es war schon das versprochene Medley; die Kulissen, die Ausstattung überhaupt und auch Sommers Regiearbeit waren absolut hervorragend. Auch die Darsteller waren gut gewählt und haben zu ihren Rollen gepasst. Man könnte also meinen, alles war doch okay. Leider kommen wir nun zur größten Schwäche des Films: dem Drehbuch. Wie gesagt, ich hatte kein intellektuelles Anspruchskino erwartet, aber dennoch etwas mehr Charme. In „Die Mumie\" hat Sommers gezeigt, dass er den Spagat zwischen Trash und charmanter Popcornunterhaltung hervorragend beherrscht - hier jedoch hat er gänzlich als Autor versagt. Es lässt sich schwer sagen, warum. Vielleicht war einfach zuviel des Guten von allem in dem Film - eben total überladen. Auf diese Weise hat vieles einfach so unfreiwillig komisch gewirkt, dass es teilweise schon körperlich schmerzhaft war.
Nehmen wir mal die Darstellung des Dracula: Der war einfach durch sein affektiertes Benehmen eher als Lachnummer denn als Fürst der Finsternis erkennbar. Möglicherweise lag es nur an der deutschen Synchro, denn die Stimme und Redeweise des Schauspieler im Original klingen weit weniger schlimm. Davon abgesehen hat er aber auch durch Mimik und Gestik nicht überzeugt.
Hugh Jackman als Van Helsing war echt gut gewählt, aber durch schlechte Drehbuchtexte konnte er mit seiner Darstellung auch nicht viel rausreißen.
Auch diese unmögliche Liebesgeschichte war wirklich zum Heulen. In „Die Mumie\" z.B. kommt die auch vor, aber durch tolle Dialoge der beiden Akteure entsteht dort wesentlich mehr Schwung und Pfeffer - und vor allem nimmt man es den beiden in diesem Film dadurch viel eher ab. Am Schluss von „Van Helsing\" habe ich dann schon eine Wiederauferstehung von Anna erwartet, die zum Glück nicht kam. Dafür aber dann eine derartig dämliche Rührszene, bei der wirklich der komplette Kinosaal in Lachen ausbrach. Und was gibt es für einen besseren Beweis einer vollkommen verunglückten Dramatik?
Das der Film eher enttäuschen würde, war schon ziemlich am Anfang klar, als Mr. Hyde in ähnlicher Version wie in „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen\" auftauchte. Was sollte denn das? Gut, der Film hat von Zitaten aus anderen Filmen gelebt, aber eigentlich von denen der alten 30er & 40er Jahre Horrostreifen. Was hat da eine Figur (in dieser Art der Darstellung, denn Mr. Hyde ist ja schon eine alte Horrorfigur) aus einem Film zu suchen, der vor einem Jahr lief und schon bei Publikum und Kritik durchgefallen ist?
Man könnte noch viel darüber erzählen, aber das soll als Eindruck reichen.
Warum ich am Anfang sagte, der Film hätte zwiespältige Reaktionen ausgelöst, hat damit zu tun, dass ich den von mir anfangs positiv genannten Punkten durchaus etwas abgewinnen konnte. Die Liebe zum Detail und die Verspieltheit von Sommers sind schon wirklich beeindruckend. Leider hat er all diese Vorzüge hier durch ein bescheuertes Drehbuch verschenkt. Da ich aber die Mühe und Arbeit des Films gesamt betrachte und nicht unter den Teppich kehren will, habe ich drei Punkte gegeben.
4 Bewertungen, 1 Kommentar
-
16.09.2005, 21:12 Uhr von schokohase29
Bewertung: sehr hilfreichhab mir den film heut auf dvd gekauft ; )
Bewerten / Kommentar schreiben