Venusfliegenfalle Testbericht

No-product-image
ab 11,34
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(7)
4 Sterne
(3)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von nade24

Venusfliegenfalle - einige Fakten die man beachten sollte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich bin total vernarrt in fleichfressende Pflanzen und Kakteen, darum habe ich mich entschlossen meinen ersten Bericht hier über eine fleischfressende Pflanze zu schreiben,die mir persöhnlich ganz besonders gefällt.

Die Venusfliegenfalle, ist die wohl bekannteste fleischfressende Pflanze. Sie kommt aus den USA (Grenzgebiet North-Carolina / South-Carolina) und wurde 1769 von John Ellis entdeckt. In diesem Gebiet gibt es auch Winter, d.h. die Venusfliegenfalle ist voll winterhart und kann Frost unbeschadet überstehen. Die Pflanze stirbt in einem frostigen Winter oberirdisch vollkommen ab und im Erdreich bleibt nur ein zwiebelähnliches, knolliges Gebilde übrig, aus dem im Frühjahr neues Leben quillt.

Die Venusfliegenfalle ist eine rosettenbildende Pflanze mit bis zu 20 cm Durchmesser. Am Ende eines jeden Blattes bildet sich ein bis 3 cm großer Fangapparat. Dieser Fallentyp besteht aus zwei lang gezahnten Blatthälften, die sich bei viel Sonnenlicht herrlich dunkelrot färben. Auf ihren Innenseiten befinden sich jeweils drei kleine Fühlborsten. Diese lösen das Zusammenklappen der Blatthälften aus, wenn man sie zweimal kurz hintereinander berührt. Sind die Bedingungen günstig und ist die Pflanze \"hungrig\", kann dieser Vorgang in etwa einer zwanzigstel Sekunde ablaufen, was eine der schnellsten Bewegungen im Pflanzenreich darstellt.

Sprechen nach dem Schließen der Blatthälften Eiweißrezeptoren positiv an (wenn also \"echte\" Beute gemacht wurde), produziert die Pflanze Verdauungssekrete, die die Beute je nach Größe in Stunden oder Tagen verdauen. Eiweiße und andere abbaubare Stoffe werden aufgelöst und durch andere auf den Blattinnenseiten befindliche Drüsen eingezogen. Nach Abschluß dieses Vorgangs öffnet sich die Falle wieder und nur der leere Chitinpanzer der Beute zeugt noch davon, daß hier ein Insekt einer Pflanze als Nahrung gedient hat.

ACHTUNG:Die einzelne Falle ist in der Lage, sich bis zu sieben Mal zu schließen, danach stirbt sie ab. Man sollte ein Blatt also nicht allzuoft künstlich reizen.


In ihrer amerikanischen Heimat ist Dionaea muscipula von der Ausrottung bedroht. Unglücklicherweise gibt es noch immer Sammler, die sich selbst durch Androhung hoher Geldstrafen nicht davon abgehalten lassen, die Pflanzen aus der Natur zu entnehmen.

Kultur:
Die Kultur dieser interessanten und schönen Pflanze ist recht einfach, wenn man folgende Punkte beachtet: Das Gießwasser muß möglichst kalkfrei sein und sollte daher kein normales Leitungswasser sein. Auch abgestandenes Leitungswasser ist meist nicht geeignet. Am besten benutzt man Regenwasser oder entsalztes Batteriewasser, was man billig in jedem Supermarkt (oder Tankstelle) bekommen kann. Ebenso gut funktioniert destilliertes Wasser.
Als zweites sollte das Pflanzsubstrat leicht sauer sein, was auch dem natürlichen Standort dieser Pflanze entspricht. Hier ist reiner Hochmoortorf geeignet, der mit verschiedenen Dränagezusätzen (Quarzsand, Perlit, Vermiculit) versehen werden kann, was eine Fäulnis der Pflanze verhindert. Das Substrat sollte im Sommer immer feucht-naß sein: etwas Wasser im Untersetzer (Anstaumethode) ist ideal. Im Winter während der Ruhe natürlich etwas trockener (aber nie richtig trocken). Ein vollsonniger Standort auf der Fensterbank (Südfenster) in einem Untersetzer mit Wasser oder draußen im Moorbeet im Garten wären ideal.
Nur bei genügend Licht färben sich die Fallen schön aus.
Eine Winterruhe (ist Pflicht) bei Temperaturen von 5-10°C ist ideal, über 15°C sollten vermieden werden - leichte Fröste bis -10°C werden von älteren Pflanzen ebenfalls vertragen. Von einem Durchkultivieren ist abzuraten, da dies letztendlich oft zum Tode der Pflanze führt.


Durch die Blüten wird die Pflanze sehr geschwächt, wenn man also nicht auf Samen aus ist, sollte man sie bei jüngeren bzw. schwächeren Pflanzen abschneiden. Um Samen zu erhalten ist für eine Bestäubung in der Regel eine zweite Pflanze notwendig.

Eure Nade ;-)

20 Bewertungen