Venusfliegenfalle Testbericht

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Erfahrungsbericht von magicred

Die Pflanze mit Biss.......

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Nachdem ich bereits schon einige Berichte übers Kochen gepostet habe, möchte ich nun etwas über mein anderes Hobby, Blumen und Pflanzen, schreiben.

Der Großteil der Fensterbänke in meiner Wohnung sind mit Zimmerpflanzen belegt. Dies sieht nicht nur schön aus, sondern die Pflege dieser Blumen macht mir auch sehr viel Spass. Wenn dann die
Pflanzen auch noch unter meiner hoffentlich guten Pflege kräftig wachsen und sich bei manchen Blütenknospen bilden, ist man als kleiner Hobbygärtner auch ein wenig stolz darauf.

Die erste Pflanze die ich Euch vorstellen möchte ist die

**** Venusfliegenfalle ****

Diese Pflanze habe ich von Freunden geschenkt bekommen. Sie ist wohl die bekannteste unter den insektenfangenden Pflanzen. Mittlerweile gibt es in Blumenfachgeschäften oder auch Baumärkten mit Gartencentern eine sehr große Auswahl von diesen fleischfressenden Pflanzen.

Nun aber erstmal zu meiner \"Venusfliegenfalle\".

Die Pflanze ist ursprünglich in den Küstenebenen von North Carolina in den USA beheimatet. Sie wächst dort auf sehr nährstoffarmen Böden, wo andere Pflanzen kaum gedeihen können. Durch die Umgestaltung ihrer Blätter zu speziellen Klappfallen ist die Pflanze in der Lage, tierische Beute wie Insekten und Spinnnen zu fangen und zu verdauen. Dies benötigt Sie für ihr Wachstum.

Natürlich stellt sich die Frage: Muss ich solch eine Pflanze auch füttern ? ! ?

Klares nein. Die Pflanze kann auch \"fleischlos\" leben. Aber wie jeder andere auch, der solch eine Pflanze hat, möchte man diese beim Fangen ihrer Beute auch mal beobachten. Damit man nicht ewig warten muss, bis sich eine Fliege unter Umständen auf die Klappfallen niedersetzt, kann man sie auch \"füttern\". Was ganz wichtig hierbei ist, daß man nur ganz kleine Fliegen oder stecknadelgroße Stückchen gekochtes Fleisch füttert. Zu große Brocken führen nämlich leicht zum Faulen der Blätter.

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Der Fangmechanismus der Pflanze funktioniert in folgender Weise:

Die Venusfliegenfalle trägt an der Innenseiten der zu Klappfallen umgebildeten Blätter kleine Fühlborsten. Bei Berührung dieser Sinneshaare klappt die Falle wie ein Tellereisen blitzschnell zusammen. Die ineinandergreifenden Borsten am Blattrand vereiteln jeden Fluchtversuch der Beute.

Mechanische und chemische Reize lösen dann die Sekretion des Verdauungssaftes aus, der von speziellen Drüsen auf der Blattoberfläche ausgeschieden wird.

Nach ein bis zwei Wochen ist die Zersetzung der Beute abgeschlossen. Die Falle öffnet sich wieder, und die unverdaulichen Reste werden im Freiland vom Regen weggespült oder vom Wind wegeblasen. Im Zimmer ist es sehr wichtig, dass man diese Reste vorsichtig mit einer Pinzette entfernt, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Solch ein Blatt mit den Klappfallen kann so 2-3
mal Beute vertilgen, anschließend stirbt das Blatt dann ab.

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Kommen wir zurück zur Pflege der Pflanze:

Sie braucht sehr viel Licht und Sonne, ausreichende Luftfeuchtigkeit und kalkfreiesGiesswasser.

Steht die Venusfalle zu dunkel, werden keine oder nur ganz kleine Fallen wachsen. Dies ist mir bei meiner Pflanze passiert, als ich sie bekommen habe. Nachdem ich bei uns in der Gärtnerei nachgefragt hatte, was der Fehler sei, hat man mir geraten den Standort der Pflanze zu ändern. Dies hat sich nach einiger Zeit dann auch bewährt.

Um für die richtige Luftfeuchtigkeit zu sorgen, sollte man die Pflanze am besten auf eine feucht gehaltene Kiesschicht in ein Glasgefäß stellen.
Was man auf keinen Fall machen darf,ist die Pflanze
direkt mit Wasser zu besprühen.

Die optimale Raumtemperatur sollte zwischen 18 und 26° C liegen. Ich habe meinen \"Fleischfresser\" im Wohnzimmer auf der Fensterbank stehen. Dieser Platz hat sich als optimal herausgestellt, da dort die Raumtemparatur ziemlich gleichmäßig ist.

Giessen sollte man wie bereits erwähnt nur mit entkalktem Wasser. Da unser Leitungswasser sehr kalkhaltig ist, nehme ich hierzu destilliertes Wasser.

Düngen muss man die Venusfliegenfalle nicht. Es reicht vollkommen, wenn man sie einmal im Jahr in ungedüngten Torf umpflanzt, da die Pflanze doch trotz allem sehr genügsam ist.

Dass die Venusfliegenfalle auch blühen kann, wußte ich anfangs nicht. Leider ist es mir bisher noch nicht vergönnt gewesen, dass meine Pflanze geblüht hat. Die Blütezeit ist im Frühjahr, wo sich an der Pflanze weisse Blütendolden bilden und dann blühen.

Naja, vielleicht werde ich dieses Ereignis auch mal bestaunen können.

Fazit: Die fleischfressenden Pflanzen sind schon Exoten unter den Zimmerpflanzen. Sicher hatte ich diese Pflanzengattung auch in den besagten Gärtnereien mal gesehen und fasziniert beobachtet, jedoch nie eine gekauft. Erst nachdem ich als Geschenk solch einen \"Fleischfresser\" bekam, habe ich mich intensiver damit beschäftigt. Anfängliche Schwierigkeiten wurden nach Beachten der Tipps eines Gärtners aus dem hiesigen Gartencenter gelöst. Mittlerweile habe ich die Pflanze schon 1,5 Jahren und sie gedeiht prächtig. Allein schon durch das aussergewöhnliche Aussehen der Pflanze macht sie schon zum Blickfang auf meiner Fensterbank.

Na, vielleicht habt ihr nun auch Gefallen an solch einer Pflanze gefunden. Wäre schön wenn mein Bericht dazu beigetragen hätte.

Ansonsten wünsch ich Euch einen weiterhin \"grünen\" Daumen....

Euer magicred

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